Das GANZE Werk - Archiv

Hinweis: Diese Seite enthält als Archiv die vollständige Übersicht der Meldungen des GANZEN Werks für die Zeit zurück bis 1996. Diese Seite soll es Ihnen ermöglichen, gezielt nach Artikeln zu suchen - z.B. durch die Eingabe von Stichworten nach Drücken der Tastenkombination [Strg + F].

Teilbereiche aus dieser Übersicht finden Sie speziell auf folgenden Seiten:
· Meldungen - aktuell und in einer Auswahl
· Presseschau - gedruckte oder im Internet veröffentlichte Presseartikel
· Nord - NDR Kultur und DGW Nord, aktuell und in einer Auswahl
· Berlin-Brandenburg - kulturradio vom rbb und DGW BB
· Andere Kultursender - ohne die Gebiete Nord und Berlin-Brandenburg
· Artikel und Kommentare - grundsätzlicher Art, DGW Nord
· Mitteilungen - an die Presse und die Internet-Öffentlichkeit, DGW Nord

In Absprache mit der Leitung der neuen musikzeitung soll diese Homepage
- als Mahnmal für die Unwilligkeit des NDR zum konstruktiven Dialog und
- als Denkmal für das Engagement aufgeschlossener und kulturinteressierter Radiohörer im Norden Deutschlands, bezogen auf die Zeit von Anfang 2004 bis Ende 2009, bestehen bleiben.

neue musikzeitung | März 2010 - nmz 3/10 - Glossen & Kommentare

Teilweise verstorben
„Wir bedauern dieses schleichende Ende des Kulturfunks dort oben. Ruhe in Frieden, NDR Kultur.“

Das GANZE Werk (Nord), Mitglied C.W. aus Niedersachsen, 15. Februar 2010

Dankschreiben eines Mitglieds der Bürgerinitiative, stellvertretend für viele Mitglieder, an den Sprecherrat
vorläufiges Ende...
„Das Verhalten und die Argumentation des Rundfunkrates haben mit Kultur, mit Überblick und Souveränität nichts zu tun, im Gegenteil, das zeugt schlicht von Unfähigkeit und wohl auch von großer Ängstlichkeit.“

Das GANZE Werk (Nord), 27. Januar 2010, Sprecherrat (Nord), Mitgliederpost

Information an die Mitglieder und die Unterstützer
Der NDR-Rundfunkrat lehnt unsere Vorschläge als „unbegründet“ ab, die Bürgerinitiative Das GANZE Werk lässt nach Ausschöpfung ihrer Möglichkeiten die Arbeit ruhen

15. Dezember 2009, Der DGW-Sprecherrat (Nord) zur Antwort des NDR-Rundfunkrates

Stellungnahme
Der NDR verweigert jeden kritischen Dialog:
Trotz lebhafter Proteste ist keine qualitative Änderung im Tagesprogramm von NDR Kultur in Sicht

Übersicht:
• Unser Versuch, durch eine große gemeinsame Protestaktion gegen die zum 1. Januar 2004 eingeführte „Reform von NDR Kultur“ eine Korrektur zu bewirken, ist gescheitert.
• Was bleibt den Radioliebhabern in Norddeutschland zu tun?
• Was bleibt der Bürgerinitiative „Das Ganze Werk“ zu tun?
• Die Bürgerinitiative lässt ihre Arbeit bis auf Weiteres ruhen.
Einstimmiger Beschluss des Sprecherrates am 15. Dezember 2009 in Seevetal

DGW (Nord), 14. November 2009, Veröffentlichung des Briefes des NDR-Rundfunkratsvorsitzenden

Antwortbrief des NDR-Rundfunkrates auf die Eingabe und die Unterschriftenaktion von 2.445 Unterzeichnern zu NDR Kultur:
„Im Ergebnis weist der NDR Rundfunkrat die Eingaben vom 20. März 2008, vom 2. Februar 2009 und vom 23. März 2009 als unbegründet zurück.“
„(Er) stellt eine zunehmende Akzeptanz mit steigender Hörerzahl und eine weitere qualitative Steigerung von NDR Kultur fest.“

DGW (Berlin-Brandenburg), 7. November 2009: kulturradiorbb, Analyse für Oktober 2009

Die „Partner für Kultur“ in Berlin und Brandenburg
Das Kulturradio des Rundfunks Berlin-Brandenburg macht regelmäßig Werbung für kulturelle Veranstaltungen – in einem werbefreien Programm, aber in der gleichen Art wie die Werbespots eines werbefinanzierten Senders.
Werbung oder Information – das ist hier die Frage
Wir untersuchen den Nutzen dieser Partnerschaft für das kulturradiorbb, die „Partner“ und die Hörer am Beispiel aller Spots eines Monats. – Von Jürgen Thomas

NDR Kultur, 18. Oktober 2009, Sonntagskonzert, 11.54 - 12.37 Uhr

Musikalische Bildung auf NDR Kultur
„Beethovens 7. Sinfonie, eine Sinfonie, die er ja geschrieben hatte eine ganze Weile, nachdem er zunächst mit anderen Gattungen auch beschäftigt war.“
Teil 1: Leserzuschrift an Das GANZE Werk („NDR Kultur erweist sich in meinen Augen als immer inkompetenter“, die „Sprüche“ der Moderatoren, die Absage „...7. Sinfonie von Ludwig Beethoven“)
Teil 2: Dokumentation (Schleswig-Holstein Musik Festival über alles, NDR Kultur im Promi-Rausch - das Ganze ohne musikalische Bildung)

DGW (Berlin-Brandenburg), 1. Oktober 2009: kulturradiorbb, Untersuchung für Juni 2009

Die „Klassik“-Musikauswahl für Berlin und Brandenburg
Das Kulturradio des Rundfunks Berlin-Brandenburg (Werbespruch: „Hier spielt die Klassik“) deutet immer wieder an, wie „umfangreich“ und „vielfältig“ die klassische Musik sein könne. Doch durch die eigenen Fesseln bei der Planung von Programm und Musik werden alle Chancen für ein interessantes Programm vergeben.
Einfalt statt Vielfalt – so „spielt die Klassik“
Wir haben hier schon mehrfach dokumentiert, dass das kulturradiorbb mit seiner Musikauswahl Kopfschütteln hervorruft. Um zu prüfen, inwieweit solche Kritik systematisch berechtigt ist, wurden alle gespielten Musikstücke im „Tagesbegleitprogramm“ eines Monats untersucht. - Von Jürgen Thomas

Das GANZE Werk (Nord): Kulturradios in Deutschland und Ungarn, 25. September 2009

Blamabel2 für NDR Kultur
„Chor der Woche“ bei Deutschlandradio Kultur: Der Gemischte Chor Bröckel
Norddeutsche Chormusik bei Deutschlandradio Kultur und bei ungarischen Sendern
„Breites Repertoire, neben Musicals wird auch plattdeutsches Liedgut dargebracht“ - „Umweg über Budapest, um über die Musikkultur in Norddeutschland informiert zu werden“
Eine Meldung, ein Radiobericht und ein Brief zu dem gleichen Thema

Bürgerinitiative Das GANZE Werk (Nord) - 18. September 2009 - Abschluss der Unterschriftenaktion


2.445 Unterschriften = 2.445 Mitunterzeichner der Eingabe zu NDR Kultur

Weitere 814 Unterschriften dem NDR in Hamburg-Lokstedt (Standort für das Fernsehen) übergeben

Ausschnitt aus dem Begleitschreiben der Bürgerinitiative:

Ärgerlich ist, dass NDR Kultur gerade an dem heutigen Tag trotz unserer Beschwerde über die Werbung auf NDR Kultur wieder einen „Thementag CD-Neuheiten XXL“ veranstaltet, „anlässlich vieler Neuerscheinungen der Major Labels“ und des von ihnen bestimmten „Echo-Klassik-Preises“ (NDR Kultur, 6.45 Uhr). Eine Kaufaufforderung gibt es auch schon seit gestern im Netz (...).

Das GANZE Werk (Nord), 13. September 2009 - Leitartikel: „Infomercial“ auf NDR Kultur

Nicht nur Machenschaften im NDR-Fall Heinze, auch bei NDR Kultur:
Ein Brief der NDR-Kultur-Leitung offenbart, dass das Tagesprogramm
fremdbestimmt ist

Nach unseren Beobachtungen kann es nur die NDR Media GmbH sein, die diesen entscheidenden Einfluss trotz des Werbeverbots auf NDR Kultur hat

Musikchef Schreiber im Auftrag der Sendeleitung zum Vorschlag, eine gute Haydn-Abendsendung im Tagesprogramm für das große Publikum zu wiederholen:
Aufgrund unserer abgestimmten und sehr häufig auf aktuelle Ereignisse Bezug nehmenden Planung ist eine Wiederholung“ [im Tagesprogramm] „leider nicht möglich. Im Übrigen halte ich unsere Programmvorhaben der nächsten Wochen“ [im Abendprogramm, das war nicht der Vorschlag] „für so attraktiv, dass es schade wäre, wenn eines dieser Angebote einer Wiederholung zum Opfer fallen müsste.“

Unterschriftenaktion zur Unterstützung der Eingabe zu NDR Kultur beim NDR-Rundfunkrat, 3. 9. 2009

Plausible Aktion: Nicht zu glauben, warum der Norden so hinterherhinkt
Ein Hörer aus Hamburg hatte der Bürgerinitiative für mehr Radiokultur Das GANZE Werk (Nord) empfohlen, die Aktionsunterlagen an einen bestimmten Freundeskreis für Kirchenmusik in Hamburg zu schicken.
Mit Erfolg. Es trafen bei der Initiative vier Listen mit 40 Unterschriften ein und dem folgenden - nicht direkt an den Rundfunkrat gerichteten - Kommentar des Verantwortlichen:
„Ich wünsche Ihnen mit dieser Aktion endlich einen durchschlagenden Erfolg. Es ist einfach nicht zu glauben, warum der Norden so hinterherhinkt, wenn es um diese doch so plausible Aktion geht.“ - Lesen Sie auch: Die Kommentare an den Rundfunkrat

NDR Kultur, 30. August 2009, 11 - 13 und 14 -18 Uhr

Sonntagskonzert und Klassikboulevard:
Zwei Kulturwelten im Tagesprogramm von NDR Kultur
Einerseits eine große Überraschung: Beethovens Eroica in einer Fassung für Klavierquartett
Andererseits: 80 Sekunden aus einem Concerto grosso sollen „ein Original-Händel“ gewesen sein

kulturradiorbb, im August 2009

Statt aktueller „CD der Woche“ nur Wiederholungen
Das kulturradiorbb präsentiert in der Ferienzeit Wiederholungen der „CD der Woche“ und behauptet gegenüber den Hörern, es würde sich um aktuelle CDs handeln. Diese Täuschung bestätigt erneut den fahrlässigen und abschätzigen Umgang des Senders mit der Musik und seinen Hörern.
Beispiel: Die „Arien für Cuzzoni“ mit Simone Kermes wurden zuerst am 30. März 2009 als „CD der Woche“ vorgestellt - und dann wieder am 10. August 2009

NDR Kultur, 10. August 2009, 18.30 Uhr, Moderation

Für welches Publikum stilgerecht?
„Zwischen acht und zehn da braucht niemand versuchen...“
Der Moderator von NDR Kultur in seiner Einführung zu einem 3-Minuten-Bericht:

Sonntagabends zwischen acht und zehn da braucht niemand versuchen mich anzurufen, ich schaue „Tatort“. Das ist nicht nur für mich, das ist für viele Menschen in Deutschland ein wöchentliches Ritual zum Ausklang der Woche.

Als Kommentator zitieren wir Bastian Sick aus seiner „Zwiebelfisch“-Kolumne

„Wer brauchen nicht mit zu gebraucht, braucht brauchen gar nicht zu gebrauchen.“ Diese Faustregel gilt in der Standardsprache noch immer. In der Umgangssprache wird „brauchen“ in Analogie zu den Hilfsverben „müssen“ und „dürfen“ oft ohne „zu“ verwendet: Nach dem Vorbild „Sie muss davon ja nichts erfahren“ wird „Sie braucht davon ja nichts erfahren“ gebildet. Dies gilt aber nicht als salonfähig. In gutem Deutsch heißt es nach wie vor: „Sie braucht davon ja nichts zu erfahren.“

NDR Kultur, 5. August 2009, 14.30 Uhr, Moderation

Ein Satz mit 12 Wörtern lässt tief in die Ahnungslosigkeit über die zu präsentierende Musik blicken: „Das war ein Menuett aus der Sinfonie in Es-Dur von Michael Haydn.“
Ähnliches sagt die Moderatorin ziemlich oft.
Eine Sinfonie ist keine Tanzsuite mit mehreren Menuett-Sätzen, die Sinfonien von Michael Haydn haben höchstens ein Menuett. Er hat nach einer unvollständigen Übersicht bei Wikipedia mindestens drei Sinfonien in Es-Dur komponiert:
- Nr. 1C, MH  35 (Perger  1)
- Nr. 26, MH 340 (Perger 17) und
- Nr. 34, MH 473 (Perger 26)

Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS), 2. August 2009

Kurze Meldung zu Besonderheiten der Sendung „Klassik auf Wunsch“ auf NDR Kultur
„Der NDR hat seine Kulturwelle ruiniert“
Diese Sendung funktioniere auch „hervorragend als Kulturpessimismusgegenmittel, denn wenn man die Leute lässt, wählen sie sich offenbar auch mal das, was sie anstrengt“.

Das GANZE Werk (Nord), in eigener Sache, 4. August 2009

Unterschriftenaktion für die Eingabe beim NDR-Rundfunkrat
Zwischenstand am 31. Juli 2009: 2.008 Unterschriften
Der Programmausschuss hat sich in seiner Sitzung am 23. Juni 2009 „intensiv mit Ihren beiden Eingaben befasst“

3. Juli 2009, Enthüllung auf NDR Kultur...

Der Glaspalast von NDR 2, N-Joy und NDR KulturWer im Glashaus sitzt...
NDR Kultur über unzulässige Werbung für die Deutsche Bahn AG bei Radio Hamburg
Vorgang und Diskussion ausführlich dokumentiert
Dokumentation und Zwischenbemerkungen von Theodor Clostermann

Parallel-Gewinnspiel auf NDR Kultur am 9. März 2007: Das Schleswig-Holstein Musik Festival auf dem Meer

Das GANZE Werk (Nord) zur Moderation: WDR 3, 1. Juli 2009, und NDR Kultur, 3. Juli 2009

Kulturradios in Deutschland
Kostümwechsel einer Moderatorin
Moderatorin bei WDR 3 und NDR Kultur
Von Ludolf Baucke und Theodor Clostermann

1. Juli 2009, WDR 3, TonArt, 15.05 - 17.45 Uhr
„Wes‘ Brot ich ess‘,“ ...

- Fazit des „TonArt“-Hörerlebnisses

3. Juli 2009, NDR Kultur, Klassisch Unterwegs, 14.05 - 19.00 Uhr
„... des Lied ich sing‘!“

- Erster Paukenschlag: Bekenntnis zum unvollständigen Werk - ohne Grund
- Außerhalb des Programms: werblicher Block für eine „aktuelle CD“
- Ein übler Scherz mit Arcangelo Corelli
- Falsch aus Wikipedia abgeschrieben: Mit einem Superlativ wird die Musikgeschichte neu geschrieben
- Drei weitere Patzer zur Musik: W. A. Mozart, J. Haydn/L. v. Beethoven und J. S. Bach
- Fazit: Vor allem Fragen

Das GANZE Werk (Nord), 25. Juni 2009

Chormitglieder fühlen sich von NDR Kultur im Stich gelassen
Licht am Ende des Tunnels?
9 Mehrfachlisten mit 79 Unterschriften von drei Chören Schleswig-Holsteins, dazu das Foto: „Licht am Ende des Tunnels“ des Fotoillusionisten Frank Kunert und der Kommentar „In der Hoffnung beigetragen zu haben, daß den NDR-Größen der ‚Tunnelblick‘ ausgetrieben wird“

Hamburger Abendblatt, 24. Juni 2009

Protestnote an NDR Kultur übergeben
Die Bürgerinitiative „Das GANZE Werk“ fordert, NDR Kultur möge zukünftig unter anderem wieder „Musiksendungen (mit zusammenhängenden musikalischen Werken)“ ausstrahlen.
Kürzlich wurde eine neue Runde im Kampf David gegen Goliath eingeleitet, bislang kamen 1.631 Unterzeichner zusammen.

Das GANZE Werk (Nord), 23. Juni 2009: 1.631 Unterschriften

1.631 Unterschriften für die Eingabe, davon 390 auf Einzelkarten und 1.241 auf 153 Sammellisten - 100 Kommentare, z.B. beim oberen StapelAufkleber auf beiden Seiten der Tragetasche: Die Wünsche an den Programmausschuss des NDR sind nicht zu übersehen1.631 Unterschriften vor dem NDR-Gebäude, dem NDR-Logo und der Pförtnerloge in der Hamburger RothenbaumchausseeDie Übergabe geschah in einer freundlichen Atmosphäre

1.631 Unterschriften für die Eingabe, davon 390 auf Einzelkarten und 1.241 auf 153 Sammellisten
- 100 Kommentare - Vor dem NDR-Gebäude, dem NDR-Logo und der Pförtnerloge

Erste Bilanz am Tag der Sitzung des Programmausschusses
Auf zum Dialog mit kritischen Stammhörern
Neue Etappe für mehr Qualität im Tagesprogramm von NDR Kultur

NDR Kultur, Sonntag, 14. Juni 2009, 13.29 Uhr, Moderation

Abseits der Kultur: Sport-Collage für eine Tennis-„Gräfin“ auf NDR Kultur, zwischen Musiksätzen von Mozart und Beethoven
Alternative Praxis: Kultursender Ö1 ist sportberichterstattungsfreie Zone

Internationale Händel-Festspiele Göttingen, 28. Mai 2009, „Admeto“, Public Viewing

Es war großartig, Bild- und Lautsprecherqualität übertrafen alle Erwartungen.
Moderator von NDR Kultur im Dienst der NDR Media GmbH?
4000 Menschen erlebten einen zu wenig vorbereiteten Moderator.
Er wollte durch den Opernabend „begleiten“, gab gleich zu, die Premiere nicht gesehen zu haben.

Bürgerinitiative Das GANZE Werk (Nord), Unterschriftenaktion, 19. Juni 2009

Ergänzender Kommentar zu der Unterschriftenaktion für mehr Radiokultur auf NDR Kultur:
„Die Qualität auf NDR Kultur hat drastisch nachgelassen“ (Pdf)
Von Dr. Helmut Kramer, Wolfenbüttel

„Die Art der Unverbundenheit, in der die verstümmelten Musikwerke nebeneinander gestellt werden,
ist mir ein Rätsel.“
„Nicht weniger missfällt mir die starke Reduzierung des Wortprogramms nach dem Prinzip: Bloß nicht überfordern. Nicht etwa die Hörer dazu verleiten, in ein Thema und seine Probleme etwas tiefer einzudringen!“

Das GANZE Werk (Nord), 15. Juni 2009: Gründung vor fünf Jahren

Heute wird die Bürgerinitiative für mehr Radiokultur Das GANZE Werk (Nord) fünf Jahre alt.

Lesen Sie den Bericht von der Gründungsversammlung am 15. Juni 2004 in der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg (Prof. Lutz Lesle in der WELT).
Der Name „Das GANZE Werk“ wurde von einem Hörer aus der Umgebung von Hannover vorgeschlagen und reiht sich ein in die Namen der NDR-Konzertreihen „Das Alte Werk“ und „das neue werk“.
Das Logo ist das um 90 Grad nach links gedrehte Logo des NDR mit dem Namen der Initiative. Es symbolisiert, dass drei Sätze (oder mehrere) einer Sinfonie, eines Konzertes, einer Sonate usw. eine Einheit bilden. Das bringt der farblich abgesetzte Stab (oder Leuchtturm) des NDR für die beteiligten Mitgliedsländer (ursprünglich drei Bundesländer) auch zum Ausdruck.
Wir blicken erfolgreich auf zwei weitere große Veranstaltungen, drei große Publikationen und viele gründliche Aktivitäten zurück, die Sie auf dieser Homepage - sie ist von Anfang an ein Geschenk der neuen musikzeitung - nachlesen können.

Statt zu feiern oder ausführlich Bilanz zu ziehen, bündeln wir unsere Energie, um ein noch besseres Ergebnis in der Unterschriftensammlung für die Eingabe zu NDR Kultur beim NDR-Rundfunkrat zu erreichen. Wir hoffen, dass auf diesem Wege ein Beschluss für Qualität im Tagesprogramm von NDR Kultur zustandekommt. | Meldung speichern/drucken (Pdf)

Das GANZE Werk (Nord), 14. Juni 2009: Pressemitteilung zur Unterschriftenaktion

Für Qualität im Tagesprogramm von NDR Kultur
Eingabe an den NDR-Rundfunkrat fand bisher mehr als 1.100 Unterzeichner
- Auf vielen Einzelkarten stehen Kommentare,
- drei Viertel der Unterschriften kommen auf Sammellisten.
Eine Hörerin: „Endlich geschieht etwas in Richtung NDR Kultur. Seit Jahren ärgere ich mich zunehmend über die Häppchenkost...“
Ein Hörer: „Das Beste wäre, zwischen Hörern und Sender käme ein stetiger Dialog über Wünsche und Wirklichkeit in der Programmgestaltung zustande.“

Deutschlandfunk, Samstag, 13. Juni 2009, 10.05 Uhr

Unverhofftes Wiederhören mit Jürgen Kesting - aber leider „nur“ im Deutschlandfunk
„Da war sie wieder, die unverwechselbare Sprechweise...“
Im Jahr 2006 fanden die Programmreformer von NDR Kultur, dass die Sendung „Große Stimmen“ nicht mehr ins neue Profil des Senders passte - Von Bärbel Haude

Bürgerinitiative Das GANZE Werk (Nord), Unterschriftenaktion, 4. Juni 2009

Wunschzettel an den NDR
NDR-Kultur: Kultureller Anspruch - nicht nur abends!
Von Isolde und Prof. Wolfgang Stabenow, Hamburg
1. Was bleiben sollte
2. Was bleiben sollte, aber verbesserungsfähig ist
3. Was reformbedürftig ist
4. Ein möglicher Weg dahin

Zitat: „Zunächst wünschen wir uns die Bereitschaft in allen Gremien des NDR, sich den Hörern zu öffnen und deren Wünsche mit ihnen endlich einmal zu diskutieren. Mit einer seriösen Hörerumfrage lässt sich schnell ermitteln, ob es stimmt, dass die Mehrheit mit dem ‚Klassik-Radio-Mix‘ zufrieden ist. Das Beste wäre, zwischen Hörern und Sender käme ein stetiger Dialog über Wünsche und Wirklichkeit in der Programmgestaltung zustande. Hier haben wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben.“

neue musikzeitung | Juni 2009 - nmz 6/09 - Seite 7

Kampf für Kulturradio im Norden geht weiter
„Gewonnene Unterschriften würden das Ringen um die Regeneration von NDR Kultur unterstützen“

NDR Kultur, 26. Mai 2009, Internationale Händel-Festspiele Göttingen: „Admeto“, Moderation

Göttingen: Überall (f)liegen die Flyer
Verlegenheiten des Moderators (früherer Tagesbegleitprogramm-Moderator)
„Gefahrenzulage“ wegen der Enge durch zwei „quasi gegeneinander geparkte“ Cembali?
Von Bärbel Haude, Göttingen

Das GANZE Werk (Nord), Unterschriftenaktion: Kommentare | Erstveröffentlichung: 22. Mai 2009

Kommentare an den Rundfunkrat
„Wenn Sie sich das Interesse Ihrer Hörer erhalten wollen,
sollten Sie sich hüten, deren Ansprüche zu unterschätzen“

Teilnehmer der Unterschriftenaktion zur Unterstützung der Eingabe nutzen den freien Platz auf der Karte aus

NDR Kultur, 21. Mai 2009, NDR Kultur am Feiertag, 16.54 Uhr: Moderation

„Kalenderblatt“ für Lindbergh - boulevardesk und mit verkehrter Uhrzeit
NDR Kultur verheddert sich im Gestrüpp der „Hörerfreundlichkeit“: „Es ist sieben vor sieben.“

NDR Kultur, 19. Mai 2009, Welt der Musik, Kammermusik Haydns | DGW-Grundsatzartikel

Qualitative Sendung von Ludwig Hartmann mit „wenig bekannter Kammermusik Haydns“
Kaum vorzustellen: Auf NDR Kultur gibt es abends eine gute Sendung zu Joseph Haydn und vorher erfährt es (fast) keiner
Die schlechte Informationspolitik von NDR Kultur ergibt sich aus dem mageren Musik-Potpourri und der Tipp-Überfrachtung tagsüber
Von Theodor Clostermann
Teil 1: Die Stärken der Kammermusiksendung und Vorschlag zu ihrer Wiederholung im normalen Tagesprogramm, nach dem Gedenktag am 31. Mai 2009
Teil 2: Die Informationspolitik von NDR Kultur in seinem Programm und auf der Homepage ist unprofessionell

Das GANZE Werk (Nord), 3. Mai 2009: Unterschriftenaktion zur Unterstützung der Eingabe

Aufruf zu einer Unterschriftenaktion: Mehr Radiokultur auf NDR Kultur
Programmausschuss und Rundfunkrat des NDR behandeln am 23. Juni bzw. 18. September 2009 die Eingabe zu NDR Kultur. Zur öffentlichen Unterstützung der Eingabe ruft der Sprecherrat der Initiative Das GANZE Werk (Nord) zu einer Unterschriftenaktion auf.

Ständiger Verdruss statt Kultur, Bildung und Genuss - Deshalb fragen wir:
- Warum missachtet NDR Kultur als gebührenfinanzierter öffentlich-rechtlicher Sender den Kultur- und Bildungsauftrag?
- Warum müssen sich die Hörer im norddeutschen Raum damit abfinden, dass qualitative Kultursendungen tagsüber nur im Westen und Süden Deutschlands zu hören sind?
- Kann NDR Kultur seine aktuellen Kulturinformationen nicht in gebundenen Sendungen unterbringen, die dafür besonders ausgewiesen sind (mit passenden Musikbeispielen)?
- Können die Tipps für die Kulturpartner und die NDR-Eigenwerbung nicht in einem Informationsblock kurz vor den Nachrichten wie bei den anderen Kultursendern üblich gesendet werden?
Beteiligen Sie sich an der Unterschriftenaktion
Bestellen Sie passende Materialien bei der Bürgerinitiative

NDR Kultur, 30. April 2009, Klassisch unterwegs, nach 16 Uhr

Panne und Schweigen auf NDR Kultur
Meldung eines inzwischen zufälligen Hörers: „Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass in der Mitte des Stückes (ca. 16.15 Uhr) eine zu lange Pause vorlag.“
„Wie ein Laufrad oder ein Karussell“...
... wenn da nicht die Panne wäre, die NDR Kultur stillschweigend überging:
„Das war, na klar, der Bolero von Maurice Ravel, Rafael Frühbeck de Burgos dirigierte das NDR-Sinfonieorchester.“

NDR Kultur, 14. April 2009: „Thementag Händel“

Matinee mit Reinhard Goebel: eine öffentliche Lehrstunde für NDR Kultur

Dokumentationen
- Reinhard Goebel und die Archiv-Produktion
- Gespräch über eine auf einem modernen Flügel gespielte Sarabande
- Gespräch über Komponistengedenktage in Hamburg

Ein Jubelfest für Wiederholungen
- Wurde Händel im Hamburger Duell von einer Partitur oder einem Knopf gerettet?
- Einheitsbrei aus einer Einheitsproduktion

NDR Kultur am 20. April 2009 zur Mittagszeit - Moderation

Moderation im Dämmerzustand
„... auch wenn derzeit die Sonne scheint, der Himmel blau ist, wird die Mondscheinsonate uns jetzt gleich in dämmernden Mondenschimmer versetzen.“

NDR Kultur am Karfreitag, 10. April 2009, 14.19 Uhr - Moderation

Frau oder Mann?
Irreführung statt Kompetenz
„Wenn Sie jetzt gerätselt haben, war das tatsächlich eine Frau, die gesungen hat? Nein! Es war ein Mann. Der Countertenor Michael Chance.“
http://www2.deutschegrammophon.com/cat/trackdetails?PRODUCT_NR=4193242
Screenshot Das GANZE Werk (Nord) am 16. April 2009, texterkannte Tabelle, Ausschnitt

NDR Kultur am Feierabend, 9. April 2009 (Gründonnerstag) - Moderation

Händels „Lascia ch'io pianga“ und eine Moderation zum Weinen
Vom kommerziellen Konkurrenzsender Klassik Radio inspiriert:
„Ja wir haben etwas, was Sie so ein bisschen entspannen lässt“

Das GANZE Werk (Nord), 24. März 2009, FAZ Hörtipps

Die Statistik bringt es an den Tag: Der NDR ist Schlusslicht für Einschalthörer
FAZ Hörtipps vom 1. Februar bis 20. März 2009, zwischen 8.30 und 19 Uhr
Von Ludolf Baucke

NDR Kultur, 23. März 2009, 18.56 Uhr, Moderation

Moderationsblüte auf NDR Kultur
Qualität durch Unsinn verfehlt
„Zu den Nachrichten bringen uns Musik von Johann Sebastian Bach, hier Polonaise Doublé (Dublee) und - nee, ..., das reicht schon - aus der Ouvertüre in h-Moll...“

Das GANZE Werk (BB) zu: kulturradiorbb, Mendelssohns 200. Geburtstag am 3. Februar 2009

Die Order des Musikchefs speziell für das „Schöne“ verhinderte einen großen Wurf
• Eine ausführliche Darstellung von Mendelssohns Leben und Werk
Sonntagsserie mit Mendelssohn Bartholdy – ein Qualitätsprodukt
• kulturradiorbb: Der Versuch eines Spagats zwischen den Bedingungen des Formatradios und qualifizierter Themenbehandlung ist zum Scheitern verurteilt
„Ernst“? – Selbst zum 200. Geburtstag überwiegend belanglose Wortbeiträge
• kulturradiorbb: Musikauswahl mit Mendelssohn Bartholdy – beschränkt wie immer...
Selbst zum 200. Geburtstag nur ein musikalischer Flickenteppich
• Kommentar zu einem „Kommentar“ von Dr. Detig und Dokumentation
Der Musikchef für die altgestrige Mendelssohn-Rezeption des „Schönen“

Die entsprechenden Artikel zu NDR Kultur waren:
• Mendelssohn-Matinee am 3. Februar 2009
Das Zuhören überraschte – Den „Formatologen“ ein Schnippchen geschlagen
• „Felix Mendelssohn-Bartholdy-Thementag“
Matinee: Es geht doch! – 2x Formatradio: Nicht überzeugend!

Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 3. März 2009

„Wir kehren zurück“
Das tägliche Radioprogramm in der FAZ ist wieder da!

Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg) zu: kulturradiorbb, Januar und Februar 2009, Gounod + Berlioz

Komponisten-„Vorstellungen“
Ein Kultursender sorgt mit seiner Musikauswahl für beschränkte Kenntnis der Hörer über die Komponisten
Zitat des Moderators: „Wir wollen Ihnen heute seine Oper ‚Die Königin von Saba‘ vorstellen.“
Beispielhafte DGW-BB-Untersuchungen zu: Charles Gounod und Hector Berlioz

NDR Kultur, 24. Februar 2009, 7.22 Uhr, Moderation

Kreativer Unfug
Nur wichtig: das Ereignis und die Verpackung („Fasching“ und „Kostüm“)
Aber Schuppen vor den Augen: für die Musik
„Vielleicht sind da ein paar Schuppen einfacher, die hat vielleicht jeder, und man geht einfach heute als Forelle.“
[Es folgte: das Allegro giusto, der 5. Satz, des „Forellenquintetts“ von Franz Schubert.]

NDR Kultur, 22. Februar 2009, Sonntagskonzert und Klassikboulevard

Sonntagskonzert: Nützliches - Klassikboulevard: Abwegiges
Moderatorin: „Die Jupiter-Sinfonie war für Mozart schon fast zu gewaltig“
• 11.49 Uhr: Nützliche Informationen zur Symphonie fantastique
• 16.51 Uhr: 8 Sekunden für ein Mozart-Klischee
• 17.20 Uhr: 12 Sekunden für ein Beethoven-Klischee

NDR Kultur, 3. Februar 2009, 6 bis 18 Uhr, Das GANZE Werk (Nord), 13. Februar 2009

NDR Kultur „Felix Mendelssohn-Bartholdy-Thementag“
Musiklisten und inhaltliche Protokolle der Tagessendungen (bis 18 Uhr)

Matinee: Es geht doch!
Eine vierstündige tematisch durchgeplante Musikendung
Fachlich kompetente und lebendige Moderation
Zwei vollständige Werke von Mendelssohn (mit Unterbrechungen)
Einzelsätze von Mendelssohn
bzw. zu seinem Leben oder Werk
Keine Format-Bausteine
(Ausnahme: Nachrichtenblock)
2 x Formatradio: Nicht überzeugend!
Keine Erklärungen zur Musik von Mendelssohn
Ständige Querverweise zu eigenen Senderaktivitäten
Jeder zweite Einzelsatz von
Mendelssohn
Jeder zweite Satz ohne Ansage
Sonst: Zu knappe An- und Absagen
Viele Format-Bausteine, aber nicht alle
(vor allem am Nachmittag)

Aus der Eingabe der Bürgerinitiative Das GANZE Werk (Nord) beim NDR Rundfunkrat
vom 20. März 2008 und 2. Februar 2009:
„In der Hauptsendezeit, d.h. vor- und nachmittags, richtet NDR Kultur in größerem Umfang gestaltete Wortsendungen (mit längeren Beiträgen zur Kultur) und Musiksendungen (mit zusammenhängenden musikalischen Werken) ein.“
Aus der Resolution der Bürgerinitiative Das GANZE Werk (Nord) vom 15./30. Juni 2004:
„Wir erwarten vom Sender NDR Kultur, (...) dass er täglich zwischen 6 und 19 Uhr mindestens 4 Stunden lang Musiksendungen bringt.“

Informationen von NDR Kultur zum Thementag - Total auf den Kopf gestellt
• Einerseits bis zum Überdruss und ohne Grund (im Radioprogramm),
• andererseits fast ein Totalausfall, im Grunde eine Leugnung (in der Dokumentation).
Fazit: Erst das Sonntagskonzert, dann eine echte vierstündige Themensendung mit ganzen Werken - nur weiter so!
Vor vier Jahren war die „Reform“ von NDR Kultur „richtig“ und „abgeschlossen“?
Nein, bitte beschleunigen.

NDR Kultur, 3. Februar 2009, 9 bis 13 Uhr

Mendelssohn-Matinee am 3. Februar 2009 auf NDR Kultur
Das Zuhören überraschte
Den „Formatologen“ ein Schnippchen geschlagen
Von Ludolf Baucke

Beschlüsse des DGW-Sprecherrates (Nord) vom 2. Februar 2009, veröffentlicht am 14. Februar 2009

Seit 5 Jahren tagsüber auf NDR Kultur: Musik und Wort nur noch stückweise
„Formatologen haben Minderheiteninteressen verbannt“ (HAZ)
Das GANZE Werk (Nord) reicht Eingabe und Beschwerde beim NDR-Rundfunkrat ein

• Das Programm sollte nach fünf Jahren gründlich evaluiert werden
• Abwanderungsbewegung
• Qualitativ höherwertige Kultursender im Westen und Süden Deutschlands

Eingabe an den Rundfunkrat des NDR gemäß § 13 NDR-Rundfunkstaatsvertrag
Das Tagesprogramm von NDR Kultur soll das Zuhören fördern
„In der Hauptsendezeit, d.h. vor- und nachmittags, richtet NDR Kultur in größerem Umfang gestaltete Wortsendungen (mit längeren Beiträgen zur Kultur) und Musiksendungen (mit zusammenhängenden musikalischen Werken) ein.“

Mit sieben Thesen zur Begründung:
1. Rundfunkstaatsvertrag und NDR-Staatsvertrag
2. Niedersachsenurteil des Bundesverfassungsgerichtes
3. Die Qualität eines Kulturprogramms
4. Öffentlich-rechtliche Aufgabe und Chance: mit qualitätvollen Sendungen das Zuhören als Kulturgut fördern
5. Neues von der ARD-Medienforschung
6. Die einzelnen Musiksätze und kurzen Wortbeiträge von NDR Kultur erfüllen den Kulturauftrag nicht
7. NDR Kultur liegt in der Schlussreihe der deutschen Kultursender

An den Rundfunkrat des NDR
Beschwerde wegen der Werbung bei NDR Kultur

Beweis Nr. 1: Der Roman „Ruhm“ von Daniel Kehlmann (Januar 2009)
Beweis Nr. 2: Adventskalender (Dezember 2008)
Beweis Nr. 3: Bevorzugung der drei „Major Labels“, insbesondere der DGG bei den neuen CDs
• NDR-Staatsvertrag, Midem 2009 und hr2-CD-Tipps
• Die Praxis von NDR Kultur ist dazu umgekehrt proportional (CD-Tipps am Thementag „CD-Neuheiten XXL“, CD-Tipps an einem normalen Wochentag und CD-Neuvorstellungen in einer normalen Woche)
• CDs weiterempfehlen, auch wenn die Besprechung negativ ausfiel? Warum?
• Fazit: Bevorzugung der drei „Major Labels“

Zehn Thesen zum Tagesprogramm von NDR Kultur
Die Musik von den Fesseln der „aktuellen“ Wortbeiträge befreien

u.a.: 1. Viele hören tagsüber NDR Kultur nicht mehr
5. Die Musik wird als Füllmaterial zu den Wortbeiträgen missbraucht
6. Die Musik wird unnötigerweise ständig von „aktuellen“ Wortbeiträgen eingeschlossen
7. Das Ergebnis: für ein Musikstück bleiben im Durchschnitt nur noch fünf Minuten übrig
9. Die Hörer werden durch lautstarke NDR-Eigenwerbung gegängelt
10. Die tatsächlichen Aufgaben für den NDR Kultur als Kultursender

Was spricht dagegen?
Anregungen für Alternativen im Tagesprogramm von NDR Kultur

1. „Aktuelle“ Wortbeiträge
2. Thematische Wortsendungen
3. Sender-Eigenwerbung
4. Musiksendungen
5. Moderation, Sprache und „Verpackung“

NDR Kultur, Donnerstag, 29. Januar 2009, und Montag, 2. Februar 2009

Hilfe rund um den Lotto-Jackpot
Radiokultur im Norden: Geld ist nicht alles - oder doch?
„Lotti“ oder „Lotto“? - „Spielen oder nicht?“ - „Geld“ oder „Trost“?

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 20. Januar 2009

Norddeutscher R u n d F i n k - Die Radiowoche - Von Günter Fink
Biber-Musik, etwas Vinyl und Judith Rakers
„Formatologen verbannten vermeintliche Minderheiteninteressen“

NDR Kultur, 19. Januar 2009, 6 bis 19 Uhr (Tagesbegleitprogramm)

Die Vermessung der Kultur
Aufgespießte Einlagen: 16 NDR-Kultur-Fehlgriffe an einem einzigen Sendetag
3 Moderatoren-Patzer werden sogar bejubelt: „NDR Kultur, hören und genießen.“

• 06.55 Uhr - Märchenstunde plus Albernheit auf NDR Kultur
• 07:28 Uhr - „Hinein“ in den Montag „mit NDR Kultur“ und einem Marsch!
• 07:38 Uhr - „Natürlich geht die Sonne heute auf“
• 09.40 Uhr - „Vom Klavier zum Ball“, einmaliger Kultursender-Service
• 10.08 Uhr - „Wir verlosen gleich das neue Buch ‚Ruhm‘ nach Musik von...“
• 10.25 Uhr - Nein. „Wir verlosen jetzt Karten“ für eine Lesung in Göttingen
• 11.23 Uhr - „Einstimmung“ auf den Frühling mit der Frühlingssinfonie
• 12.21 Uhr - Zeitorientierung: „gleich, um halb zwölf, ähh, um halb eins“
• 12.54 Uhr - Ermüdungserscheinung: „opus drei numero fohnf“
• 14.38 Uhr - „Jetzt echte Winterträume von Peter Tschaikowsky“
• 14.48 Uhr - „Schöner Untertitel Winterträume“ ...
• 14.54 Uhr - ... die Matthäus-Passion im Winter, „geht vielleicht gerade noch durch“
• 15.44 Uhr - „Der Hamburger Hafen, der idealtypische Austragungsort“...
• 15.52 Uhr - ... hat nichts mit einer Steppe in Mittelasien zu tun
• 16.59.37 Uhr - 15 Sekunden Sendepause wie zu alten Zeiten
• 18.19 Uhr - Wer ist denn hier ahnungslos, etwa das Publikum?

Statt den Kulturauftrag zu erfüllen, wird dem Trivialen gehuldigt.
Statt öffentlich-rechtliche Qualität zu bieten, werden Ressourcen vergeudet.
Was passiert hier eigentlich mit unseren Gebühren?

SWR2, 14. Dezember 2008 bis 6. Januar 2009, und NDR Kultur

Zweierlei Maß auf Kulturwellen
Im Süden die Macht der Musik, im Norden die Ohnmacht der Kultur
Einschalthörer staunten, als sie zwischen dem 14. Dezember 2008 und dem 6. Januar 2009 im Programm SWR2 den dreiwöchigen Programmschwerpunkt „Die Macht der Musik“ hörten
Von Ludolf Baucke

Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg) zu: kulturradiorbb, November und Dezember 2008, Brahms

Ein Kultursender verzichtet bei der Musikauswahl auf musikalische Gesichtspunkte...
Johannes Brahms: Gibt es nur 3. Sätze?!
In dem untersuchten Zeitraum wurde der 3. Satz der 4. Sinfonie von Johannes Brahms
7x gesendet, viele andere Sätze dagegen gar nicht

Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg) zu: kulturradiorbb, 19. Dezember 2008, Hörerstreit

Einen Kultursender interessiert die Korrektheit einer Aussage nicht so sehr:
Laut RBB wurde in den 80er-Jahren die DKP verboten - na sowas?!
Der Gast-Redakteur, zu dem Fehler befragt, verweist auf den Radikalenerlass von 1972

NDR Kultur, 21. November 2008, 9.24 Uhr

Der Gag mit der Gig (Guigg)
Der Moderator mit der „italienischen“ Reisezeit hat sich schon eine halbe Stunde vorher die Neuigkeit geleistet, die Gigue aus der Suite für Laute a-Moll von Johann Sebastian Bach, BWV 995, nicht in der korrekten französischen Aussprache, sondern als „Guigg“ abzusagen, also mit einem harten „G“ wie „Giraffe“ oder englisch „gag“. Das war wohl sein Gag. (Speichen/drucken: Pdf)

NDR Kultur, 21. November 2008, 9.55 bis 10.00 Uhr

Ein Kultursender macht es anders:
Gefälschter Satz Donizettis, für schiefe NDR-Eigenwerbung missbraucht
„Italienischer“ Ausflug nach Abu Dhabi mit einem ungarischen Trompeter...

„Das Ensemble I Musici di Roma hörten wir hier zusammen mit dem Trompeter Gábor Boldoczki und den 2. Satz aus dem Concertino G-dur für Englischhorn und Orchester von dem (...) im italienischen Bergamo geborenen Komponisten Gaetano Donizetti. Und italienisch geht es auch am Sonntag in der Reisezeit hier auf NDR Kultur zu. Dann besuchen wir...“

Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg) zu: „CD der Woche“kulturradio, Januar bis Oktober 2008

Warum führte das kulturradiorbb im Januar 2007 die „CD der Woche“kulturradio ein, zusätzlich zu den täglichen CD-Vorstellungen?
Die „CD der Woche“ ist ein Kind der Werbung, mit bevorzugter Herkunft und ohne Qualitätsnachweis: Nicht empfehlenswert
Dokumentation: Alle „CDs der Woche“ des kulturradiorbb von Januar 2008 bis Oktober 2008

Inhaltsverzeichnis:
• Eine einzigartige Auswahl?
• Ein Gewinn für den Hörer?
• Längere anspruchsvolle Werke oder kurze Stücke?
• Werbung für Dussmann?
• Ausgezeichnete CDs - eine Empfehlung wert?
• Interpreten, Komponisten, Werke?
• Unterstützung der Kulturindustrie?
• Trivialisierung der Kultur erreicht

Das GANZE Werk (Nord), 30.10.2008, zu: Bayern 4 Klassik, 10.10.2008, 6 bis 19 Uhr, Jugendradiotag

Kulturwellen im Nord-Süd-Profil: Sternstunden des Hörfunks
Jugendradiotag - Klingende Geographie mit Herz und Esprit
- „So klingt meine Stadt“, ein akustisch fesselnder Bilderbogen vom Aufwachen bis zum Feierabend
- Stilistisch bunt gemischt: Beispiel Ulm
- Die ganze Welt der Musik
- Die Gunst des Ortes ausgenutzt
- Verbindlich und verantwortlich: Vermittlung zwischen den Generationen
Von Ludolf Baucke

Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg) zu: kulturradiorbb, Gedicht ab 1. September 2008

Gedicht - Lyrik - Lauter Lyrik - Hör-Conrady der ARD
Zeitreise durch neun Jahrhunderte: deutsche Lyrik im kulturradiorbb
Wie gewonnen, so zerronnen
Die Neugier der Hörer wird geweckt, aber nicht befriedigt
Von Brigitte Grunert

Das GANZE Werk (Nord), 25. Oktober 2008 zu: NDR Kultur, 23. und 24. Oktober 2008, Wortbeiträge

Gibt es bei NDR Kultur einen roten Faden? Ja... - und nein.
Interview mit einer regelmäßigen und aufmerksamen Hörerin:
- „Den roten Faden gibt es auf NDR Kultur nicht mehr“
- „Und doch: NDR Kultur lebt von roten Fäden...“
- Beispiel NDR-Kultur-Berichterstattung über die Elbphilharmonie-Diskussion
- Das Spinnennetz von NDR Kultur
- PS / Keine umfassende Information durch NDR Kultur: Laufend „vergeigt“

Das GANZE Werk (Nord), 22. Oktober 2008 zu: NDR Kultur am 16. Oktober 2008, Tagesprogramm

Detailanalysen zu einem ganzen Sendetag, 16. Oktober 2008, von 6 bis 19 Uhr (2)
Musiksätze, Wortbeiträge und Trailer, 2 Sendestunden nonstopp, von 13 bis 15 Uhr
4 NDR-Kultur-Durchsagen, 3 NDR-Kultur-CD-Wünsche, 2 Hörer-Musikwünsche (eigentlich 1,25), 1 NDR-Kultur-Trailer (Pdf)
„Klassik à la Carte, wir erfüllen heute wieder Ihre Musikwünsche“
Was NDR Kultur daran hinderte, ein ganzes Werk zu senden, das sich eine Hörerin gezielt gewünscht hatte
Anfang einer Pannenserie und das kurze musikalische Lehrstück des Tages (Pdf)
Unsere Erklärung für die ersten Pannen: Es herrschte wohl einige Hektik im Sendestudio, weil sich für das hektische Stückchen-Programm Programmänderungen für 16.30, 17.45 und 18.30 Uhr anbahnten (darüber mehr in einer weiteren Folge)

Das GANZE Werk (Nord), 22. Oktober 2008 zu: NDR Kultur am 16. Oktober 2008, Tagesprogramm

Detailanalysen zu einem ganzen Sendetag, 16. Oktober 2008, von 6 bis 19 Uhr (1)
Ansagen und Absagen zu 111 Musikstücken
Etwa 60 % der Musikstücke ohne eine Ansage,
zwei Drittel mit unvollständiger Absage
(Pdf)
Bei An- und Absagen entfallen besonders oft Tonart und Satzbezeichnung, die für den Charakter eines Stückes wichtig sind, sowie Opus-Zahl und andere Werkverzeichnis-Nummern, die für die Identifizierung von Stücken wichtig sind.
Der strenge Maßstab unserer Auswertung: die Informationen der Musiklisten von NDR Kultur im Internet

Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und Das GANZE Werk (Nord), 18. Oktober 2008

NDR-Echo-Tag (1)
„Metabetriebsfest und Selbstauszeichnung der Plattenfirmen“
Eleonore Büning in der Frankfurter Allgemeine Zeitung zu den „Echo“-Klassik-Preisen 2008

„Der ‚Echo‘ ist bekanntlich alles andere als ein Gütesiegel. Das heißt nicht, dass es nicht auch unter den ‚Echo‘-Preisträgern eine Reihe großartiger Musiker gibt, die jeden Preis der Welt verdient haben. Doch daneben wird ebenso häufig Mäßiges, Anfechtbares, Schlechtes prämiiert.“

Anhang: Die 22 Preiskategorien und 50 Preisträger des „Echo“-Klassik 2008

NDR Kultur, 16. Oktober 2008, Moderation um 7.23 Uhr

Erst Ungemütliches, damit es so richtig „gemütlich“ wird
Ist diese Moderation noch ernstzunehmen?
Stellen Sie sich vor, Sie surfen während der Arbeit auf der NDR-Kultur-Homepage:

„Eigentlich ist Internet-Surfen während der Arbeitszeit ja gar nicht so gerne gesehen vom Chef, aber wenn Sie gleich ins Büro kommen, gehen Sie doch mal auf ndrkultur.de...
Ja, und wenn der Chef Sie gleich beim Surfen erwischt, können Sie ja immer noch argumentieren, dass Sie ja - falls Sie gewinnen - ...“
mehr...

NDR Kultur, 16. Oktober 2008, Moderation um 6.24 Uhr

Gewagte Moderation auf NDR Kultur
Der Moderator von NDR Kultur verspekuliert sich verbal um circa 44 Millionen Euro, statt ein Musikstück richtig anzukündigen

„Wir erleben jetzt die Königin von Saba. Bei ihrer Ankunft in Jerusalem bei König Salomon, da soll sie ja ziemlich viele Geschenke dabei gehabt haben, unter anderem auch 120 Zentner Gold. (...) Mal gerade überschlagen beim heutigen Goldpreis von ungefähr 850 Dollar je Feinunze werden das dann ungefähr 164.516.129 Euro...“ mehr...

Peanuts? Sehr oft gibt es auf NDR Kultur Irrläufer, wenn vor der Musik etwas Inhaltliches zur Musik selbst anmoderiert wird. Das scheint, so nehmen wir es wahr, entweder eine Frage der Anweisung von oben oder eine Frage der Kompetenz der Texter zu sein.
Von Theodor Clostermann

Ausgewählte Sternstunden, Bayern 4 Klassik, 10. Oktober 2008, 6.05 bis 19 Uhr

Hörempfehlung: Der Jugendradiotag: „So klingt meine Stadt!“
Einmal bestimmen, was im Radio läuft, einmal selbst die Musik, die Beiträge, das Programm aussuchen. Und: Einmal selbst am Mikrophon sitzen! Am 10. Oktober ist das wieder möglich: Bayern 4 Klassik liegt dann zum vierten Mal komplett in Schülerhand.
13 Stunden lang, von 6.05 Uhr bis 19.00 Uhr, stellen junge Bayern 4 Klassik-Hörer unter dem Motto „So klingt meine Stadt“ ihre Heimatorte vor. 26 Schüler und Studenten aus ganz Bayern haben sich Anfang August zu einer Seminarwoche im Münchner Funkhaus zusammengefunden, wo sie Radiotheorie und -praxis trainierten und 13 Sendungen vorbereiteten. Mehr...
Die Jugendlichen werden folgende 13 Städte/Gebiete musikalisch vorstellen: Augsburg, Gauting, Hallertau + Taubertal, Landshut, Memmingen, München, Nesselwang + Kempten (Allgäu), Rosenheim, Schönberg + Riemerling, Schrobenhausen, Ulm, Waging am See, Würzburg.

TIDE (Antenne 96,0/Kabel 95,45), 10., 17. und 24. Oktober, jeweils 14 Uhr (3 Teile)

Kulturradio in Hamburg (1945 - 1980er Jahre)
„Kultur im Radio: Das kann man lernen“, berichtete das „Kulturjournal“ der NDR Hamburg-Welle 90,3 nach der Uraufführung der O-Ton-Collage „Radiokultur in Hamburg“ im Abaton-Kino am 9. April 2006.
Das von Hans-Jürgen Krug geleitete „ambitionierte Projekt“ (90,3) fand 2005/2006 im Studiengang Medienkultur an der Universität Hamburg statt. Die drei realisierten Sendungen über die Hamburger Radiokulturlandschaft wurden im April 2006 von TIDE urgesendet. Nach der großen Resonanz wiederholt TIDE im Oktober (10., 17. und 24. Oktober, jeweils 14 Uhr) alle drei Sendungen zum zweiten Mal.
In drei O-Ton-Collagen berichten exklusiv u.a.
- der ehemalige NDR-Hörfunkdirektor Wolfgang Jäger,
- Ex-NDR Kultur-Chef Wolfgang Knauer oder
- der langjährige Chef des Künstlerischen Worts beim NDR Hanjo Kesting.
... mehr

NDR Kultur, 20. bis 27. September 2008, Drei Zyklen in acht Tagen

Widersinnige Darbietungen:
Der Musik fehlt die Luft zum Atmen, der Platz zum Wirken...

Neue Sendereihe auf NDR Kultur:
Das ganze Meisterwerk als Fortsetzungsmusik auf NDR Kultur

Zyklus Nr. 1: Beethovens 7. Sinfonie (20. bis 23. September 2008)
Satire und Dokumentationen (Plan und tatsächliche Sendung)
Aus der Satire: „Hören und genießen Sie, wie das sogenannte Wallfahrtsthema aus dem Trio des 3. Satzes, den wir morgen in der Matinee senden, in die langsame Einleitung des 1. Satzes der Matinee am Dienstag hinüberführt.“ - Von Theodor Clostermann
Zyklus Nr. 2: Mozarts Hornquintett Es-Dur, KV 407 (23. bis 27. September 2008)
Ein bisschen auf den Kopf gestellt. - Moderatorin: „Es ist Herbst, Grund genug für uns hier auf NDR Kultur, Ihnen ein paar musikalische Frühlingsgefühle zu bescheren.“
Dokumentation
Zyklus Nr. 3: Beethovens 1. Sinfonie (24. bis 27. September 2008)
Am Mittwoch: Satz 1 come introduzione, am späten Sonnabend: Satz 2, das Andante, in funzione d'un Finale - Wie im Kulturbericht: „Darüber kann man weinen und lachen“
Die Musik ertrinkt in Werbeaktivitäten - Kritik eines Hörers aus Mecklenburg-Vorpommern - Dokumentation

NDR Kultur, 22. September 2008, Klassisch unterwegs, 18.38 Uhr

„Tja, tja“, auf welchem Kultursender gibt es das noch einmal?
„Rachmaninow hat als Komponist mit den Sätzen 2 und 3 angefangen. Tja, und dann machen wir es hier auf NDR Kultur einfach auch. Hier ist der 2. Satz.“
Widersinnige Verrenkung, um tagsüber keine ganzen Werke zu senden - Da reichte es sogar der Technik, sie streikte - Im Anhang: Großzügiger Umgang mit einem Mäzen...

NDR Info, 17. September 2008, 21.05 bis 22 Uhr: Redezeit

Mit frischem Elan ins „Premiumprogramm“
- „Premium“ oder „doch gar nicht so schlecht“?
- Ein Beispiel für Nicht-Premium- oder Premium-Qualität: CD-Vorstellung
- Fazit: Für das Etikett „Premiumqualität“ reicht ein Vergleich innerhalb der eigenen Hörfunkfamilie nicht aus
Von Ludolf Baucke

NDR Kultur, 1. September 2008, Das GANZE Werk (Nord), 16. September 2008: Knuth-Interview

NDR Kultur, 1. September 2008, Klassik à la Carte:
Interview mit dem neuen Hörfunkprogrammdirektor
Das Sonntagskonzert öffnet die erste Tür, Programmdirektor Joachim Knuth öffnet mit seinen Grundsätzen ein Tor
„Klassische Musik hat etwas Würdevolles, etwas Erhabenes“ (Joachim Knuth) - Das regt uns zu Fragen an (Das GANZE Werk - Nord)

Das GANZE Werk (Nord), 16. September 2008, Mitteilung

Eingabe beim NDR-Rundfunkrat nach § 13 NDR-Rundfunkstaatsvertrag:
Das Tagesprogramm von NDR Kultur soll das Zuhören fördern
Die Programmempfehlung der Eingabe

Wir legen dem Rundfunkrat im Einklang mit der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ folgenden Vorschlag für eine Programmänderung nahe:

In der Hauptsendezeit, d.h. vor- und nachmittags, richtet NDR Kultur in größerem Umfang gestaltete Wortsendungen (mit längeren Beiträgen zur Kultur) und Musiksendungen (mit zusammenhängenden musikalischen Werken) ein.

Lesen Sie: Die Entstehungsgeschichte der Eingabe, unsere stille Arbeit - Die Eingabe wurde am 20. März 2008 eingereicht - Zur Zeit „ruht“ sie - Gespräche mit dem NDR auf der Ebene der Intendanz
Originaltexte: Grundsatz-Dokumentation (24. Februar 2008), Eingabe (20. März 2008)

Hamburg, 11. bis 21. September 2008, Sämtliche Streichquartette Beethovens

Konzerthinweis
Vom ganzen Werk zum kompletten Zyklus
Noch bevor das Auryn-Quartett Ludwig van Beethovens siebzehn Streichquartette in London, Washington und Berlin musiziert, wird es den wegweisenden Kammermusikzyklus an sechs Abenden im Hamburger Mozartsaal (Nähe Dammtorbahnhof) vorstellen. Mehr...

Korrespondenz zwischen einer Hörerin und NDR Kultur, 23. April bis 5. Oktober 2008

Ein Briefwechsel und seine Folgen
NDR Kultur öffnet Sendeplatz für regelmäßige Sonntagskonzerte
Wenn im Programm das Fenster geöffnet wird, dringt Licht herein. Dann werden Denken und Handeln durch Erleuchtung motiviert.
Von Ludolf Baucke

1. September 2008, NDR Kultur, 13 bis 14 Uhr, Klassik à la Carte

Eine weitere Empfehlung zum Zuhören auf NDR Kultur:
„Mit Qualität Quote machen“
Qualität und Quote seien kein Widerspruch, denn die Zukunft des Radios liege im Journalistischen, sagt Joachim Knuth bei Klassik à la Carte:

„Ich glaube, und das ist ein Teil meines Kultur-Optimismus, dass wir im Radio mit Qualität auch Quote machen können und dass Gutes von Hörerinnen und Hörern auch nachgefragt wird.“

Der Meinung sind wir auch. Wir sind gespannt, welche Konsequenzen für NDR Kultur Hörfunkdirektor Joachim Knuth ankündigen wird.

Sonntag, 31. August 2008, 14 bis 18.30 Uhr, Abschluss der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern

Sternstunden des Hörfunks, heute auf NDR Kultur
Adieux „Beaux Arts Trio“, Abschiedskonzert live aus Ulrichshusen
„Wenn man sich ihm öffnet und wenn man ihm zuhört, wird man - wie bei den ganz großen Komponisten - sehr bereichert“ (Menahem Pressler zu György Kurtág)
Von Theodor Clostermann

Sonntag, 31. August 2008, NDR Kultur, 14 bis 19 Uhr

Ein Lichtblick im Tagesprogramm von NDR Kultur, den wir zum Zuhören empfehlen:

Adieux „Beaux Arts Trio“
14:00 Ludwig Hartmann im Gespräch mit dem „Beaux Arts Trio“
15:00 Vor dem Konzert
16:00 Abschiedskonzert „Beaux Arts Trio“ - Live aus Ulrichshusen

Siehe: Programmübersicht der Woche vom 25. bis 31. August 2008, Seite 7, und aktuelle Homepage von NDR Kultur

Moderation auf NDR Kultur, 14. August 2008, 6.23 bis 6.29 Uhr

NDR-Kultur-Versprechen und Hörer-Enttäuschung am frühen Morgen
Von wegen: „Wir machen Ihnen den Morgen schön mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart“
Wie NDR Kultur versucht, Hörer in sein Boot zu ziehen - „Aktuelle CD“

6.24 Uhr: „Sie hören NDR Kultur. Wir machen Ihnen den Morgen schön mit Musik von Wolfgang Amadeus Mozart.“ Hat NDR Kultur heute Morgen etwas Besonderes mit Mozart vor?
6.28 Uhr: „Zwei Minuten vor halb sieben. Das war die aktuelle CD von Giuliano Carmignola. Auf seiner Guarneri-Geige spielte er zusammen mit dem ‚Mozart Orchester‘ den dritten Satz des zweiten Violinkonzertes D-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Die Leitung hatte Claudio Abbado. Und der hat gestern Abend den Konzertreigen des ‚Luzerne Festivals‘ eröffnet. Dort am Vierwaldstättersee (...). (...) auch Werke von Ravel und Strawinsky sind dabei. Und Sie sind es auch, denn wir übertragen live aus Luzern heute Abend ab 20 Uhr (...).“ Mehr...

6. August 2008, MA-Zahlen, 19. August 2008, Das GANZE Werk (Nord)/Tabellen aller Kultursender

Tagesreichweite der Kultursender Deutschlands in den jeweiligen Sendegebieten
Entwicklung von der MA 2007 II bis zur aktuelen MA (in Prozent)

 MA 2007 IIMA 2008 IMA 2008 II
Im Bundesgebiet
DLF2,12,02,0
DR Kultur0,50,50,5
Klassik Radio1,11,11,0
In den einzelnen Sendegebieten
NDR Kultur2,11,92,0
WDR 31,71,61,5
HR 21,41,61,6
SR 22,31,91,4
SWR 21,71,81,9
BR4 Klassik1,91,91,8
rbb-kulturradio1,81,82,0
MDR Figaro2,22,72,5

Hörer gestern, Montag bis Freitag

Diese Tabelle ist ein Auszug aus einem Dossier mit vier Tabellen, in denen die Entwicklung der Hörerzahlen von der MA 2007 I/II bis zur MA 2008 II unterschiedlich dargestellt wird:

• Tabelle 1: In den jeweiligen Sendegebieten - prozentual
• Tabelle 2: In den jeweiligen Sendegebieten - absolut
• Tabelle 3: In den jeweiligen Sendegebieten - absolut und prozentual (Basistabelle)
• Tabelle 4: Im Bundes- und im jeweiligen Sendegebiet - absolut

Diese vier Tabellen sind in einer Pdf-Datei zusammengefasst:
KULTURSENDER IN DEUTSCHLAND - Hörer gestern (Montag - Freitag)
Zeitreihe: MA 2007 I/II, MA 2008 I und MA 2008 II

Quelle: ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH, Internet-Seite www.reichweiten.de
Recherche und Gestaltung: Das GANZE Werk (Nord)

6. August 2008, NDR zu den neuen MA-Zahlen, 17. August 2008, Das GANZE Werk (Nord)

Die neuen NDR-Kultur-Hörerzahlen von 2008 und die NDR-Stellungnahmen
NDR Kultur wieder auf dem Niveau von 2005, der Zenit war 2007

 2002 II |  2004 II2005 I2005 II2006 I2006 II2007 I2007 II2008 I2008 II
HH7283327293333353141
MV21312312101117141520
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Tagesreichweite, Montag bis Freitag, absolut, in Tausend
Der niedrigste Wert seit 2004 II in jedem Gebiet ist rot gekennzeichnet, der höchste grün.

Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg): Moderation auf kulturradiorbb

Ach, Mozart!
- Allgemeinplätze zu Mozarts Konzert für Flöte, Harfe und Orchester: „Ein liebliches, süffiges Werk, leicht und geschickt instrumentiert.“
- Eine „Tragische“ von Mozart?
- Ein „lieblicher“ kulturradiorbb-Liebling...?
Von Hansjoachim Hölzel

Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg): Moderation auf kulturradiorbb

RBB-Kulturradio, 3. August 2008, „Sonntagskonzert“
Nun ist es erreicht - eine Premiere
Eine Glosse nach einem enttäuschenden Hörerlebnis
- Im „Sonntagskonzert“ sind einführende Worte zur ganzen Sinfonie, dann aber nur die beiden ersten Sätze zu hören
- Wie wäre es mit einer neuen Reihe: „Sinfonie in Sekunden“?
Von Hansjoachim Hölzel

kulturradiorbb - Moderation, 24.06.2008, zwischen 8.15 Uhr und 8.30 Uhr

Wolfgang Amadé Mozart, ein einzigartiges Genie - oder nicht?
Zweifache Namensgleichsetzung wurde mit keinem Wort erklärt
Im kulturradiorbb wurden am 24. Juni 2008 während der Sendung „Kulturradio am Morgen“ nacheinander Musikstücke von folgenden Komponisten gespielt und angesagt:
• vom „schwedischen Mozart“ Joseph Martin Kraus (1756–1792)
• vom „französischen Mozart“ Joseph Boulogne, Chevalier de Saint-George (1739–1799)
• vom „echten“ Wolfgang Amadé Mozart (1856–1791).
Wir grübeln über den Sinn solcher Vergleiche. Mehr...

Moderation auf NDR Kultur, im Juni/Juli 2008

Moderationsfloskeln
„Jetzt wird es ein bisschen feucht.“ (9. Juli 2008)
„Ab in den Wald!“ (20. Juni 2008)
„Der Kuckuck war ja deutlich zu hören.“ (17. Juni 2008)

kulturradiorbb, 5. bis 11. Mai 2008, Abendprogramm - Das GANZE Werk, 16. Mai 2008

Johannes Brahms zum 175. Geburtstag - Brahms-Woche des kulturradiorbb
War es denn nun am Abend eine Brahms-Geburtstags-Sendereihe?
Klassik kaputt, Kultur kaputt: sie lieben Brahms - nicht!
- Erste Sätze waren auffallend oft vertreten. Das war sehr „eigenwillig“, aber nicht „emotional“ und ohne „Liebe“ zum Werk von Johannes Brahms.
- Ein Deutsches Requiem: für Donnerstag angekündigt, aber auf 5 Abende aufgeteilt
- Mit der schriftlichen Programmankündigung wurden die Hörer in die Irre geführt
Von Hansjoachim Hölzel

NDR Kultur + kulturradiorbb, 7. Mai 2008, Tagesprogramme - Das GANZE Werk, 13. Mai 2008

Geschenk an seine Hörer zum 175. Geburtstag von Johannes Brahms:
Die Haydn-Variationen im Tagesprogrammm von NDR Kultur!

Beobachtungen zur Musikauswahl von NDR Kultur
kulturradiorbb scheut das Un-„komplexe“ und feiert bei Tageslicht nur minimal

Bayern 4 Klassik, Pfingstsonntag, 11. Mai 2008, 8.30 bis 23 Uhr

Sternstunden des Hörfunks: „Ein Tag mit Brahms“
Lieben Sie Brahms?

Bayern 4 Klassik zum 175. Geburtstag des Komponisten - Von Ludolf Baucke
Die Programmgestalter haben sicherlich die folgenden künstlerischen Anschauungen von Wolfgang Amadeus Mozart beherzigt:

„Die Concerten sind eben das Mittelding zwischen zu schwer und zu leicht - sind sehr Brillant - angenehm in die ohren - Natürlich, ohne in das leere zu fallen - hie und da - können auch kenner allein satisfaction erhalten - doch so - daß die nichtkenner damit zufrieden seyn müssen, ohne zu wissen warum.“ (Schreibweise nach Band III der Mozart-„Briefe und Aufzeichnungen“, S. 245 f.)

kulturradio vom rbb, im März 2008, und Das GANZE Werk (BB), 9. Mai 2008, Fortsetzung

Kulturradio-Preisrätsel - Auflösung
Die Erkennungsmelodie ist doch von Johann Sebastian Bach und nicht von Igor Strawinsky... - Warum so viele falsche Antworten?
Bach oder Strawinsky - das war die Frage beim Kulturradio-Preisrätsel. In unserem Kommentar dieser „intellektuellen Herausforderung“ hatten wir erwartet, dass es eigentlich nur richtige Antworten geben kann.
Inzwischen hat das Kulturradio vom RBB die Auflösung veröffentlicht. Die erschreckend hohe Zahl falscher Antworten verlangt nach Ursachenforschung und Konsequenzen. Mehr...

NDR Kultur, 5. April 2008, und Das GANZE Werk (Nord), 19. April 2008

Aufgeschnappt (2x): ARD-Nachtkonzert vom SWR und NDR Kultur
Thementag zum 100. Geburtstag von Herbert von Karajan
Treffende Informationen hier, absolute Formulierungen da...

Vergleichen Sie die Moderation zu derselben Komposition, ja sogar zu derselben Aufnahme (das ganze Werk bzw. ein Satz): des Cellokonzerts von Antonin Dvorák in h-Moll op. 104 mit Mstislaw Rostropowitsch und den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Herbert von Karajan.
Zur Vervollständigung: Die Musikliste zum Karajan-Tag auf NDR Kultur (es gab sieben echte Doubletten).

WDR 3, 5. April 2008, und Das GANZE Werk (Nord), 7. April 2008

Ausgewählte Sternstunden: Zwölfstündiges Programmwunder
WDR 3 Radiotag zum 100. Geburtstag von Herbert von Karajan
Sonnabend, 5. April 2008, 12.00 bis 24.00 Uhr - Von Ludolf Baucke

Frankfurter Rundschau, 18. März 2008, Linksfraktion im Bundestag, November 2007

Plädoyer für eine unabhängige Qualitätskontrolle des Öffentlich-rechtlichen Rundfunks
„Massenkompatible Verramschung“
Linke-Chef Lothar Bisky warnt davor, dass ARD und ZDF in Bedeutungslosigkeit fallen - Der Rundfunk sei ein „autistisch abgeschlossenes System, das nur noch mit sich selbst“ kommuniziere - Interview aus Anlass der Veröffentlichung der Studie „Öffentlich-rechtlicher Rundfunk zwischen Wettbewerb und Kultur“
»Öffentlich-rechtlicher Rundfunk zwischen Wettbewerb und Kultur«
Pdf-Download, Achtung: 6,6 MB!
Gutachten zur Situation und Zukunft der Medien, des Medienrechts und der Medienpolitik in Deutschland und der EU, November 2007
Vorgelegt von Prof. Dr. Jörg Becker, Prof. Dr. Götz Frank, Dr. jur. Dipl. Kfm. Ulrich Meyerholt
im Auftrag der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Herausgeber: Lothar Bisky
„Eine kleine Lese-Orientierung zu den Ausschnitten aus dem Gutachten“
Hinweise, Zitate und wichtige Ausschnitte aus dem Gutachten (Pdf: 0,5 MB)

Teil A: Sozialwissenschaftliches Gutachten (Seite 7 – 32)
Teil B: Juristisches Gutachten (Seite 33 – 49)
Teil C: Thesen (Seite 51 + 52)
Auf Seite 16 steht zum Beispiel: Es ist durchaus im Interesse dieses Gutachtens kurz auf eine Analyse der Bürgerinitiative „Das ganze Werk“ näher einzugehen (und sei es nur deswegen, weil hier eine systematische Programmkontrolle „von unten“ kommt). Mitglieder der Initiative analysierten für den Nachmittag des 8. August 2006 vergleichend die Kulturprogramme...
Zusammenstellung: Theodor Clostermann, Das GANZE Werk (Nord), 22. Februar 2008

Frankfurter Rundschau, 18. März 2008

Kultur zum Frühstück
Der so überraschende wie verdiente Erfolg der Hörfunkwelle hr2 Kultur
Deutliche Erfolge des Einschaltprogramms

kulturradio vom rbb, im März 2008, und Das GANZE Werk (BB), 17. März 2008, Kommentar

Kulturradio-Preisrätsel
Die Preisfrage ist eine intellektuelle Herausforderung des RBB an seine Hörer:
„Von welchem Komponisten stammt die Kennmelodie unseres Senders – zu hören immer vor den Nachrichten?“
Kommentar von Jürgen Thomas

Media-Analyse Radio 2008 I, 5. März 2008

NDR Kultur
Neue Rezepte sind gefragt: In einem Jahr verliert NDR Kultur sowohl im Sendegebiet
als auch bundesweit 15 % seiner Hörer

Inhalt
• NDR-Kultur-Hörer gestern im NDR-Sendegebiet
• Andere Zahlen: Bundesgebiet, weitester Hörerkreis und der Hang zur Übertreibung
• Die Verlautbarungen des NDR zu den drei letzten MA-Reihen
• Anhang: „Das Erhebungsmodell der media analyse“ (Ausschnitt aus dem Abstract)

NDR, 5. März 2008 und früher, www.reichweiten.de, 5. März 2008, Das GANZE Werk (Nord), 9. März 2008

Bayern 4 Klassik, 9. März 2008, Das GANZE Werk (Nord), 1. März 2008

Sonntag, 9. März 2008, 6.05 bis 24 Uhr
Neugierig machendes Event
„Ein Tag mit Bach“ auf Bayern 4 Klassik
Roter Faden um das Werk des Leipziger Thomaskantors - eine Anregung?
Von Ludolf Baucke

Das GANZE Werk (Nord), 24. Februar 2008: In eigener Sache

Für die nächsten geplanten Schritte ist die Broschüre „Der Kulturauftrag im Hörfunk“ jetzt in allen Teilen als Broschüre des Sprecherrates redigiert worden.
Hier: Pdf-Datei (speichern/drucken), HTML-Seite (mit detaillierten Links)

NDR Kultur und Das GANZE Werk (Nord), 20. Februar 2008

Aufgeschnappt
Ein NDR-Kultur-Hörer aus dem Braunschweiger Land schreibt uns:
Heute morgen gegen 6.10 Uhr äußerte sich der Moderator nach dem 3. Satz von Mozarts Violinkonzert KV 216 mit Julian Rachlin wie folgt:
„Vom Geiger Julian Rachlin ist es nur ein kleiner Schritt zu Fidel Castro.“
Es schloss sich der erste Hinweis auf den „Blick in die Feuilletons“ an, in dem Castros angekündigter Rücktritt thematisiert wurde.

Hier Informationen aus Wikipedia, die jeder Internet-Benutzer nachlesen kann:
„Die Fidel ist ein historisches Streichinstrument mit fünf bis sieben Saiten in Quint- und Quartstimmung, das schon im 11. Jahrhundert nachweisbar ist. Die Fidel war das wichtigste Instrument der Minnesänger.“
„Die Violine, oder auch Geige genannt, ist ein aus verschiedenen Hölzern gefertigtes Saiteninstrument. Ihre vier Saiten werden mit einem Bogen gestrichen.“
„Inwieweit die Fidel mit der Violine verwandt ist, ist umstritten. Allgemein wird jedoch in der Violine eine spätere Weiterentwicklung dieses Instruments gesehen. Die weit verbreitete Schreibweise Fiedel bezeichnet eigentlich nicht die Fidel, sondern in salopper Art die Violine.“

Der Moderator war wohl bei der Abfassung seines Wortspiels selbst fidel (= „ausgelassen vergnügt“, Wikipedia)...

kulturradio vom rbb, 18.-27. Januar 2008, und Das GANZE Werk (BB), 12. Februar 2008, Kommentar

Schön, dass wir über zeitgenössische Musik gesprochen haben...
... da müssen wir sie nicht auch noch spielen

Vom 18. bis 27. Januar 2008 fand in Berlin „Ultraschall - Das Festival für neue Musik“ statt. Das RBB-Kulturradio, gemeinsam mit Deutschlandradio Kultur Veranstalter, hat diesem Festival in seinem Programm große Beachtung geschenkt. Neben mehreren Sendungen, darunter zwei Konzertübertragungen, wurde auch im „Tagesbegleitprogramm“ des RBB-Kulturradios mehrfach in redaktionellen Beiträgen auf „Ultraschall“ hingewiesen.
Aber keiner der redaktionellen Beiträge im Tagesbegleitprogramm wurde durch Musikbeispiele ergänzt. Der Hörer wurde zwar auf den Geschmack gebracht, durfte aber an keiner Stelle die passende Musik hören. Das war enttäuschend und ist unbegreiflich. Nur in zwei Gesprächen gab es Beispiele aus früheren Produktionen, ihre Dauer: 2:44 Minuten (eigene Komposition) und 1:42 Minuten (fremde Komposition)... Mehr...

Das GANZE Werk (Nord), 15. Februar 2008

Fertigstellung der Broschüre (16 Seiten)
„Der Kulturauftrag im Hörfunk“ - Hier: Pdf (250 kb)
Materialsammlung für eine Grundsatzdiskussion
Das Ziel: Qualität auf NDR Kultur
Titelseite (mit Kulturniveau-Grafik)
Detailliertes Inhaltsverzeichnis, Hinweis und Herausgeber (A.-F.)
A. Das Zuhören fördern
B. Staatliche Festlegungen zum Kulturauftrag: Staatsverträge, Bundesverfassungsgericht
C. Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ - Schlussbericht - Zitate
D. Kultursender und -sendungen für „Einschalthörer“
E. Neue Erkenntnisse der ARD-Medienforschung zu Kulturinteressierten
F. Die bisherige Programmstrategie für NDR Kultur

G. Programmvorschläge der Initiative Das GANZE Werk (Nord), 9. April 2006
H. Kulturwellenvergleich Nr. 1, Dienstag, 8. August 2006, 15 bis 17 Uhr
I. Kulturwellenvergleich Nr. 2, Montag, 18. Juni 2007, 7 bis 8 Uhr
J. Thematischer Kulturwellenvergleich „Chormusik und Lied“, 7. bis 12. Januar 2008

Das GANZE Werk, 11. Februar 2008

Materialien für eine Grundsatzdiskussion - Dokumentation
Berichte über Kultursender und -sendungen für „Einschalthörer“
Zur Vertiefung des Abschlussberichts der Enquete-Kommission
• WESTDEUTSCHER RUNDFUNK - WDR 3
Jedes Musikwerk in voller Länge: Nur im WDR 3 Klassik Forum
20 Jahre WDR 3 Klassik Forum
WDR Radiobroschüre 14/15, April 2007
• ÖSTERREICHISCHER RUNDFUNK - Ö1
Gutes Programm machen und darüber sprechen
Vor 40 Jahren ging Ö1 auf Sendung, das erfolgreichste Kulturradio Europas
Frankfurter Rundschau, 4. Oktober 2007
„Die Leute sind nicht so verblödet“
Ein epd-Interview mit dem Ö1-Programmchef Alfred Treiber
epd medien Nr. 78, 3. Oktober 2007 (Ausschnitte)

Das GANZE Werk, 10. Februar 2008

Materialien für eine Grundsatzdiskussion - Dokumentation
Zur Vertiefung des Abschlussberichts der Enquete-Kommission
Media-Perspektiven 05/2006 und 05/2007
Neue Erkenntnisse der ARD-Medienforschung zu Kulturinteressierten
- Wer hört heute klassische Musik?
- Klassische Musik im Radio
- Die neue „MedienNutzerTypologie“ MNT 2.0
- Radionutzung und MNT 2.0
Die bisherige Programmstrategie für NDR Kultur widerspricht den Erkenntnissen der ARD-Medienforschung und der Enquete-Kommission
- Die Vorgaben des damaligen NDR Programmdirektors Hörfunk (2002)
- Unter Wolfgang Knauer wird NDR Kulktur teilweise formatiert (2003)
- Unter Barbara Mirow wird NDR Kultur tagsüber systematisch durchformatiert (ab 2004)
- Wolfgang Knauer verhilft der Enquete-Kommission zu Erkenntnissen über das Formatradio (2005/07)

Das GANZE Werk, 8. Februar 2008

Thematischer Kulturwellenvergleich
Chormusik und Lied als Prüfsteine
Programmrecherche bei ARD-Kultursendern - Von Ludolf Baucke

Das GANZE Werk (Nord), 8. Februar 2008

Materialien für eine Grundsatzdiskussion - Aufruf
Das Zuhören fördern
Stiftung Zuhören: „Wer zuhört, erweitert seinen Horizont“ - Das GANZE Werk: „Wir legen dem NDR eine Zusammenarbeit mit der Stiftung Zuhören nahe.“

Das GANZE Werk, 8. Februar 2008

Materialien für eine Grundsatzdiskussion - Dokumentation
Staatliche Festlegungen zum Kulturauftrag:
Rundfunkstaatsvertrag, NDR-Staatsvertrag und Bundesverfassungsgericht

Zur Vertiefung des Abschlussberichtes der Enquete-Kommission

Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“, 11. Dezember 2007, Das GANZE Werk, 8. Februar 2008

Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“
Eine Empfehlung lautet: Mehr zusammenhängende musikalische Werke in der Hauptsendezeit
Ein Meilenstein zu mehr Qualität im Rundfunk
Leitartikel (Bericht, Dokumentation und Einschätzung) von Theodor Clostermann
Neun Handlungsempfehlungen zum Kulturauftrag des Rundfunks
Zusammengestellt von der Enquete-Kommission
Zitatensammlung
Anerkannte und praktische Argumente, vorgelegt von der Enquete-Kommission
Übersichtsseite: Abschlussbericht der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“

Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), 4. Februar 2008, Leserbrief

NDR abgeflacht
„Ich glaube, die Hörerinnen und Hörer sind nicht verstummt, sie haben resigniert und greifen in ihr eigenes Plattenarchiv. Gerade wir älteren Hörer haben die Zeit, uns einer Sendung zu widmen.“

Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), 25. Januar 2008, Leserbrief

Tiefe Spuren
„Wie in der Überschrift Ihres Artikels geschrieben hinterlässt Jobst Plog in der Tat tiefe Spuren. Hier (= NDR Kultur, d. Red.) warten lohnende Aufgaben zur Gegenreformation und zur Rückbesinnung auf Qualität auf seinen Nachfolger.“

Norddeutscher Rundfunk, 18. Januar 2008

Philipp Ahmann neuer Chordirektor des NDR
Intendant Lutz Marmor begrüßte die Verpflichtung: „Dass wir Philipp Ahmann nun fest an den NDR binden konnten, ist eine gute Nachricht für alle Freunde der klassischen Vokalmusik. Die Sängerinnen und Sänger des NDR Chors haben schon mehrfach mit großem Erfolg mit ihm zusammengearbeitet.“

Norddeutscher Rundfunk, 2. und 15. Januar 2008

Lutz Marmor, der neue Intendant des NDR
Norddeutscher Rundfunk, 15. Januar 2008
Joachim Knuth, der neue Programmdirektor Hörfunk des NDR
Norddeutscher Rundfunk, 2. Januar 2008

tageszeitung (taz), 15. Januar 2008

NDR-Intendant Plog geht in Rente
Der Strippenzieher
Er war länger Intendant als Kohl Kanzler, hat den NDR stets vor zu viel Parteieinfluss geschützt und hadert weiter damit, dass Jauch nicht zur ARD zurückkam. Die Ära Jobst Plog ist vorbei.

epd medien Nr. 3, 12. Januar 2008

„Freiraum verteidigen“
Ein epd-Interview mit dem scheidenden NDR-Intendanten Jobst Plog
• Ausschnitt zum Thema NDR Kultur: „Dann müssen Sie handeln“
Zitat: „Wenn wir sehen, dass alle Kulturwellen ähnliche Probleme haben und darauf ähnliche Antworten finden...“

NDR Kultur, Klassik à la carte, 9. Januar 2008

NDR Intendant Jobst Plog sagt Adieu
NDR Intendant Jobst Plog im Gespräch mit Beate Scheibe
• Ausschnitt zum Thema NDR Kultur:
„Die Menschen sind mit uns wieder versöhnt“
• Ausschnitt zum Verhältnis von Qualität und Quote:
„Als Unternehmenschef müssen Sie manchmal Korrekturimpulse auslösen“

WELT am SONNTAG, 6. Januar 2008

Fast ein Staatsakt: Ein Sendefürst nimmt Abschied
Die Verabschiedung des NDR-Intendanten ist für ARD-Verhältnisse keine große Sache
Von Kai-Hinrich Renner

Positive Hörerlebnisse mit Kulturradios - Fazit 2 (allgemeine Auswertung), 10. Januar 2008

Wege zur Musik
22 eingesandte positive Hörerlebnisse: Bausteine einer qualitativen Erhebung
Lesen Sie die allgemeine Auswertung von Ludolf Baucke mit folgende Schwerpunkten:
• Längere Sendestrecken, stilistische Vielfalt, Kompetenz
• Aktive Hörer oder Nebenbeihörer aus der Sicht eines Interpreten
• Quantitative und qualitative Medienforschung
Gehen Sie auch zur Übersicht der 22 positiven Hörerlebnisse mit Kulturradios

Göttinger Tageblatt, 31. Dezember 2007

Kulturpartner-Anzeige von NDR Kultur
Zu Silvester hat NDR Kultur im Göttinger Tageblatt in der Größe von 18,3 cm x 25,0 cm eine Anzeige mit folgendem Haupttext drucken lassen:
   NDR Kultur
   NDR Kultur und seine Kulturpartner
   wünschen Ihnen ein gutes neues Jahr.
   Hören und genießen

Unter dem Bild der drei leeren Stühle im seichten Meerwasser und der sich darin spiegelnden norddeutschen Wolken folgt eine Liste von 60 Kulturpartnern.
Meldung
Bild im Großformat
Liste der 60 Kulturpartner von NDR Kultur (Stand: 31. Dezember 2007)

NDR Kultur, 17. Dezember 2007, Klassisch in den Tag, Moderation

NDR Kultur: „gleich drei Weihnachtsoratorien“ an den Weihnachtstagen
In der Sendung ‚Klassisch in den Tag‘ am 17. Dezember 2007 überraschte mich der Moderator mit der Ankündigung, an den Weihnachtstagen werde NDR Kultur ‚gleich drei Weihnachtsoratorien‘ senden. Erstens das von Bach am Heiligabend und am erstem Feiertag, dann Haydns ‚Schöpfung‘ am erstem Feiertag abends und schließlich Händels ‚Solomon‘ am zweiten Feiertag abends.
Merke: Ein Weihnachtsoratorium ist ein Oratorium, das NDR Kultur in den Weihnachtstagen sendet.

Zuschrift einer Hörerin in Niedersachsen

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 29.11.2007, Das GANZE Werk (Nord), 19.12.2007

50. Todestag von Erich Wolfgang Korngold
• Mehr als nur ein Filmkomponist: E. W. Korngold
Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 29. November 2007
• Gedenktag im Schmalspur-Format, Programmbeobachtungen
Das GANZE Werk (Nord), 19. Dezember 2007

NDR Kultur, 5. Dezember 2007, Moderation: 2 Lotto-Animationen

Zugehört
• NDR Kultur, 5. Dezember 2007, 18.10 Uhr
Moderator: „Thementag Elbphilharmonie auf NDR Kultur. Mehr als 60 Millionen Euro Spenden sind ja schon zusammengekommen. Ja, vielleicht werden es heute noch etwas meeeehr, wenn heute Abend ein Hamburger den Jackpot knackt! Eins zu einhundertvierzig Millionen. Na ja, groß ist die Chance nicht, aber wenn, dann winken 43 Millionen Euro. Na ja, mir würde schon ein bisschen weniger reichen, ich wär schon zufrieden mit 41 Millionen.“
Es folgte die Barcarolle Fis-Dur op. 60 von Frédéric Chopin in einer Aufnahme mit Jean-Yves Thibaudet, Klavier.
• NDR Kultur, 5. Dezember 2007, 10.20 Uhr
Moderatorin: „Die Zahl Sechs hat momentan eine große Bedeutung in Deutschland, denn mit sechs richtigen Zahlen plus Superzahl könnten Sie dreiundvierzig Millionen Ihr eigen nennen. So hoch ist der dickste deutsche Lotto-Jackpot aller Zeiten. Ja, und für das richtige Auswählen dieser Zahlen haben wir jetzt für Sie aufgelegt das Fantasie-Impromptu cis-Moll von Frédéric Chopin.“
Es folgte das Fantasie-Impromptu cis-moll op. 66 in einer Aufnahme mit Evgeny Kissin, Klavier.

16. Dezember 2007, 3. Advent: E-Mail einer Hörerin zu hr2 klassik

Weihnachtskonzert aus 13 Ländern auf hr2 klassik
„Wie schön, dass man in Göttingen (NDR-Sendegebiet) so gut hr2 kultur empfangen kann: Der heutige dritte Adventssonntag lässt uns teilhaben am großen Europa-Weihnachtskonzert aus 13 Ländern, bei dem hr2 kultur traditionell zugeschaltet ist. Von 11 Uhr bis Mitternacht gibt es die verschiedensten Weihnachtskonzerte aus aller Welt.
Das Ganze geschieht ohne aufdringliche Moderation, aber mit ausführlichen Programminformation im Internet und per Telefonbereitschaft - und mit höflicher Entschuldigung bei den Hörern, die ausnahmsweise auf ihr gewohntes Sonntagsprogramm von hr2 Kultur verzichten müssen. Das ist ein Umgang mit Hörern, wie man ihn sich wünscht.“
(Bärbel Haude)

PS der Redaktion: Vor der Zeit von „NDR Kultur“ (Formatradio) und der Zeit von „Radio 3“ (Zusammenarbeit mit dem SFB seit Oktober 1997) hatte sich „NDR 3“ auch an den Gemeinschaftssendungen der EBU (European Broadcasting Union) beteiligt.

Abriss des Alten Sendesaals in Bremen? - Offener Brief von Gerhart Baum - 15. November 2007

Offener Brief von Gerhart Baum an die ARD-IntendantInnen
zur Einweihung des neuen Funkhauses in Bremen
anlässlich der Tagung am 26.11.2007 in Bremen
„Radio Bremen Sendesaal
Sehr geehrte Damen und Herren Intendantinnen und Intendanten,
Sie werden am 26.11. das neue Funkhaus von Radio Bremen einweihen, das Sie mit 64,4 Mio € aus Mitteln der ARD mit finanziert haben. 1950 wurde hier die ARD gegründet, auf dem ehemaligen Hörfunkgelände an der Bürgermeister-Spitta-Allee.
Die Freude über das neue Funkhaus wird überschattet von dem drohenden Abriss des bisherigen Sendesaales. Er gehört zur Musikgeschichte des Senders und der ARD. Und er ist ein unersetzbares Baudenkmal, bis heute viel genutzt und mit hervorragender Akustik.“ mehr...

Weitere Informationen
Ein Klang zum Heulen - Das Event-Studio im neuen Funkhaus hat ein akustisches Problem. Das sich lösen lässt, behauptet der Sender. - taz, 17. November 2007
Da ist noch Musik drin - „Man kann nicht eine Stradivari zerschlagen, wenn man Holz braucht.“ - Weser Kurier, 13. November 2007
Keith Jarrett und weitere siebentausend Unterschriften - Music Village Campus als Alternative? Bremer Bürger kämpfen um ihren Konzertsaal, aber Radio Bremen blockt. - Darin: Interview mit Professor Klaus Bernbacher - neue musikzeitung (nmz), Nr. 11, 2007
Denkmal ohne Schutz - Durch den drohenden Verlust des Studios F von Radio Bremen steht ein ganzes Künstlerdorf vor dem Aus. - Frankfurter Rundschau, 8. Oktober 2007
Verein Freunde des Sendesaales - Internet-Auftritt

Positive Hörerlebnisse mit Kulturradios - Fazit 1

Positive Hörerlebnisse - Zusätzliche Informationen
Als die Initiative Das GANZE Werk (Nord) darum bat, positive Hörerlebnisse mit einem deutschen Kulturradio aus der werktäglichen Zeit zwischen 9 und 18 Uhr zu schicken, wurden in den überwiegend aus dem Einzugsgebiet des Norddeutschen Rundfunks kommenden Einsendungen auch einzelne Sendungen der Programme Deutschlandfunk (DLF), DeutschlandRadio Kultur, Nordwestradio und RBB Kultur genannt, gelegentlich wurde auf den Sonntag oder die Sendezeit von 18.05 bis 19 Uhr ausgewichen (siehe auch einzelne Beispiele).
Nicht genannt wurden Sendungen von MDR Figaro und SR 2. Erstere Fehlanzeige erstaunt, weil besonders Hörer im Osten und Süden Niedersachsens den Mitteldeutschen Rundfunk sogar terrestrisch, also auch beim Autofahren, gut empfangen können. Die Auslassung der Kulturwelle des Saarländischen Rundfunks hingegen erklärt sich leicht aus den eingeengten Empfangsmöglichkeiten - SR 2 ist in Norddeutschland nur über Internet und Satellit zu empfangen.
Von SR 2 wurde allerdings wie auch von SWR 2, hr 2 kultur und Bayern 4 Klassik über Sternstunden berichtet.
Niemals genannt wurde eine werktägliche Sendung von NDR Kultur. Es gab aber unaufgefordert zusätzlich zahlreiche kritische Anmerkungen. Diese mündeten in den resignierenden Hinweis, dieses Programm nur kurz oder gar nicht mehr zu hören, stattdessen den - in seiner Qualität anerkannten und im ganzen Sendegebiet empfangbaren - DLF zu hören oder sogar das Radio generell nicht mehr einzuschalten.
Bleiben bei den bisherigen Einsendungen als signifikante Favoriten die mehrfach genannten Kulturprogramme Bayern 4 Klassik, hr 2 kultur, SWR 2 und WDR 3.

Positive Hörerlebnisse mit Kulturradios (Nr. 22) | November 2007

Bayern 4 Klassik, Samstag 27. Oktober 2007, 16.00 - 16.10 und 16.10 - 16.48 Uhr
„Starke Stücke“ - Meisterwerke der Musik
Violinkonzert von Johannes Brahms D-dur, op. 77
„Kurz und würzig“ oder „Kultiviert und kompetent“
„Herausragend war diese Sendung zur Vorbereitung der - natürlich vollständigen - Wiedergabe von Brahms' Violinkonzert. (Es) wurde kultiviert und kompetent in das Konzert eingeführt“

Frankfurter Rundschau, 2. November 2007

Die Drohung des Nadelöhrs
Eine Debatte über Folgen des Gebührenurteils
Und endlich sagte es auch ein CDU-Politiker: Das Sponsoring nach 20 Uhr bei ARD und ZDF sei „verkappte Werbung“.

Positive Hörerlebnisse mit Kulturradios (Nr. 17 - 21) | Oktober 2007

Klassik Forum - Fesselnd vermittelte Klassik
„...mit Hintergrundinformation, kluger Überleitung von einem Stück zum nächsten, mit leiser Ironie gewürzt, ohne staubtrockene Analysen, sondern lebendig und keine Minute langweilig“
WDR 3, 9. Oktober 2007, 9.05 bis 12 Uhr
Tafel-Confect (aus dem Studio Franken) - Kleine Kostbarkeiten
„Neugierig schalte ich endlich auch wieder das ‚Tafel-Confect‘ ein und bin positiv überrascht: Die Sendung hat an Profil gewonnen. Zum Beispiel hat sie jetzt ein übergreifendes Thema. (...) Insgesamt werden zehn Werke kenntnisreich vorgestellt. Die Sendung strahlt eine - mir inzwischen ungewohnte - wohltuende Ruhe aus.“
Bayern 4 Klassik, 7. Oktober 2007, 13.05 bis 14.00 Uhr
CD-Tipp (innerhalb der „Klassik-Zeit“)
Man gewann in der Tat einen Eindruck von der Interpretation
Ergänzung zum positiven Hörerlebnis mit Kulturradios Nr. 17 vom 25. September 2007
hr 2 kultur, 5. Oktober 2007, 15.20 bis 15.50 Uhr
Doppel-Kopf - am Tisch mit Daniel Hope
Ausführlich, offen und persönlich im Gespräch - „Sehr gefallen hat mir, dass die Moderatorin den Geiger im freien Erzählfluss berichten ließ.“
hr 2 kultur, 25. September 2007, 12.05 bis 13.00 Uhr
• WDR Radiobroschüre - Nummer 14/15 von April 2007 - zum WDR 3 Klassik Forum:
„Die erfolgreichste Vermittlungssendung für klassische Musik in deutschsprachigen Kulturradios“ - Hintergrundinformationen des WDR zum Konzept der Sendung
„Durch seine Sicht auf die Dinge vermittelt der Moderator dem Hörer ein besonderes Musikerlebnis, das er so sonst nicht hätte“
Zur Meldung in der Übersicht „Positive Hörerlebnisse mit Kulturradios in Deutschland“

Ausgewählte Sternstunden, SR 2 Kulturradio, 26. Oktober 2007, 15.30 - 17.30 Uhr

AprèsMidi - Klassik am Nachmittag: 60 Jahre Hochschule für Musik Saar
Künstlerporträts für Kenner und Liebhaber - Von Ludolf Baucke
„Die ebenso informative wie unterhaltsame Sendung taugte, um Nebenbei- oder Begleithörer in gut gelaunte Zuhörer zu verwandeln.“

Göttinger Tageblatt, 17. Oktober 2007

Kulturwellenvergleich: „Das ganze Werk“ untersucht Morgenmagazine
Klassische Musik in Häppchenform
NDR Kultur bot zwei bis sechseinhalb Minuten lange Einzelsätze

Ausgewählte Sternstunden, Bayern 4 Klassik, 20. Oktober 2007, 8.05 bis 20 Uhr

Radiotag bei Bayern 4 Klassik: Wenn der Löwe nicht mehr brüllt...
Ein lebendiges Kulturereignis, ein Herz für Kinder
Von Ludolf Baucke

Die ZEIT 43/2007, 18. Oktober 2007

Klang ist Leben, Stille ist Tod
Ein Gespräch mit Daniel Barenboim über Dirigieren und Boxen, über Israel und Richard Wagner und über seinen Wunsch, einmal einen ganzen Tag mit Mozart zu verbringen

Das GANZE Werk (Nord), 8. Oktober 2007

Mitteilung zum Kulturwellenvergleich Nr. 2 (Pdf):
Das Tal der niederen Radiokultur in den nord- und mitteldeutschen Sendegebieten
„Unter dem Strich bleiben die Fragen: Warum kann die Gruppe der Kultur- und Musikliebhaber in den nord- und mitteldeutschen Sendegebieten tagsüber nicht solche Sender wie in den anderen Gebieten Deutschlands hören? Warum gibt es in der Radiokultur so unterschiedliche Lebensverhältnisse?“
Hier: Pdf-Version

epd medien Nr. 78/2007, 3. Oktober 2007, Frankfurter Rundschau, 4. Oktober 2007

Gutes Programm machen und darüber sprechen
Es klingt ganz einfach, aber es ist eine Rarität: Vor vierzig Jahren ging Ö 1 auf Sendung, das erfolgreichste Kulturradio Europas
Frankfurter Rundschau, 4. Oktober 2007
„Die Leute sind nicht so verblödet“
Ein epd-Interview mit dem Ö1-Programmchef Alfred Treiber
epd medien Nr. 78/2007, 3. Oktober 2007

Das GANZE Werk (Nord), Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg), 3. Oktober 2007

Kulturwellenvergleich Nr. 2
Montag, 18. Juni 2007, 7 bis 8 Uhr
Morgenstund' hat Gold im Mund, ...

... doch es ist nicht alles Gold, was glänzt
Neun Kulturwellen im Vergleich
Hier: Pdf-Version (0,2 MB)

Positive Hörerlebnisse mit Kulturradios (Nr. 14 - 16) | September 2007

Musikstunde: „Musik als Arzney“ (1) mit Wolfgang Sandberger
Eine Stunde für Zuhörer
„Die Sendung war zugleich lehrreich und unterhaltsam.“
SWR 2, 24. September 2007, 9.05 bis 10.00 Uhr
CD-Tipps (zu Beginn der Klassik-Zeit) - Entschleunigung als Devise
„Die Auflistung der vorgestellten CDs verdeutlicht die stilistische Vielfalt der auf dem Phonomarkt ausgewählten Neuerscheinungen, (...) - dem Medium des Hörfunks angemessen - in sorgfältig ausgewählten Klangbeispielen.“
HR 2 Kultur, 3. bis 7. September 2007, 15.05 bis ca. 15.35 Uhr
Kulturprogramme als Markenzeichen
„(...) hat noch das Niveau, das man von einem Dritten Programm erwarten darf“
Bayern 4 Klassik und WDR 3, fast täglich

Frankfurter Rundschau, 12. September 2007, epd medien, 19. September 2007

„Funktionsnotwendig“
Editorial zum Karlsruher Gebührenurteil von Volker Lilienthal
epd medien Nr. 74 vom 19. September 2007
Ein Hauch von Nostalgie
Kommentar zum Karlsruher Gebührenurteil (Ausschnitt) von Daland Segler
Frankfurter Rundschau, 12. September 2007

Bundesverfassungsgericht, 11. September 2007, Urteilsbegründung

Rundfunkfreiheit und Programmauftrag
Vollständige Dokumentation dieses Abschnitts der Urteilsbegründung
Kurzfassung dieser Dokumentation

Bundesverfassungsgericht, 11. September 2007, Pressemitteilung

Urteil vom 11. September 2007, 1 BvR 2270/05; 1 BvR 809/06; 1 BvR 830/06 Rundfunkgebühren verfassungswidrig festgesetzt
„Der in Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG enthaltene Auftrag zur Gewährleistung der Rundfunkfreiheit zielt auf eine Ordnung, die sicherstellt, dass die Vielfalt der bestehenden Meinungen im Rundfunk in möglichster Breite und Vollständigkeit Ausdruck findet.“

Positive Hörerlebnisse mit Kulturradios (Nr. 9 - 13) | August 2007

Musica Antiqua - Hintergrund und keine Hektik
Nordwestradio, 5. August 2007, 16.05 bis 18.00 Uhr
SWR 2 Mittagskonzert: Vokal - Vokalstimmen im Mittelpunkt
SWR 2 (über Satellit), Mittwoch, 25. Juli 2007, 14.05 bis 14.58 Uhr
Festlicher Radiosommer mit Edvard Grieg Gala Concert (Bergen Festival)
Faszinierende Grieg-Gala
SWR 2 (über Satellit), Dienstag, 24. Juli 2007, 13.05 bis 14.58 Uhr
Chormusik - Regelmäßig Chormusik
„In Radio Bartók können wir beispielsweise regelmäßig Chormusik hören, und der Mädchenchor Hannover wie der Knabenchor sowie ihre Dirigenten sind dort eine feste Größe.“
Radio Bartók (Ungarn), tagsüber
Klassik Forum - Herausragend
„Als besonders angenehm empfinde ich es, eine zumeist vorzüglich moderierte Musiksendung mit ganzen Werken (sic!) zu hören.“
WDR 3, am Vormittag

Positive Hörerlebnisse mit Kulturradios in Deutschland (Nr. 1 - 8) | Juni und Juli 2007

Klassik Forum - Die Wünsche der Hörer
Weitgehend unbekannte Werke in voller Länge
WDR 3, Sonnabend, 30. Juni 2007, von 9.05 bis 11.45 Uhr
„Ein Mann für alle Stile, Orchestrale Bach-Bearbeitungen“
Kompetente Darstellung
Deutschlandradio Kultur, Sonnabend, 16.Juni 2007, von 16.05 - 17.00 Uhr
Klassik Forum - Gute Hintergrundinformationen
WDR 3, Mittwoch, 13.Juni 2007 von 9.05 - 12.45 Uhr
SWR 2 Wissen, SWR2 Musikstunde, SWR 2 Leben und SWR 2 Fortsetzung folgt
Vielfältiges Themenangebot
SWR 2, 24. Mai 2007, von 8.30 - 11.00
Morbach live - Wechselnde Themenkreise
kulturradio vom rbb (über Satellit), Mo / Mi / Fr von 18.05 - 19.00
Bachkantate - Solide und sachlich
kulturradio vom rbb (über Satellit), Sonntags von 9.30 - 10.00
Lebenszeit - Wollen wir wirklich 100 werden?
Hundertjährige und Jüngere mit Entfaltungsmöglichkeiten
Deutschlandfunk, 1. Dezember 2006, von 10.10 - 11.30 Uhr

NDR, 13. Juli 2007, Hamburger Abendblatt

NDR Rundfunkrat wählt Marmor und Beyer an die Spitze des Norddeutschen Rundfunks, NDR, 13. Juli 2007
Das erste Interview mit dem neuen Intendanten, Hamburger Abendblatt, 14. Juli 2007

Das GANZE Werk BB zu: kulturradio vom rbb, 30. Juni 2007, 9.05 Uhr, Feature

Das Hansaviertel, eine „Antwort auf die Stalinallee“?
Geschichtsklitterung
Ein Kommentar zu einer Anmoderation zum Feature „50 Jahre Berliner Hansaviertel“
Von Brigitte Grunert

Positive Hörerlebnisse mit Kulturradios in Deutschland (Nr. 1) | Juni 2007

Musica antiqua
Interessante Auswahl - Sachkundige und hintergrundreiche Moderation
Nordwestradio, sonntags von 16.05 - 18.00 Uhr

Wir haben Kulturradio-Hörer gebeten, uns positive Hörerlebnisse mitzuteilen. Aus den Zuschriften, die auf alle deutschen Kultursender eingehen, werden wir von heute an mittwochs jeweils einen neuen Bericht (oder mehrere) veröffentlichen. - Die Redaktion, 27. Juni 2007 (ergänzt am 11. Jul1 2007)

Drei Jahre Das GANZE Werk (Nord), Ein Jahr Das GAMZE Werk BB

Ein lästiges Intermezzo hier, Glückwünsche dort
Von Carola Meffert, 12. Juni 2007
Viereinhalb Jahre NDR Kultur, viereinhalb Jahre Heimweh nach Radio 3, viereinhalb Jahre Protest...
Gelassene Gemüter verweisen darauf, dass sich Qualität noch immer durchgesetzt habe. Dass damit hohe Qualität gemeint ist, versteht sich von selbst. Diese Erkenntnis erlaubt, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Eine mehrjährige Überflutung durch Kulturwellen in Mainstream-Qualität ist so betrachtet nur ein lästiges Intermezzo. Eines, das zwangsläufig einem höheren Anspruchsniveau weichen wird.
Was allerdings tatenloses Harren auf Wiederkehr von Kulturbewusstsein und Qualität nicht rechtfertigt. Es gibt viel zu tun, machen wir weiter!
DGW Nord zum dritten und DGW BB zum ersten Geburtstag herzliche Glückwünsche!

NDR Kultur, 9. Juni 2007, 20.45 Uhr, Konzertpause

The Master's Voice
Thema bei NDR Kultur: ein ganzes Werk, die vier durchkomponierten Sätze der Sinfonie Nr. 4 von Robert Schumann

Kulturwellen im Nord-Süd-Profil: Frequenzbereiche

Kultur im HiFi-Sound
Von Ludolf Baucke

Kulturwellen im Nord-Süd-Profil - hr 2, 26. - 28. Mai 2007

„Wunder über Wunder“
Das Pfingstprogramm auf hr 2 - Von Bärbel Haude

NDR, 25. Mai 2007, Pressemitteilungen

NDR Intendant Plog legt sein Amt Anfang 2008 nieder
Neuer NDR Rundfunkrat wählt Helmuth Frahm zum Vorsitzenden

epd medien Nr. 36, 9. Mai 2007

Ausschnitt aus einem Interview mit RBB-Intendantin Dagmar Reim, wenige Tage vor ihrer Wiederwahl
„Gern mehr 50-Jährige gewinnen“
Die Zielgruppe(n) - Gespräche mit Kritikern - Erfolge in der letzten Zeit
Mit kurzen Kommentaren der Initiative Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg)

Das Ganze Werk (Nord), Kulturwellen im Nord-Süd-Profil - hr 2, 6. Mai 2007

Sternstunden des Hörfunks
Literaturland Hessen: Der Radiotag in hr 2
Mehr als 200 Veranstaltungen in 150 Dichterhäusern, literarischen Gesellschaften, Schulen, Bibliotheken und Archiven porträtierten am 6. Mai 2007 das Literaturland Hessen
Von Ludolf Baucke

Frankfurter Rundschau, 3. Mai 2007

Kritische Richterfragen
Verfassungsgericht verhandelt um Höhe der Rundfunkgebühren
Innerhalb der achtköpfigen Richterbank zeichnet sich ein Ringen um die Entscheidungsspielraum bei der Festsetzung der Rundfunkgebühren ab

Netzeitung, 23. April, 2007

Die Zukunft der Rundfunkgebühren ist heiß
Brüssel hat entschieden, Karlruhe fängt an zu verhandeln. Und die nächste Erhöhung muss vorbereitet werden.

Das Gebühren-Thema wird aus mehreren Gründen langsam wieder heiß.
Erstens haben die deutschen Öffentlich-Rechtlichen, wie die ARD seit gut einer Woche verbreiten lässt und wie nun ‚Welt Online‘ in Brüssel erfuhr, in einem Jahre lang schwelenden Streitfall gewonnen: Die EU-Kommission wird ihr Verfahren gegen die GEZ-Gebühren einstellen.
Zweitens wird es in Kürze in Karlsruhe ernst: Am 2. Mai verhandelt das Bundesverfassungsgericht über die Rundfunkgebühr. «Sehnsüchtig erwartet» werden: «ein Grundsatzurteil über die künftige Finanzierung - und damit auch den Stellenwert - von ARD, ZDF und Deutschlandradio» sowie Vorgaben, «wie das öffentlich-rechtliche System künftig auszusehen hat - und wer es kontrolliert» und darüber, ob die alte «gerätebezogene Rundfunkgebühr» in eine Medienabgabe oder eine Kopfpauschale umgewandelt werden soll.

Netzeitung, Altpapier vom Montag, mit vielen weiterführenden Links

Der Tagesspiegel, 17. April 2007

RBB-Intendanz: Merten, Griebner und Dagmar Reim
Intendantenwahl am 11. Mai 2007

Hamburger Abendblatt, 19. April, 2007

Wie misst man die Qualität des Fernsehens?
„Erfolg durch Qualität.“ - Symposium des Berliner Initiativkreis öffentlich-rechtlicher Rundfunk (BIKÖR) und des Rundfunkbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland
Zitat: „Der WDR setzt auf kleine Diskussionsrunden mit seinen Zuschauern. Die (...) setze man an, wenn bei einer Sendung die Quote sinke oder wenn man etwas Neues, noch nicht Dagewesenes versuche.“

Das GANZE Werk (Nord), Kulturwellen im Nord-Süd-Profil (SWR2, NDR Kultur), 6. April 2007

Sternstunden des Hörfunks
„Diplomatische“ Auftritte des Radio-Sinfonieorchesters Stuttgart des SWR im Vatikan und des NDR-Sinfonieorchesters in New York werden den Hörern ganz unterschiedlich präsentiert
Von Ludolf Baucke

Das GANZE Werk BB zu: rbb kulturradio, 26. - 28. März 2007, Aufruf Klassikbörse7

Nun auch noch Namensänderungen
Unkenntnis über den richtigen Namen der Frau von Daniel Barenboim
Im Anhang: Erklärungen zu Klassikbörse und Hörerstreit

Hamburger Abendblatt, 24. März 2007

Barbara Mirow, Leiterin von NDR Kultur, über ihr Programm
Mit „Wickerts Büchern“ in den Sonntag
Mirow: „Der Vormittag auf NDR Kultur beginnt mit ‚Am Morgen vorgelesen‘ (...). Die Sendereihe hat eine riesige Anhängerschaft. Wir sind selbst überrascht über die Zahlen: Über 100.000 Menschen hören täglich um 8.30 Uhr ‚Am Morgen vorgelesen‘. Auch im übrigen Programm gibt es viele Beiträge, die länger sind.“

Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg) zu: rbb-kulturradio, 12. März 2007, Moderation

Moderation und Satire
„Mein Vaterland“ („Má vlast“) von Antonin Dvořák? - Der RBB macht's möglich
Hört im Sender eigentlich niemand einem Moderator von kulturradio zu?
Originaltext beim rbb bis zum 3. Mai 2007
PS: Am 3. Mai 2007 wurde der Fehler schließlich korrigiert, jetzt steht dort als Komponist „Bedrich Smetana“, immerhin.

NDR Kultur, 9. März 2007

Galareise der klassischen Musik
Das Schleswig-Holstein Musik Festival auf dem Meer - Zwei Karten für die Reise werden von der Peter Deilmann Reederei zur Verfügung gestellt
„Die Spielregeln für die Verlosung sind einfach: Am Freitag, dem 9. März spielen wir auf NDR Kultur mehrmals die Ouvertüre ‚Meeresstille und glückliche Fahrt‘ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Sobald Sie diese Musik hören, können Sie sich über die Servicetelefonnummer (...) für den Gewinn der Reise bewerben.“
Unsere Beobachtung: Das ganze Tagesprogramm des Kultursenders war von diesem Sponsoren-Ereignis bestimmt, und ein Musikstück wurde mehrfach dafür missbraucht (um 10.10, 14.45 und 17.15 Uhr). „Heute, da lohnt es sich ganz besonders, NDR Kultur zu hören. Heute ist der große Tag, an dem Sie eine Galareise der klassischen Musik gewinnen können...“ (erste Moderation an diesem Tag zur Kreuzfahrt, 6.32 Uhr)

Kieler Nachrichten (nordClick/kn), 9. März 2007

„Droht auch kulturell die Klimakatastrophe? (...) NDR Kultur müht sich in puncto Musik tagsüber weiterhin, mehr Hörer durch weniger Niveau zu gewinnen.“
Hummel-Flug ins konzertante Glück
4. Mozart-Konzert des Vereins der Musikfreundein begeistert und lässt Kulturpessimismus vergessen

Media-Analyse Radio 2007 I (ARD, NDR, RBB, HAM, Tagespresse und DGW), 7./8. März 2007

Deutschlandweit
Auswertung: Tagesreichweiten der Kulturprogramme gleichen sich an
ARD-Werbung Sales & Service und Das GANZE Werk, 7. März 2007
NDR-Sendegebiet
• NDR 90,3 vor Radio Hamburg und NDR 2
Hamburg mit neuem Spitzenreiter
„Zu den großen Verlierern im Hamburger Stadtgebiet gehört NDR Kultur, das private Klassik Radio zieht in der Metropole vorbei. Davon will sich Wellenchefin Barbara Mirow nicht entmutigen lassen: ‚Wir sind das meistgehörte Klassik- und Kulturprogramm im ganzen Norden (...).‘“, Hamburger Abendblatt, 8. März 2007
NDR baut Spitzenposition im Norden weiter aus
NDR Kultur erreicht eine Tagesreichweite von 2,3 Prozent im Sendegebiet
NDR, 7. März 2007
• Auswertung für Hamburg
Klassik Radio versus NDR Kultur: Original des Seichten setzt sich durch
Liste der Marktanteile (MA 2007 I und MA 2006 II)
Liste der Tagesreichweite (MA 2007 I und MA 2006 II)
Ham-Online und Das GANZE Werk (Nord), 7. März 2007
RBB-Sendegebiet
Die Kleinen werden größer
Antenne bleibt in der Region vorne, Kulturradio und Deutschlandradio Kultur gewinnen
Der Tagesspiegel, 8. März 2007
Wachsender Erfolg für die RBB-Radioprogramme
Steigende Akzeptanz für Kulturradio und Inforadio
rbb, Presseinformation, 7. März 2007

NDR, 2. März 2007, Hamburger Abendblatt, 3. März 2007

• NDR Hörfunkdirektor - Wechsel in 2008
Joachim Knuth folgt auf Gernot Romann
Hamburger Abendblatt, 3. März 2007
Joachim Knuth ab 2008 neuer NDR Hörfunkdirektor
NDR, 2. März 2007

Dokument zur Kulturradio-Debatte, Das GANZE Werk, 4. März 2007

Dreizehn Thesen zur Renaissance der politischen Kultur
„Aus Weghörern müssen wieder Zuhörer werden. Nur so kann sich ein Kulturradio auch als Fels in der Brandung neuer digitaler Massenangebote behaupten“
Von Johannes Wendt, Berlin, 19. Februar 2007

Akademie der Künste Berlin, 19. Februar 2007, Das GANZE Werk, 4. März 2007

9. Akademie-Gespräch: Das Radio und die Kultur
Ausführliche Darstellung des Tagungsverlaufs
Der Weblog der Akademie der Künste, beim GANZEN Werk chronologisch dokumentiert
Von: Den Kulturauftrag ernst nehmen
Bis: K.O.-Schlag für deutsche Kultur in der dritten Runde?
Das Radio und die Kultur - Wider die audio-finger-food
Hauptreferat zum 9. Akademiegespräch
Von Johannes Wendt, Berlin, 19. Februar 2007
Klaus Staeck: Einführende Worte zum 9. Akademiegespräch
„Öffentlich-rechtlicher Rundfunk hat Kultur als Querschnittsaufgabe wahrzunehmen. Das gesamte Medium muss als Kulturinstrument verstanden werden.“
Akademie der Künste Berlin, Pressemitteilung, 28. Februar 2007

Der Tagesspiegel und Frankfurter Rundschau zum 9. Akademie-Gespräch, 21. Fenruar 2007

Suche im Dschungel
Das Radio und die Kultur - eine Berliner Akademietagung
Frankfurter Rundschau, 21. Februar 2007
Kultur, gut
Puristen vs Podcaster: Deutschlands anspruchsvolle Radio-Macher
streiten über die mediale Zukunft, Der Tagesspiegel, 21. Februar 2007

Akademie der Künste Berlin, 19. Februar 2007

9. Akademie-Gespräch: Das Radio und die Kultur
„Radio Adk“: Die Diskussion zum Nachhören
Dokumentation bei „blog.adk.de“, dem Weblog der Akademie der Künste
9. Akademie-Gespräch: Veranstaltungsankündigung

RBB Online, 2. und 22. Februar 2007: Neuer Rundfunkrat, neuer Programmausschuss

Hans Helmut Prinzler neuer Vorsitzender des RBB-Programmausschusses
Er wurde von der Akademie der Künste in den RBB-Rundfunkrat entsandt
Liste der Mitglieder des Programmausschusses
rbb online, Presseinformation 049/2007, 22. Februar 2007
RBB-Rundfunkrat wählt Dr. Ulrike Liedtke zur Vorsitzenden
Stellvertretender Vorsitzender wurde Suat Bakir, entsandt von der ausländischen Bevölkerung Berlins und Brandenburgs
Liste der Mitglieder des Rundfunkrats
rbb online, Presseinformation 033/2007, 2. Februar 2007

Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg) zu: rbb kulturradio, 1. Februar 2007, „Die CD der Woche“

• Moderation und Satire
Wahlverwandtschaften
Zur Verlosung einer vom „KulturKaufhaus“ Dussmann gesponserten CD wagt sich Musikchef Detig auf das Feld der Maler und Zeichner
„Die CD der Woche“
Eine gemeinsame Aktion des Senders rbb kulturradio und des „KulturKaufhauses“ Dussmann

Hamburger Abendblatt, 25. Januar 2007

NDR - Atempause im Rundfunkrat
Vorläufiger Rückschlag für Ministerpräsident Wulff
Das Gremium des NDR wird doch nicht verkleinert und entscheidet nun in alter Struktur über die Nachfolge von Jobst Plog

Hamburger Abendblatt, 30. Dezember 2006, NDR Kultur, 29. Dezember 2006, 6 - 19 Uhr

Trennung von Programm und Werbung
Raff will ARD schärfen
Raff plädiert für ein bundesweites Angebot im Bereich Wissen: ein „traditionelles Klassikprogramm und regional ausgeprägte Klassikwellen“ für jüngere Zuhörer

Deutscher Depeschendienst (ddp), 26. Dezember 2006, Das GANZE Werk, 27. Dezember 2006

Neuer ARD-Vorsitzender für bundesweites digitales Radio
Raff plädiert für bundesweite Angebote für Kinder oder im Bereich Wissen
Das GANZE Werk: Vorsicht Plog-Plan - ein „traditionelles Klassikprogramm und regional ausgeprägte Klassikwellen“ für jüngere Zuhörer

Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)/Das GANZE Werk, 20. Dezember 2006

„Bloß eine Etappe“
EU-Beihilfeverfahren: Neuer Rundfunkstaatsvertrag im Jahr 2008
Die Staatskanzleien der Länder prüfen als zuständige Rechtsaufsicht, ob die von den Rundfunkräten erteilten Aufgaben im Einklang mit dem Recht stehen
Mit weiteren Details zu den Verhandlungsergebnissen im Juli und Dezember 2006

SAT und Kabel, Der Tagesspiegel, PR Inside, 13. - 20. Dezember 2006

• EU will mehr Product Placement in Fernsehsendungen zulassen
Beck gegen deutschen Alleingang für Schleichwerbung im Fernsehen
PR Inside, 20. Dezember 2006
• EU-Parlament lässt bezahlte Produktplatzierung zu
„Sesamstraße“ bleibt tabu
Produktplatzierungen bei Sport und leichter Unterhaltung, in Filmen und Serien bei entsprechender Kennzeichnung - Der Tagesspiegel, 14. Dezember 2006
EU-Parlament setzt „Product Placement“ Grenzen - mehr Werbung
Generelles Verbot der Produkt-Platzierung, mit Ausnahmen nur für Filme, TV-Serien, Sport und leichte Unterhaltung - SAT und Kabel, 13. Dezember 2006

ARD, Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), Frankfurter Rundschau, 15. - 19. Dezember 2006

Vertrauen & Kontrolle
Länder legen Streit mit EU bei
Innerhalb der nächsten zwei Jahre, so haben es die Deutschen versprochen, soll der Rundfunkstaatsvertrag erneuert werden - Als Gegenleistung wird die EU-Behörde darauf verzichten, ein gegen die Sender gerichtetes Beihilfeverfahren fortzuführen
Frankfurter Rundschau, 19. Dezember 2006
Durchbruch im Rundfunkstreit
Der Streit zwischen Deutschland und der EU über die Verwendung der Rundfunkgebühren bei ARD und ZDF insbesondere im Online-Bereich ist beigelegt - Die Genehmigung für die betreffenden Aktivitäten obliegt den Rundfunkgremien
Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 15. Dezember 2006
ARD begrüßt Einigung im EU-Beihilfeverfahren
ARD-Vorsitzenden Dr. Thomas Gruber: „Entscheidend ist, dass die Entwicklungsmöglichkeiten und die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Bereich der mobilen Dienste und Telemedien dauerhaft gesichert sind. Das ist ein Erfolg für alle Bürger und die Demokratie.“ - ARD, 15. Dezember 2006

Süddeutsche Zeitung, 9. Dezember 2006, Das GANZE Werk (Nord), 10. Dezember 2006

Ein junges Rauschen
Tief in Bayern: BR-Neuheit überall – nur nicht auf UKW
Dazu der Abschlusskommentar der Redaktion Das GANZE Werk:
Ein wirkungsvoller Hörer-Akt
35.813 Unterschriften und ein beachtenswerter Prominentenaufruf

tageszeitung (taz), 9. Dezember 2006

„Analoge Beruhigungspille“
Der Bayerische Rundfunk kriegt ein Jugendradio - allerdings nur digital, damit kein anderer Sender wegfallen muss

Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 9. Dezember 2006

Alles beim alten
Bayern 4 bleibt, Jugendwelle digital - FAZ: „Der Radiostreit im BR ist noch nicht zu Ende“

Bayerischer Musikrat e.V., Das GANZE Werk (Nord), 7. Dezember 2006

Bericht von der BR-Rundfunkratsitzung
„Bayern 4 Klassik bleibt auf UKW, wie es war“
Bayerischer Musikrat: 35.813 Unterschriften - Jugendwelle des Bayerischen Rundfunks ab Sommer 2007 auf allen möglichen Übertragungswegen außer UKW
Über 35.000 Unterschriften für den Fortbestand von Bayern 4 Klassik auf UKW
Bayerischer Musikrat e.V., 7. Dezember 2006

KIZ (Kulturinformationszentrum)/nmz-red leipzig, 5. Dezember 2006

Bayern 4 Klassik versus Junge Welle
Am 7. Dezember 2006 wird der Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks über die künftigen Jugendangebote des BR beraten - Die Protestaktion des Bayerischen Musikrats, Bayern 4 Klassik für alle Hörer zu erhalten, erbrachte inzwischen 32.000 Unterschriften

Süddeutsche Zeitung, 2. Dezember 2006

Ein Netz aus Signalen
Nächste Woche prüft der Rundfunkrat die Zukunft der Jugendwelle des BR
Neu ist der Fokus aufs Fernsehen: In dem BR-Papier steht, der multimediale Ansatz solle „um fernsehtaugliche Flächen erweitert werden, die auf BR alpha zur Verfügung gestellt werden könnten“.

taz, Süddeutsche Zeitung, Bayer. Akademie der Schönen Künste, 22. November - 1. Dezember 2006

Bayern 4 Klassik und Junge Welle Bayern
Wir protestieren...
„Die Bayerische Akademie der Schönen Künste und der Bayerische Musikrat sind alarmiert über Pläne des Bayerischen Rundfunks, eine sog. Junge Welle zu Lasten der UKW-Frequenz des Programms Bayern 4 Klassik einzurichten.“

Unterschrieben von Pierre Boulez, Alfred Brendel, Moritz Eggert, Brigitte Fassbaender, Dietrich Fischer-Dieskau, Harald Genzmer, Hans Werner Henze, Wilhelm Killmayer, Edgar Krapp, Helmut Lachenmann, Siegfried Mauser, Wolfgang Rihm, Peter Ruzicka, Wolfgang Sawallisch, Dieter Schnebel, Karl Schumann, Christian Thielemann, Manfred Trojahn, Wolfgang Wagner und Jörg Widmann im Dezember 2006

• Interview mit BR-Intendant Prof. Thomas Gruber
„Am Puls der Zeit“: „Wir machen jetzt auf digitalem Weg jungen Menschen ein ... multimediales Angebot“ - „Die Junge Welle wird auch Platz im Fernsehen nutzen“
Süddeutsche Zeitung, 1. Dezember 2006 (Ausschnitt)
Wellenkampf in Bayern
Befürworter eines BR-Jugendradios auf UKW wollen die Senderentscheidung pro Klassik-Kanal nicht hinnehmen, tageszeitung (taz), 22. November 2006 (Original)

TIDE (Antenne 96,0/Kabel 95,45), 30. November 2006 (ganz), 2., 9. und 16. Dezember 2006 (3 Teile)

- Unter anderem: Wie kam es zur „strategischen Entscheidung“, zum strategischen Fehler, NDR 3/Radio 3 als Ganzes gegen Klassik Radio zu stellen? -
Kulturradio in Hamburg - O-Ton-Collage „Radiokultur in Hamburg“
Die Kulturwellen des NDR und die Vorgeschichte zu NDR Kultur
„Kultur im Radio: Das kann man lernen“, berichtete das „Kulturjournal“ der NDR Hamburg-Welle 90,3 nach der Uraufführung der O-Ton-Collage „Radiokultur in Hamburg“ im Abaton-Kino (9. April 2006). Das von Hans-Jürgen Krug geleitete „ambitionierte Projekt“ (90,3) fand 2005/ 2006 im Studiengang Medienkultur an der Universität Hamburg statt.
Die drei realisierten Sendungen über die Hamburger Radiokulturlandschaft wurden im April 2006 von TIDE urgesendet. Nach der großen Resonanz wiederholt TIDE Ende des Jahres alle Sendungen.
Radiokultur in Hamburg (3 Teile), 30. November 2006, 22.00 – 23.30 Uhr (90 Minuten)
• Hörfunk-Impressionen aus der Nachkriegszeit, 2. Dezember 2006, 14 Uhr
• Eine Reise durch die Hamburger Radiokultur der 1960er und 1970er Jahre, 9. Dezember 2006, 14 Uhr
• Ein Ausflug in die Hamburger Radiolandschaft der 1970er und 1980er Jahre, 16. Dezember 2006, 14 Uhr

Hamburger Abendblatt, 29. November 2006, und zwei Leserbriefe vom 5. und 15. Dezember 2006

NDR Hörfunk - Die Änderungen des Kultursenders in 50 Jahren
Für Hörer, die zuhören
1956 gehörte der NDR mit seinem dritten Programm zur Avantgarde – heute gibt's für die bewusst Zuhörenden nur noch wenig
Von Hans-Jürgen Krug
Dazu: Zwei Leserbriefe:
„Vieles hat sich geändert“ von Barbara Mirow, Leiterin NDR Kultur, 5. Dezember 2006
„Schneller Verdruss“ von Theodor Clostermann, Sprecher Das GANZE Werk (Nord), 15. Dezember 2006

Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 28. November 2006, Ausschnitt

Plog bleibt - Hörfunkdirektor Gernot Romann geht Ende 2007 in Ruhestand
FAZ: „Nun kann der NDR allein über Plogs Stellvertreter befinden, Plog wiederum kann in Ruhe einen Vorschlag für die Nachfolge des Hörfunkdirektors unterbreiten“

Jusos Bayern und ddp-bay/Kulturinformationszentrum (KIZ), 27. November 2006

Jusos Bayern für Junge Welle und gegen Bayern 4 Klassik, Dokumentation
Jusos machen Front gegen Bayern 4 Klassik
Es dürfe nicht darum gehen, lediglich die kulturellen Bedürfnisse eines schwindenden Teils der potenziellen Hörer zu befriedigen
ddp-bay/Kulturinformationszentrum (KIZ), 27. November 2006
Jusos Bayern für Junge Welle
„Der BR muss endlich jugendgerechte Struktur im Hörfunk entwickeln.“
„Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kann es nicht sein, sich auf einen verengten Kulturbegriff zurückzuziehen.“ - Jusos Bayern, 27. November 2006

Das GANZE Werk (Nord), 27. November 2006

Zwei interessante Interviews zur aktuellen Frage:
Bayern 4 Klassik und Junge Welle - Kann es einen tragfähigen Kompromiss geben?
• Die 1. Präsidentin des Bayerischen Jugendrings, Martina Kobriger:
Wir brauchen einen tragfähigen Kompromiss, der sicherstellt,
dass alle Zielgruppen gleichermaßen erreicht werden

• Der Präsident des Bayerischen Musikrats, Wilfried Hiller:
Eine Kombination von Bayern 2 und Bayern 4 Klassik wäre ein literarisch-musikalischer Kahlschlag
Bayern 4 Klassik kontra Jugendradio: Wäre tragfähiger Kompromiss eine Lösung?
Veröffentlichung der beiden Interwiews der Initiative für Radiokultur Das GANZE Werk (Nord) im Kulturinformationszentrum (KIZ), 27. November 2006

NDR Kultur, 24. November 2006, Matinee, Moderation um 11.47 Uhr

Sind werbende Tipps erlaubt, sobald „NDR Kultur“ draufsteht?
Kulturpartnerschaft als Trick zur Aushebelung des Rundfunkstaatsvertrags
Erneutes Beispiel: ein „Pro-Arte-Konzert“ in Hamburg
„Boris Berezovsky spielte das Prélude op. 40 Nr. 2 von Anatolij Ljadow. Boris Berezovsky, er gastiert am kommenden Dienstag zusammen mit dem Oslo Philharmonic Orchestra unter Jukka-Pekka Saraste in der Hamburger Laeiszhalle um 19 Uhr 30. Das Ganze im Rahmen der Pro-Arte-Konzertreihe, und NDR Kultur ist Kulturpartner dieser Veranstaltung. Es gibt noch Karten für dieses Konzert...“
Freigelegte „Kulturinformation“ und viele handwerkliche Fehler

Mittelbayerische Zeitung, Regensburg/Schwandorf, 23. November 2006

Aktion für den „Fortbestand von Bayern 4 Klassik auf UKW“
Schwandorferin unterstützt Unterschriftensammlung - BR-Hörfunkdirektor: Bayern 4 Klassik steht nicht zur Disposition

Bayerischer Jugendring u.a., Süddeutsche Zeitung, 22. November 2006

Dokumentation: Gründung der Initiative Junge Welle auf UKW beim BR
Ja zur Jungen Welle auf UKW! Aufruf des Bayerischen Jugendrings
Bayerischer Rundfunk letzte Rundfunkanstalt in Deutschland ohne eigene Junge Welle - BJR-Landesvorstand bekräftigt Forderung nach Jugendsender vom März 2006 - BJR-Präsidentin und Rundfunkrätin Martina Kobriger kritisiert vorschnelle BR-Entscheidung
Bayerischer Jugendring, 22. November 2006, Presse-Info
• Der Aufruf für die Junge Welle bei der Initiative Junge Welle auf UKW, beim Bayerischen Jugendring, bei der Initiative Zündfunk retten! und bei der Jungen Union Bayern
Freunde der geplanten Jungen Welle im BR starten eine Unterschriftenaktion
Petition des Bayerischen Jugendrings und der Initiative Zünfunk retten
Süddeutsche Zeitung, 22. November 2006

tageszeitung (taz), 22. November 2006/Das Ganze Werk, 25. November 2006

Junge Welle und Bayern 4 Klassik, „Wellenkampf in Bayern“ (taz)
„Jetzt artet die Diskussion in Bayern zu einem Kampf der Kulturen aus“ (taz)
BR-Rundfunkrätin Martina Kobriger vom Bayerischen Jugendring meldet sich zu Wort:
„Radio nur im Internet, das ist doch Unsinn...“, und: „Es ist uns nicht daran gelegen, die Interessen jüngerer und älterer Hörergruppen gegeneinander auszuspielen.“

Das GANZE Werk (Nord), 21. November 2006

Leitartikel zur Rundfunkratsitzung des Bayerischen Rundfunks am 7. Dezember 2006
Nach einem Doppelsalto doch noch in den sicheren Stand?
Oder noch eine halbe Rolle weiter mit einem Köpfer ins Chaos?
Die Entscheidung ist noch nicht gefallen
Die Taktik von Hörfunkdirektor Johannes Grotzky: Andere sollen es für ihn richten
Der Hörfunkdirektor nach der letzten Rundfunkratssitzung zur geplanten Jungen Welle:
„Wenn der Rundfunkrat eine Mehrheits-Empfehlung für UKW gibt, bin ich mir sicher, dass wir es machen.“

NDR Kultur, 21. November 2006, Klassisch in den Tag

Plötzlich verstummte die Musik auf NDR Kultur...
8.27 Uhr, zum Abschluss der Sendung „Klassisch in den Tag“ wird noch ein Satz aus der Sinfonie B-dur, Wq 182 Nr. 2, von Carl Philipp Emanuel Bach mit dem Kammerorchester „Carl Philipp Emanuel Bach“ unter der Leitung von Hartmut Haenchen in Marsch gesetzt. Wer gedanklich mitgeht, fühlt sich nach etwa 3 Minuten im musikalischen Nichts: Nach einer heftigen Passage der Sinfonie, die auf ein bestimmtes Zwischenziel hinsteuert, aber nach musikalischer Fortsetzung verlangt, ist auf einmal Sendestille. Kurz danach - Sendestille ist auf NDR Kultur nicht erlaubt - beginnen die Vorbereitungsgeräusche von „Am Morgen vorgelesen“: Jingle usw.
Was ist passiert? Die Sinfonie Wq 182 Nr. 2 ist durchkomponiert, alle drei Sätze gehen ineinander über, nur zwischen Satz 1 und Satz 2 gibt es eine kurze Generalpause, um die musikalische Spannung nach der oben beschriebenen Passage zu steigern.
Was macht NDR Kultur? Von dieser Sinfonie bringt der Sender ausschließlich diesen einen Satz, seit Januar 2006 zum 16. Mal. Die beiden anderen Sätze taugen für die zu sendende Einsätzigkeit wirklich nicht.
Sonst geschieht es schon während einer Sendung, heute geschieht es sogar als Rausschmeisser der ganzen Sendung: NDR Kultur hört spürbar mitten in einer Komposition auf, zerstört den musikalischen Zusammenhang, ohne Rücksicht auf Komponist, Interpreten und Hörer. Ist das Kultur?

Dokumente zur Zukunft von Bayern 4 Klassik, zusammengestellt am 17. und 18. November 2006

Lesen Sie Artikel
• zur Entstehung und zum bisherigen Verlauf des Konflikts Junge Welle gegen Bayern 4 Klassik auf UKW, der vom Bayerischen Rundfunk inszeniert wurde,
• zu den sich gegenüberstehenden Interessen
- Medienminister, Automobilindustrie und Bayerischer Jugendring einerseits sowie
- Kunstminister und Bayerischer Musikrat andererseits und
• zum Taktieren des BR-Hörfunkdirektors Grotzky.
Auf der Themenseite „Rettet Bayern 4 Klassik auf UKW“, auf der Übersichtsseite „Kultursender“ und auf der Seite „Presseschau“ stehen alle Artikel zu Bayern 4 Klassik in chronologischer Reihenfolge (mit unterschiedlichem Kontext).

BR-Hörfunkdirektor Grotzky: „Wenn der Rundfunkrat eine Mehrheits-Empfehlung für (eine Junge Welle auf) UKW gibt, bin ich mir sicher, dass wir es machen.“
jetzt.de, 23. Oktober 2006
„Münchner Erklärung“ zur beschleunigten Digitalisierung des Hörfunks
Politik, Rundfunk und Industrie verständigen sich auf gemeinsame Kraftanstrengungen
Bayerischer Medienminister, 19. Oktober 2006
BR-Rundfunkratsitzung: Doch noch Chance auf UKW-Jugendwelle
„(Es) geschah, was wohl niemand erwartet hatte“
Süddeutsche Zeitung, 14. Oktober 2006
HR-Hörfunkausschuss: Junge Welle gebrochen
Der Bayerische Rundfunk entscheidet sich gegen ein neues Jugendradio auf UKW
tageszeitung (taz), 12. Oktober 2006
Unterstützung der Pläne des Bayerischen Rundfunks für eine Junge Welle
Beschluss des 128. Hauptausschusses
Bayerischer Jugendring, 23. bis 25. März 2006
BR plant neue Jugendwelle
Hörfunkdirektor Grotzky: „Damit bekämen unsere Klassik-Hörer ihre Musik auch unterwegs in CD-Qualität und unsere jungen Hörer bräuchten keine neuen Geräte.“
Münchner Merkur, 27. Januar 2006
„Wir bräuchten eine eigene Jugendwelle im Radio“
„Es ist vorstellbar, dass wir Bayern 4 Klassik eines Tages (...) digital und flächendeckend in viel besserer Klangqualität (verbreiten)“, Interview mit dem BR-Intendanten, das die Diskussion zur Abschaffung von „Bayern 4 Klassik“ auf UKW und im Kabel eingeleitet hat
Rheinischer Merkur, 26. Januar 2006

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. November 2006

Purzelbaum: Darf Bayern 4 nun doch bleiben?
Johannes Grotzky: „Ob Bayern 4 Klassik auf UKW einer jungen Welle weichen könnte, dies ist eine partielle Diskussion, die ohne Auswirkung auf die Entscheidung der Geschäftsführung geblieben ist.“

DIE ZEIT, 16. November 2006

Abschieben ins Nirwana
Zitat zum Taktieren von Hörfunkdirektor Johannes Grotzky: Mit einer Entscheidung, die er zu fällen hätte, hält er sich vornehm zurück und schaut zu, wie sich die Interessengruppen gegenseitig beschädigen

Süddeutsche Zeitung, 16. November 2006

Bleibt Bayern 4 Klassik nun doch verschont?
„Hören statt protestieren“
„Von Seiten der Geschäftsführung des Bayerischen Rundfunks steht die Ausstrahlung von Bayern 4 Klassik auf UKW nicht zur Disposition.“
Radiochef Grotzky über Musikfreunde und Rundfunkräte
Ernstfall E-Musik
Bayern 4 Klassik bleibt auf UKW - Jugendwelle im Digitalen
Hörfunkdirektor Johannes Grotzky schließt im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung nun eine Verlegung von Bayern 4 ins Digitalradio aus.
Radiochef Grotzky: „Kampagne zur vermeintlichen Rettung von Bayern 4 Klassik“

Deutscher Musikrat, 16. November 2006

Resolution der Mitgliederversammlung
Bayern 4 Klassik muss weiterhin über UKW empfangbar bleiben
„Der Deutsche Musikrat appelliert an den Bayerischen Rundfunk, weiterhin seinem Bildungsauftrag gerecht zu bleiben und keine Hörerschichten auszugrenzen.“

Süddeutsche Zeitung, 11. November 2006

Anzeige zur Rettung von Bayern 4 Klassik auf UKW und im Kabel
Bayern 4 ist in Gefahr!
Hörerschwund - Minderheit - Aus!
Votieren Sie für den Erhalt von Bayern 4 Klassik!

Rettet Bayern 4 Klassik auf UKW und im Kabel, 10. bis 14. November 2006

Hinweis: Zu diesem Thema haben wir die neue Themenübersicht Rettet „Bayern 4 Klassik“ auf UKW und im Kabel eingerichtet
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung ruft öffentlich zur Unterstützung des Bayerischen Musikrats auf
„Der Fortbestand von Bayern 4 Klassik hängt am seidenen Faden“
Nach der Ablehnung des Plans im Hörfunkausschuss wurde er „kurz darauf in einer Sitzung des Rundfunkrats neu aus dem Hut gezaubert“
Anmerkungen zu dem Artikel „Hörersturz“ von Julia Spinola
Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 14. November 2006
Resolution der Delegiertenversammlung des Bayerischen Musikrates
Für eine noch völlig konturlose neue Welle ein erprobtes, auf gesunden Beinen stehendes Musik-Vollprogramm aufs Spiel zu setzen, kommt einem Schildbürgerstreich gleich
KIZ (Kulturinformationszentrum)/nmz-red leipzig, 14. November 2006
Zukunft von Bayern 4 Klassik
Kunstminister Thomas Goppel: Klassik und Jugend angemessenen Platz im Programm sichern
Eines der Ziele müsse sein, die Jugend an die Klassik heranzuführen
Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, 13. November 2006
Bayerischer Musikrat fordert energisch Erhalt von Bayern 4 Klassik
Die Delegierten des Bayerischen Musikrates beschlossen die dringende Empfehlung, den Klassiksender nicht weiter infrage zu stellen
Ungewöhnlich an der Meldung: Nennung der Lobbyisten für die Abschaffung des Kultursenders auf UKW und im Kabel
KIZ (Kulturinformationszentrum)/nmz-red leipzig, 11. November 2006

Frankfurter Rundschau, 10. November 2006

11. Mainzer MedienDisput, 8. und 9. November 2006
Abschied vom Sender
Die Machtfrage der Medien

Ein NDR-Kultur-Hörer, 7. November 2006

Nachtrag zu dem Bericht: Das Musikrätsel „Das Kenn ich doch“ auf Bayern2
Täglich etwa 80 Mal Rätselrunde bei NDR Kultur
Durch unterlassene Musikansagen gibt der Sender den Zuhörern bei mehr als 90% aller täglichen Häppchen Rätsel auf

NDR Kultur, 5. November 2006, „Cantate“

„Cantate“ am Sonntagmorgen: Ende einer moderationsfreien Oase
NDR Kultur-Hörer hatten bis vor einigen Monaten immer noch eine Musiksendung, auf die sie sich unvermindert freuen konnten, weil niemand ihnen anbot, sie „durch die Sendung zu begleiten“ (mit allen Unerträglichkeiten, die sich bei NDR Kultur hinter dieser Formel verbergen). Gemeint ist die traditonsreiche Sonntagmorgensendung „Cantate“.
Aber seit einigen Monaten ist es auch hier mit dem ungestörten Hören vorbei: Ein „Moderator“ versucht nun auch hier, uns über die Ansagen hinaus mit dummen Plattitüden die Musikwelt zu erklären, wohl damit wir bei der Bachkantate nicht wieder einschlummern. Und wenn er uns „Adieu“ sagt, so tut er es mit den salbungsvollen Worten: „(X.Y.) wünscht einen gesegneten Sonntag mit viel Licht von oben“ (am 5. November 2006).
Sein Wort in Gottes Ohr: „Licht von oben“, nämlich vom Sender der Nordlichter, wünschen wir uns alle seit 2004! Und zwar blitzartig.
Eine Stammhörerin aus Göttingen

In eigener Sache: Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg), 4. November 2006

Postkartenaktion gestartet:
„Mehr Radiokultur im RBB-Kulturradio!“

In einem freundschaftlichen Gespräch hat uns Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker seine Unterstützung gegeben und darum gebeten, über den Fortgang der Kampagne informiert zu werden.
Richard von Weizsäcker: „Die Jugend muss niveauvoll an die kulturelle Vielfalt in Gegenwart und Historie herangeführt werden. Auch das gehört zum Bildungsauftrag! Dies sollte der Maßstab für das RBB-Kulturradio sein! Daher unterstütze ich alle Bemühungen der Initiative Das GANZE Werk.“
Die Hälfte der Karte mit dem Bild des Altbundespräsidenten und mit seiner Aussage zur Kultur können die Teilnehmer behalten, mit der anderen Hälfte können sie der Initiative mitteilen:
„Ich erkläre mich mit den Zielen der Initiative Das GANZE Werk einverstanden und möchte ihr angehören.“
Beteiligen auch Sie sich an der Postkartenaktion.
Tragen Sie damit dazu bei, dass RBB-Kulturradio „ein fesselndes Tagesprogramm (wird), in dem sich das ganze reiche Kulturleben - gerade in Berlin - spiegelt“ - Hier kommen Sie direkt zur Pdf-Vorlage (326 kb).

RBB-Kulturradio, 3. November 2006, alle vier Klassik-Sendestrecken: Musikauswahl

Herzlichen Glückwunsch an das RBB Kulturradio - für seine Musikauswahl im Tagesprogramm...
Beispiel „Háry János“-Suite für Orchester von Zoltán Kodály: Das „Intermezzo“ (5. Satz) wurde zum Tagesschlager umfunktioniert

Reaktionen auf Pläne des Bayerischen Rundfunks, 18. Oktober - 3. November 2006

Die Farce im Funk
tz München, 3. November 2006
Jugend-Wahn
Leitartikel von Martin Hufner in der neuen musikzeitung (nmz), Nr. 11/2006
Musikrat sammelt Unterschriften für BR-Klassikkanal
„Dies wäre der Einstieg in die Abschaffung von Bayern4Klassik“
Bayerischer Musikrat e.V./ddp/nmz-kiz, 28. Oktober 2006
Originalseite des Bayerischen Musikrats zu „Bayern 4 Klassik“
Unterschriftensammlung zum Fortbestand von „Bayern 4 Klassik“ auf UKW
Bayerischen Musikrat, 19. Oktober 2006

Frankfurter Rundschau, 20. Oktober 2006

Nicht nur für den „Tatort“
Gespräch mit Hubertus Gersdorf über das Prinzip der Rundfunkgebühren und alternative Modelle - „Der Belastungsgrund liegt in der Gewährleistung eines überindividuellen Gemeinschaftsguts: also der Demokratie und der Kulturstaatlichkeit“

Das GANZE Werk (Nord) zur Moderation auf NDR Kultur, 5. Oktober 2006

Bericht, Analyse, Kommentar und Dokumentation: NDR Kultur, Matinee am 5. Oktober 2006, 9 bis 10 Uhr
Masur-Konzerte in Braunschweig und Hamburg
Offenes Themen-Placement für ein Konzert, eine ganze Stunde lang
Eigentlich müsste dieser Sender heißen: „NDR Kultur-Info“ (formale Bezeichnung)
Lesen Sie außerdem zu Ansagen und Berichten an diesem Morgen...
• Die Musikauswahl dient dem Programmtipp, 8.23 Uhr
Gefangenenchor aus Nabucco: Mittel zur NDR-Kultur-Eigenwerbung für das Abendprogramm
• Interview (2 Versionen gesendet) zur Caspar-David-Friedrich-Ausstellung in Hamburg
Zwei Manipulationen von NDR Kultur
- Dem Leiter der Hamburger Kunsthalle wird etwas Neues in den Munde gelegt
- Die Deutungen des Schaffens von Caspar David Friedrich widersprechen sich...
„Morgenstimmung“ (Dauer: 4 Minuten) aus der Peer-Gynt-Suite Nr. 1 von Edvard Grieg
Über diese Musik ist am Morgenhimmel die Sonne aufgegangen
Der Moderator redet ein Naturwunder für das NDR-Sendegebiet herbei

NDR Kultur, 6. Oktober 2006, 9.45 Uhr, „Kultur im Norden“ | laufend

Zwei mögliche Werbefälle:
1. für das Filmfest Hamburg, 2. für die „NDR Kultur Karte“
Verbotene Werbung im Programm von NDR Kultur?
Nach dem Rundfunkstaatsvertrag und dem NDR-Staatsvertrag sind solche Fälle unzulässig, meinen wir.
Außerdem: Übersichten der Partner von NDR Kultur für die „NDR Kultur Karte“ in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachen und Schleswig-Holstein (Quelle: NDR Media GmbH)

NDR Kultur, 4. bis 6. Oktober 2006, Moderation

NDR Kultur - kein Genuss: Zu viel Fehler
Kundige werden geschockt und andere verdummt
Richtigstellungen:
• Die Berliner Philharmonie ist nicht die „Schwangere Auster“
• Nicht Wilhelm Busch hat „den Comic erfunden“ (Mitte 19. Jh.), sondern spätestens der Schweizer Rodolphe Töpffer (1833)
• Joseph Haydn hat nicht „Trompetenkonzerte für die Ventiltrompete“ komponiert, sondern ein Konzert für die Klappentrompete
„In der Barockzeit haben die Trompeten“ nicht nur „wie Fanfaren geklungen“, sondern waren ab dem 8. Naturton aufwärts melodiefähig (barocke Trompetenkunst des Clarinospiels)
• Über dem NDR-Sendegebiet geht die Sonne nicht in 4 Minuten, sondern in 30 Ninuten auf
NDR Kultur hat einen Kultur- und Bildungsauftrag, etwas Anderes ist uns nichts bekannt.

NDR Kultur, 5. Oktober 2006, 6.40 bis 8.05 Uhr, Moderation und Berichte

Interview zur Caspar-David-Friedrich-Ausstellung in Hamburg
Zwei Manipulationen von NDR Kultur wegen der selbst auferlegten Zwänge
zu Wiederholung und Kürze von Berichten

Auch die Kurz- und Mini-Kulturberichterstattung treibt seltsame Blüten:
• Die beiden Teile: „sondern er will zeigen“ und „sondern er hat ja immer was verborgen“
werden zusammengeschnitten zu: „sondern er will immer was verborgen und dem Leiter der Hamburger Kunsthalle in den Munde gelegt...
• Die Deutungen des Schaffens von Caspar David Friedrich widersprechen sich in den beiden Berichten...

NDR Kultur, Montag bis Sonnabend, 7.50 bis 7.53 Uhr, Morgenandacht

Opfer des Formatradios bei NDR Kultur: die Morgenandacht
Es handelt sich täglich um eine Wiederholung der Sendung auf NDR Info um 5.55 Uhr. Dort erscheint die Morgenandacht unmittelbar vor den Nachrichten, und zwar in der von den jeweiligen Autoren gewählten Form: Zu einem dreiminütigen Wortbeitrag (mit einem durchlaufenden Wochenthema) gehört ein sich anschließendes zweiminütiges Musikstück, das die Textaussage ergänzt und das früher auch gewissenhaft in der Internet-Veröffentlichung stand.
Was der Info-Sender kann, bringt der Kultur-Sender nicht fertig: Der Text wird hier um 7.50 Uhr gesendet, aber ohne das dazugehörige Musikstück.
Die Moderatorenstimme übernimmt sofort die Absage, und bis zu den Nachrichten gibt es noch zweimal Bizet, Grieg, Rosetti oder Mozart plus einmal - moderiert - Eigenwerbung für „Aktuell“. Die Morgenandacht geht darin unter wie ein unvermeidliches Übel, aber sie zu streichen traut man sich offenbar nicht. (Zuschrift einer Hörerin aus Göttingen)

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. April 2006, neue musikzeitung (nmz) Nr. 10/06: Rezensionen

Die Erkenntnis der Studie von Nina Polaschegg: Populäre Klassik leiste nicht das, was ihr von ihren Initiatoren häufig zugeschrieben werde, nämlich in der Klassikrezeption noch ungeübte Hörer zur „traditionellen“ Klassik hinzuführen.
• Rezension: Wie man mit populärer Klassik tieferes Interesse für die klassische Musik weckt und neue Konsumwünsche befriedigt
Helmut Lotti und die Yellow Lounge – Sprungbrett zur Klassik?
neue musikzeitung (nmz) Nr. 10/06 (Oktober 2006)
• Im Anhang: Nina Polaschegg, Klappentext des Buches und Abstract zum Vortrag „Klassik für Millionen? Oder: Die Suche nach schwarzen Zahlen?“ (3. Oktober 2003)
• Rezension: Nina Polaschegg untersucht das Phänomen der populären Klassik
Hörerstruktur fürs Leichte (Ausschnitte)
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. April 2006
• Im Anhang: „Ausblick für weitere Forschungen“ aus dem Vortrag von Nina Polaschegg „Klassik für Millionen? Oder: Die Suche nach schwarzen Zahlen?“ (3. Oktober 2003)

NDR Kultur, 27. September 2006, 7.33 bis 7.40 Uhr, Musik + Moderation

NDR Kultur boulevardesque - NDR Kultur: „Und wir bleiben royal.“
Sogar „in einem (heute noch etwas) aktuellen deutschen Königshaus“

Vom ehemaligen Preußen ist keine Rede. Der Moderator: „Das Royal Philharmonic Orchestra unter Yehudi Menuhin mit dem Marsch C-dur aus ‚Pomp and Circumstance‘ von Edward Elgar. NDR Kultur um drei nach halb acht. Und wir bleiben royal. Nicht im englischen, auch nicht im norwegischen, oder dänischen Königshaus - darauf freut man sich ja, über den Babysegen, der ansteht -, sondern in einem nicht mehr ganz aktuellen deutschen Königshaus: Friedrich der Große. Das Allegro aus dem Flötenkonzert Nr. 4 D-dur.“ Nach dem Satz: „Richard Waage und das Kammerorchester des Berliner Sinfonie-Orchesters, das war das Allegro aus dem Flötenkonzert Nr. 4 D-dur von Friedrich II. um 20 vor 8.“
Wir verzichten auf weitere Bemerkungen, wollen aber wenigstens loben, dass es in der Musikauswahl von NDR Kultur endlich einmal einen roten Faden gab: immerhin für zwei Sätze.

Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 25. September 2006 (kleiner Ausschnitt)

Eine Alternative zur Kulturpolitik des NDR
Interview mit dem Intendanten des WDR, Fritz Pleitgen:
„Die Kultur ist ein Pfund, mit dem wir noch mehr wuchern müssen“
„Unser Hörfunk setzt da Maßstäbe, unser Fernsehen ist gut dabei“

NDR Kultur, 20. September 2006, 7.59 bis 8.00 Uhr, Musik + Moderation

Ein Kürze-Rekord und drei Fehlinformationen
Vorbereitete und vertuschte Verstümmelung eines Divertimento-Satzes von Joseph Haydn auf NDR Kultur (Dokumentation)
Das Formatradio treibt seltsame Blüten, um 18 freie Sekunden zu füllen
Statt mit den Nachrichten ein wenig früher zu beginnen, klicken die Programmmacher von NDR Kultur schnell noch ein Stückchen von 34 Sekunden aus der PC-Schublade „Kurze Stücke“ an. Der Moderator sagt dazu anschließend: „Das Consortium Classicum spielte den ersten Satz aus dem Divertimento Es-dur von Joseph Haydn.“ In Wirklichkeit waren es nur die Sekunden 110 bis 144 des dritten Satzes „Gavotte. Allegro“ des Divertimentos Hob II: Es 13. Lesen Sie in der ausführlichen Dokumentation, wie es zu dieser Manipulation gekommen ist und wie sie aufgedeckt wurde.

Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg), 10. September 2006: Gespräch mit dem RBB

Das GANZE Werk im Gespräch mit dem Leitungsteam von Kulturradio (5. 9. 2006)
Laut Kulturradio vom RBB ist eine Sendung tagsüber, die aus acht bunt gemischten Klassiksätzen, kurzen Wortbeiträgen, Teaser, Jingle, Eigenwerbung und Moderation besteht, schon eine „Komposition“
Erklärung von Hansjoachim Hölzel, 1. Sprecher der Initiative Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg)

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 10. September 2006

Ist die Krise der Klassik vorbei?
Es gibt jedenfalls Hoffnungszeichen: neue Stars, neue Konzepte - und eine neue Bescheidenheit
Artikel von Axel Brüggemann, vorgestellt von Dagmar von Kries und Theodor Clostermann
Der Autor Axel Brüggemann beschreibt in dem ersten Teil, dass die Klassik in Deutschland wieder auf größeres Interesse stößt. In dem zweiten Teil, der hauptsächlich die Praxis des Marktführers Universal darstellt, tauchen die Namen vieler Stars auf, die von NDR Kultur bevorzugt gesendet werden.

Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg), 8. September 2006: Sprecherrat und Sprecher

Die Initiative Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg) führte am 2. September 2006 eine Mitgliederversammlung durch. Es wurde ein Sprecherrat gewählt, der nach außen vertreten wird durch:
- Hansjoachim Hölzel, 1. Sprecher und
- Brigitte Grunert, 2. Sprecherin.

kulturradio vom rbb, 5. September 2006, „Gebührentag“

„Gebührentag“ = GEZ-Tag = Eigenwerbungstag von rbb kulturradio
Normalerweise versucht die GEZ mit teuren Agenten, neue Zahler aufzuspüren.
Der RBB ist da viel geschickter: Er macht einen GEZ-Tag und nutzt es als Eigenwerbung aus. Eine superbillige Tour. Er schaltet eine Extra-Service-Hotline, und Hörer melden sich angeblich freiwillig, weil das Programm so gut sei. Deshalb gibt es mal etwas Grieg (= ein Satz aus Holbergs Zeiten), so die blamable Begründung der Moderatorin, usw.
Es gab selbstverständlich Extraverlosungen, Höreranrufe, Durchsagen den ganzen Tag, fausdick, anbiedernd, lästig.
Ein Hörer aus Berlin schickte uns folgende kleine Kostprobe:
„Ich fühle mich um meine Rundfunkgebühren betrogen, wenn ich nur Häppchen angeboten bekomme.“ (Dr. W. XYZ, 5. September 2006, 13.05 Uhr, RBB-Kulturradio)
Die ARD darf die Gebühren erheben, um den Kultur- und Bildungsauftrag zu erfüllen. Mit Häppchen kommt die Kultur nicht auf den grünen Zweig.

NDR Kultur, 2. September 2006, „Klassik auf Wunsch“, 9 - 12 Uhr, Musik + Moderation

E-Mail- und Brief-Ausschnitt an die DGW-Redaktion (die Autorinnen sind Chormitglieder):
• ... man glaubt es kaum. Nicht genug mit der Zerstückelung ganzer Werke in Einzelsätze, nun ist sich NDR „Kultur“ nicht zu schade, Satzbrocken zu senden: Am Sonnabend kurz vor 10.00 Uhr spielte man als Erfüllung eines Hörerwunsches „das Lacrymosa“ aus dem Mozart-Requiem - allerdings nur die ersten acht Takte! Scheinbar traut man sich nicht, den Hörern ein so ernstes Stück in ganzer Länge anzubieten, wagt aber auch nicht, einen Hörerwunsch nach einem Stück des Jubilars abzuschlagen. Peinlich, peinlich...
• Übrigens brachte mich NDR (UN)KULTUR wieder auf den Siedepunkt. In der Sendung am Sonnabend von 9 - 12 wünschte sich ein Herr das „Lacrymosa“ aus Mozarts Requiem, da seine Frau es mit ihrem Chor zur Aufführung bringt. Es wurde nach wenigen Takten abgebrochen. Auch diese Sendung wird noch minimalistischer. Das mußte ich noch unbedingt mitteilen.
Wir wissen nicht, ob nur der fragmentarische Teil Mozarts als „das Lacrymosa“ gesendet werden sollte. Die Moderation gab hierauf keinen Hinweis.
Nicht genug damit. Hier eine Meldung eines Autofahrers (ohne Stoppuhr in der Hand, das ist zu gefährlich): Später...
... wünschte sich ein sehr junger Hörer Musik aus „Peter und der Wolf“ - von dem Anfang bekam er 1 ½ Minuten lang - na ja, vielleicht waren es auch 2 Minuten - etwas zu hören...
Kulturbanausen!

Das GANZE Werk zu NDR Kultur seit Anfang August 2006: Ein neuer „Claim“

• Eine Radiolüge? In jedem Fall eine Provokation
Die Werbung von NDR Kultur: „NDR Kultur - hören und genießen!“
Die Praxis von NDR Kultur: „NDR Kultur - stören und verdrießen“

12 Thesen zur Unglaubwürdigkeit des frisch gekürten „Claims“
• Wachablösung beim Werbespruch von NDR Kultur
Warum nun doch nicht mehr: „NDR Kultur - der Klassiker“?
3 Thesen zur Haltlosigkeit des verbrauchten „Claims“

rbb kulturradio, 15. August 2006, „Klassikbörse“, Meldung eines Hörers

Locker-leicht in Gute-Laune-Manier oder ahnungslos?
10.15 Uhr, Anmoderation zur Klassikbörse: Man könne wählen unter anderem zwischen einem Werk von Brahms und der „Mondscheinsonate“ von „Ludwig Beethoven“. Es folgt wie immer ein kurzes Anspiel der vorgeschlagenen Werke.
Vor der „Mondscheinsonate“ sagt der Moderator: „Und nun hörense mal diese Klänge!“
Nach dem Anspiel: „Da wird einem ja warm ums Herz!“
Locker-leicht in Gute-Laune-Manier oder ahnungslos?
Jedenfalls vor einer Hörerentscheidung parteilich.
Im weiteren Verlauf sagte der Moderator dann korrekt „Ludwig van Beethoven“.

Das GANZE Werk (Nord): Dienstag, 8. August 2006, 15 bis 17 Uhr

Kollektive Höraktion von Mitgliedern der Initiative Das GANZE Werk (Nord)
Aufnahme und Analyse der Kultursender Bayern 4 Klassik, hr2, NDR Kultur, SWR2 und WDR3
Zur Diskussion gestellt:
Radiokultur in Deutschland zweigeteilt?
Kulturwellen im Nord-Süd-Profil

Ausschnitt aus der Kurzfassung: „Ziel war es, aus dem Nord-Süd-Profil der ARD-Kulturwellen zu erfahren, inwiefern der den ARD-Anstalten obliegende Kultur- und Bildungsauftrag erfüllt werde.
Es erwies sich, dass alle Programme außer NDR Kultur den Nachmittag als Schwerpunktzeit verstehen und diesen Zeitraum für größere Zusammenhänge reservieren. Sie erkunden mit einfühlsam gestalteten Sendungen ein weites kulturelles Feld, verwechseln nicht die unterhaltsame Präsentation mit populistischen Manövern und garantieren so, dass unabhängig von der Alterszugehörigkeit sowohl kulturell einschlägig vorgebildete als auch neugierige Hörerschichten angesprochen werden.“

Gehen Sie hier direkt zur Broschüre, 16 Seiten (Langfassung mit 15 Moderationsbeispielen, Fazit und 5 Dokumentationen).

NDR Kultur, 8. August 2006, 15 bis 17 Uhr, „Klassisch unterwegs“, Musik + Moderation

„Bei uns kommt jetzt auch so ein Stück“, mal wieder...
Die zufällige Begegnung mit drei Sinfoniesätzen am 8. August 2006 nachmittags zeigt:
NDR Kultur geht lächerlich mit großen thematischen Sinfonien um, das Ein-Satz-Prinzip ist gescheitert
Beispiel: Aus Sinfonien von Mendelssohn Bartholdy, Berlioz und Brahms sendet NDR Kultur ständig jeweils nur einen Lieblingssatz
NDR Kultur erfindet einen „roten Faden“, der dem Sinn des ganzen Werks widerspricht:

Moderation von NDR Kultur: Es zieht sich ja wie ein roter Faden durch die Literatur- und Kunstgeschichte: Titel, in denen irgendjemand irgendwo ist, so wie „Orpheus in der Unterwelt“, „Die Italienerin in Algier“, „Ein Münch(e)ner in Hamburg“, „Hans im Glück“ und so weiter. Bei uns kommt jetzt auch so ein Stück. Das hat Hector Berlioz geschrieben, angeregt durch Lord Byrons Versepos „Die Pilgerfahrt des Kindes Harold“. Hier kommt das „Ständchen“ aus „Harold in Italien“. Hector Berlioz: »Ich kam auf den Gedanken, für das Orchester eine Reihe von Szenen zu schreiben, in denen die Solobratsche die Rolle einer mehr oder minder wichtigen Person spielen sollte, die durch das Ganze ihren eigenen Charakter bewahrt; ich wollte die Bratsche in den Mittelpunkt der poetischen Erinnerungen stellen, die ich von meinen Streifzügen in den Abruzzen behalten hatte, und aus ihr eine Art von melancholisch verträumter Persönlichkeit machen wie Byrons Childe Harold.«

Alternativen zu NDR Kultur (Sendung und Moderation): z.B. Bayern2Radio, 6. August 2006

Blick über den Zaun
Das Musikrätsel „Das Kenn ich doch“ von und mit Max Herbstmeier
Bei NDR Kultur zur Zeit undenkbar, bei Bayern2Radio 378 Mal gesendet
Ein Bericht von Rolf-Dieter Steinmann

„Am Morgen vorgelesen“ - Rezensionen zu Titeln der seichten Art (2004 bis 2006), 5. August 2006

Gegenüberstellung:
Rezensionen (Presse oder Leser) - Buchvorstellungen von NDR Kultur
Auf dieser Seite werden behandelt:
- Steinunn Sigurdardóttir, Die Liebe der Fische (Juli 2006)
- Martin Walser, Angstblüte (Juli 2006)
- Cecelia Ahern, P.S. Ich liebe Dich (April 2006)
- Margriet de Moor, Der Virtuose (Juli/August 2005)
- Colette, Chéri (Juli 2004)

„Am Morgen vorgelesen“ - Beobachtungen zur Werkauswahl 2004 bis 2006, 4. August 2006

Einleitende Zusammenfassung in unserer Dokumentation
• Die Auswahl der Werke verlagert sich immer mehr von klassischen Texten hin zu Texten mit dem Schwerpunkt 20. Jahrhundert
• Titel der seichteren Art gewinnen an Bedeutung
Zu: Dokumentation: Alle Titel von „Am Morgen vorgelesen“ seit Januar 2004 (Pdf)

„Am Morgen vorgelesen“ - Artikel einer Hörerin, 29. Juli 2006

„Am Morgen vorgelesen“ mit verflachter Literatur-Auswahl
„Neu“ wird mit „anspruchslos-unterhaltsam“, höchstens mit Anspruch auf „Seichtes“, verwechselt
Alarm zu einem Trend, den NDR Kultur seit 2004 praktiziert und seit dem Weggang von Hanjo Kesting im Januar 2006 intensiviert
Mit Links zu Rezensionen und NDR-Kultur-Buchvorstellungen der behandelten Titel

Das GANZE Werk, 28. Juli 2006

Nach-Schlag vom RBB
Das GANZE Werk darf die Maulkorb-Erklärung, die es innerhalb von zwei Tagen unterschreiben sollte, noch nicht einmal dokumentieren...
Wenn die Öffentlichkeit dieses skandalöse Papier nicht im Original und nicht in Gänze sehen darf, dann soll sie wenigstens diesen Vorgang erfahren

Erklärung des GANZEN Werks zu dem vom RBB gewollten Zitierverbot, 23. Juli 2006

Das GANZE Werk verpflichtet sich nicht gegenüber dem RBB, auf das Zitieren aus Beiträgen von rbb-kulturradio zu verzichten. Der Sender wollte mit einer dem GANZEN Werk vorgelegten „Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung“ das Grundrecht auf Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit (Artikel 5 Grundgesetz) erheblich einschränken - verbunden mit einem Diktat von nur zwei Tagen. In seiner grundsätzlichen Erklärung weist Das GANZE Werk das Ansinnen des RBB zurück, zum vierten Mal in zwölf Monaten eine öffentliche Diskussion durch einen juristischen Eingriff zu verhindern.
Der RBB ist „immer noch für Überraschungen gut“
In einem abschließenden Dokumentationsteil steht das Interview vom 29. Juni 2006 zu einer musikwissenschaftlichen Ausstellung in Berlin, das nach dem Willen des RBB entfernt werden sollte. Obwohl nach unserer Auffassung nicht notwendig, haben wir nicht relevante Passagen gekürzt oder umschrieben und relevante Passagen situativ erläutert. Dadurch wird jetzt noch deutlicher, wie sehr der Moderator während seiner Drei-Stunden-„Strecke“ mit dem musikwissenschaftlichen Anliegen seines Studiogastes Dr. Martin Elste überfordert war.

Hier kommen Sie direkt zu den einzelnen Schwerkunkten:
1.: Eine seltsame Antwort des RBB auf die Podiumsdiskussion
2.: „Schaden“ durch das Zitieren? Es geht um Verbesserungen des Programms.
3.: Die Tragweite der vom RBB dem GANZEN Werk vorgelegten „Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung“
4.: Urheberrechtsgesetz: der RBB hat keine „ausschließlichen Rechte“ an seinen Produkten
5.: Wie wichtig sind dem RBB die Grundrechte?
6.: Das GANZE Werk sollte seinen Verzicht in nur zwei Tagen erklären
7.: Das sog. Detig-Papier beweist: Das ganze Werk des Moderators war innerhalb des „Kontinuums“ seine „Strecke“ von drei Stunden
8.: Die vielfältigen Einzelaufgaben in dem „Kontinuum“ führen immer wieder zu Überforderungen des Moderators
9.: Dokumentation des umstrittenen Interviews am 29. Juni 2006
Bei der Stellungnahme werden auch verschiedene Dokumente zum Speichern und Drucken bereitgestellt.

Hörer-Analyse MA 2006 II, 18. Juli 2006

Während die Gesamtzahl aller Radiohörer und der Hörer aller ARD-Wellen zurückging (vor allem bei den Jugendlichen sowie bei allen „werberelevanten“ Hörern unter 50 Jahren), ist die Zahl der Hörer von Kultursendern (ARD, Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur sowie Klassik Radio) allgemein gestiegen. Dementsprechend hat auch NDR Kultur nach zwei verlustreichen Zahlenrunden in seinem Sendegebiet Hörer gewonnen. Von Montag bis Freitag wurden 235.000 tägliche Hörer ermittelt. Damit kommt NDR Kultur wieder auf den bisher höchsten Höreranteil von 2,0 % im März 2005. Einzelheiten zu den Hörerzahlen von NDR Kultur (BRD - NDR-Sendegebiet - NDR-Bundesländer, im Vergleich mit den Hörer-Analysen von März 2005 und März 2006) können Sie auf den Tabellen zur MA 2006 II (Pdf-Datei) nachlesen. - Lesen Sie außerdem:
- die offiziellen Hörerzahlen für Hamburg von HAM-Online (Hördauer, Hörer täglich)
- den Artikel des „Hamburger Abendblatts“ von heute zum Radiomarkt Hamburg (Zahlenbasis: Marktanteile, d.h. Hördauer, im Artikel von Montag bis Sonntag) und
- die offizielle Stellungnahme des NDR (mit den gleichen Auslassungen wie früher - Bundesgebiet oder NDR-Sendegebiet?, Montag bis Freitag oder Montag bis Sonntag?)
Die Hörerzahlen für NDR Kultur werten wir weiterhin nicht als Grad der Zustimmung zum nervigen Tages-Mischmasch-Programm aus kurzen Wortbeiträgen und beliebigen Klassik-Einzelsätzen. Denn Musikliebhaber in weiten Teilen Norddeutschlands haben zum Hören von - offiziell - werbefreier Klassik wegen der monopolartigen Ausbreitung des Senders nur die „Wahl“ für NDR Kultur, eine echte Qual. Wir sind der festen Überzeugung, dass ein abwechslungsreiches, an Qualität und am Kulturauftrag orientiertes Programm wesentlich mehr Menschen zum Zuhören einladen würde. Dafür haben wir Programmvorschläge vorgelegt. Bisher hat es der NDR strikt abgelehnt, darüber ein Gespräch zu führen (vgl. Absage zur Podiumsdiskussion am 8. Juni 2006 in Hamburg).

die tageszeitung (taz Nord), 17. Juli 2006

Bremen Aktuell: Wir stehen zum Öffentlich-Rechtlichen
Im Bürgerhaus Weserterrassen tagt die Initiative „Hörsturz“
„Wir tauschen uns aus: Wer hat was gehört, was war gut, was war schlecht. Wir wollen es unserem Sender nicht so leicht machen, dass wir nur meckern.“

Hamburger Abendblatt, 5. und 6. Juli 2006: Zwei Plog-Interviews

„Gremien stehen heute nicht mehr stramm“
Standpunkte: „Ich hatte noch nie eine rote Mehrheit“, sagt der NDR-Intendant
Interview: Jobst Plog über den Einfluß der Parteien auf den NDR und seine Zukunftspläne
„Wenn ich dazu beitragen kann, daß es eine vernünftige Nachfolgeregelung gibt, dann kann ich auch früher aufhören. (...) Aus heutiger Sicht hätte ich das (dpa) nicht mehr erklärt, weil es zu Spekulationen Anlaß gibt.“.
Hamburger Abendblatt, 6. Juli 2006
„Günther Jauch ist eine sichere Lösung“
Standpunkte: In der Premium League müssen auch Kompromisse sein
Intendant Jobst Plog über das Profil des NDR und die interne Diskussion über die Notwendigkeit eines Politikmagazins
„Man könnte nur als eine mögliche Entwicklungsideee gemeinschaftlich ein traditionelles Klassikprogramm machen und die regional ausgeprägten Klassikwellen noch stärker auf jüngere Zuhörer ausrichten“.
Hamburger Abendblatt, 5. Juli 2006

neuen musikzeitung Nr. 07-08/2006 (Doppelnummer Juli-August)

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk und sein Kulturauftrag
Die Legitimation liegt in der Qualität
Zum Kulturauftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
„Kultur ist kein Luxus für ökonomische Schönwetterzeiten, sondern Existenzsicherung einer Gesellschaft, die ihre Zukunft ernst nimmt. Dafür lohnt es sich zu kämpfen!“
Leitartikel von Gerhart Baum, Seite 1
Zukunft für das Land der Ideen
„Der Bildungs- und Kulturauftrag ist das Lebenselixier der öffentlich-rechtlichen Sender“
Kulturstaatsminister Bernd Neumann im Gespräch mit der neuen musikzeitung, Ausschnitt zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seinem Kulturauftrag
nmz-Magazin, Seite 3
Öffentlich-einsam
Die Rundfunkratsvorsitzende des rbb, Frau Ulrike Liedtke, hätte Werkzeuge in der Hand, um etwas zu bewegen
Cluster von Martin Hufner, Seite 10
Für qualifizierte Radioprogramme
„Das ganze Werk“ jetzt auch in Berlin und Brandenburg
Aus der Gründungsresolution: „Der Sender muss ein abwechslungsreiches, an Qualität und am Kulturauftrag orientiertes Programm bieten, das zum Zuhören einlädt“
nmz-Meldung, Seite 48

Frankfurter Rundschau, 1. Juli 2006

Radiokultur auch von der Straße
Der WDR feiert ein Kulturpartnerfest und will im Herbst das erste Kulturprogramm für junge Leute starten - „Öffentlich-rechtlicher Rundfunk und Kultur haben Zukunft“, prognostiziert Pleitgen gar nicht zeitgeistig, die Qualität werde „eine größere Rolle spielen als bisher“

Hamburger Abendblatt, 30. Juni 2006

Wiederwahl oder ein neuer Kandidat
NDR-Rundfunkrat: Vertrag des stellvertretenden Intendanten Ende Sommer 2007
Der Rundfunkratsvorsitzende Volker Müller aus Hannover schlug vor, eine Findungskommission aus Rundfunkrat und Verwaltungsrat für die Position einzurichten

29. Juni 2006, RBB Kultur - Kulturradio am Nachmittag, Moderation

„Curt Sachs: Berlin, Paris, New York. Wege der Musikwissenschaft.“
Studiogast: „Das Gesammelte systematisieren, klassifizieren und dann Präferenzen setzen“
Moderator: „Keine Ahnung“ - Warum macht der Moderator in seinem Interview ständig einen Bogen um die Themen Musikwissenschaft und „2000 Jahre Musikgeschichte auf zwölf Schellackplatten“?
Fachfremd? Und die 4-Minuten-Schere im Nacken...
Vor dem Interview steht jetzt die Erklärung des GANZEN Werks zu dem vom RBB geplanten Zitierverbot aus RBB-Sendungen sowie zu der Aufforderung des RBB, dieses Interview von unserer Homepage zu entfernen.

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 27. Juni 2006

Peinlicher Rückzug
Wird der Kulturauftrag des NDR damit erfüllt, dass er uns unterfordert?
Leserbrief zu dem Beitrag „Diskutiert wird nicht“ (NDR Kultur) vom 10. Juni 2006

Deutscher Musikrat - Musikinformationszentrum (miz), 26. Juni 2006

Initiative „Das ganze Werk“ in Berlin gegründet
Übernahme der Meldung des Deutschen Komponistenverbands (dkv) vom 23. Juni 2006

Korrespondenz mit dem GANZEN Werk, 26. Juni 2006

Zuschrift einer Hörerin aus der Region Hamburg
BERLIN FOLGT HAMBURG, titelt die FAZ am 24. Juni 2006. Hat es seit WIR SIND PAPST je eine schönere Schlagzeile gegeben?
Nun ja, die GANZE Menschheit ist sicherlich nicht dieser Meinung, Das GANZE Werk jedoch kann auf den Bruder stolz sein!
Herzliche Glückwünsche und Grüße

Berliner Zeitung, 26. Juni 2006

Werktreue - Gemeinsam gegen Häppchenklassik
Kultur- oder zumindest traditionsvernichtende Kräfte von überpersönlicher Dimension sind hier am Werk, die aus dem ökonomisch unsinnigen Vergraulen der Zuhörer irgendwann die ökonomisch höchst sinnige Konsequenz ziehen, das Kulturradio doch ganz abzuschaffen

Berlin, Initiative Neue Musik in den RBB, 26. Juni 2006

Bis zum 22. Juni 2006 haben 47 Institutionen o.ä. und 191 Einzelpersonen unterschrieben
Aufruf: Die Unterschriftensammlung „Neue Musik in den RBB“ geht weiter
Unterschreiben Sie den Offenen Brief, wenn Sie mit dem Programm des RBB Kulturradio und dem Stellenwert der Neuen Musik darin unzufrieden sind

Das GANZE Werk, 22./24. Juni 2006: In eigener Sache

Gründung der Initiative Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg)
Nach der Podiumsdiskussion am 22. Juni 2006 in der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin ist die Initiative Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg) planmäßig gegründet worden. Das dokumentieren öffentlich die Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) und eine Meldung und ein Interview im Tagesspiegel.
21 Gründungsmitglieder und weitere Unterstützer haben die Resolution als Grundlage für die Arbeit der Initiative beschlossen. Die neue Initiative hat einen Sprecherrat als Leitung eingerichtet. Dieser wird als nächstes das Treffen mit Dr. Matejka und eine Versammlung für alle Mitglieder vorbereiten.
Resolution: Der Sender muss ein abwechslungsreiches, an Qualität und am Kulturauftrag orientiertes Programm bieten, das zum Zuhören einlädt. Deshalb erwarten wir, dass
- kulturradio von Montag bis Freitag in der Zeit von 6 bis 18 Uhr mindestens vier Stunden lang einheitliche und zusammenhängende Musiksendungen bringt,
- Kulturberichte, Lesungen, Essays, Hörspiele und Feature eigenständige Sendungen sind.
Beitrittserklärung: Der Initiative kann angehören, wer der Resolution vom 22. Juni 2006 zustimmt und der Initiative seinen Namen mitteilt. Ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben, um Spenden wird gebeten.

epd medien Nr. 49, 24. Juni 2006

Kulturverantwortliche kritisieren RBB-Kulturradio
Gerhart R. Baum: Die Gebührenklage von ARD und ZDF in Karlsruhe (...) gebe Anlass, dem Gericht die Prüfung nahe zu legen, „ob die von ihm selbst aufgestellten Maßstäbe für den Kultur- und Bildungsauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks eingehalten werden“.
epd medien Nr. 49, 24. Juni 2006 - Von Günter Herkel

Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), 24. Juni 2006

Berlin folgt Hamburg
Protest gegen RBB-Kulturradio
Statt „Tagesbegleitprogramm“, worin Musik- und Wortbeiträge „zerschreddert“ werden, fordert „Das ganze Werk“ die Rückkehr zu Sendeformen, die ganze Werke zulassen und die Hörkompetenz des Publikums nicht unterfordern

Der Tagesspiegel, 24. Juni 2006

„Hier wird Musik geschreddert“
Ex-Innenminister Gerhart Baum kämpft für einen anderen Umgang mit Klassik im RBB Kulturradio
Interview mit Gerhart Baum: „Wir haben die „Initiative Das Ganze Werk“ für Berlin-Brandenburg gegründet.“
Falsche Hörgewohnheiten
Die Initiative fordert, dass die Mischung zwischen kurzen Musikstücken und Wortbeiträgen aufgegeben wird
Wilhelm Matejka, Chefredakteur des RBB-Kulturradios: „Ich habe die Initiative zu einem Gespräch eingeladen und freue mich auf das Kennenlernen.“

Deutscher Komponistenverband (dkv), 23. Juni 2006

Initiative „Das ganze Werk“ in Berlin gegründet
Ihr Vorbild findet die Initiative in Norddeutschland, wo engagierte Radio-Hörer unter dem Motto „Das ganze Werk“ bereits seit zwei Jahren für eine Qualifizierung des NDR-Kulturprogramms eintreten

RBB, Rundfunkrat, 22. Juni 2006

Kann man nur ja sagen
28. RBB-Rundfunkratssitzung in Berlin
Ausschnitte zur Gründung der Initiative Das GANZE Werk in Berlin und zur Qualität beim ARD-Kulturmagazin „ttt“

Berliner Morgenpost, 22. Juni 2006

Kulturnews - Für mehr Radiokultur im Kulturradio
Eine Podiumsdiskussion über das Kulturradio des RBB in der Hochschule für Musik (19.30 Uhr, Schloßplatz 7) soll heute zur Gründung der Initiative „Das ganze Werk“ führen. Der Kreis will damit ein Signal für ein hochwertigeres Radio-Kulturporgamm setzen.     BM

Gründungsausschuss der Initiative Das GANZE Werk (Berlin-Brandenburg), 17. Juni 2006

Podiumsdiskussion am 22. Juni 2006 in Berlin
rbb kulturradio - Wird der Kulturauftrag noch erfüllt? - Ein Streitgespräch

NEU: Jetzt mit
Liste der Podiumsgäste Podiumsteilnehmer sind unter anderem:
- Gerhart R. Baum, Rechtsanwalt, Bundesminister a.D.
- Prof. Dr. Hans Bäßler, Vizepräsident des Deutschen Musikrates
- Prof. Manfred Trojahn, Präsident des Deutschen Komponistenverbandes
Liste prominenter Unterstützer Die Berliner Initiative wird von bekannte Persönlichkeiten unterstützt, zu ihnen gehören:
- Prof. Dr. Dietrich Fischer-Dieskau
- Prof. Thomas Quasthoff
Informationen zum Verhalten des RBB

Das GANZE Werk, 15. Juni 2006, Erklärung in eigener Sache

Das GANZE Werk feiert zweiten Geburtstag
11. MainzerMedienDisput im November
Das GANZE Werk bei der Diskussionsrunde „Wellenbrecher
und Querfunker: Gebührenzahler gegen den Mainstream“

Der Sprecher der Initiative wurde von den Veranstaltern als Podiumsteilnehmer eingeladen. Das ist eine besondere deutschlandweite Anerkennung für das bisherige Wirken und das Konzept des GANZEN Werks
Nachbetrachtung zur Podiumsdiskussion am 8. Juni 2006 in Hamburg
„Wie die Chefs von NDR Kultur einen anregenden Abend verpassten“
Der NDR in Bedrängnis: Anfragen eines Bürgerschaftsabgeordneten an Herrn Plöger „sind abgewiegelt worden“ - Proteste gegen Absage

NDR Kultur, 13. Juni 2006, Moderation, 14.03 Uhr

„Kalte Dusche“
Moderation aus dem NDR Kultur Studio
Am Dienstag, 13. Juni, nach den 14 Uhr-Nachrichten kommt ein „herzlich willkommen aus der Hitze des NDR Kultur-Studios“, und fortgesetzt wird die Moderation mit den Worten „Lassen Sie sich überraschen von einer kalten Dusche mit Musik von Johann Christian Bach.“ Leider kann dazu der jüngste Bach-Sohn nicht befragt werden, doch Vater Johann Sebastian Bachs Kommentar findet sich in der weltlichen Kantate BWV 201. Dort, im Streit zwischen Phoebus und Pan, stimmt Mercurius eine Arie mit den Worten an „Aufgeblasne Hitze, aber wenig Grütze...“
Ein autofahrender Hörer aus dem Raum Uelzen
Anmerkung der Redaktion: Wahrlich eine Kalte Dusche für Kulturliebhaber. Ein Satz der Sinfonia concertante in G-dur für 2 Flöten, 2 Violinen, Violoncello und Orchester von Johann Christian Bach.

Das GANZE Werk, Erweiterte Pressemitteilung, 11. Juni 2006

Absage des NDR zur Podiumsdiskussion in Hamburg
2. Mai 2006: Eindeutige NDR-Zusage
30. Mai 2006, Programmausschuss des NDR:
„Diskussion über die Reform von NDR Kultur endgültig abgeschlossen.
31. Mai 2006, Michael Plöger:
„Für eine Diskussion Ihrer ‚Programmvorschläge' stehen weder Frau Mirow noch ich zur Verfügung.“

Nachdem der NDR einen juristischen Einspruch erhoben hatte, stellt der Text in seinem zweiten Teil konkret dar, wie nach unseren Erfahrungen und nach unserem Verständnis der Rückzug des NDR von der Podiumsdiskussion verlaufen ist.

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 10. Juni 2006

Was bei NDR Kultur geschieht und nicht geschieht,
interessiert mittlerweile republikweit

Diskutiert wird nicht
Wie die Chefs von NDR Kultur einen anregenden Abend verpassten
Der Programmausschuss des Senders betrachtet die Diskussion über die Reform als „endgültig abgeschlossen“, doch eine Überprüfung der Programme ist im Rundfunkstaatsvertrag festgelegt - für den NDR ist es Anfang Juli in Hannover so weit.
Gerhart Baum fasst zusammen: „Ein Motiv für die Reform ist wohl: Alles muss gefallen. Aber es gefällt ja gar nicht!“ - Von Volker Hagedorn

Hamburger Abendblatt, 10. Juni 2006

NDR Kultur: Quote mit „Häppchen ohne Niveau“?
Die geladenen Vertreter des NDR, Barbara Mirow und Michael Plöger, lehnten es ab, über die vom „Ganzen Werk“ entwickelten Programmvorschläge zu diskutieren
Die Diskutanten waren sich einig: „Der NDR ist dabei, das Kulturradio kulturlos zu machen“ (Geißler)
Mit einem anschließenden Kommentar:
Mit dem Hinweis auf das „Hamburger Radio 3-Loch“ entstellt der NDR die tatsächliche Entwicklung
Die Hörerzahlen von NDR Kultur in Hamburg und im ganzen NDR-Sendegebiet zwischen 2002 und 2006 und im letzten Jahr

KIZ - Das KulturinformationsZentrum, 9. Juni 2006

Der NDR kneift feige - das GANZE WERK wächst weiter
Kompetente Veranstaltung zu den Kernaufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

die tageszeitung (taz), 9. Juni 2006

NDR verprellt Das GANZE Werk
Über Gründe und Kommunikation des Rückzugs herrschen Uneinigkeit
NDR: Wenn man über die Alternativ-Programmvorschläge des Ganzen Werks diskutiere, sei keine offene Diskussion über die Erfüllung des Kulturauftrags geplant
Das GANZE Werk: Die Alternativ-Programmvorschläge lagen dem NDR schon lange vor. Das Diktum des Programmausschusses ist nicht hinzunehmen, dass die Diskussion über die Reform von NDR Kultur „abgeschlossen“ sei.

Das GANZE Werk, 8. Juni 2006

Eine Veranstaltung der Initiative das GANZE Werk in Norddeutschland
NDR Kultur - Wird der Kulturauftrag noch erfüllt? - Ein Streitgespräch Podiumsdiskussion mit
Gerhart R. Baum, Rechtsanwalt, Bundesminister a.D.
Theo Geißler, Herausgeber der „neuen musikzeitung“
Jürgen Kesting, Freier Autor „FAZ“, „Stern“, „Die Woche“, ARD
Juliane Klein, Komponistin, Förderungspreisträgerin des „Kunstpreises Berlin 2006“
Barbara Mirow, Programmbereichsleiterin NDR Kultur
Michael Plöger, Leiter des Bereichs Zentrale Programmaufgaben der Programmdirektion Hörfunk des NDR und
Theodor Clostermann, Sprecher der Initiative Das GANZE Werk,
Moderation: Farid Müller, Medien- und Verfassungsexperte der GAL.
Donnerstag, 8. Juni 2006, um 19.30 Uhr in der Freien Akademie der Künste Hamburg, Klosterwall 23, 20095 Hamburg, Eintritt: € 4,00
Diskussionsgrundlage: Programmvorschläge - Sendeplan von 9 bis 18 Uhr mit den Erläuterungen: „Ideensammlung für ein NDR-Kulturprogramm“

DIE WELT, 8. Juni 2006

Zwei Meldungen zur Podiumsdiskussion in Hamburg
Hamburg am Donnerstag, Gespräch: NDR Kultur – Wird der Kulturauftrag noch erfüllt?
Namen und Nachrichten, Diskussion über Kulturverfall im NDR Radio
Die Initiative „Das ganze Werk“ lädt für heute abend um 19.30 Uhr zu einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „NDR Kultur – wird der Kulturauftrag noch erfüllt? Ein Streitgespräch.“

die tageszeitung (taz), 8. Juni 2006

Mehr Hochkultur, bitte!
„Das Ganze Werk“ reitet gegen die Windmühlen öffentlich-rechtlicher Programmgestaltung an
Podiumsdiskussion um 19.30 Uhr in der Freien Akademie der Künste Hamburg

NDR Kultur, 6. Juni 2006, Moderation, 15 Uhr

Kettenreaktion nach Pfingsten
NDR Kultur enttarnte Komponisten
Es muss wohl das Pfingstfest nachgewirkt haben, als am Dienstag, 6. Juni, ein Geist den Moderator beflügelte, inspirierte, wenn nicht gar verzauberte. Denn einmal beim Sinnieren über den Charme angelangt, wurde der im 18. Jahrhundert zwischen Venedig und St. Petersburg wirkende und außerordentlich geschätzte Komponist Baldassare Galuppi als „Charmeur“ charakterisiert. In einer Art Kettenreaktion wurden anschließend vorangekündigte Komponisten als „Charmeure“ enttarnt - Joseph Haydn, Johann Sebastian Bach und als letzter „Charmeur“: Peter Tschaikowsky.
Da müssen selbst studierte Musiker umdenken. Oder sollten sie zusammen mit hauseigenen Gebildeten die NDR-Qualitätskommission bitten, diesen wuchernden Moderationsstil zu entzaubern oder besser noch ganz abzustellen?
Ein Hörerpaar zwischen Celle und Hannover

NDR, „wir im NDR“, April 2006, und Das GANZE Werk, 5. Juni 2006

Hörerzahlen von NDR Kultur nach der Media-Analyse 2006 I (März 2006)
Stellungnahme von Gernot Roman, Programmdirektor Hörfunk des NDR
„Der hauchdünne Rückgang ist mit einem differenzierten Blick auf die (...) Altersgruppen ohne Bedeutung“
Mit einer Ergänzung des GANZEN Werks: Fehlende Fakten

Korrespondenz mit dem NDR, 1. Juni 2006

Brief von Prof. v. Mühlendahl, Georgsmarienhütte/Osnabrück, an die Intendanz
„Seit der grundsätzlichen Änderung beim NDR haben Qualität und Attraktivität des Programms von NDR Kultur so erheblich nachgelassen, dass ich Ihre Aussendungen kaum noch jemals einschalte, und dann zumeist nur kurz und bald verärgert weiterschalte, da die Musiksendungen in ihren Kommentaren und in ihrer Stückelung unerträglich oberflächlich sind.“
„Mir tun diejenigen an Kultur interessierten Hörer leid, die wegen ihres Wohnortes für das Radiohören ganz auf NDR Kultur angewiesen sind. Ich selbst habe ja glücklicherweise in meinem Wohnbereich mit dem WDR 3 eine sehr gute, attraktive Alternative.“

Braunschweiger Zeitung (newsclick.de), 1. Juni 2006

Kein Vokal ist ihm egal
Ein Gespräch mit dem Gesangskritiker Jürgen Kesting
„Kesting ist der führende deutsche Gesangskritiker. Kennerschaft, Leidenschaft, zuweilen eine angriffslustige Strenge zeichnen ihn aus. Die Entsorgung seiner Sendung auf NDR-Kultur ärgert ihn.“
Jürgen Kesting ist Gast unserer Podiumsdiskussion am 8. Juni 2006 in Hamburg

neue musikzeitung (nmz) Nr. 06/06

Selbstamputation von NDR Kultur geht weiter
Jürgen Kestings „Große Stimmen“ abgesetzt
Eine Sendereihe, die das Hören schulte und für viele Menschen das Tor zum Lebenselixier Oper weit aufgestoßen hat
Mit der Affäre um die „Großen Stimmen“ ist sowohl in puncto der Manieren als auch was die Programmreform betrifft eine neue Eskalationsstufe bei der Vulgarisierungskampagne der Kulturwelle erreicht. Nachdem das Tagesrepertoire weitgehend auf das Niveau eines Nebenbeiprogramms unter Ausschaltung der denkenden Aktivität der Hörer abgesenkt wurde, gerät jetzt der Abend ins Visier. Mittlerweile scheint man beim NDR den intellektuellen Level der Hörer so gering einzuschätzen, dass man ihnen Kestings beherzte Expertisen nicht mehr zumuten mag.

INSIGHT, Markt & Management für Journalisten, Juni 2006

RADIO-SPECIAL - Hört die Signale!
Artikel Nr. 1: Zwischen Qualität und Quote
Deutschland krankt an akustischer Einheitsbeschallung – die Mainstream-Sender im Radio ähneln einander oft bis zur Unkenntlichkeit. Doch ein Umdenken hat begonnen.
Von Christoph Mulitze

Gerhart Baum, 28. März 2006, RBB, 12. April 2006, Das GANZE Werk, 25. Mai 2006

RBB-Intendantin Dagmar Reim antwortet auf den Offenen Brief von Gerhart Baum
„Weitere Argumentationen in der Sache (sind) sinnlos, weil Sie Vorurteile an die Stelle von Urteilen setzen und Ihre Meinung nicht von Fakten stören lassen“
Anfrage und Anklage: Offener Brief an die Intendantin des RBB
Aufruf zur Stärkung des Kulturauftrags des öffentlich-rechtlichen Hörfunks - Karlsruhe und Brüssel müssen eingeschaltet werden, Gerhart Baum, 28. März 2006
Die Antwort: Brief von RBB-Intendantin Dagmar Reim an Gerhart Baum
Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), 12. April 2006
Die Überprüfung: Die vier Punkte von Frau Reim
„Fakten“? Glanzlichter und ganz andere Tatsachen
Fakten und Anmerkungen von Theodor Clostermann, 25. Mai 2006
Der Kommentar: Bekannte Argumentationsmuster
„Rosinenpickerei und Eigenlob - aber keine grundsätzlichen ‚Fakten‘“
Kommentar in der Form eines Zwiegesprächs von Theodor Clostermann, 25. Mai 2006
Die Dokumentation: Alles auf einer Seite
Der Offene Brief von Gerhart Baum, die Antwort der Intendantin und die Überprüfung ihrer vier „Fakten“ nebeneinander, abschließend der Kommentar
28. März, 12. April und 25. Mai 2006

NDR Kultur, 25. Mai 2006

Vater und Mutter - Kalauer und Werbung
Am Donnerstag, 25.5.2006, um ca. 6.10 Uhr „wurde sinngemäß gesagt: Heute ist ein Feiertag, der Himmelfahrtstag, von manchen in den letzten Jahren auch als Vatertag bezeichnet. Trotzdem spricht wohl nichts dagegen, wenn wir jetzt ein Stück hören, gespielt von Anne-Sophie Mutter., so die Meldung eines Hörers. Es folgte ein Satz aus einem Violinkonzert von Mozart.
Was sind schon die Musiklisten von NDR Kultur wert? Angekündigt war: „Wolfgang Amadeus Mozart: 1. Satz aus dem Violinkonzert D-dur KV 218 / Maxim Vengerov, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunk, Ltg.: Lorin Maazel“.
Und nun am Vatertag doch: Mutter. Wer hat angeordnet, dass die Vengerow-Aufnahme durch die Mutter-Einspielung ersetzt wird, die recht neu auf dem Markt ist? (Schauen Sie sich dazu unseren Artikel „NDR Kultur im Dienste von Platten-Profis?“ an.)
Und warum? Um den vordergründigen Vater-Mutter-Kalauer anzubringen oder um die neue CD-Einspielung zu bewerben?
Wir tippen auf beides: Einmalig, ausdrucksstark, unvergesslich... Ein werbender Trick. Und ein tief(sinnig)er Kulturfall.

Deutschlandfunk, 24. Mai 2006, „Hintergrund Politik“

Wenn Quote wichtiger wird als Qualität
Programm-Politik im Fernsehen: Der Siegeszug des so genannten Unterschichten-TV
Ausführlicher und interessanter Überblick zum Fernsehen in Deutschland
Unter anderem: Volker Herres, NDR Programmdirektor Fernsehen, zur Kritik von Jürgen Bertram

Das GANZE Werk, 29. April 2006

Podiumsdiskussion am 8. Juni 2006 in Hamburg
Dazu neu beim GANZEN Werk:

Programmvorschläge - Sendeplan von 9 bis 18 Uhr
Ein abwechslungsreiches Programm, das zum Zuhören einlädt - wir erwarten dies für mindestens 4 Stunden, es kann auch länger sein...
Ideensammlung für ein öffentlich-rechtliches NDR-Kulturprogramm
Erläuterungen zum vorgeschlagenen Sendeplan von 9 bis 18 Uhr
Längst hat die Jagd nach der Quote die Qualität gefressen
Leitartikel zu der geplanten Podiumsdiskussion in Hamburg

Wiesbadener Tageblatt, 28. April 2006

„Mattscheibe“ - vom Ende der Fernsehkultur
Frankfurter Schirn: „Medienpolitischer Diskurs“ der Naumann-Stiftung mit dem Journalisten Jürgen Bertram - Kritik: Das zum „elektronischen Goldenen Blatt“ geronnene Programm

Radio TIDE Hamburg, 1. bis 18. April 2006, und Abaton-Kino, 9. April 2006

Der besondere Radio-Tipp: „Kulturradio in Hamburg“ im Campus-Radio

Mitte der 1950er Jahre entdeckt man in Deutschland, dass der „kluge Mann und das Radio“ eigentlich zusammengehören und ein eigenes Hörfunkprogramm bräuchten. 1956 startete der Norddeutscher Rundfunk (NDR) als erster bundesdeutscher Sender mit einem „Dritten Programm“, das zunächst nur der Hochkultur und dem Abend vorbehalten war.

In der O-Ton-Collage „Kulturradio in Hamburg“ berichten Christoph Sass, Simon Schorneck und Katja Timmann von der Nachkriegszeit bis zu den 1980er Jahren. Es erzählen – exklusiv für das Projekt – unter anderem der ehemalige NDR-Hörfunkdirektor Wolfgang Jäger und der langjährige NDR Kultur-Chef Wolfgang Knauer.
Lesen Sie hier das ganze Programm.
Teil 1 am 1. April, Teil 2 am 8. April und Teil 3 am 15. April, jeweils um 14 Uhr
Alle drei Folgen - am Stück - am 18. April
Die gesamte O-Ton-Collage öffentlich: am 9. April um 11 Uhr im Abaton-Kino

Frequenzen von Radio TIDE Hamburg: auf UKW 96,0 MHz - im Kabel 95,45 MHz

NDR Kultur, 16. April 2006, Moderation: Ein Superst aller Zeiten

Ein Hörer meldet uns von seiner Autofahrt nach Hannover, dass Philipp Cavert um 17.55 Uhr auf eine nachfolgende Sendung mit folgenden Worten hinwies:
„Eine der außergewöhnlichsten Musikerkarrieren aller Zeiten:“ ???
Rätsel: Wer ist ??? Wer fällt Ihnen dazu ein?
Die Auflösung steht am Ende unserer aktuellen und beispielhaften Diagnose der Superlativ-Grippe auf NDR Kultur. Außerdem ein Zitat von Michael Gielen, „das Gehirn (zu) bemühen“.
Kommentar des Autofahrers: „Es wird allerhöchste Zeit, dass ein Impfstoff gegen die im Hamburger Funkhaus grassierende Superlativ-Grippe entwickelt wird.“

Neue Osnabrücker Zeitung, 6. April 2006, NDR Kultur, 16. April 2006

• Das Literarische Caféhaus in Osnabrück
„Für dich, du heile Welt. Liedermacher zwischen allen Fronten“
Für Vielfalt in der Kultur
Warum werden ihre Lieder kaum mehr im Radio gespielt?
• Ankündigung des Mitschnitts auf NDR Kultur, Ostersonntag, 16. April 2006

NDR Kultur, 13. und 14. April 2006, mehrfach

Die Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach
Die „große Passion“ (Anna Magdalena Bach, um 1750)
„Eines der außergewöhnlichsten und monumentalsten Werke der Musikgeschichte“ (NDR Kultur)
Beispielhafte Diagnose der Superlativ-Grippe
Liebe Programmtipp-Macherin (oder lieber Programmtipp-Macher):
Wozu diese unglaubwürdige Sprache?
Eiffelturm - aufgebläht, Eiffelturm - monumentalst?

Frankfurter Rundschau, 11. April 2006

Erfahrungen mit der Musikrotation bzw. Musikuhr im Radio
Wenn das Radio durchdreht
An der Rotation im Hörfunk scheiden sich die Geister: Fans wollen neue Musik, Macher wirtschaftlich überleben

NDR Kultur, 9. April 2006, Moderation

Und Egmont tritt herein, im Prachtgewande, glänzend steht er da. - So brecht, so reisst den Wall der Tyrannei zusammen!
aus: Goethe, „Egmont“
Ulrich Kühn lobt Beethovens Schauspielmusik zu Goethes „Egmont“ über alles
Doch leider sendet NDR Kultur tagsüber nur die Ouvertüre, in 2 Jahren: 21 x.

NDR Kultur, 6. April 2006, Moderation

Stilblüte mit dem Superlativ
Durchbricht der Moderator die Grenzen der deutschen Sprache?
Moderation: Schuberts Sinfonien Nr. 1 bis 4 für „ein gigantisches Orchester“
Ist dann die Besetzung der Symphonie fantastique „super-gigantisch“, von Mahlers 9. Sinfonie „hyper-gigantisch“?

Hamburger Abendblatt, 4. April 2006

NDR Kultur hat „Große Stimmen“ abgesetzt
Wellenchefin Barbara Mirow: In 52 mal zwölf Sendungen habe Kesting viele große Stimmen vorgestellt, da gehe jetzt langsam der Stoff aus.

NDR Kultur, 4. April 2006, Moderation

Doppelter Widerspruch
Der Moderator erzählt von Clara Schumanns „Durchspielen“ einer ganzen Sinfonie, NDR Kultur bringt aber nur einen Satz
Der Moderator liest ein Zitat zu der einen Sinfonie vor, der Sender spielt aber Musik von der anderen Sinfonie
Im Anhang: Erfahrungen mit dem neuen telefonischen Schutzwall von NDR Kultur

epd medien, Bavaria Film, DIE WELT, 1., 29. und 31. März 2006

ARD-Schleichwerbeskandal: Stillschweigen vereinbart
Insider gehen davon aus, daß Kleine seine Behauptungen über Anweisungen von ARD-Programmdirektor Günter Struve vor Gericht hätte belegen können - DIE WELT, 31. März 2006
Bavaria Film GmbH und Prof. Thilo Kleine einigen sich im Mediationsverfahren
Es ist gelungen, beide Parteien in Anbetracht bestehender Prozessrisiken dazu zu veranlassen, von der einseitigen Durchsetzung der jeweils vertretenen Rechtspositionen Abstand zu nehmen - Bavaria Film GmbH München, 29. März 2006
Interview mit dem neuen Bavaria-Geschäftsführer Matthias Esche
Er macht in Hamburg bei der Polyphon den Weg frei für Hubertus Meyer-Burckhardt
Alle haben die Lektion begriffen, es wurde Buße getan. Aber nun soll es auch gut sein, es soll einen Aufbruch geben.
externer Link zu einem umfangreichen Interview - epd medien, 1. März 2006

Gerhart Baum, 28. März 2006, Erstveröffentlichung beim GANZEN Werk

Offener Brief an die Intendantin des RBB
Aufruf zur Stärkung des Kulturauftrags des öffentlich-rechtlichen Hörfunks - Karlsruhe und Brüssel müssen eingeschaltet werden
Wenn die Sender auf Rechten bestehen - und ich kann durchaus nachvollziehen, dass sie sich an Karlsruhe wenden - müssen sie auch ihre Pflichten erfüllen.

Der Tagesspiegel, 25. März 2006

Die Zukunft der Öffentlich-Rechtlichen
Ihr zahlt! Wir senden
Das öffentlich-rechtliche Modell taugt nicht länger: ARD und ZDF müssen sich konzentrieren
Von Bernd Gäbler. Zitat: Allein durch die Besinnung auf unterscheidbare Inhalte, Haltung, Sprache und Stil, kurz: Durch ihre Kultur haben die öffentlich-rechtlichen Sender in der digitalen Vielfalt die Chance, sich als Fels im Ozean des Mainstreams zu behaupten

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 22. März 2006, Das GANZE Werk, 25. März 2006

Und dann war Schluss
Zwölf Jahre und ein jähes Ende: NDR Kultur ließ Jürgen Kestings Sendung „Große Stimmen“ verstummen – einfach so
Zitat: Auf „Große Stimmen“ und „Am Morgen vorgelesen“ berief man sich beim Sender gern, wenn Kritiker die Verflachung nach der letzten Programmreform beklagten. Von diesen beiden Säulen rings um eine tagsüber kompetenzfrei durchpürierte Klassiksoße steht jetzt nur noch eine.
Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 22. März 2006, von Volker Hagedorn
• Tod auf Raten für die Sendereihen „Große Stimmen“ und „Oper in einer Stunde“
Jetzt bietet NDR Kultur in 20 Teilen: „Klassik für Neugierige und Liebhaber“
Verpassen Sie diese Sendung nicht, wenn Sie neue „Handy-Klingeltöne“ suchen...
NDR Kultur, seit dem 28. Februar 2006, jeden Dienstag zwischen 21 und 22 Uhr
Eine Dokumentation zu Änderungen im Abendprogramm

verbraucherzentrale Bundesverband, 24. März 2006, EU-Kommission

• Kampagne gegen die Pläne der EU-Kommission zur Freigabe von Product Placement
verbraucherzentrale Bundesverband präsentiert TV von morgen
z.B. Kochshow „mit freundlicher Unterstützung der Zuckerindustrie“
EU-Kommission - Vorschlag für eine Richtlinie zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Ausübung der Fernsehtätigkeit

Deutschlandradio, 24. März 2006

„Ende der Radiokultur“
„Wir müssen uns darauf einstellen,
dass die Literatur im Radio keinen Platz mehr hat“

PEN-Zentrum kritisiert Rückgang des kulturellen Anteils in deutschen Hörfunkprogrammen

NDR, 23. März 2006

Dr. Volker Müller neuer Vorsitzender des NDR-Rundfunkrats
Der Rundfunkrat hat in seiner 349. Sitzung am 10. März 2006 einen neuen Vorstand gewählt. Dr. Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen, löste Dagmar Gräfin Kerssenbrock turnusmäßig als Vorsitzende des Gremiums ab.

Wir gedenken der unnachahmlich unnachgiebigen Art der bisherigen Vorsitzenden Gräfin Kerssenbrock, Hörerwünsche zu ignorieren: „Die vorgenommenen Veränderungen bei NDR Kultur sind richtig.“ Sie ist den Hörern schuldig geblieben: „Programmausschuß und Rundfunkrat sollen dies nach außen vermitteln.“

Das GANZE Werk, 23. März 2006

NDR Kultur verliert in einem Jahr 13,2 % seiner Hörer
Oder: 30.000 Hörer haben NDR Kultur den Rücken gekehrt

Seit einem Jahr schweigt der Zahlenverwalter (NDR-Hörfunkdirektor)
Das GANZE Werk bringt exklusiv die Zahlen an die Öffentlichkeit
NDR Kultur - Hörer gestern (Montag - Freitag) im NDR-Sendegebiet:

MA 2005 I227 Tsd.    2,0 %
MA 2005 II209 Tsd.    1,8 %
MA 2006 I197 Tsd.    1,7 %
Wann wird endlich wieder das kulturelle Niveau tagsüber heraufgesetzt?

Süddeutsche Zeitung, 22. März 2006

Öffentlich-rechtliches Fernsehen in der Kritik
Aber Gebühren verlangen!
„Was bleibt denn da? Ja, was bleibt denn da? Trala-Trala-Trallala“: Volksmusik, Schleichwerbung und Sabine Christiansen. Gerade ist ein Buch über das öffentlich-rechtliche Fernsehen erschienen. Eine bittere Bilanz.

E-Mail des Hörers kk, 15. März 2006

„Irgend etwas ist bei NDR Kultur anders. Und es wirkt unangenehm und lästig, unangenehmer und lästiger, je länger ich es höre“
Die Tonqualität erfüllt nicht die Norm „Das Beste am Norden“: „Sendungen für Kulturinteressierte in bewährter Qualität“
Starke Anwendung des Hall-Effektes - Fehlt ein ganzes Stück Frequenzumfang?

Deutschlandradio, 13. März 2006, DIE WELT, 14. März 2006

• Gebührenklage in Karlsruhe:
Finanzierung der Grundversorgung mit Information und Kultur sicherstellen
Stellungnahme zur Verfassungsbeschwerde des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Lesen Sie dazu aus der WELT vom 14. März 2006:
Gebührenerhöhung: Deutschlandradio klagt in Karlsruhe
Gebühren vor Gericht, Kommentar von Oliver de Weert

E-Mail eines WDR-Hörers aus dem NDR-Sendegebiet, 10. März 2006

Technische Alternativen, um aus der NDR-Kultur-Monopol-Tiefe herauszukommen
Ein Bekannter brachte mich auf die Idee, über eine Satellitenanlage Radioprogramme zu empfangen, z.B. den guten Sender WDR 3
Wenn Ihre Leser endlich wieder solche Musik hören können, dann werden sie mit noch mehr Selbstbewusstsein von NDR Kultur das verlangen, was ihnen zusteht

NDR Kultur bzw. Das GANZE Werk, 10. März 2006: Eine faustdicke Unwahrheit

Wenn der Vater zum Bruder erklärt wird, ist der Bildungsauftrag aufgegeben! Heute um ca. 17.15 Uhr - zwei Hörer haben es uns gerade berichtet - wurde von NDR Kultur folgende Unwahrheit aufgetischt (sinngemäß):
Alessandro und Domenico Scarlatti lebten als Brüder friedlich zusammen. Das ging aber nicht lange gut, nach einem Streit ging Domenico nach Lissabon. Domenico war Komponist von Cembalo-Sonaten, Alessandro von Opern und Konzerten. Deshalb hören Sie jetzt von Alessandro das Concerto grosso...
Alessandro Scarlatti (1660 - 1725) war der Vater von Domenico (1685 - 1757).

Der Vater wirkte abwechselnd in Rom und Neapel. Ab 1703 war er zum Beispiel in Rom, 1708 berief ihn der neue Vizekönig nach Neapel, 1717 kehrte er nach Rom zurück.

Sein Sohn studierte von 1705 bis 1708 in Venedig, wirkte anschließend in Rom - ab 1714 als Kapellmeister des portugiesischen Botschafters - und wechselte 1720 direkt an den königlichen Hof nach Lissabon.

Beide lebten also seit 1705 nur drei Jahre lang in der gleichen Stadt - von 1717 bis 1720 in Rom. Natürlich haben Alessandro und Domenico auch Werke anderer Gattungen komponiert als vom Moderator genannt.
Peinlich ist für NDR Kultur übrigens, dass der Sender die vielen Cembalo-Sonaten von Domenico Scarlatti so gut wie immer von einem Klavier spielen lässt.

Das GANZE Werk, 10. März 2006

„Ein toller Hecht, dieser Escamillo.“ Der Artikel
Bis hinunter zum Hecht, NDR Kultur ist diesmal ganz schön tief gesunken
behandelt in dem Teil „Kultur“ jetzt nicht mehr den Sänger José van Dam, sondern die Opernfigur Escamillo, nachdem der zitierte Moderator Das GANZE Werk darauf aufmerksam macht,
daß sich meine Bemerkung vom „tollen Hecht“ nicht auf Jose van Dam, sondern auf die überspannte Attitüde des Escamillo bezog. Ich sagte nicht: „Ist ja ein toller Hecht, dieser Sänger“! Sondern ich sagte: „Ein toller Hecht, dieser Escamillo.“

Das GANZE Werk, 9. März 2006: Hörerzahlen der MA 2006 I

„Stabiler“ Abwärtstrend bei NDR Kultur... (Meldung als Pdf-Datei zum Drucken)
Die Zahl der „Hörer gestern“ (Mo-Fr) im NDR-Sendegebiet - die für den NDR alles entscheidende Zahl - ist von 1,8 auf 1,7 % gefallen.
Grund zum Jubel, den gibt es für reichlich Radiosender, schaut man sich eine Übersicht mit den Meldungen zu den gerade veröffentlichten Zuhörer-Zahlen der ma 2006 I an.
Da ist die Stellungnahme des NDR-Intendanten Prof. Jobst Plog zu NDR Kultur doch bescheidener: „NDR Kultur bleibt mit 1,8 Prozent Hörer gestern im Sendegebiet (Montag bis Sonntag) stabil“.
Bei der letzten Zahlenrunde im Juli 2005 hieß es: „NDR Kultur bleibt mit 1,9 Prozent Hörer gestern im Sendegebiet (Montag bis Sonntag) stabil“.
Merken Sie etwas?
Auch wenn es wieder um 0,1 % abwärts geht, bleibt es „stabil“, denn in der Differenz liegt die Stabilität. Absurde NDR-Logik.
NDR Kultur in ganz Deutschland
In ganz Deutschland waren es im März 2005 „täglich 274.000 Menschen“, die NDR Kultur einschalteten. Im Juli 2005 waren es nur noch „täglich 265.000 Menschen“, heute sind es „täglich 247.000 Menschen“. Auch „stabil“: der Abwärtstrend.
„Stabil“ kritikwürdig bleibt auch die Gestaltung des Programms von NDR Kultur, das beweisen wir auf dieser Homepage x-fach.
Hamburg
Nach der Veröffentlichung der HAM sind in Hamburg die meisten Zahlen werktags etwas gestiegen. Das heißt aber nicht viel, zeigt es doch nur, dass der rasante Abfall nach März 2005 jetzt teilweise wieder aufgefangen wurde. Ansonsten sind in Hamburg die Zahlen nur für die Zeitspanne Mo-So gestiegen.
Weitere Zahlen - Herrschaftswissen des NDR - liegen uns noch nicht vor.
Werbung
Für dieses Ergebnis wurde immerhin während der beiden Erhebungswellen vom 9. Januar bis zum 24. April und vom 4. September bis zum 18. Dezember 2005 auch viel Werbegeld ausgegeben, zum Beispiel für die Prominenten-Anzeigen in den Tageszeitungen Norddeutschlands und für die Werbespots mit Prominenten im NDR Fernsehen.

Deutscher Musikrat, Landesmusikräte, Landesmusikrat NRW, 16. Februar und 9. März 2006

Ein Plan des Bayerischen Rundfunks zu Bayern 4 Klassik brachte einen Stein ins Rollen
• Brief an die ARD-Intendanten zu einem Offenen Brief an die Abgeordneten der EU
„Große Sorge“, dass das Kulturradio-Konzept verschiedener Sendeanstalten „eine nicht hinnehmbare Aufweichung zugunsten eines ‚Klassik-Radios‘ erfährt“
„Damit (sehen wir) den öffentlich-rechtlichen Auftrag nicht mehr gewährleistet“
Der Präsident des Landesmusikrats NRW, 9. März 2006
Für den Erhalt der Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts zum Kulturauftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunksystems
Konferenz der Landesmusikräte und Präsidium des Deutschen Musikrats, Offener Brief an die Abgeordneten der Europäischen Union, 16. Februar 2006

Frankfurter Rundschau, 27. Februar, und Arte TV, 1. März 2006

Jürgen Bertram: Mattscheibe - Das Ende der Fernsehkultur
Buchtipp der Woche - Politisches Buch
Eine Rezension von Peter Wien - Arte TV, 1. März 2006
Klare Einblicke
Jürgen Bertrams „Mattscheibe“
Eine Rezension von Rainer Braun - Frankfurter Rundschau, 27. Februar 2006

NDR Kultur, 24. Februar 2006, ca. 8.15 Uhr

Moderation:
„Saba ist eine Insel in der Karibik - da wäre man jetzt gern - und deshab hören Sie von Händel die ‚Ankunft der Königin von Saba‘“
Ein neues Musical auf NDR Kultur...?
Eine bedeutsame Verwechslung logisch zu Ende gedacht
Aus dem Inhalt: Ja, wenn „Solomon“ doch bloß ein Musical wäre!
Und wenn „Solomon“ ein Oratorium ist?
Hat sich der Moderator im Ort und in der Zeit geirrt? Macht nichts...

NDR Kultur, 23. Februar 2006, ca. 16.15 Uhr

Kultur oder Flachkultur auf NDR Kultur?
Moderator Mende zur Arie des Toréador:
„Ein toller Hecht, dieser Escamillo.“

Bis hinunter zum Hecht, NDR Kultur ist diesmal ganz schön tief gesunken

Schweriner Volkszeitung, 22. Februar 2006

Eine Frage des Niveaus
Ein Gespräch mit Gerd Schneider, Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schwerin, über Kulturförderung zwischen Gießkanne und Leuchtturm

Berliner Morgenpost, 13. Januar und 20. Februar 2006

Zwischen „Abfragerei und Fahrstuhlmusik“
Vom Sahnestück zum Problemfall: Intendantin Dagmar Reim hat das Kulturradio des RBB zur Baustelle des Senders erklärt
Berliner Morgenpost, 20. Februar 2006
Kündigung unwirksam
Musik-Redakteur siegt bei Gericht über RBB
Berliner Morgenpost, 13. Januar 2006

Korrespondenz mit NDR Kultur, 18. Februar 2006

„Akademika“ und „Accademia“
Von den Moderatoren der KULTURsender, die zur Sprachbildung ihrer jungen Zuhörerschaft beitragen, sollten Sprachkurse verlangt werden
Das GANZE Werk: Warum gibt es im Internet bei NDR Kultur kein Gästebuch?

Freitag - Die Ost-West-Wochenzeitung, 17. Februar 2006

Medientagebuch
Schnack doch kein Tüddelkram
Die Dritten Fernsehprogramme im Porträt: Norddeutscher Rundfunk (NDR)
Der Ruf des NDR, ein Special-Interest-Sender der europäischen Monarchie zu sein, gründet vor allem auf Seelmann-Eggebert, den Adelsexperten der ARD. Dies bringt Jürgen Bertram auf den Plan. Der altgediente und inzwischen pensionierte Auslandsreporter war dreizehn Jahre lang Asien-Korrespondent der ARD und unter anderem für das Politmagazin Panorama tätig.

neue musikzeitung, Redaktion Leipzig, 13. Februar 2006

Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages
Enquete-Kommission will offensiv für Kultur als Staatsziel kämpfen
Außerdem: Überblick der bisherigen Beratungen zum Hörfunk

Das GANZE Werk, 11. Februar 2006

Steht NDR Intendant Prof. Jobst Plog zu seinem Interview?
Herr Intendant, wann gibt es auf NDR Kultur eine „strikte Trennung von Werbung und Programm“?
Zwei gezielt werbende Moderationen am 3. und 5. Februar 2006
• Beispiel 1 mit Musik von Rosetti: Ein einzelnes CD-Label - von NDR Kultur ohne erkennbaren Anlass gelobt, in Wirklichkeit aber auch hintergangen
• Beispiel 2 mit Musik von Mendelssohn: Goldmedaille für NDR Kultur - Ein Wortbeitrag wirbt für drei Veranstaltungen

RBB-Rundfunkrat, 9. Februar 2006

25. RBB-Rundfunkratssitzung in Potsdam
Die Leitung des Hauses flieht vor einer Diskussion über die „Philosophie des Programms“
Warum auch nicht, wenn Kant und Hegel dort nicht so viel zählen?
Teil 2: Diskussion über den Bericht zu rbb-kulturradio im Programmausschuss
Intendantin Dagmar Reim: „... alle Redakteure haben gesagt: Ja, wir freuen uns darüber, dass das jetzt ein Unternehmensziel ist, und keiner hat vorgeschlagen, zurück in die Vergangenheit zu gehen in Philosophiefragen.“
Mit einer kurzen kritischen Anmerkung vom GANZEN Werk
Bewundernswerte Logik: Die Alten werden ausrangiert!

RBB-Rundfunkrat, 9. Februar 2006

25. RBB-Rundfunkratssitzung in Potsdam
Rundfunkratsvorsitzende: „Es hat ganz arg gerappelt“
Teil 1: Bericht von der Diskussion über rbb-kulturradio im Programmausschuss
„Alles in allem muss man leider feststellen, dass die Welle mit 0,9 Prozent Reichweite immer noch nicht die in sie gesetzten Hoffnungen und Erwartungen erfüllt.“
Lesen Sie demnächst Teil 2: Diskussion über den Bericht
Intendantin Reim verkündet das Unternehmensziel 2006
„Dieses Jahr stellt der RBB Kulturradio in den Mittelpunkt seiner Anstrengungen.“
Intendantin Reim zum Arbeitsgerichtsverfahren Demmler
„Das Arbeitsgericht schloss sich unserer Bewertung des Vorfalls grundsätzlich an...“

Neues vom und zum RBB, 17. Januar bis 9. Februar 2006

Was ist eigenlich beim rbb-kulturradio los? An der Sache vorbei - nützt das?
„Die programmliche Perle rbb-kulturradio gilt es 2006 zu polieren“
Die Idee von Intendantin Dagmar Reim: rbb-kulturradio wird „Unternehmensziel 2006“.
Da fragt man sich: Flucht nach vorn? Alter Wein in neuen Schläuchen?
Warum nicht auch ein Forum zur Diskussion über die „Philosophie“ des Programms?
(Mitarbeiter-Information im rbb-Intranet und Erklärung im Rundfunkrat)
Die wahren Konflikte gilt es zu verheimlichen...
„Das Arbeitsgericht schloss sich unserer Bewertung des Vorfalls grundsätzlich an...“
„In der arbeitsgerichtlichen Auseinandersetzung zwischen einem früheren Musikredakteur des RBB und dem RBB geht es nicht um das Profil des Kulturradios, sondern darum, ob eine Urkundenfälschung die außerordentliche fristlose Kündigung rechtfertigt.“
(Erklärung im Rundfunkrat und Erklärung gegen die Verlegerverbände)
Was taugen juristische Donnerschläge, die auf Sand gebaut sind?
Frau Intendantin Reim, Herr Unternehmenssprecher Anschütz:
Im Gerichtssaal hatte die Richterin die Sache mit der „Urkundenfälschung“ schnell vom Tisch. Ferner hat sie Detigs Prognose, dass Goebbels „immer noch für Überraschungen gut“ (gut!) sei, stark kritisiert. Irgendetwas stimmt da nicht.
Es wird schon ans Licht kommen, was im Prozess wirklich eine Rolle spielte.
Warum nicht so?
Nachschlag: Kulturauftrag (neue musikzeitung 02/06)
„Der aktuelle Zustand der Kulturfunkkultur wird ausführlich unter www.dasganzewerk.de dokumentiert. Die Website und die dahinter liegende Initiative sind gegenwärtig die einzig zuverlässige Quelle über die aktuellen Entwicklungen in diesem Bereich, allen Unterlassungserklärungen zum Trotz.“

Das GANZE Werk, 8. Februar 2006

Deutscher Musikverleger-Verband e.V. (DMV) und Verband Deutscher Bühnen- und Medienverlage e.V. (VDB):
Eine unbekannte Presseerklärung, 17. Januar 2006
Die beiden Verlegerverbände kritisieren die „Missachtung des Kulturauftrages“
Der RBB lässt die Verbreitung der Erklärung untersagen

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. Januar und 2. Februar 2006

In den beiden Leserbriefen
Niveauverlust beim öffentlichen Rundfunk (28. Januar) und
Modernisiert (2. Februar)
zu dem Artikel „Populär? – Mit Goebbels: Das Kulturradio schafft sich selbst ab“ von Eleonor Büning am 9. Januar 2006
gehen die Leser besonders auf NDR Kultur und NDR Info ein.

Frankfurter Rundschau und Braunschweiger Zeitung (newsclick.de), 1. Februar 2006

NDR-Intendant Prof. Jobst Plog und etwas zur Kultur
• Kritik an Privatsendern
NDR-Intendant Jobst Plog will mehr Programme
Frankfurter Rundschau, 1. Februar 2006
• „Abend der Begegnung“ der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Riddagshausen
NDR-Intendant Prof. Jobst Plog: „Freier Zugang zur Kultur“
Bischof: „Miesepeter sollen nicht das letzte Wort haben“
NDR-Intendant warnt vor Bezahl-Fernsehen
Braunschweiger Zeitung (newsclick.de), 1. Februar 2006

Hamburger Abendblatt, 23. und 30. Januar 2006

Die Qualität lässt grüßen - NDR-Überraschungen
„sie können sich nicht vorstellen, wie sie die sinfonie herunter gehudelt und herunter gekratzet haben“ (Wolfgang Amadeus Mozart)
Manch einer hat Talent, manch ein Er vergeigt's
Mozart: Sechs Stunden Marathonfeier in der Laeiszhalle (und auf NDR Kultur)
Hamburger Abendblatt, 30. Januar 2006
Blinder Eifer schadet nur
Mozart-Hommage in der Laeiszhalle
Hamburger Abendblatt, 23. Januar 2006

Münchner Merkur, 27. Januar 2006

BR plant neue Jugendwelle
Sender will dazu „auf bewährte Ressourcen zurückgreifen“
Grotzky: „Damit bekämen unsere Klassik-Hörer ihre Musik auch unterwegs in CD-Qualität und unsere jungen Hörer bräuchten keine neuen Geräte.“

27. Januar 2006: Ein Hörer widmet dem Intendanten des NDR ein Gedicht

An den Intendanten des NDR, Herrn Prof. Jobst Plog
Ein Gedicht zu Mozarts Geburtstag
Es wünscht zu Mozarts Wiegenfeste
Dem Sender sowie seinem Intendant
Der Hörer, Euer Souverän, das Allerbeste!
Er widmet Euch - ist das nicht nett -
dies Verslein für das Schwarze Brett ... mehr
von Bruno Brandi, Hamburg

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 27. Januar 2006

Windmühlen im Kopf
Fulminantes Finale: Hanjo Kestings NDR-Abschied
Dann die Einrichtung der süchtig machenden Literatursendungen „Am Morgen vorgelesen“ und „Am Abend vorgelesen“. Allein mit ihnen hat sich Kesting beim NDR ein Denkmal gesetzt.

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 25. Januar 2006

Ein Klassiker verabschiedet sich
NDR-Redakteur, Autor, Traditionspfleger: Hanjo Kesting
Kestings Ruhestand fällt in eine Zeit, in der das Programm von „NDR Kultur“ bei zahlreichen Hörern umstritten ist. Doch ist er der Überzeugung, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk „zwar kein Museum sein darf, aber Kulturtraditionen pflegen soll“.

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 25. Januar 2006 (eingesandt aus Göttingen)

Ein Klassiker verabschiedet sich
NDR-Redakteur, Autor, Traditionspfleger: Hanjo Kesting
Kestings Ruhestand fällt in eine Zeit, in der das Programm von
„NDR Kultur“ bei zahlreichen Hörern umstritten ist. Doch ist er der Überzeugung, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk „zwar kein Museum sein darf, aber Kulturtraditionen pflegen soll“.

Der Tagesspiegel, 22. Januar 2006

Wo „King Kong“ boxt und der Adel Hochzeit hält, von Bernd Gäbler
Stolz verweisen ARD und ZDF auf ihre Jahresbilanz 2005
Mit Programmqualität hat das nichts zu tun
Hinein in die Triumphgesänge sollen acht bescheidene Wünsche gesprochen werden, die damit zu tun haben,
in den Programminhalten noch etwas vom ursprünglichen Zweck öffentlich-rechtlicher Medien aufscheinen zu lassen

1. Information, 2. Dokumentation, 3. Mehr der Bildung, 4. Unterhaltung,
5. Der Nachmittag, 6. Sport, 7. Service, 8. Werbung

Hamburger Abendblatt, 21. Januar 2006

Interview mit mit NDR-Programmdirektor Fernsehen, Volker Herres,
zum Buch „Mattscheibe - Das Ende der Fernsehkultur“ von Jürgen Bertram
„Wir sind heute viel näher dran“
Debatte: Antworten auf die Kritik eines ehemaligen Redakteurs. Gegensätze von leicht und schwer, Quote und Qualität sind gestrig - meint der NDR-Fernsehchef.
„Wir machen das Wichtige und Gute populär und das Populäre gut“

Frankfurter Neue Presse, 18. Januar 2006

Lesung von Jürgen Bertram am 24. Januar 2006 in Frankfurt/Main
Warum die Fernsehkultur untergeht
Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK), Filmhaus Frankfurt, Netzwerk Recherche und die Initiativen «Qualität statt Quote» und «Rette dein Radio»

Wiesbadener Kurier, 18. Januar 2006

Schock: Zu seicht und zu unkritisch
Früherer ARD-Korrespondent schimpft über öffentlich-rechtliche Sender
„Wie ein Schock traf mich damals die inhaltliche Erosion eines Programms, um das ich mich in meiner geografisch wie geistig weit, weit entfernten beruflichen Diaspora viel zu wenig gekümmert hatte“, schreibt der mittlerweile pensionierte Bertram in seinem jetzt im Fischer-Verlag erschienenen Buch „Mattscheibe - Das Ende der Fernsehkultur“,... mehr...

Hamburger Abendblatt, 17. Januar 2006

„Zuschauer werden entwöhnt“
Innenperspektive: Kritik an den Mechanismen der ARD.
Hamburger Abendblatt, 17. Januar 2006: Interview mit Jürgen Bertram
Das öffentlich-rechtliche Fernsehen sollte bestimmte Werte wiederaufleben lassen. Dazu gehören Seriosität, Verläßlichkeit, Kritik und die Fähigkeit, Kritik einstecken zu können. Auch die Orientierung an den sozialen Interessen der Zuschauer und nicht der Macht gehören dazu. Die andere Schule sieht den Zuschauer als Konsumenten, den man unterhält und nicht fordert.

DIE ZEIT online, 16. Januar 2006

DIE ZEIT greift einmal wieder das Thema Kulturradio auf
Heil dem Dudelfunk
Über die arbeitsgerichtlichen Folgen eines Goebbels-Zitates im RBB-Kulturradio berichtet die „FAZ“, während in der „taz“ der Engländer David Sylvian das Internet als erfüllten Wunschtraum aller Musiker preist. – Unsere wöchentliche Musikpresseschau Die deutsche Radiolandschaft ist - von wenigen Ausnahmen abgesehen - eine Wüstenei. Schlagzeilen macht gerade die Entlassung eines Musikredakteurs durch den Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB). Das Arbeitsgericht Berlin hat den Fall in der vergangenen Woche verhandelt. Die FAZ berichtet zweimal ausführlich darüber.
Und dies ist die Geschichte: Seit der Programmreform des RBB-Kulturradios im Jahr 2003...
mehr...

Betriebsgruppe Verdi im NDR, 16. Januar 2006

„Irgendetwas stimmt mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht mehr: Jürgen Bertram schreibt ein lesenswertes Buch über das Ende der Fernsehkultur, die ZEIT fragt kritisch nach, wie es im NDR mit den Hörfunkprogrammen aussieht...“
Aufruf der Betriebsgruppe Verdi im NDR
zu einer Lesung mit Jürgen Bertram am 19. Januar 2006, 19 Uhr, in Hamburg:
„Mattscheibe - Das Ende der Fernsehkultur“

in der Freien Akademie der Künste, Klosterwall 23, 20095 Hamburg
Einladung der Initiative „Qualität statt Quote“
Mitveranstalter: AG DOK, Bundesverband Regie (BVR), die Betriebsgruppe Verdi im NDR, Das GANZE Werk, Moderation: Thomas Frickel, AG Dokumentarfilm

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) und Märkische Allgemeine, 11. und 12. Januar 2006

Weitere Artikel zur Klage von Musikredakteur Martin Demmler gegen den RBB
Ohrfeige für den RBB vor dem Arbeitsgericht
Fristlose Entlassung eines Kulturradio-Redakteurs war unverhältnismäßig
Märkische Allgemeine, 12. Januar 2006
Bitte anschnallen!
Gegen die fristlose Kündigug Demmlers haben sich jetzt mehr als 30 der bedeutendsten deutschen Komponisten in einem offenen Brief gewandt
Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 11. Januar 2006

FAZ (2 x), Der Tagesspiegel und Berliner Zeitung, 9. bis 12. Januar 2006

Erfolg für Musikredakteur Martin Demmler gegen den RBB,
Erfolg der Kritiker des „popularisierten“ Kulturradios!

• Kulturradio RBB
Mobbing mit Goebbels
Wer bei seiner Programmgestaltung die Kultur zurückschraubt, setzt auch auf den Jargon des Kommerzradios
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. Januar 2006
Unterhaltung mit Goebbels
RBB-Redakteur klagte erfolgreich gegen seine Kündigung
Auch die Zukunft von Kulturwellen steht auf dem Spiel, deren Weg in die Bedeutungslosigkeit auch durch zunehmende Popularisierung kaum gebremst wird
Berliner Zeitung, 12. Januar 2006
RBB und Redakteur vor Arbeitsgericht
Mittlerweile versammeln sich hinter Martin Demmler Lobbyisten und Komponisten zeitgenössischer Musik sowie sämtliche Kritiker an dem Kulturradio
Der Tagesspiegel, 11. Januar 2006
Das Kulturradio schafft sich selbst ab
Wo aber der Kulturauftrag so konsequent an den Nagel gehängt wird, da manövriert sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk ganz von selbst in die Bedeutungslosigkeit
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Januar 2006

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Januar 2006, und Bundesregierung, 6. Mai 2005

Radio ohne Kultur
Gerhart Baums Kritik am Rundfunk
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Januar 2006
Lesen Sie dazu:
Befriedigung „kultureller Bedürfnisse“ durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als Abgrenzung gegenüber den privaten Anbietern
Mitteilung der Bundesregierung an die Kommission zur Rechtfertigung der Gebührenfinanzierung vom Mai 2005
Bundesregierung, 6. Mai 2005

Hamburger Abendblatt, 9. und 10. Januar 2006

50 Jahre NDR, von Peter von Rüden, Teile 1 und 2
Stimmt die Balance zwischen Programm-Akzeptanz und Profil?
Jubiläum: Die Geschichte des Nord(West)Deutschen Rundfunks - die erste Mehr-Länder-Anstalt. 50 Jahre NDR - der Parteienkampf um den Rundfunk scheint befriedet.
Ein Sender nach BBC-Vorbild
Jubiläum: Die Geschichte des Nord(West)Deutschen Rundfunks. Am Mittwoch feiert der NDR sein 50jähriges Bestehen - die journalistischen Maßstäbe setzten die Briten bereits 1945

Bundesminister a.D. Gerhart Baum, 10. Januar 2006

Die vollständige Pressemeldung zum Kulturradio - exklusiv beim GANZEN Werk
Aushöhlung des Kulturauftrags durch Programme der so genannten Kulturradios
- Die EU-Kommission wird diese Entwicklung zu prüfen haben
- Gerhart Baum regt eine unabhängige sachverständige Begutachtung an, nachdem die Aufsichtsgremien ihre Aufgaben offenbar nicht wahrnehmen
- Zitate aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Kulturauftrag des öffentlich rechtlichen Rundfunks

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 9. Januar 2006 (eingesandt aus Hannover)

Leitartikel: 50 Jahre NDR
Ein Anfang
Zunächst ist die Stärkung Hannovers schon ein großer Gewinn. (...) Gleichwohl agiert kein öffentlich-rechtlicher Sender im politikleeren Raum – und die spannende Frage ist, welche Rolle bei bevorstehenden Personalentscheidungen Parteibuch und Qualifikation spielen werden.

NDR, 8. Januar 2006

NDR Kultur hat die Sendung „Concerto“ am Sonntag abgeschafft.
Ein Blick auf das Tagesprogramm von Sonntag, 8. Januar 2006, zeigt: eine weitere thematisch eingegrenzte Sendung ist dem Einheitsformat zum Opfer gefallen. Die „Matinee“ wird um eine Stunde verlängert, „Klassikboulevard“ fängt eine Stunde früher an. Vor einer Woche war es wegen der Übertragung des Neujahrskonzertes aus Wien zu dieser Zeit noch nicht aufgefallen.
„Concerto“ war bei NDR 3 und Radio 3 die Sendung für die Freunde und Liebhaber der Alten Musik. Bis Ende Dezember 2005 hieß es auf NDR Kultur dann nur noch: „NDR Kultur Concerto sorgt für die sonntägliche Stimmung mit Musik aus dem Barock und der frühen Klassik.“ (noch nicht geändert)
Laufend hatten wir auf die tatsächliche Mögelpackung und die stiefmütterliche Behandlung dieser Sendung durch NDR Kultur hingewiesen, so zum Beispiel:
„Concerto“ mal wieder in fremden Gefilden
Michail Glinka (1804 - 1857), Arthur Sullivan (1842 - 1900) und Gerónimo Giménez (1854-1923) falsch einsortiert?
NDR Kultur, 10. Juli 2005, 13 - 14 Uhr, „Concerto“
„Concerto“ - inzwischen eine Mogelpackung
NDR Kultur („Concerto“), WDR 3 („Am Sonntagmorgen“) und Bayern 4 Klassik („Barocco“) im Vergleich am 26. Juni 2005
Nach einer Lücke von 7 Wochen: Endlich wieder am Sonntag ein veröffentlichtes Programm von „Concerto“
NDR Kultur, 26. Juni 2005, 12.03 - 14.00 Uhr, „Concerto“
Concerto, einst Sendeplatz für Musikliebhaber der Alten Musik, jetzt Tummelplatz störender redaktioneller Werbung
NDR Kultur, 12. Juni 2005, 13 - 14 Uhr, „Concerto“

Initiative „Qualität statt Quote“, 6. Januar 2006

Aufruf zu einer Lesung mit Jürgen Bertram
am 19. Januar 2006 in Hamburg:
„Mattscheibe - Das Ende der Fernsehkultur“

in der Freien Akademie der Künste, Klosterwall 23, 20095 Hamburg
Einladung der Initiative „Qualität statt Quote“
Moderation: Thomas Frickel, AG Dokumentarfilm
Mitveranstalter: AG DOK, Bundesverband Regie (BVR),
die Betriebsgruppe Verdi im NDR, Das GANZE Werk
Große Wut eines Heimkehrers: Korrespondent rügt ARD und ZDF
Darmstädter Echo, 7. Januar 2006
Innenansichten eines Journalisten
Lesung von Jürgen Bertram in Hamburg

Hamburger Abendblatt, 6. Januar 2006
Ein Mann sieht bunt
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19. Dezember 2005

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 5. Januar 2006

Plog lobt Wulff- und umgekehrt
Der Streit zwischen Landesregierung und NDR-Führung scheint jetzt endgültig beigelegt zu sein
Der jetzt gefundene Kompromiss etwa zur Mitwirkung der Staatskanzleien im NDR-Verwaltungsrat sei „eine adäquate Lösung“, die Unabhängigkeit des NDR bleibe gewahrt und es gebe nur noch wenige ungeklärte Fragen - etwa die, wie der Rundfunkrat künftig zusammengesetzt werden soll. „Dies lässt sich unter den Ländern bald klären“, fügt Plog hinzu. Dieser Hinweis lässt Spekulationen sprießen... mehr...

medienhandbuch, 5. Januar 2006

ARD: Erste Anti-Korruptionsbeauftragte
Die MDR-Fernsehredakteurin Anette Reiß soll beim Mitteldeutschen Rundfunk die erste Anti-Korruptionsbeauftragte in der ARD werden. „Sie soll Hinweise innerhalb des MDR vertraulich behandeln und ihnen nachgehen“, sagte MDR-Sprecher Eric Markuse (...)
Quelle: medienhandbuch, 5. Januar 2006

Frankfurter Rundschau, 3. Januar 2006

Schleichwerbung und geplante EU-Richtlinie
Uwe Kammann, Leiter des Adolf-Grimme-Instituts:
„Trennung von Werbung und Programm muss sein“

NDR Homepage, 2. Januar 2006

Wechsel beim Kulturellen Wort von NDR Kultur in Hannover
und in der NDR Hörspielredaktion

Am 25. Januar 2006 verabschiedet sich Hanjo Kesting im Kleinen Sendesaal des NDR Landesfunkhauses Niedersachsen in Hannover

Mozart, MozartHeuteMagazin, im Januar 2006

Mozart-Marathon in Flandern: Kulturradio sendet gesamtes Werk
Brüssel (APA/dpa) - Mit einem Mozart-Marathon feiert Flanderns öffentlich-rechtliches Kulturradio Klara den 250. Geburtstag des Komponisten. Ab 27. Jänner sendet Klara an zehn aufeinander folgenden Tagen das gesamte Werk von Wolfgang Amadeus Mozart. "Mit Mozart liegt man immer richtig", sagte Programmmacher Fred Brouwers im belgischen Rundfunksender Radio 1 am Freitag.
Nach Berechnungen des Senders hat Mozart ins einem kurzen Leben fast 200 Stunden Musik komponiert. Klassische Konzerte, Ausstellungen, Filme und Führungen zum Thema runden den Mozart-Marathon ab.

NDR, Januar 2006

NDR Kultur zeigt Flagge am Hamburger Johannes-Brahms-Platz
„Mit der Werbung geht NDR Kultur jetzt hoch hinauf, ob die Quoten deshalb auch steigen, kaum vorstellbar. Wir bleiben auf dem Boden und wünschen uns immer noch ein anspruchsvolleres Programm.
Es freut uns aber, dass wenigstens die Werbewirtschaft von den anscheinend doch im größeren Umfange zur Verfügung stehenden Mitteln ihren Nutzen ziehen kann.“

Bild und Text: ein aufmerksamer Kulturliebhaber und regelmäßiger Leser dieser Seiten

NDR Kultur zum Jahreswechsel 2005/2006: drei Extras

L.EARs Neujahrs-Nachschlag
Bis vor wenigen Jahren konnten klassikinteressierte Jugendliche mit normalem oder unterdurchschnittlichem Taschengeldeinkommen Tag für Tag musikalische Vielfalt erleben - sofern die Eltern in der Lage waren, ein Radio zu kaufen und vielleicht auch noch die monatlichen Rundfunkgebühren zu bezahlen. Heute gibt's im Norden nur drei Arten, Kunstmusik zu hören: ...mehr
DIE TONKUNST online / Ausgabe 0601 / 1. Januar 2006
100 gute Wünsche zur Rettung der Welt, aufgeschrieben von der Redaktion der ZEIT
„Also wünschen wir uns für das Mozartjahr, lieber taub zu werden als betäubt zu werden“
Mit handschriftlichen Zusätzen von Liane und Fritz Purfürst an NRD-Intendant Prof. Plog und andere: „Wir freuen uns ab jetzt auf... Eingangssätze“ und „Tschüs, machen Sie's gut.“
DIE ZEIT Nr. 1, 29. Dezember 2005
• Keine ganzen Werke?
Das mutet uns NDR Kultur schon seit mehr als zwei Jahren zwischen 6 und 19 Uhr zu
Kein ganzer Monat?
Das zeigte uns NDR Kultur Ende Dezember 2005/Anfang Januar 2006

Eine Programmwoche wird versteckt, sozusagen unter das Bett geschoben

Monat Dezember
Archivbild am 7. Januar 2006

GEMA Brief 56, Dezember 2005

Offener Brief von Professor Aribert Reimann
33 Komponisten erklären: Wir, die unterzeichnenden Komponisten, protestieren gegen diese ungerechtfertigte Entlassung eines hervorragenden Anwalts für die Neue Musik und fordern, Martin Demmler in seine Pflichten beim RBB wieder einzusetzen
GEMA Brief 56, Dezember 2005

BBC Radio 3, 16. bis 25. Dezember 2005 und danach

BBC Radio 3: Hörerresonanz
Die von BBC Radio 3 unter dem Titel „A Bach Christmas“ vom 16. bis 25. Dezember 2005 ausgestrahlte Sendung aller Werke von Johann Sebastian Bach ist auf unerwartet hohe Resonanz gestoßen. Zum Projektende wurden über 5.000 Mails registriert, und ein Ende ist noch nicht abzusehen. Bis 3. Januar 2006 gingen 6.420 Zuschriften ein.

NDR Kultur, 1. und 2. Weihnachtstag: Ganze Werke von 12 bis 14 Uhr

Mit Freude kündigen wir an, dass Sie auf NDR Kultur an zwei Tagen tagsüber fast zwei Stunden lang ganze Werke hören können.

Sonntag, 1. Weihnachtstag, 12.03 bis 14 Uhr:
Mitschnitt vom 20. August in der Festspielscheune Ulrichshusen

Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento F-dur KV 138
Giuseppe Tartini: Trompetenkonzert D-dur (Gábor Boldoczki)
J. Haydn / S. Nakarjakov: Violoncellokonzert C-dur Hob. VIIb:1, Bearbeitung für Flügelhorn (Sergej Nakarjakov)
A. Vivaldi / G. Boldoczki: Violinkonzert G-dur RV 310, Bearbeitung für Trompete und Orchester (Gábor Boldoczki)
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie A-dur KV 201
V. Bellini / L. Gyöngyösi: „Casta Diva“ und „Ah! Bello a me ritorna“ aus „Norma“ mit Variationen für 2 Trompeten und Orchester
Gábor Boldoczki und Sergej Nakarjakov, Trompete - Vilnius Festival Orchestra
Festspiele Mecklenburg-Vorpommern 2005
PS. (um realistisch zu bleiben): Im Programm von NDR Kultur hat Sergej Nakarjakov seit dem 19. August 2004 mindestens 47x den ersten Satz des Bratschenkonzerts in D-dur von Franz Anton Hoffmeister (1754-1812) auf Trompete gespielt...

Montag, 2. Weihnachtstag, 12.03 bis 14 Uhr:
Mitschnitt vom 4. September in der Heiligen Geist-Kirche Wismar

Arcangelo Corelli: Concerto grosso D-dur op. 6 Nr. 1
Giovanni Battista Pergolesi: Orfeo, Kantate
Antonio Vivaldi: Violoncellokonzert h-moll RV 424
Tomaso Albinoni: Sinfonia g-moll op. 2 Nr. 6
Giovanni Battista Pergolesi: Salve Regina, Kantate
Antonio Vivaldi: Konzert a-moll aus „L’Estro armonico“ RV 522
Christine Schäfer, Sopran - Berliner Barocksolisten
Festspiele Mecklenburg-Vorpommern 2005 - Abschlusskonzert

Warum soll es nur zu Weihnachten und zu Ostern tagsüber in größerer Zahl ganze Werke geben? Kultur als Weihnachtsgeschenk des Senders? Unsere Gebühren zahlen wir während des ganzen Jahres.

NDR in Norddeutschland, 24. Dezember 2005

Die Werbung „Brandauer liest Mozart“ von NDR Kultur breitet sich immer weiter aus
Herr Jühlke aus Schenefeld hat uns ein Beispiel für die zweite Werbewelle geschickt, dazu folgenden Text:
„An allen Ecken und Kanten in Hamburg und Umgebung hat der NDR wieder zugeschlagen - tausendfach grüßen uns die Plakate. Werbung in einem Maße, die berechtigte Zweifel an der angeblichen Mittelknappheit des Senders aufkommen lassen. Es ist ein Stück aus dem Tollhaus, dass mit den Gebühren so bedenklich umgegangen werden kann. Übrigens Werbung für ein Programm, dessen Hörerschaft sich zunehmend verabschiedet. Werbung kann Inhalt eben nicht ersetzen.“

E-Mail zur BBC, 22. Dezember 2005

Von „A Bach Christmas“ möchte ich berichten, dass gestern um 16 Uhr Ortszeit (also 17 Uhr unserer Zeit) live ein adventlicher Vespergottesdienst mit den beiden Bach-Kantaten „Bereitet die Wege, bereitet die Bahn“ und „Nun komm der Heiden Heiland“ gesendet wurde - ansonsten geht es im Programm durchaus locker, aber durchweg kompetent zu. Es gibt sogar ein kniffliges Quiz mit Beispielen „Bachscher“ Klaviermusik (von Hand nachkomponiert, per Computer simuliert und original). Ludolf Baucke

Meldungen zur BBC und zum Deutschlandfunk, 19. und 21. Dezember 2005

„A Bach Christmas“ - 10 Tage lang rund um die Uhr sämtliche Werke von J.S. Bach, natürlich in voller Länge
Eine Eifersucht-weckende Anekdote von der BBC
E-Mail eines NDR-Kultur-Hörers aus Wedel, 19. Dezember 2005
Kommentar: Wenn die BBC noch immer Vorbild für den NDR ist - na denn...
Führungskräfte vergeben Bestnoten an Deutschlandradio
Hamburger Abendblatt, 21. Dezember 2005
Kommentar: Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur setzen auf die Multiplikatoren, NDR Kultur vergibt diese Chance durch sein miserables Tagesprogramm

NDR in Norddeutschland, ab 20. Dezember 2005

Bild und Text von einem Hörer aus Schleswig-Holstein:
Die neue massive Werbung „Brandauer liest Mozart“ an Bushaltestellen und an Plakatsäulen im Verkehrsraum zeigt ganz offensichtlich, dass Gelder für Aktionen dieser Art nach wie vor mehr als reichlich zur Verfügung stehen müssen.
Ein Hohn, angesichts des angekündigten Personalabbaus, der nötigen „Einschnitte im Programm“ (Intendant Prof. Jobst Plog) und des Endes von NDR Kultur Club und Magazin (zum 31. Dezember 2005). Für angebliche, unumgängliche Einsparzwänge kann deshalb kein Verständnis aufgebracht werden, dieses Vorgehen ist in schärfster Form zu kritisieren.

Das GANZE Werk, 11. Dezember 2005: NDR Kultur und die Tradition der BBC

Jeder Ton - in der Nacht und am Tag
Was NDR Kultur von der BBC lernen könnte
„A Bach Christmas“ in der vorweihnachtlichen Zeit
Von Ludolf Baucke

Kölner Stadt-Anzeiger, 9. Dezember 2005

Eine Meldung zum Deutschlandfunk, auf den viele Hörer ausgewichen sind, die NDR Kultur mit den aufdringlichen Wortbeiträgen und der Musikstückelei nicht mehr ertragen
Deutschlandfunk will künftig jünger klingen
Der Kölner Informationssender überarbeitet sein Programm

E-Mail eines NDR-Hörers aus Kiel, 8. Dezember 2005

Besonders Ihr Flyer scheint mir hilfreich zu sein
Bleiben Sie weiterhin standhaft in Ihrer Überzeugungsarbeit für ein besseres NDR Kultur Programm

NDR Homepage, 8. Dezember 2005

NDR Intendant Prof. Jobst Plog und Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust stellten am Donnerstag einen Kooperationsvertrag im Rathaus vor
NDR wird Partner der Elbphilharmonie
Der NDR beteiligt sich langfristig an den Betriebskosten

Hamburger Abendblatt, 8. Dezember 2005

Ein Artikel zur Gebührendiskussion und zu den Kooperationsverträgen des NDR
Hausrecht für das NDR-Orchester
Elbphilharmonie: Neue Pläne. Heute soll eine Vereinbarung im Rathaus unterzeichnet werden.

Das GANZE Werk schickt den ersten Flyer an NDR-Hörfunkdirektor Romann

Am 30. November 2005 hat Herr Romann das erste Exemplar des Flyers erhalten. In dem Begleitbrief heißt es unter anderem:
„Ist das Bild eine Zumutung für Ihre Augen? Das liegt am Vorbild: das musikalische Stückwerk auf NDR Kultur ist eine Kränkung für die Ohren der Musikliebhaber in Norddeutschland.“

Das GANZE Werk - in eigener Sache, 4. Dezember 2005: Flyer

Flyer speichern/drucken (Pdf)

Gehen Sie gern in ein Museum, wenn es Ihnen unvergängliche Kunstwerke der großen Meister nur noch als Stückwerk präsentiert?
Sicherlich nicht... (Zum ganzen Haupttext des Flyers)
So sieht tagsüber das Musikprogramm von NDR Kultur aus.
Der Sprecherrat der Initiative stellt einen Flyer mit dem Bild eines zerstückelten Kunstwerkes vor, das Kunstfreunde in einem Museum auch nicht sehen wollen. Das Hauptmotiv symbolisiert, wie oft NDR Kultur z.B. die Sätze von Beethovens Sinfonie Nr. 5 in c-Moll, op. 67, in der Zeit von November 2004 bis Oktober 2005 tagsüber gesendet hat. Um eine schlichte Stunde darzustellen, hätten wir mehrere Kunstwerke völlig zerrupfen müssen.

DIE WELT + Hamburger Abendblatt, 3. Dezember 2005, NDR, November und 2. Dezember 2005

    NDR streicht 150 Stellen
Sparkurs beim NDR
Sender will 150 Stellen abbauen (DIE WELT)
NDR baut 150 Stellen ab (Hamburger Abendblatt)
NDR Rundfunkrat stimmt Wirtschaftsplan 2006 zu
Bis Ende 2008 erneut 150 Stellen sozialverträglich abbauen...
Besondere Prüfung der Gemeinschaftssendungen...
Verschwendung, statt Sparsamkeit oder Bescheidenheit
Seit Mitte November 2005 wird ganz Norddeutschland von der Werbe-
kampagne für NDR2 überschwemmt:
„NDR2, und das Leben beginnt“...
Seltsame Lebensanschauung!

Frankfurter Rundschau, 29. November 2005

Ganz schön grau, der Norden
Schleichwerbung in der „Grauzone“ des Hörfunks, Beispiel Radio Bremen
Publizistischer Grund
Verwilderte Sitten: Radio-Bremen-Moderatoren priesen Entsafter, Autos und Kaufhäuser - und die Anstaltsleitung ließ sie oft gewähren
Erinnert das nicht an die Praxis von NDR Kultur?

Ende von NDR Kultur Club und Magazin: Reaktionen

• Besondere Angebote sollten die Hörer an das Kulturprogramm binden,
die Resonanz war jedoch nicht dauerhaft so hoch, wie erwartet
Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ), 28. November 2005
Ich hoffe, daß eines schönen Tages jemand die Leitung Ihres Senders übernimmt, der wirklich wieder Kultur in der Bedeutung des Wortes „Pflege der geistigen Güter“ an die Hörer bringt!
NDR Kulturkarte: Absage
E-Mail einer Hörerin aus Büsum an die NDR Media GmbH

Kulturinformationszentrum (kiz), Meldung der nmz (Redaktion Leipzig), 24. November 2005

8. Kulturbarometer des Zentrums für Kulturforschung (ZfK) Bonn in Kooperation mit der Deutschen Orchestervereinigung (DOV)
Kontinuierliche „Veralterung“ der Klassik- und vor allem der Opernbesucher geht einher mit einer zunehmenden Intellektualisierung
„Ein Hauptthema der nächsten Zeit wird die alters- und zielgruppengemäße Musikvermittlung sein“ (Gerald Mertens)

Brief eines MDR-Hörers, Lohmen bei Pirna (Sachsen), 16. November 2005

Unterstützung für die Initiative Das GANZE Werk
Das Anliegen besonders auch an den MDR Kultur herantragen
Figaro ist der, der einseift
Im Anhang: Übersicht der bisherigen Artikel unserer Homepage zum MDR

Brief des Chefredakteurs von radio 98eins an Das GANZE Werk, 7. November 2005

//radio 98eins, das Lokalprogramm für Greifswald des 98eins e.V. in Kooperation mit dem Offenen Kanal Neubrandenburg// - Chefredakteur Philipp Dreesen schreibt uns:
Mit Begeisterung haben wir von Ihrer Initiative Das GANZE Werk gelesen.
Für die in Ihrer Resolution verfassten Kritiken und Ziele sprechen wir Ihnen unsere volle Unterstützung aus.
Auch wir sind von der Arbeit des Nordeutschen Rundfunk über alle Maßen enttäuscht. - Aus diesem Grund haben wir in der Universitätsstadt Greifswald ein unabhängiges Hörfunkprogramm aufgebaut.
Lesen Sie auch: Über radio 98eins, Das Selbstverständnis (4 Leitsätze)
Rede des Chefredakteurs zur Eröffnung von radio 98eins (7. Januar 2005)

10. MainzerMedienDisput, 9. November 2005

„Der politische Fernsehjournalismus hat seit Jahren nichts Neues mehr hervorgebracht“
Auch hier: rigide Quotenorientierung, Qualitätsverfall, hin zu Alltag, Lebenswelt, Dienstleistung, Konsum
Dokumentation: Zehn Thesen zu Formaten im politischen Journalismus

NDR Kultur, 10. Oktober 2005, 11 1/2 Stunden abgehört: Plaudereien im Herbst

Moreno: „Vielleicht fällt der Nebel ja auch aus“ - Cervantes: „Nicht beschreib in breitem Schwulst Dinge, die dem Leser wurst“
Klassisch kleinkariert und inkompetent
So verplauderten Moderatoren Musikhäppchen an einem Dienstag
Gehört von Ludolf Baucke
Die Abschnitte
Patricia Moreno (6 - 8.30 Uhr)
Marina Braun (9 - 13 Uhr)
Alexander Solloch (14 - 19 Uhr)
Nachtrag 1: Duftmarken mit Jingle und „NDR Kultur“
Nachtrag 2: Unsere Wetterexpertin im Westen
Nachtrag 3: „Schatzgräber“ - Ehre, wem Ehre gebührt

NDR Kultur und die Oktogonale des Bucerius Kunst Forums, 7. November 2005: Nachträge

Nach unserer Meldung der einseitigen Berichterstattung von NDR Kultur über die „Oktogonale 2005“, die viele sehr erschüttert hat, ist folgendes nachzutragen:
• Auf der Homepage von NDR Kultur gibt es eine Sonderseite zur „Oktogonale 2005“, die am Samstag, 5. November 2005, um 12.17 Uhr vor unserer Veröffentlichung redaktionell fertiggestellt war und die am Montag, 7. November, ins Netz gestellt wurde. Diese Seite entspricht vollkommen unserer Kritik: Die Aufführung der Oper „Almira“ von Händel mit Rudolf Kelber und seinem Ensemble (= Höhepunkt der „Oktogonale 2005“) gibt es da nicht.
• Nach einer Reportage über das Konzert mit Concerto Köln erwähnte der Moderator, dass noch weitere Veranstaltungen folgen, unter anderem als „Höhepunkt“ die Aufführung der Oper „Almira“ von Händel. Die Aufführenden, Herrn Kelber, das Cythara-Ensemble und Solisten, hat Philipp Schmid verschwiegen.

Das GANZE Werk, 5. November 2005: Die persönliche Meinung

Thesen zu einem unrühmlichen Ende
Über die unredliche Art, mit NDR-Kultur-Club-Mitgliedern umzuspringen
NDR Kultur Magazin und NDR Kultur Club sollen eingestellt werden
Die Entscheidung für die Einstellung des Clubs ist das erste Eingeständnis für das Scheitern von NDR Kultur
Von Theodor Clostermann

NDR Kultur, 4. November 2005, 16.30 Uhr: Veranstaltungstipp

Erlebnis eines Autofahrers, der zuhört, der auf dem Parkplatz noch eine Minute länger im Auto sitzen bleibt, um wichtige zu erwartende Kulturinformationen zu erfahren, und enttäuscht wird
Veranstaltungstipp mit Lücke - Zensur durch NDR Kultur?
Keine Medienpartnerschaft: kein Kulturbericht
NDR Kultur informiert ausführlich über die „Oktogonale 2005“, verschweigt aber den „Höhepunkt“, Händels Oper „Almira“
2 Nachträge

Frankfurter Rundschau, 3. November 2005

Schleichwerbung: Rundfunkräte sollen stärker beaufsichtigen
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD):
Die Rundfunkräte seien nicht Partner der Anstalten, ihre Aufgabe sei vielmehr, Strukturen zu überprüfen

Kulturinformationszentrum (KIZ) und neue musikzeitung (nmz), 1. November 2005

Thema Film und TV
Thesenanschlag zum Reformationstag: Rundfunk statt Dudeljump
Mitinitiator Mirko Sennewald vom Verein Kultur Aktiv:
„Wir sehen uns durch den mdr in keinster Weise repräsentiert“

Neues vom RBB, 1. November 2005

News vom RBB
Der Referent der Intendantin des RBB hatte in seinem Schreiben zu dem Goebbels-Zitat unserer Homepage bemerkt: „Wenn es die Zeit erlaubt, informieren wir uns gern auf Ihrer interessanten Homepage.“ Diese Einschätzung wollen wir nicht enttäuschen und zwei RBB-mäßige Meldungen veröffentlichen.
Wir wissen vom RBB, dass nach einer Anweisung von Musikchef Dr. Christian Detig die neue CD mit Anne-Sophie Mutter von den Musikplanern „sehr häufig“ eingesetzt werden „muss“, dass sich daraus eine geplante Werbekampagne ergibt. In diesem Sinne soll es pro Monat 6 ausgesuchte CDs geben, die besonders „gefeaturet“ werden. Diese Meldung erreichte uns am 24. Oktober, sie ist in dem Artikel „NDR Kultur im Dienste von Platten-Profis?“ gebührend eingearbeitet worden.
Margarete Zander wird neue Kuratorin für den RBB bei „Ultraschall“.
Margarete Zander, die intensiv bei NDR Kultur beschäftigt ist und auch für andere Sender und Kultureinrichtungen arbeitet, übernimmt damit einen Teil der Aufgaben von Martin Demmler, der wegen seines (ungeschickten) Aufklärungsdrangs in der Affäre Musikchef Dr. Detig/Goebbels-Zitat fristlos entlassen worden war. Diese Meldung zu „Ultraschall“ ergänzt unsere Ausführungen zu Margarete Zander in dem Artikel „NDR Kultur im Dienste von Platten-Profis?“

Das GANZE Werk, 30. Oktober 2005: Dokumentation

Stars auf NDR Kultur - Momentaufnahmen im September und Oktober 2005
„Schöner als mit einer Göttin kann der Morgen nicht anfangen“
NDR Kultur im Dienste von Platten-Profis?
Breit angelegte Werbekampagnen für einige auserwählte Stars und keine Orientierung für Musikliebhaber (Dokumentation)
Aus dem Inhalt:
Die jungen Stars der Oper: Anna Netrebko, Josepf Calleja und Villazón Rolando
Wo bleibt zum Beispiel die berühmte finnische Sopranistin Karita Mattila?
Junge Stars zum Mozartjahr 2006: Martin Stadtfeld (Klavier)
Alternativen? Zum Beispiel Piotr Anderszewski (Klavier)
Junge Stars zum Mozartjahr 2006: Julia Fischer (Violine)
Anne-Sophie Mutter kommt mit einem „Porsche“-Orchester ins Schlingern
Missbrauch anderer Musiksätze für die Anne-Sophie-Mutter-Kampagne
Zwei tagsüber vernachlässigte Stars mit Mozart-Violinkonzerten: Baiba Skride und Katrin Scholz
Die Phonoindustrie präsentiert ihre Stars - NDR Kultur ihr ergebener Partner?
... ist NDR Kultur die „Geschmackspolizei“ im Norden Deutschlands?

Frankfurter Rundschau, 26. Oktober 2005

Rundfunkgebühren: ARD will nun doch in Karlsruhe klagen
Das Vorgehen der Bundesländer bei der jüngsten Festsetzung der Rundfunkgebühr kommt auf den verfassungsrechtlichen Prüfstand

Das GANZE Werk, 23. Oktober 2005: Antwort an den Justitiar des NDR

Urheberrecht und Zitatfreiheit
Antwort des Sprecherrates auf den Brief von NDR-Justitiar Dr. Werner Hahn
1. Wir werden am Montag, den 24. Oktober 2005, alle Video- und Audiodateien von der Homepage www.dasganzewerk.de entfernen, die über die Seite „NDR Kultur: Audio- und Videodokumente“ bisher verbreitet wurden. (...)
4. Die Initiative Das GANZE Werk stellt den Antrag, dass sie vom NDR Berechtigungen erhält für das Zitieren von Standardsituationen auf oder zu NDR Kultur: von Trailern - wie es heißt - mit Programm-, Veranstaltungs-, Prominententipps und Vergleichbarem und von Varianten des Jingle. (...)

Frankfurter Rundschau/epd-medien, 21. Oktober 2005

ARD Klage wahrscheinlicher?
Die Ministerpräsidenten der Länder sehen derzeit keine Grundlage, um mit der ARD über ein neues Rundfunkgebühren-Verfahren verhandeln. Damit wird eine Klage der ARD vor dem Bundesverfassungsgericht wahrscheinlicher. Die Länderchefs tagen in Aachen im Rahmen ihrer Jahreskonferenz und fassten dort offenbar keinen förmlichen Beschluss zur Gebührenfrage. epd

Dossier zum Streit bei RBB Kulturradio, 30. Mai bis 21. Oktober 2005

Zwei „stille Skandale“ bei RBB-Kulturradio entwickeln sich zu einem lauten
• RBB-Dossier, Teile 1 bis 8: Die Übersicht
Teil 1: Dokumentation - Moderation und Original-Zitat
Teil 2: Sinkende Hörerzahlen treiben schon seltsame Blüten
Zustimmung, Leichtfertigkeit oder Naivität im Umgang mit einem Zitat von Goebbels?
Ein Zitat, das dem systematischen Ausbau der NS-Herrschaft diente, darf nicht für die Kulturradio-Debatte missbraucht werden!
Teil 3: Musikredakteur Demmler alarmiert drei ARD-Intendanten
Karikatur zu Detigs Einfall - Da sitzen alle ARD-Intendanten an einem großen Konferenztisch, unterschreiben das Goebbels-Zitat...
... und RBB-Musikchef Detig moderiert, für Das Erste.
Teil 4: Zweierlei Maßstab des RBB
Riesenhaft hier
Der kritische Musikredakteur wird als „Straftäter“ und „Denunziant“ entlassen
Zwergenhaft da
Schonend wird die Moderation mit dem Goebbels-Zitat als „nicht glücklich“ kritisiert
Teil 5: Offener Brief zum Goebbels-Zitat
an die Intendantin des RBB und an die Intendanten von NDR und WDR:
„Ich möchte Sie bitten, derartiges in der ARD nicht zuzulassen.“
und die Antwort vom WDR.
Teil 6: Antwort der Intendanz des RBB
„Sie wissen, dass es hausintern eine kritische und konstruktive Debatte
über die Moderation von Christian Detig am 30. Mai 2005 gegeben hat“

Teil 7: Kein leichtfertiger Umgang mit dem Goebbels-Zitat zum Rundfunk!
3 Bilder als Mahnung und 3 Texte zum Nachdenken (Goebbels, Pohle, Detig)

„... Aufgabe, die Hörermasse empfangswillig zu machen für die Stunden, in denen der Staatsbürger angesprochen, informiert, beeinflußt werden sollte.“
Teil 8: Linkliste
a. Das Radio als Propaganda-Instrument in der NS-Zeit (weiterführende Literatur)
b. Zeitungsartikel zur Debatte über RBB-Kulturradio
c. Liste programmatischer Erklärungen zu NDR Kultur

Das GANZE Werk, 20. Oktober 2005

Zu Meldungen von „Hamburger Morgenpost“ und „NDR Presse aktuell“:
Fehlbetrag in Millionenhöhe beim NDR
ZU VIEL WERBUNG FÜR NDR KULTUR?
Werbung, die nicht glaubwürdig ist, ist erst recht Verschwendung
Neue umfangreiche Dokumentation:
Flyer des NDR Kultur Clubs mit 4 Werbebildern und den vollständigen Werbetexten (Pdf - 0,51 MB)
Serie mit 41 Anzeigen im „Hamburger Abendblatt“
14. September bis 31. Dezember 2004 (Pdf - 0,98 MB)

Kritische Masse, 19. Oktober 2005

Bei genauer Auslegung nach VG Wort wären mindestens viele Ausschnitte der Löschliste des NDR zu streichen
Mit freundlichen Grüßen
„Mit freundlichen Grüßen“ sind gerne recht unfreundliche Briefe unterschrieben

14. und 18. Oktober 2005, NDR-Justitiar: Brief - Das GANZE Werk: Presseerklärung

Erklärung der Initiative Das GANZE Werk zu einem Brief des Justitiars des NDR
Hörerzahlen von NDR Kultur fallen - Proteste gehen weiter
Der NDR verbietet der Initiative Das GANZE Werk,
auf ihrer Homepage Originalausschnitte zu NDR Kultur zu verbreiten

Der NDR will der Initiative eine Knebelverpflichtung aufzwingen und die Zitatfreiheit bei Sendungen des NDR abschaffen
Justitiar Dr. Werner Hahn schreibt in einem Brief vom 14. Oktober 2005
an die Initiative Das GANZE Werk:
... wir haben festgestellt, dass die Initiative Das GANZE Werk in ihrem Online-Angebot unter http://www.dasganzewerk.de Beiträge des NDR eingestellt hat. Zu derartigen Übernahmen ist Das GANZE Werk nicht berechtigt, da keine entsprechenden urheberrechtlichen Nutzungsrechte bestehen. Wir müssen Sie daher auffordern, (...) die beigefügte Unterlassungs- und Verpflichtungserklärung abzugeben. Ihrer Mitteilung, dass Sie unserer Aufforderung Folge leisten, sehen wir bis zum Montag, den 24. Oktober 2005 - hier eingehend - entgegen.
Die Initiative soll in einem vom NDR vorbereiteten Text vor allem erklären:
zu unterlassen, im Online-Angebot der Initiative Das GANZE Werk unter http://dasganzewerk.de Hörfunk- und Fernseh-Beiträge des NDR ganz oder in Ausschnitten ohne entsprechende urheberrechtliche Nutzungsrechte zu übernehmen und zu verbreiten.

NDR Fernsehen, 13. Oktber 2005, Prominenten-Werbung für NDR Kultur - Teil 4

Neuer Spot für NDR Kultur im Fernsehen...
Klarinettistin Sabine Meyer hat ein Problem:
„Vor jedem Konzert das Gleiche. Lampenfieber. Ich versuche es abzuschütteln, es zu überlisten. Aber das Lampenfieber folgt mir überallhin. Da hilft dann nur noch eins: Ich höre NDR Kultur.“
Unser Kommentar: Hier liegt wohl eine Verwechslung vor. So ein Dauermix aus kurzen Musikstücken und aufdringlichem Wort auf NDR Kultur kann empfindliche Künstler doch nur noch weiter reizen. Zur Entspannung ist wohl der Tipp von NDR-Hörfunkdirektor Romann gemeint: „Wer tagsüber eine ganze Symphonie (...) hören möchte, hat die Möglichkeit, eine CD oder eine Schallplatte aufzulegen.“
PS: Werden zur Belohnung in Zukunft mehr Einzelsätze mit Sabine Meyer gesendet?

NDR Fernsehen, 13. Oktber 2005, Prominenten-Werbung für NDR Kultur - Teil 3

Neuer Spot für NDR Kultur im Fernsehen...
Schauspieler Christian Quadflieg als passionierter Leser ratlos mit seinen vielen Büchern:
„Lesen ist eine Leidenschaft. Und Bücher kann man nie genug haben. Es gibt unzählige, die man einfach gelesen haben muss. Doch wo fängt man an? Na ja, man muss Bücher nicht immer lesen. Schließlich kann man sie auch hören. Ich höre NDR Kultur.“
Unser Kommentar: NDR Kultur hat zwar „Am Morgen vorgelesen“ im Programm gelassen, muss man aber deshalb den Zuschauern ein ansonsten tagsüber bunt zusammengewürfeltes Programm aus einzelnen Musiksätzen und hektischen
Wortbeiträgen empfehlen? Da geht die ihm lieb gewordene Literatur völlig unter.

DIE ZEIT (Nr. 28) und Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 7. Juli 2005

Götz Alsmann: Ich habe einen Traum
»Die Hörer stürmen die lokalen Radiosender. Auf einmal merken sie, dass das Musikprogramm zentral gesteuert wird. Sie lassen sich das nicht länger gefallen«
Dazu: Kurzbericht in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung

Offener Brief an 3 Intendanten, 28. September 2005

• Offener Brief an die Intendanten von NDR, RBB und WDR, eine Antwort vom WDR
„Ich möchte Sie bitten, derartiges in der ARD nicht zuzulassen.“
Teil 5 zu Detigs Moderation beim RBB mit dem Goebbels-Zitat
• RBB-Dossier, Teile 1 bis 8: Die Übersicht

NDR Kultur, 7. Oktober 2005: Geburtstagsplanung

18.41 Uhr: Plötzlich feiert der Cellist Yo-Yo Ma seinen 50. Geburtstag
NDR Kultur, der Sender mit den vielen Kulturtipps...
Kurzfristig ein Tipp von Sony? Wenigstens für Sony!

Ein Konzertsatz von W.A.Mozart mit Julia Fischer (Violine) muss dafür weichen.

NDR Kultur, Matinee, 6. Oktober 2005: Moderatoren-Weisheiten

Fünf eigenständige Moderationsbeiträge von Ulrich Kühn:
„Vielleicht“ könnte Ulrich Kühn diese Sprüche ganz einfach bleiben lassen?
- „Der Umweg ist das Ziel“ - Zynismus pur für die Hörer
- Das „Vergnügen“ des „Zuhörens“ - nur bei einem Tanz?
- „Bonbon am Donnerstag“ mit Napoleon - wo bleibt die Pointe?
- „Denkpause“, „pausenloses Denken“ - ein Denkmal für Herrn Kühn!
- Von der Kultur zum Trivialen - auf NDR Kultur.

Enquete-Kommission des 15. Deutschen Bundestages, 7. Oktober 2005: Wortprotokoll

Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des 15. Deutschen Bundestages
Ausschnitte aus dem Protokoll der Anhörung am 18. April 2005 zu den Schwerpunkten Qualität und Quote
Die Anhörung bestätigt unsere Forderung: Tagsüber mindestens 4 Stunden lang Musiksendungen mit ganzen Werken!
Oft wurde die Musik-Zerstückelung auf NDR Kultur angesprochen
Interessante Beiträge u.a. von Wolfgang Knauer

NDR Kultur, 2. Oktber 2005: Der Moderator kennt seinen Plan, aber nicht die Musik...

NDR Kultur Opfer seiner Einsätzigkeit - Ahnungsloser Moderator in der Falle
Kennen Sie die Sinfonie mit dem Paukenschlag? Wissen Sie auch, in welchem Satz der 94. Sinfonie von Joseph Haydn es erst ganz leise wird, bis die Pauke dann auch den Letzten weckt - so die Anekdote? Wahrscheinlich. Es ist der zweite Satz, durch den die Sinfonie in der Musikliteratur ihren Namen bekam, in der englischsprachigen Literatur den Namen „The Surprise“ (die Überraschung).
Und nun kommt die Überraschung mit der Überraschung.

Wieder Prominentenwerbung auf NDR Kultur, 4. Oktber 2005

3. Oktober 2005, 16.15 Uhr, Prominentenwerbung im Programm von NDR Kultur,
nach dem Werbespot folgt ein Konzertsatz mit dem Cellisten Daniel Müller-Schott
Lange Zeit ignorierte NDR Kultur den Künstler...
Eine CD-Produktion, ein Festival-Konzert und Prominentenwerbung machen ihn zu einem Liebling des Senders
Die musikalische Unterstützung bleibt jedoch lückenhaft

Neue Fernsehwerbung für NDR Kultur - Teil 2, 4. Oktber 2005

NDR Kultur schon wieder im Fernsehen...
Schauspieler Peter Lohmeyer als passionierter Fußballer in seinem Element:
„Fußball ist für mich Kultur. (...) Fußball ist für mich aber auch Konzentrationskultur und Präzisionskultur. Aber am Ende des Tages interessiere ich mich vor allem für Hörkultur. Ich höre NDR Kultur.“
Unser Kommentar: Schöne Kultur, jede Leistung ist Kultur!? Für Frau Mirow, Wellenchefin von NDR Kultur, ist der VW-Golf ebenfalls Kultur. - Als „Hörkultur“ stellen wir uns etwas anderes als diese Musik-Brocken-Sammlung vor, auch um 22.35 Uhr bei „Klassisch in die Nacht“ - das ist eine Fehlleistung.

Neue Fernsehwerbung für NDR Kultur - Teil 1, 3. Oktber 2005

NDR Kultur geht ins Fernsehen...
Hörerrückgang für NDR Kultur.
In der Not macht dann auch das NDR-Fernsehen Reklame.
Zum Beispiel: Dominique Horwitz hat die „Kunst des Hörens“ entdeckt.
Wahrscheinlich erfüllt er beim NDR nur seine Vertragspflichten als Künstler. Er war gerade erst am 30. September 2005 Interview-Gast bei „Klassik à la Carte“ und trat abends mit dem NDR Pops Orchestra in Hannover auf. Wenn er NDR Kultur wirklich hören würde, würde er nicht mehr behaupten:
„Manchmal höre ich einfach nur, was ich hören will. Ich höre NDR Kultur.“
Wir Hörer von NDR Kultur dürfen wenigstens nicht hören, was wir wollen, zum Beispiel tagsüber mindestens vier Stunden lang ganze Werke.
PS: Ist die Firma Technics an der Produktion beteiligt?

NDR Kultur, 29. September 2005

NDR-Kultur-Eigenwerbung offensiv
Moderatorin: „... zum Glück gibt es ja...“
Der Sender: Jingle. „NDR Kultur - der Klassiker.“ Glückwunsch, M.B. ...

epd medien Nr. 72/2005, 24. September 2005

Interview mit dem ARD-Vorsitzenden Thomas Gruber (2 Ausschnitte)
„Hygiene in der redaktionellen Auswahl“
Der öffentlich-rechtliche Rundfunks kann es sich leisten, nur auf die Interessen der Allgemeinheit zu achten, und muss sich nicht ökonomischen Partikularinteressen dienstbar machen

Sprecherrat der Initiative Das GANZE Werk, 20. September 2005

Schneller Wechsel von Wort und Musik - Das Konzept der sogenannten „aktuellen Kulturberichterstattung“ ist eine Fessel für Kultur und Musik
Der Sprecherrat des GANZEN Werks präsentiert: Dokumentation und Analyse von 4 Stunden auf NDR Kultur (Freitag, 17. Juni 2005, 7 bis 11 Uhr)
NDR Kultur: Auf ein Musikstück von 5 Minuten entfällt jeweils ein Beitrag mit Werbung für NDR Kultur und seine Partner
Im übrigen halten wir die Werbepraxis von NDR Kultur für rechtlich unzulässig
Gesamtübersicht: Musikstücke, Wortbeiträge (Tabelle 1 - Pdf)

Sprecherrat der Initiative Das GANZE Werk, 18. September 2005

Zur Diskussion gestellt
Die unzulässige Praxis der ARD mit den „Hinweisen auf eigene Programme und auf Begleitmaterialien“
Die ARD-Werberichtlinien hebeln den Rundfunkstaatsvertrag aus
Die Beispiele in dem Artikel stammen aus unserer Dokumentation zum Programm von NDR Kultur am 17. Juni 2005 (7 bis 11 Uhr)

Das GANZE Werk, 17. September 2005

Zu den fallenden Hörerzahlen von NDR Kultur
Die Geschichte vom Zahlenverwalter und vom kleinen Prinzen
Mit 5-Minuten-Musikstücken und ständiger Werbung
für NDR Kultur und seine Partner können keine Begeisterungsstürme entfesselt werden...
NDR Kultur - Hörer gestern (Mo-Fr)
Gebiet 2005 I (März) 2005 II (Juli)
Hamburg 2,6 % 2,1 %
Niedersachsen 1,9 % 1,9 %
Mecklenburg-Vorpommern  1,5 % 0,8 %
Schleswig-Holstein 2,2 % 2,1 %
NDR-Sendegebiet 2,0 % 1,8 %
oder 227.000 209.000

Das GANZE Werk, 16. Setember 2005

Kurzrezension von Herbert Jühlke
„Nie wieder Rundfunkgebühren“ von Bernd Höcker
1. Bestandsaufnahme: Praxis der ARD und der GEZ
2. Konsequenzen von Bernd Höcker
Mit einer Vorbemerkung der Redaktion www.dasganzewerk.de gegen Gebührenboykott

Leipziger Volkszeitung, 8. September 2005

Interview mit dem MDR-Intendanten Udo Reiter
„Auch der Musiksommer gehört zur Sparliste“
„Den Musiksommer etwa müssen wir weiter kürzen, möglicherweise irgendwann ganz einstellen.“ - Kürzungen auch beim MDR Sinfonieorchester

Im Hans-Bredow-Institut Hamburg gefunden: 8. September 2005

• Das von Christian Detig vorgetragene Goebbels-Zitat - siehe RBB-Streit - ist sogar an zwei Stellen unvollständig vorgetragen worden. Den Ausschnitt, den Detig benutzt, zitierte Heinz Pohle im Jahr 1955 vollständig. Bei Detig fehlt der programmatisch entscheidende Satz (Seite 281 unten):
„(Das Programm) soll in einer klugen und psychologisch geschickten Mischung Belehrung, Anregung, Entspannung und Unterhaltung bieten.“
Auch die anschließenden Ausführungen von Heinz Pohle zum Verhältnis von Unterhaltung und Propaganda sind sehr lesenswert:
„... so können wir nun sehr wohl sagen, daß auch die vermehrten Programme unter dem Akzent der leichten Unterhaltung, die eine Verflachung des Niveaus aller Teile der Rundfunkprogrammgestaltung nach sich zogen, ihre politisch-propagandistische Aufgabe hatten, nämlich, die Hörermasse empfangswillig zu machen und empfangsbereit zu halten für die Stunden, in denen der Staatsbürger angesprochen, informiert und aufgeklärt, d. h. beeinflußt werden sollte.“ mehr...
• RBB-Dossier, Teile 1 bis 8: Die Übersicht

dpa, nach Frankfurter Rundschau, 24. August 2005

Eine gewisse Alternative. Sie löst das Problem NDR Kultur nicht, bringt aber Konkurrenz für den Sender:
ARD PER SATELLIT - 53 Radioprogramme digital zu empfangen

Luxemburg · Die ARD strahlt mit Beginn der Internationalen Funkausstellung (IFA) 53 Radioprogramme digital über Astra-Satelliten aus. Die Sender sind damit flächendeckend nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa empfangbar, teilte der Satellitenbetreiber SES Astra am Dienstag in Luxemburg mit. Die Zahl der digital in der DVB-S-Technik übertragenen ARD-Radioprogramme wird damit mehr als verdoppelt: Bisher waren es nur 22 Programme, die digital über den Satelliten liefen.
Die 53 Radioprogramme sind unverschlüsselt und können mit den gleichen Geräten empfangen werden, die für den Empfang des digitalen Satellitenfernsehens benutzt werden. dpa

Hörerzuschrift zu NDR Kultur, 23. August 2005

Die negative Seite der Werbung, Eigenwerbung usw. auf NDR Kultur
„Volkes Stimme“: Warum lieber Klassik Radio als NDR Kultur

Lieber Herr Clostermann, bei dem gestrigen herrlichen Wetter zog es uns auf dem Fahrrad in den Klövensteen, und wie das dann so ist, unterwegs trifft man unverhofft jemanden. Eine alte Bekannte, lange nicht mehr gesehen, wir kommen natürlich ins Klönen und landen ...beim Rundfunk. Die modernen Schlager wären nicht unbedingt ihr Fall, sie hielte es dann doch mehr mit klassischer Musik, ohne allerdings eine große Enthusiastin dieser Musik zu sein, einfach so zur Untermalung im Hintergrund. Früher hörte sie NDR 3 und Radio 3, anfangs auch noch NDR KULTUR, seit geraumer Zeit ist sie aber nun bei Klassik Radio gelandet. Und nun kommt es: NDR KULTUR bestände ja nur noch aus penetranter Eigenwerbung und aus dem Programmzusammenhang gerissenen flachen Wortbeiträgen, dagegen wäre das Programm von Klassik Radio „geschmeidiger“; es sei einfach gefälliger, ohne einen Anspruch auf die Vermittlung von Kultur zu erheben. Volkes Stimme, nichts ist dem hinzuzufügen.

Dossier zum Streit bei RBB Kulturradio, 20. August 2005

Neu: Teile 3 und 8 zur Moderation von Musikchef Detig mit dem Goebbels-Zitat
Teil 3: Musikredakteur Demmler alarmiert drei ARD-Intendanten
Karikatur zu Detigs Einfall - Da sitzen alle ARD-Intendanten an einem großen Konferenztisch, unterschreiben das Goebbels-Zitat...
... und RBB-Musikchef Detig moderiert, für Das Erste.
Teil 8: Linkliste
a. Das Radio als Propaganda-Instrument in der NS-Zeit (weiterführende Literatur)
b. Zeitungsartikel zur Debatte über RBB-Kulturradio
c. Liste programmatischer Erklärungen zu NDR Kultur
• RBB-Dossier, Teile 1 bis 8: Die Übersicht

Frankfurter Rundschau, 18. August 2005

Kritiker der Radioprogrammpolitik des Hessischen Rundfunks sehen sich durch die Mediaanalyse 2005 II bestätigt
Es scheint, dass Abschalten vielen leichter fällt als Umschalten
Was vom Tage übrig blieb

Berlin, Bitte um Unterstützung, 15. August 2005

An das GANZE Werk
Theodor Clostermann
Möglicherweise sind die jüngsten Ereignisse (Berlin, RBB) für Sie von Interesse.
Die Ähnlichkeiten zwischen dem Goebbels-Zitat und heutigen „Zielvorgaben“ bei umstrittenen Programmreformen sind erschreckend. Der fristlos gekündigte Redakteur ist der verantwortliche, engagierte Redakteur für Neue Musik beim RBB ­ Musik der Gegenwart, Festival Ultraschall.

Ein RBB-Hörer in Berlin, 15. Augut 2005
RBB-Dossier, Teile 1 bis 8: Die Übersicht

FAZ, dpa, Berliner Morgenpost, DIE WELT, Der Tagesspiegel, RBB, 10. und 11. August 2005

FAZ ordnet Straftaten und Denunziationen als „Ungeschicklichkeiten“ ein
Leserbrief des RBB-Sprechers an die Frankfurter Allgemeine Zeitung (vollständig)
RBB-Kulturradio: Goebbels-Zitat mit Folgen, Der Tagesspiegel, 11. August 2005
Denunziant muß gehen - Streit um Zitat von Goebbels im RBB
DIE WELT, 11. August 2005
„Steile Anmoderation“, Berliner Morgenpost, 11. August 2005
Der Streit um ein Goebbels-Zitat sorgt für erhebliche Unruhe im RBB
Streit um Goebbels-Zitat im RBB-Kulturradio, dpa, 10. August 2005
Bitte anschnallen, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. August 2005
Ein Goebbels-Zitat im Radio sorgt im RBB für Aufruhr
• RBB-Dossier, Teile 1 bis 8: Die Übersicht

RETTE DEIN RADIO!, 3. August 2005

Beim Hessischen Rundfunk geht das Konzept der Programmmacher nicht auf
„Augen zu und durch?“
Ein Viertel der Hörer von hr1 schaltet ab
Analyse der neuen Hörerzahlen nach der MA 2005 II

ARD-Rundfunkräte, ZDF-Fernsehrat, ARD-Intendanten, 28. Juli bis 2. August 2005

Stellungnahmen und Beschlüsse zum Schleichwerbe-Skandal
• ARD-Schaltkonferenz bestimmt SWR-Justiziar Dr. Hermann Eicher zum Vorsitzenden
ARD hat Clearing-Stelle gegen Schleichwerbung eingerichtet
ARD-Vorsitzender Gruber: „Wir wollen, dass die ARD am Ende dieses Prozesses unabhängiger und damit glaubwürdiger dasteht als vor der aktuellen Krise.“
• Beschluss des Rundfunkrats des Bayerischen Rundfunks, 28. Juli 2005
Gemeinsam gegen Schleichwerbung
Der Gebührenzahler hat gegenüber den Rundfunkanstalten einen Anspruch auf objektive und unbeeinflusste Information
• Rundfunkräte für schärfere Kontrollen - aber Werbung soll bleiben
„Verbot wäre ein Irrweg“
„Wir hätten das kontrollieren können, wir haben es aber nicht gemacht.“
Frankfurter Rundschau, 2. August 2005

Media-Analyse Hörfunk 2005 II, 19. Juli 2005 (modifiziert am 23. Juli 2005)

Es ist so seltsam still... Weitere Zahlen sind uns nicht bekannt.
Grund zum Jubel, den gibt es für reichlich Radiosender, schaut man sich eine Übersicht mit den Meldungen zu den gerade veröffentlichten Zuhörer-Zahlen an. Da ist die Stellungnahme des Stellvertretenden NDR-Intendanten Lampe zu NDR Kultur doch bescheidener: „NDR Kultur bleibt mit 1,9 Prozent Hörer gestern im Sendegebiet (Montag bis Sonntag) stabil. Bei der ersten Zahlenrunde im März hieß es: NDR Kultur „erreicht jetzt 2,0 Prozent Hörer gestern im Sendegebiet (Montag bis Freitag)“. Merken Sie etwas?
„Stabil“ kritikwürdig ist jedenfalls die Gestaltung des Programms geblieben, das beweisen wir auf dieser Homepage x-fach. Im März waren es „täglich 274.000 Menschen“, heute sind es „täglich (...) 265.000 Menschen“ in ganz Deutschland, „stabil“, was soll man da sonst sagen.
Zur genauen Information gibt es für Hamburg Zahlen von der HAM. Wir vergleichen die offiziellen Zahlen in der Tradition des NDR für „Hörer gestern“, Montag bis Freitag“, dort auf Seite 2:
        ma2005/II: 2,1 %     ma 2005/I: 2,6 %
In Hamburg ein satter Rückgang um 19,2 % oder ca. 6.400 Hörer (Basis MA 2005 I: 1,282 Mio. Hörer, davon 2,6 % vorher zu 2,1 % jetzt oder rechnerisch 33.332 zu 26.922).
Zu Mecklenburg-Vorpommern schreibt die „Schweriner Volkszeitung“: „NDR Kultur laufen Hörer weg“ und „Bei NDR Kultur hingegen halbierte sich die Hörerschaft auf 11.000 (-12.000). Der Kulturkanal hatte bereits bei der vorangegangenen Erhebung 8.000 Hörer verloren.“
Oben ein Rückgang bundesweit von 9.000 Hörern, eben bei zwei Bundesländern schon ein Rückgang von ca. 18.400. Wo hat NDR Kultur dann zugelegt? Oder war der Gesamtverlust höher, weil die Zahlen oben nicht vergleichbar sind?
Wir wissen es (noch) nicht, Geheimwissen des NDR.

Am Morgen vorgelesen, 21. Juli 2005

BELLETIRILI - E-Mail einer Hörerin aus Norderstedt
NDR Kultur beginnt mit einer neuen Lesereihe. Margriet de Moor, DER VIRTUOSE.
„Ich befürchte, daß die NDR-Reform nun auch ‚Das kulturelle Wort‘ erfaßt.“

Frankfurter Rundschau, 21. Juli 2005, verbraucherzentrale Bundesverband, 20. Juli 2005

Streit um die EU-Fernsehrichtlinie „Fernsehen ohne Grenzen“
Produkt-Platzierung - Tatort rechtsfreier Raum
Verbraucherschützer warnen, Brüssel kontert
„EU will Schleichwerbung erlauben“
Trennung von Inhalt und Werbung soll durch neue Fernsehrichtlinie gekippt werden
vzbv: „Redaktionen werden käuflich“
• EU-Kommission - Konsultationspapier zur EU-Richtlinie "Fernsehen ohne Grenzen"
Unterabschnitt „Kommerzielle Kommunikation“

NDR Kultur, Kartenverlosung, 13. Juli 2005: Matinee

Genau eine Woche später: wieder eine Kartenverlosung für die „Festspiele Mecklenburg-Vorpommern“. Die Aktion findet offensichtlich nach einem vereinbarten Plan statt. Nicht nach Plan verläuft aber die Verlosung. Entweder ist es eine Panne oder ein besonderer Werbegag... mehr...

Hörer G.K. (z.Zt. USA) über Alternativen, 13. Juli 2005

Eine Erfahrung aus den USA, in Europa als Heimat kultureller Barbarei verschrieen,
Playlist einer Station in North Carolina:
Ausser im Morgenprogramm alles vollständige Werke
Nein, die neue Heimat kultureller Barbarei ist die norddeutsche Tiefebene

NDR Kultur, 10. Juli 2005, 13 - 14 Uhr, „Concerto“

„Concerto“ mal wieder in fremden Gefilden
„Concerto“ war bei NDR 3 und Radio 3 die Sendung für die Freunde und Liebhaber der Alten Musik. Heute heißt es nur noch: „NDR Kultur Concerto sorgt für die sonntägliche Stimmung mit Musik aus dem Barock und der frühen Klassik.“
Zwischen 13 und 14 Uhr hören wir heute unter anderem Stücke von Michail Glinka (1804 - 1857), Arthur Sullivan (1842 - 1900) und Gerónimo Giménez (1854-1923). Vor einigen Wochen war stattdessen noch Musik von Luigi Boccherini (1743 - 1805) und Georg Matthias Monn (1717-1750) angekündigt worden.

8. Juli 2005 - Urlaubszeit - Klassiksender im Ausland - Aufruf

Hat NDR Kultur wirklich das Programm erfunden, das „Lust auf Klassik“ macht?
Der NDR behauptet es. Erweist sich unsere regionale Rundfunkanstalt als künstlerischer Nabel Europas?
Das musikalische Stückwerk tagsüber und die ständigen Wortbeiträge dazwischen werden es doch wohl nicht sein.
Warum senden dann auch andere ausländische Rundfunkanstalten tagsüber ungekürzte Kompositionen?
Beispiele:
DR P2 in Dänemark
BBC 3 in Großbritannien
NL Radio 4 in den Niederlanden
DRS 2 in der Schweiz
Sollten Sie im Urlaub in Europa unterwegs sein, werden Sie sicherlich auch solche erfreuliche Erfahrungen machen können. Dankbar sind wir Ihnen, wenn Sie uns hinterher davon berichten. Zum Beipiel, wie umfangreich und mit welchem Konzept welcher Sender ganze Werke bringt.

NDR Kultur, Fallbeispiele vom 6. Juli 2005: Matinee

NDR Kultur, 6. Juli 2005, Matinee, 10 bis 11 Uhr. Wundersames ist zu hören:
Moderatorin: „NDR Kultur mit dem Rondo aus dem Klavierkonzert Nr. 1 C-Dur opus 15 von Ludwig van Beethoven. Mauricio Pollini wurde begleitet von den Berliner Philharmonikern, am Pult stand Claudio Abbado. Surfen ist ein Sport, Surfen ist ein Lebensgfühl. Verrückt zu sein nach den Wellen, süchtig nach dem Wind. (...) In ‚Riding Giants‘, der morgen in die Kinos kommt, entwirft Regisseur Stacy Peralta eine kleine Kulturgeschichte des Wellenreitens. Moritz Holfelder hat den Film für uns gesehen.“
Moritz Holfelder: „Surfer sind die Rocker des Wassersports (...). Die Welle ist für den Surfer wie eine Frau oder auch Mutter: Sie liebt ihn, sie umfängt ihn, sie gebiert ihn, wenn sich der Kamm in perfekte Rundung schon wieder Richtung Wasseroberfläche krümmt und der Surfer aus dem so gebildeten Tunnel hervorschießt.“

„Morgen kommt er in die Kinos“
„Riding Giants“ auf NDR Kultur - Unnötig und Schleichwerbung?
Krasser Fall der üblichen Masche, Werbebotschaften als „Kultur“ zu tarnen
• Was bleibt von der Sendestunde übrig - ohne Kartenverlosung, Filmvorstellung und NDR-Kultur-Eigenwerbung?
Musikalisches Surfen durch Höhen und Tiefen...
Ein Hörprotokoll
• Missbrauch der „Kulturinformationen“ in vier Fällen
Versuch einer rechtlichen Bewertung
• Rundfunkstaatsvertrag und NDR-Staatsvertrag (bisher)
Wichtige Ausschnitte zu Programm, Rundfunkrat, Werbung usw.

Praxis von NDR Kultur, 4. Juli 2005, „Klassik à la Carte“

Rolf Beck zu Gast bei „Klassik à la Carte“ – zum Kartenverkauf
Auch wenn er SHMF-Intendant und NDR-Musikchef ist:
Ein bisschen schleichende Unterstützung macht sich gut

SHMF-Intendant Beck: „Wir hoffen mit der Unterstützung der Medien und auch des NDR, dass die Menschen sich noch für die Konzerte entscheiden“
Moderatorin: „Wir wünschen Ihnen alles, was zu einem erfolgreichen Festival dazugehört“

NDR: Thesen über NDR Kultur • Das GANZE Werk, 4. Juli 2005: 2 Kommentare

Zu Thesen über NDR Kultur von Hörfunkdirektor Romann (21. Januar 2005)
• Recherche der Initiative Das GANZE Werk und Kommentar in der Form eines fiktiven Streitgesprächs von Theodor Clostermann
Manupulation des Hörerwillens auf NDR Kultur?
Erst legen Sie fest, dass für das System der „kulturellen Wortbeiträge“ ein Musikstück durchschnittlich 6 Minuten dauert,
und dann behaupten Sie noch, die Hörer hätten „nicht genügend Zeit und Muße“ für „längere komplexe Werke“.
• Kommentar zum „Komplexen“ von Ludolf Baucke
Norddeutscher K-Wirrwarr
• Ausschnitt aus einem Brief von Hörfunkdirektor Romann vom 21. Januar 2005
Thesen über NDR Kultur
„Der gefundene programmliche Kompromiss wird - denke ich - allen gerecht...“

NDR Kultur, 8. Juni 2005, und DIE WELT, 29. Juni 2005 (Dokumentation, Kommentar)

Anzeige: „Ich höre NDR Kultur.“ Anne Will
Kommentar: Reklame für eine Selbstverständlichkeit? Täuschung? Verschwendung?
Zwei eigene Vorschläge für Werbung mit NDR-Programmmachern
• Anne Will macht auch NDR Kultur:
„Zwischentöne“ mit Alice Schwarzer
Dokumentation von 3 bemerkenswerten Ausschnitten bei „Klassik à la Carte“
(Sexualität in der Geschichte - Der Appell der 374 im „Stern“ - Elvis Presley)

NDR Kultur, 26. Juni 2005, 14.03 - 18.00 Uhr, Klassikboulevard

„Rauchende Köpfe, weil die Temperaturen ziemlich an der Oberspitze grenzen“
„Plaudertasche“ Moreno als Wetterexpertin
Von Ludolf Baucke in der Nordheide beim Autofahren aufgeschnappt
Zugabe: Ein paar übliche Merkwürdigkeiten auf NDR Kultur

26. Juni 2005: NDR Kultur-„Concerto“, WDR 3 und Bayern 4 Klassik

„Concerto“ - inzwischen eine Mogelpackung
NDR Kultur („Concerto“), WDR 3 („Am Sonntagmorgen“) und Bayern 4 Klassik („Barocco“) im Vergleich am 26. Juni 2005

Interessante Zitate - die Quote, die Musikliebhaber

„Immer kritisch prüfen, ob man sich nicht auch von der Quote beeinflussen lässt”
Ministerpräsident Wulff beim Empfang in Celle: 50 Jahre NDR Rundfunkrat, 17.6.2005
"In der Sehnsucht nach tollen Quoten" nicht vergessen, "was Minderheiten auch noch interessiert"
Angela Merkel während der "CDU MediaNight", 14. Juni 2005
"Wir müssen die an klassischer Musik Interessierten hegen und pflegen."
Barbara Mirow beim Symposium "Hamburgs Kinder brauchen mehr Musik", 13.6.2005
"...und dann gibt's für Sie geplante Hörfreude ... mit NDR Kultur"
Ankündigung einer Broschüre zum Festspielsommer, NDR Kultur, 17.6.2005

2 Briefe von Hörern an den NDR, Februar 2004 und Juni 2005

• Ein Satz aus der Haydn-Sinfonie „La Poule“ als Frühstücksei
Wettlauf um die "klingende Speisekarte"
Illustrierte Realsatire
• Brief eines Hörers aus Göttingen nach der Veröffentlichung des Editorals der neuen Wellenchefin, Barbara Mirow, im Klassikclub Magazin 01/2004
Die Reform wurde im Elfenbeinturm des NDR erarbeitet unter Ausschluss der Hörer
Ein 1-2 seitiger Fragebogen, beigelegt im Klassikclub-Magazin, hätte Ihnen aufzeigen können, ob die Mitglieder Reformen wünschen

17. Juni 2005: Wortbeiträge von NDR Kultur „auf der Goldwaage“

Das Hamburger Abendblatt zitiert heute, am 25. Juni 2005, von der neuen Leiterin der NDR-Wirtschaftsredaktion, Hanni Hüsch, dass „jeder gesendete Satz unter Beobachtung steht und auf der Goldwaage liegt“. Das ist unser Maßstab für die aktuelle Kulturberichterstattung von NDR Kultur, die Peter Ahlmann für uns am 17. Juni 2005 aufgezeichnet hat.
Gütesiegel der Professionalität? Schutz vor Geschmackslosigkeiten?
• 18.15 Uhr Ein Kalenderblatt
Flachsinn - Hans-Jürgen Mende erinnert an Eddy Merckx und Dean Martin
„Irgendwie ist es doch so, als hätte er erst gestern das Gelbe Trikot getragen...“
• Kommentar zu der Reportage um 17.06 Uhr von Kai Küstner
Celler Lobeshymnen stimmen nachdenklich
Professorale Professionalität - und doch nur eine Kopie 1:1
• 17.06 Uhr Kultur Aktuell, Reportage von Kai Küstner (Stuttgart)
50-jähriges Jubiläum des NDR Rundfunkrates
Intendant Prof. Plog: Wenn man sich die kommerzielle Konkurrenz ansehe, so würden wohl eher dort die Geschmacksgrenzen leidenschaftlich getestet
• 16.30 Uhr Focus Kultur, Ausstellungseröffnung
Picasso - Badende: "Spitz wie Felsen..."
Eine von NDR Kultur gesendete Geschmacklosigkeit?
• 7.25 Uhr Moderation des Moderators
Ankündigung einer Broschüre zum Festspielsommer
"...und dann gibt's für Sie geplante Hörfreude ... mit NDR Kultur"

17. Juni 2005: 50 Jahre NDR Rundfunkrat

• 50-jähriges Jubiläum des NDR-Rundfunkrates im Celler Schlosstheater
Wulff macht sich für ARD-Politik-Magazine stark
Cellesche Zeitung, Lokales Celle, 18. Juni 2005
50 Jahre NDR Rundfunkrat: Empfang in Celle
NDR - Presse aktuell, Pressemeldung und Homepage, 17. Juni 2005
• NDR Kultur, 17. Juni 2005, 17.06 Kultur Aktuell, Reportage
50-jähriges Jubiläum des NDR Rundfunkrates
Intendant Prof. Plog: Wenn man sich die kommerzielle Konkurrenz ansehe, so würden wohl eher dort die Geschmacksgrenzen leidenschaftlich getestet
• 50 Jahre NDR Rundfunkrat - Gegenüberstellung der drei Berichte
Einseitige Berichterstattung von NDR - Presse aktuell und NDR-Homepage
NDR - Presse aktuell: Viel NDR-Selbstdarstellung, Kritik von Wulff wird verschwiegen
"Die Nachrichtengebung muss allgemein, unabhängig und objektiv sein"
(NDR-Staatsvertrag)

die tageszeitung (taz), 14. - 16. Juni 2005: Eine schwere Woche der ARD

Von wegen endgültig, taz, 16. Juni 2005
Die Macher der ARD-Politmagazine wollen plötzlich gegen die just beschlossenen Kürzungen mobilisieren
Dümmer, als der Stammgast erlaubt , taz, 15. Juni 2005
Kommentar über Fernsehen
Die ARD sollte sich ein Beispiel nehmen am guten alten Dorfklatsch: Der setzt auf Öffentlichkeit und nicht auf Quote - für Informationsprogramme ist die Quote ein ziemlich alberner Maßstab
Auf nach Karlsruhe, taz, 15. Juni 2005
ARD will Gebührenstreit vor Bundesverfassungsgericht, Politmagazin-Kürzungen beschlossen, Schleichwerbe-Konsequenzen weiter offen
Achtung, Baustelle!, taz, 14. Juni 2005
Intendanten haften für ihre Sender: Die ARD verkündet heute, wie es mit Schleichwerbung, Magazin-Kürzung und Verfassungsklage weitergeht

Kurzmeldungen, Kurzkritiken von Hörern, 15. Juni 2005

Wohl gesetzte Worte zum Geburtstag des GANZEN Werkes

Das GANZE Werk - 1. Geburtstag - Presseerklärung, 15. Juni 2005

Seit einem Jahr besteht die Initiative Das GANZE Werk - eine Bilanz
Am 15. Juni 2004 wurde die Initiative Das GANZE Werk auf einer Veranstaltung in der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg gegründet, DIE WELT berichtete ausführlich darüber. Die Initiative macht unverändert den Kompromissvorschlag, dass NDR Kultur in der Zeit zwischen 6.00 und 19.00 Uhr täglich vier Stunden Musiksendungen mit ganzen Werken bringt, ohne Jingle und ohne sachfremde Wortbeiträge wie NDR-Eigenwerbung. Diesen Vorschlag haben bisher über 4.000 Musikfreunde unterschrieben. Die Initiative hat heute über 1.800 Mitglieder...
In diesem Jahr haben wir leider erfahren müssen...
• dass die Verantwortlichen des NDR stur bei dem Prinzip des musikalischen Einzelsatzes und des Jingle bleiben...
In diesen zwölf Monaten haben wir erleben dürfen...
• dass die neue musikzeitung des ConBrio-Verlages der Initiative Ende Juli 2004 die Homepage www.dasganzewerk.de spendierte...
In diesen 365 Tagen haben wir wirkungsvoll gezeigt...
• dass die Gruppe der Musikliebhaber eine bedeutsame Hörergruppe von NDR Kultur ist, die zu Recht darauf besteht, dass NDR Kultur für die Gebühren der Hörer den Kultur- und Bildungsauftrag nach § 5 des Rundfunkstaatsvertrages erfüllt und dass der NDR-Rundfunkrat wirklich "die Vielfalt der Meinungen der Bürger und Bürgerinnen" nach § 18 des NDR-Staatsvertrages "berücksichtigt"...

Spitzentreffen der ARD-Intendanten in Bremen, 13. und 14. Juni 2005

In dem Artikel "ARD klagt in Karlsruhe gegen Gebührenverfahren" berichtet die Frankfurter Rundschau vor wenigen Stunden:
Nach dem Bekanntwerden von Schleichwerbung in der Fernsehserie "Marienhof" kündigte Struve eine gründliche Schulung aller verantwortlichen Redakteure an. Dazu werde ein Beispielfilm aus Filmen und Serien erstellt, bei denen die ARD vermute, dass so genanntes Themen-Placement stattgefunden habe. Dieses sei sehr viel schwieriger zu erkennen als Produkt-Placement. "Man muss diejenigen, die vor Ort die Freigabe und damit die Sendefähigkeit feststellen, in den Stand versetzen, auch sehr Subtiles und sehr Hinterhältiges herauszufiltern."
Dürfen es auch Hörproben sein, Herr Struve?
Dann nehmen Sie als typisches Beispiel die redaktionelle Behandlung des Hörbuches "Sucht mein Angesicht" auf NDR Kultur. Der Hörer weiß oft nicht, ob er informiert oder beworben wird.
Ganz im Sinne von NDR Media GmbH: "Wir entwerfen mit unseren Kooperationspartnern Mediakonzepte für die Produkte, die im Handel erhältlich sind. Als alternativen Vertriebsweg bieten wir den NDR Shop an. Nicht zuletzt die Möglichkeit der On-Air-Promotion im NDR/ARD-Programm bietet den Kooperationspartnern interessante Plattformen für die zielgruppenorientierte Vermarktung des jeweiligen Produktes."
Was ist bloß da so "schwierig", Herr Struve?

Kurzmeldungen, Kurzkritiken von Hörern, 12. Juni 2005

Concerto, einst Sendeplatz für Musikliebhaber der Alten Musik,
jetzt Tummelplatz störender redaktioneller Werbung

Das GANZE Werk, 11. Juni 2005

Praxis von NDR Kultur - subtile redaktionelle Werbung im Programm
NDR Media GmbH: Die Möglichkeit der Promotion im Programm bietet den Kooperationspartnern interessante Plattformen...
Mediakonzepte schaden der wirklichen Kulturinformation und zerstören die Musikkultur
Konkreter Nachweis über den Ablauf eines Mediakonzeptes
Produkt: "Sucht mein Angesicht" von John Updike (Hörbuch)
Kooperation: NDR und Hoffmann & Campe

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11. Juni 2005: 2 Leserbriefe

Neue Musik als Schwerpunkt
Der RBB widmet der Neuen Musik nahezu ein Drittel seines Etats für Produktion und Mitschnitte (Leserbrief des RBB)
Neue Musik als Grundlagenforschung
Einzelsätze aus Werken herauszureißen heißt einem Kunstwerk Gewalt anzutun, es seines Spannungsgefüges zu berauben
Zu dem Artikel von Eleonore Büning (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Juni 2005):
Jetzt wird es leiser
Ein stiller Skandal beim Rundfunk Berlin-Brandenburg: Die Berliner Funkkonzerte „Musik der Gegenwart“ wurden abgeschafft

Handelsblatt, 10. Juni 2005

"Offenbar haben die Verantwortlichen das als Kavaliersdelikt angesehen"
SWR-Intendant Voß fühlt sich hintergangen
Schleichwerbung bringt Imageschaden für ARD

Hamburger Abendblatt, 8. Juni 2005

Diskussion vom Verein "Ton-Träger Nord"
Der schwere Weg ins Radio
Hörfunk: Über die Chancen eines unkonventionellen und innovativen Senders in Hamburg

epd medien Nr. 44/2005, 8. Juni 2005

Der Bavaria-Skandal und die Folgen
Die Schwarzarbeit des Fernsehens
Umfangreiche wissenswerte Hintergrundinformationen in einem langen Artikel

NDR Kultur/Focus Kultur - Das GANZE Werk, 7. und 8. Juni 2005

Patricia Moreno präsentiert stolz Produkte des NDR
"Focus Kultur", "Kultur Aktuell": Bühne für NDR-Eigenwerbung

epd medien Nr. 44/2005, Netzeitung.de, taz, 6. - 8. Juni 2005

Ein Klima, das "den schnellen Euro" zulasse, müsse geändert werden
Der Justiziar des NDR, Dr. Werner Hahn, zum Schleichwerbungskandal (epd)
Schleichwerbung: ARD setzt auf Abschreckung
Die aufgedeckten Fälle seien für die Redaktion schwer erkennbar gewesen, weil es sich «nicht um Produkt-, sondern um Themenplatzierung handelte» (Netzeitung.de)
Auf Schleichfahrt
Der Skandal um öffentlich-rechtliche Schleichwerbung schlägt auf die Stimmung der ARD-Großfürsten (taz)

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. Juni 2005, von Eleonore Büning

Ein stiller Skandal beim Rundfunk Berlin-Brandenburg:
Die Berliner Funkkonzerte „Musik der Gegenwart“ wurden abgeschafft
Jetzt wird es leiser
Es wird allmählich totenstill werden im Kulturprogramm des RBB. Bald ist nur noch das locker-flockige Lispeln der chronisch nichtinformierten Tagesbegleitmoderatoren zu hören.
Dazu zwei Leserbriefe (11. Juni 2005):
Neue Musik als Schwerpunkt (Leserbrief des RBB)
Neue Musik als Grundlagenforschung

Initiative eines Hörers von NDR Info, 5. Juni 2005

Persönlicher Aufruf: Mehr Qualität in NDR Info
Der Medienbereich gehört zu den "Weißen Flecken", was Bürgerbeteiligung angeht
Mehr anspruchsvolle Wortbeiträge des NDR
Von Dr. Helmut Kramer, Wolfenbüttel

die tageszeitung (taz), 4. Juni 2005

Der Personalrat des NDR geht wegen eines Maulkorbes für die Kollegen von Radio Bremen an die Öffentlichkeit
Bombe Radio Bavaria
Der Rundfunkrat soll den Übergang der Fernsehproduktion an die Bavaria-Gruppe absegnen

"Marienhof"-Skandal - Steilvorlage für die EU-Kommission?, 1. bis 4. Juni 2005

epd medien hat nach jahrelanger Recherche den brisanten Fall von Schleich- und Themenwerbung in der ARD-Vorabendserie "Marienhof" enthüllt. Die Produktionsfirma Bavaria Film gehört mehrheitlich dem BR, MDR, SWR und WDR.
Die Hörer in Norddeutschland nervt die immer stärkere Durchdringung von NDR-Eigenwerbung im Programm von NDR Kultur, das Spektrum reicht von subtilen Hinweisen über bevorzugte Veranstaltungstipps bis hin zu massiver Produktempfehlung von Büchern, an deren Produktion der NDR beteiligt ist. Service nach NDR-Intendant Plog... Da wir hinter dem jetzigen Konzept von NDR Kultur unter anderem solche kommerziellen Interessen vermuten, sind auch wir an einer Aufklärung interessiert.
Hier der zündende epd-Artikel und vier weitere eigenständige Artikel zu dem Thema:
• Focus Online, 4. Juni 2005
"Marienhof"-Skandal
ARD sieht sich als "Opfer"
Politiker fordern stärkere Kontrollen bei ARD und ZDF
• Berliner Zeitung, 3. Juni 2005
Grietje Bettin von Bündnis90/Die Grünen: "Super-Gau für die ARD"
Heftige Kritik an der ARD wegen Schleichwerbung in der Serie "Marienhof"
Medienpolitiker fordern Transparenz im Beziehungsgeflecht der öffentlich-rechtlichen Sender
• Frankfurter Rundschau, 2. Juni 2005
Die EU hat eine Steilvorlage aus Deutschland erhalten
"Richtig geile Luxusreisen!"
In der ARD-Serie "Marienhof" wurde offenbar jahrelang gesetzeswidrig und trotz warnender Hinweise Schleichwerbung platziert
• Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Juni 2005, von Michael Hanfeld
Schleichwerbung und Themenwerbung
Jetzt hat die ARD ihr Watergate
Einen solchen Fall von inhaltlicher Korruption dürfte es in der deutschen Medienlandschaft noch nicht gegeben haben
• epd medien Nr. 42/2005, 1. Juni 2005, von Volker Lilienthal
Enthüllung von epd medien nach jahrelanger Recherche
Bavaria Film verdiente über Jahre an Schleichwerbung
"Marienhof" und andere Serien betroffen - ARD "höchst alarmiert"

NDR 2, 2. Juni 2005

Hörer bewirken eine Veränderung eines NDR-Programms
NDR 2 Musik: Einfach mehr Auswahl - bei NDR 2!
NDR Hörfunkdirektor Gernot Romann: "Hörer haben ein feines Gespür"

Klage der ARD wegen des Länder-Gebührenbeschlusses?, 31. Mai/2. Juni 2005

Neue Fronten zwischen Ländern, ARD-Sendern und ZDF brechen auf
• DIE WELT, 2. Juni 2005
Gebühren: Neu-Definition des Programmauftrages könnte ARD und ZDF manch bittere Erkenntnis bescheren
Die Medienpolitik der Bundesländer ist mit ihrem Latein am Ende
• Stuttgarter Nachrichten, 2. Juni 2005
Oettinger: Klage bringt der ARD nichts
Oettinger fürchtet, dass eine Klage die Ausgangslage von ARD und ZDF bei der EU verschlechtert.
• NDR - Presse aktuell, 1. Juni 2005
NDR Intendant Plog im Medienmagazin „Zapp“:
„Bei Klage in Karlsruhe geht es nicht um mehr Geld“
Politische Erwägungen von dem Verfahren der Gebührenanpassung trennen
• Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. Mai 2005
Verfassungsbeschwerde: ARD will auf höhere Gebühren klagen

NDR, 27. Mai 2005

Grund der Ehrung ist wirklich nicht das Kulturrado "NDR Kultur"...
NDR Intendant Plog erhält Ehrenpreis des Deutsch-Französischen Kulturrats
Plog erhält die Auszeichnung gemeinsam mit Jérôme Clement und Prof. Dieter Stolte als "Gründer und Bewahrer von ARTE"
Lesen Sie in diesem Zusammenhang:
Beruflicher Werdegang Plogs
Umbau des NDR von einer "Anstalt" zum serviceorientierten Unternehmen
"NDR in der Tradition der BBC"
An das BBC-Prinzip "Qualität statt Quantität" hat er aber nicht gedacht
Neue Namen, neues Design - Der NDR modernisiert
Das Walross Antje wird nicht mehr im Logo des NDR erscheinen
NDR-Intendant Plog zum "Professor" ernannt
Große Verdienste um Medienpolitik, Medienkultur und Medienwissenschaft
Laudatio von Bürgermeister Ortwin Runde

In eigener Sache, 27. Mai 2005

4.037 Unterstützer, davon 1.828 Mitglieder
Nach Abschluss der Postkarten-, dann Abstimmungsaktion in der letzten Woche veröffentlichen wir ab sofort die Gesamtzahl der Unterstützer einschließlich dieser Aktion.
Mit Karten und Briefen an die Initiative haben in dieser Aktion insgesamt 1.877 Hörer für das Konzept der Initiative gestimmt (für das jetzige Konzept von NDR Kultur: 11, Enthaltungen: 8). Um Doppelzählungen wegen Mitgliedschaft in der Initiative zu vermeiden, wird die Gesamtzahl großzügig um 600 verringert. Damit haben mindestens weitere 1.277 Personen für das Konzept der Initiative Das GANZE Werk gestimmt.
Hinzu kommen - ohne sie in der Gesamtzahl zu berücksichtigen - die vielen Hörer, die nur eine Postparte für das Konzept der Initiative an den NDR und die zweite Postkarte nicht an Das GANZE Werk geschickt haben.

Berliner Zeitung, 27. Mai 2005

Kleiner Blick in die radiotechnische Zukunft
Ganz ohne Rauschen und Singen
Im Radio wird die verpönte Kurzwelle digitalisiert

NDR-Staatsvertrag - 1. Lesung in Mecklenburg-Vorpommern, 26. Mai 2005

Heute fand die 1. Lesung des Gesetzentwurfes zur Änderung des NDR-Staatsvertrages im Landtag Mecklenburg-Vorpommern statt. Hier finden Sie dazu zwei Parlaments-Drucksachen:
• Drucksache 18/2220 der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg vom 3. Mai 2005 (Pdf-Datei, 79 kb)
• Drucksache 4/1690 des Landtags Mecklenburg-Vorpommern vom 12. Mai 2005 (Pdf-Datei, 285 kb)
Lesen Sie zum Vergleich den noch gültigen NDR-Staatsvertrag (Pdf-Datei, 296 kb).
In den nächsten Tagen werden wir auf Besonderheiten eingehen, die für die Auseinandersetzung um NDR Kultur von Bedeutung sind. Wir verweisen zunächst auf Ergänzungen zu § 5 (Kulturauftrag, Richtlininen- und Berichtspflicht, siehe Drucksache Hamburg, S. 3 links unten) sowie auf die 1. Protokollerklärung (Verkleinerung des Rundfunkrates auf 45 bis 48 Mitglieder, S. 5). Die wesentlichen Bestimmungen über die Aufgaben des Rundfunkrats (§ 18) und über die Ausschüsse des Rundfunkrats (§ 22), auf die sich die Initiative Das GANZE Werk beruft, sollen nicht verändert werden.

DIE WELT, Feuilleton Hamburg, 26. Mai 2005

Das sogenannte "System Beck"
Die Vergangenheit hat einen langen Schatten
Kultursenatorin Karin von Welck stellt den neuen Musikhallen-Geschäftsführer vor: Gereon Röckrath
Der Kommentar von Katja Engler:
Beck messen
System oder reiner Zufall?
Ein Leserbrief von Inge Kossebau:
Satzweise präsentieren
Vorschlag an Herrn Beck: NDR-Kultur-Konzept bei Konzerten der NDR-Sinfoniker übernehmen

Kritische Masse, 21. Mai 2005

Romann, das kurze Autofahren und das Kulturradio
NDR kooperiert mit ADAC
Wir sind hier in Bayern hinter allem hinterher; nur nicht nach dem Programm vom NDR.
Von Huflaikhan

In eigener Sache (Initiative Das GANZE Werk), 21. Mai 2005

Unterschriftensammlung
Aus Postkarten- und Abstimmungsaktion zu: "NDR Kultur jetzt oder Das GANZE Werk" ist eine allgemeine Unterschriftensammlung für die Forderung geworden aus unserer Resolution: NDR Kultur soll von 6 bis 19 Uhr mindestens vier Stunden lang GANZE Werke senden.
Bei den Aktionen davor hatten nur 11 Hörer für die Praxis von NDR Kultur gestimmt, für Das GANZE Werk über 1.850 (soweit wir die Karten erhalten haben).
 
 

6. bis 20. Mai 2005: Mehr Details des Briefes der Bundesregierung

Beihilfestreit mit EU-Kommission in Sachen ARD/ZDF
Vorbemerkung des GANZEN Werkes: Je knapper das Geld für die Öffentlich-Rechtlichen, desto wahrscheinlicher kürzen die Quotenanbeter bei der wahren Kultur. Glücklicherweise geht es in dieser Diskussion aber auch um eine verbindlichere Definition des Programm- und des Kulturauftrages der Öffentlich-Rechtlichen in Abgrenzung zu den Privaten.
• ZDF, 20. Mai 2005
Deutsche Vorschläge tragfähige Grundlage für eine Einigung
ZDF-Intendant Schächter: Rolle der Gremien gestärkt
• Editorial von epd medien Nr. 38, 18. Mai 2005
Die deutsche Antwort
Sachverhalt und Hinweis auf Dokumentation von epd medien
• DIE WELT, 12. Mai 2005
Verzicht auf Werbung bei ARD und ZDF umstritten
• Verband privater Rundfunk und Telekommunikation e.V., 12. Mai 2005
Private Medienunternehmen fordern weiter konsequente Reformen des dualen Rundfunksystems
EU-Verfahren gegen öffentlich-rechtlichen Rundfunk biete große Chancen - Position der Bundesregierung gegenüber Brüssel völlig unzureichend
• Tagesspiegel, 11. Mai 2005
Brüsseler Spitzen
EU: Gebühren nicht abschaffen - kontrollieren!
Ohne Werbung steigt die Gebühr um 1,50 Euro
• DIE WELT, 10. Mai 2005
Rundfunkgebühren: Brüssel erwartet Einigung bis zum Jahresende
In Brüssel geht man jedoch davon aus, daß der deutsche Antwortbrief die offenen Fragen nicht zufriedenstellend klärt
ARD und ZDF bald werbefrei?
Ministerpräsident Kurt Beck über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Grundversorgung und den neuen Druck der EU
• Handelsblatt, 9. Mai 2005
Bundesländer zwingen Sender zur Transparenz
Mehr Rechte für Kontrollgremien von ARD und ZDF - Wahrscheinlich bis Ende 2005 soll der Rundfunkstaatsvertrag geändert werden
• Vollständiger Brief der Bundesregierung, 6. Mai 2005
Mitteilung der Bundesregierung an die Europäische Kommission
Staatliche Beihilfen E 3/2005
Die Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten – Deutschland
Dokumentation der Bundesregierung, ohne Inhaltsverzeichnis (292 kb)

NDR Kultur, 15. Mai 2005

Pfingstsonntag, kurz vor 16 Uhr
4 Eigentore von Patricia Moreno in weniger als 35 Sekunden
Patricia Moreno begab sich auf das Feld des Tanzes - und des Sports
Ausschnitt aus dem Originalprotokoll:
"So, meine Damen, meine Herren! Jetzt bitte Haltung annehmen und folgende Anweisung befolgen..."

die tageszeitung (taz), 4. Mai 2005

Deutsche Antwort auf EU-Auskunftsbegehren zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk stellt stärkere Kontrolle der Finanzen von ARD und ZDF in Aussicht
Transparenzpapier
Knackpunkt bleibt die Trennung zwischen kommerziellen Aktivitäten der Sender und ihrem öffentlich-rechtlichen Auftrag

Stuttgarter Zeitung, 2. Mai 2005

• Mehr Sport auf Kosten der Kultur? oder: Mehr Kultur auf Kosten des Sports?
Mehr Kultur statt Quotenanbetung!
Lieber Fußball als Stockhausen?
Interview mit SWR-Intendant Peter Voß, dem Erfinder der These:
Ein eigener Klangkörper sei für den Rundfunk eine mäzenatische Leistung
Lesen Sie zum Vergleich die Experten-Stellungnahme von Thomas Frickel für die Enquete-Kommission Kultur in Deutschland

neue musikzeitung (nmz) Nr. 05/2005

Viel Raum für die Kunst ist nicht geblieben
Komponisten und Verleger vor ihrer Abschaffung
Laudatio bei der Preisverleihung auf der Frankfurter Musikmesse 2005
von Manfred Trojahn, Komponist und Präsident des Deutschen Komponistenverbandes
Mit grundsätzlicher Kritik am aktuellen Kulturbetrieb. Zum Radio unter anderem:
Zerstückelung musikalischer Werke in Rundfunkprogrammen,
Fokussierung auf schmuseweiche Klassikschätze in Sendern,
Anmoderation auf Idiotenniveau,
"think positive"-Klang der neuen, fröhlichen Generation

neue musikzeitung (nmz), Nr. 05/2005

Öffentlich-rechtliche Medien unter Druck
Öffentliche Meinung und öffentliche Kultur brauchen öffentliche und weit reichende Programme, eben auch zu „guten“ Sendezeiten in den Hauptprogrammen

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30. April 2005

Bund und Länder feilen noch an einer überzeugenden Antwort: Anfang nächster Woche - vom 9. Mai an - soll die Stellungnahme Deutschlands zur umstrittenen Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Brüssel vorliegen.
Die deutsche Rundfunkgebühr sei keine "Beihilfe": Alles in Butter
Die Sender sollen sich auf ihre Pflichten besinnen und diese schriftlich niederlegen Die Rundfunkräte sollen nicht mehr hilfreiche Beisitzer, sondern echte Prüfer in den Sendern sein

NDR, 26. April 2005 + Das GANZE Werk, 27. April 2005

Nach Unterzeichnung durch die vier Regierungschefs wird der Staatsvertrag den Landesparlamenten zur Zustimmung zugeleitet
„NDR kann erfolgreiche Arbeit ohne politische Einflussnahme fortsetzen“
Stellungnahme von NDR-Intendant Jobst Plog
Übertrieben, belanglos? Weder das eine, noch das andere.
Lesen Sie den Kommentar: Jobst Plog - der Programm-Autonome
Oder: Stört unsere Freundeskreise nicht! Es lebe die Quote!
Über Staatsferne, Partei-»Freundeskreise«, Quote und mündige Bürger

Kritik an Romanns Antwort vom 26. April 2005 an Herrn Schrader

Romanns Kurzsichtigkeit: Autofahrer soll Maßstab des Kulturradios sein?
Ein Streifzug durch die ARD-Studien zur Radionutzung widerlegt den Direktor
Von Theodor Clostermann

Antwort Romanns auf den Brief des Hörers Schrader, 26. April 2005

Längere mehrsätzige klassische Werke schließen Hörer, die nur kurz, zum Beispiel während einer kurzen Autofahrt einschalten, aus.

Brief der Hörerin Ritter-Volkmann an den NDR, 24. April 2005

Eigenlich sollte man meinen, eine solche gemeinschaftliche Zerstörung eines ehemals niveauvollen Rundfunkprogramms sei nicht wirklich möglich, nicht rechtens und auch nicht aufrechtzuerhalten
Die Empörung von Frau Ritter-Volkmann ist nicht zu bremsen
Lesen Sie in diesem Zusammenhang zu "dialektischer Einfärbung" (Barbara Mirow):
Die hessische Herkunft von Herrn Mende wird durch leichte dialektische Einfärbung deutlich
Ich bin mir sicher, dass dies von unserem weltoffenen norddeutschen Publikum sehr gern toleriert wird

WELT am SONNTAG (WamS), 24. April 2005

Ausschnitt aus einem Wortgefecht zwischen ZDF-Intendant Markus Schächter und Premiere-Chef Georg Kofler
Die Fakten und die Quoten
Ist das öffentlich-rechtliche Fernsehen überfinanziert - oder besser denn je? Premiere-Chef Kofler will den Öffentlich-Rechtlichen eine Schlankheitskur für den "Idealzustand" verschreiben

Hamburger Abendblatt und DIE WELT, 23. April 2005

Neuer NDR-Staatsvertrag vor Unterschrift
Unterzeichnung nach der Wahl von Peter Harry Carstensen (CDU) zum neuen schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten

Hessischer Rundfunk, 22. April 2005

hr-klassik wird am 1. Oktober in hr2 integriert
Bereits ab 5. September jeden Abend Klassik in hr2

Hamburger Morgenpost (MoPo), 21. April 2005

NDR-Mitarbeiter in Sorge: 175 Stellen sind in Gefahr
Gebührenerhöhung fiel »zu gering« aus: Sender muss sparen

Braunschweiger Zeitung (newsclick.de), 19. April 2005

Zwei Tage berät die Leitung des Senders während einer Klausurtagung in Wolfsburg programmliche Weiterentwicklungen der Hörfunkangebote in den kommenden Jahren
Bekannte Fernseh-Promis zu Gast
NDR-Klausurtagung in Wolfsburg: Michael Thürnau, Gerhard Delling und Marc Bator beim Empfang

Ausschnitt aus der Aufzeichnung von PHOENIX, 19. April 2005

Wolfgang Knauer vor der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“
Wenn Klangkörper und Programe wieder enger miteinander arbeiten würden, könnte ein junges Publikum an Kulturprogramme herangeführt werden
 

Anhörung der Experten in Berlin am 18. April 2005

Zur Zeit exklusiv nur hier (vollständig)
Neu: Die 6 Stellungnahmen der Experten
Bezugsquelle: Sekretariat der Enquete-Kommission "Kultur in Deutschland"
Stellungnahme von Wolfgang Knauer (ehem. Wellenchef von NDR Kultur)
Schonungslose Kritik an NDR Kultur im Dienste von Musik und Kultur
Neu: Stellungnahme von Thomas Frickel, Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm
HR-Intendant Reitze: „Ich schiele nicht nach der Quote,
ich schaue mit der Lupe drauf“

Ausschnitt aus der Aufzeichnung von PHOENIX, 19. April 2005
Wolfgang Knauer vor der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“
Wenn Klangkörper und Programme wieder enger miteinander arbeiten würden...
Pressemitteilung des Bundestages: Ankündigung und Liste der Experten

Deutscher Bundestag, 18. April 2005

Öffentliche Anhörung der Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“
Enquete-Kommission fragt nach der Erfüllung des Kulturauftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks
Die Enquete-Kommission „Kultur in Deutschland“ des Deutschen Bundestages untersucht in einer öffentlichen Anhörung die „Rolle der öffentlich-rechtlichen Medien für die Kultur“. Den Fragen der Kommission stellen sich hochrangige Vertreter von u. a. ARD, ZDF und DeutschlandRadio.
Zu den Experten gehört auch der ehemalige Wellenchef von NDR-Kultur, Wolfgang Knauer.

Es war am Sonntag, 17. April 2005...

Vollständiges Stundenprotokoll von 16 bis 17 Uhr
Na, da gackerte es ja mal wieder hier auf NDR Kultur (Hans-Jürgen Mende)
Eine gemütliche Sonntagsstunde mit drei Überraschungen:
- Alla-marcia-Schlager von Jean Sibelius: 52x in 11 Monaten
- Das Sonntagsrätsel: Kulturabsturz, Flippy peilt bei Goethe nur Sex and Crime
- Rheinische Sinfonie von Robert Schumann = 36x Lebhaft (5. Satz)
Und wie üblich: Zusammenhanglose Musiksätze, zu viel laute Klassik-Unterhaltung, kaum Musikinformationen, zu wenig Musikan- und -absagen und viel NDR-Eigenwerbung.

Braunschweiger Zeitung (newsclick.de) und taz-Nord, 16. April 2005

Weitere Annäherung bei Verhandlungen über NDR-Staatsvertrag
In die Verhandlungen um einen neuen NDR-Staatsvertrag kommt Bewegung. Bei ihren Beratungen am Rande einer Konferenz in Berlin hätten sich die Regierungschefs der vier norddeutschen Länder weiter angenähert, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) am Donnerstagabend in Hannover. „Wir sind zuversichtlich, dass wir die Gespräche wie geplant mit einem neuen Staatsvertrag bis Ende Juli abschließen können.“ mehr...
taz-Nord: Niedersachsens Regierungschef wollte schon mit dem HR und Radio Bremen fusionieren

DIE WELT, 14. April 2005

ARD und ZDF vertagen Gang vor Verfassungsgericht
Die ARD hat die Entscheidung über einen Gang vor das Bundesverfassungsgericht wegen der geringer als erwartet ausgefallenen jüngsten Gebührenerhöhung vertagt. Der ARD-Vorsitzende Thomas Gruber sagte gestern nach einer Sitzung der Gremien des Senderverbunds in Frankfurt, daß sich die Intendanten erst auf einer Sitzung im Juni in Bremen mit der Frage befassen wollen, ob Karlsruhe eingeschaltet werden soll.
Zur Auseinandersetzung mit der EU-Kommission über die Rundfunkfinanzierung sagte Gruber, daß die ARD notfalls den Europäischen Gerichtshof einschalten werde. Bis zum 3. Mai muß die Bundesregierung der EU-Kommission ihre Antwort vorlegen. Eine ARD-Stellungnahme sollte noch am gestrigen Mittwoch an die Ministerpräsidenten der Länder gehen, die für die Medienpolitik zuständig sind. (dpa)

intern-ARD, Das GANZE Werk, taz, 12./14. April 2005

Beschluss der ARD-Gremienvorsitzenden am 12. April 2005 in Frankfurt am Main: Mehr Kontrolle hat niemand in Europa
Das GANZE Werk: Unsere Erfahrung widerspricht dem diametral
NDR Kultur - Von Kontrolle keine Spur!
taz am 14. April 2005: Kein Kommentar!
Seid umschlungen, ARD-Gremien!

WELT am SONNTAG, 10. April 2005

Stumm-Funk
Zum ARD-Vorsitzenden Thomas Gruber: "Die Klangkörper gehören zur Kür"
Vorschlag, wie ARD-Funktionäre lernen können, daß die Pflicht nicht ohne Kür zu haben ist...

epd medien Nr. 27 vom 9. April 2005

Öffentlich-Rechtliche und Privatradios tagen gemeinsam
Noch zu retten?
Bericht einer Tagung am 5. April 2005 in Ludwigshafen mit ausführlicher Bestandsaufnahme der Zukunftsperspektiven
Leitartikel von Diemut Roether
Zwei kleine Ausschnitte zum Thema Kulturradio:
Ist das Radio noch zu retten? Man zweifelt, wenn man liest, dass öffentlich-rechtliche Hörfunkdirektoren engagierte Zuhörer als "selbsternannte Kultur-Ajatollahs" beschimpfen, weil diese es gewagt haben, sich kritisch über die Reform eines Kulturprogramms zu äußern. Eigentlich müssten sich Radiomacher doch darüber freuen, wenn ihre Hörer sich so sehr für Sendungen einsetzen, dass sie Initiativen gründen, Webseiten ins Netz stellen und zu Unterschriftenaktionen aufrufen. (...)
Wer hingegen wie Johanna Haberer an die Leidenschaft engagierter Programmmacher und der Hörer erinnert, wer das Radio als wichtigen Kulturträger und Träger des kulturellen Gedächtnisses beschwört, wer an die Kultur des Zuhörens erinnert, die das Radio in den vergangenen achtzig Jahren entwickelt und gepflegt hat, für den ist der Hörfunk mehr als nur eine Industrie.

Handelsblatt, 7. April 2005

Leistungen wie der teure Unterhalt von „Klangkörpern“ seien die Kür
ARD schlägt zurück - Der ARD-Vorsitzende Thomas Gruber sagt sich: Auf einem Klotz gehört ein grober Keil

Brief des Hörers Schrader aus Burgdorf an Herrn Romann, 7. April 2005

Gibt es pünktlich um 19 Uhr einen wundersamen Geschmackswandel?
Bei den Kritikern handelt es sich um eine große Zahl leidenschaftlicher Musikliebhaber, die für einen besseren Sender kämpfen

Neues Deutschland, 7. April 2005

DeutschlandRadio Kultur seit einem Monat
RADIO FEUILLETON
Wortbeiträge mit kultureller Nachhaltigkeit - Der bewusste Einsatz von Musik wird bislang nur sehr bedingt erreicht

Frankfurter Rundschau, 6. April 2005

Zwischen Ätherkrieg und Atem Gottes
Hans Jürgen Koch und Hermann Glaser legen eine "Kulturgeschichte des Radios in Deutschland" vor

Das GANZE Werk: Weiteres Studenprotokoll mit NDR Kultur, 5. April 2005

Dienstag, 5. April 2005, Klassisch unterwegs, 15 bis 16 Uhr
Ein weiteres Studenprotokoll mit NDR Kultur
Unser Protokollant Ludolf Baucke stellt fassungslos fest:
Aktuelle Kulturberichterstattung? Alle Kulturbeiträge = NDR-Eigenwerbung
- Prominenten-Werbung als Ersatz (!) für Musikansage
- "Hörprobe" für ein vom NDR produziertes (!) Hörbuch
- Werbung für die NDR-TV-Serie "DAS! ab 4", die während der Radiosendung lief (!)
Stilistische Vielfalt der Musikbeispiele: Gering, Anreiz zum Wiederhören: Nicht vorhanden
- Ein beliebiges Durcheinander, es lebe der Zufallsgenerator!
- Repertoirearmut bei den meisten Stücken und Interpreten
- Klassik-Schlager auf Schritt und Tritt

Eintrag eines Hörers im Gästebuch von SWR2, 5. April 2005

Ich komme aus dem NDR-Gebiet zurück und stehe unter Schock
In Norddeutschland Radio hören zu wollen, ist eine Katastrophe

4. April 2005, "auf NDR Kultur...": Überraschende Werbung

Prominenten-Werbespot mit Ute Lemper
Für seine Eigenwerbung bringt NDR Kultur Künstlernamen in Misskredit
Den Hörern wird etwas angepriesen, was NDR Kultur ihnen verwehrt

Presse im NDR-Sendegebiet und Reaktionen, 14. März bis 1. April 2005

Der NDR hat's ja - dank unserer Gebühren!
Werbung für NDR Kultur: Beispiel 6 Prominenten-Anzeigen

Herr Professor Quasthoff, haben Sie wirklich gewußt, wofür Sie sich aussprechen?
Brief der unzufriedenen Hörerin I. Kossebau an Thomas Quasthoff, 30. März 2005
Die Hörer bezahlen für die NDR-Eigenwerbung doppelt
NDR Kultur verspricht sich wahrscheinlich eine enorme Gegenwirkung zu den Angriffen der "Reform"-Kritiker
E-Mail des erbosten Hörers Schrader aus Burgdorf, 1. April 2005
P.S.: Warum ist NDR Kultur trotz "erneut steigender Hörerzahlen" (Musikchef M. Schreiber) so großspurig mit unseren Gebühren? - Der NDR kann sich diesen Werbeaufwand ersparen, wenn er den bescheidenen Kompromiss annimmt, "dass die NDR-Kulturwelle tagsüber wieder mindestens vier Stunden lang ganze Werke spielt und nicht einzelne, aus dem Zusammenhang gerissene Sätze" (siehe ZEIT-Dossier: Rettet das Radio!). Die Akzeptanz würde dann wirklich steigen.

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 31. März 2005

Regierungswechsel in Kiel beeinflusst Verhandlungen
Neue Frist für den NDR?
Offenbar vom Tisch sind Pläne, den NDR-Verwaltungsrat von den Staatskanzleien beschicken zu lassen

Handelsblatt, 31. März 2005

Im EU-Streit um die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland verlieren ARD und ZDF bei den Ministerpräsidenten an Rückendeckung
Stoiber stärkt privaten Sendern in Brüssel den Rücken
Christian Wulff (CDU) hat die Forderung nach einer klareren Definition der öffentlich-rechtlichen „Grundversorgung“ ausdrücklich unterstützt

31. März 2005: Ein Dossier zu SWR 2

Ein Blick über den Zaun des NDR-Sendegebiets: SWR2-"Reform" am Morgen
Themenseite: "Was wird aus den Kulturradios"
- Interview mit Hörfunkdirektor Bernhard Hermann zur Zukunft von SWR 2
- Die Orchester der Sender und ihre Profile
- Ein Ohrengraus: Nordwestradio und NDR Kultur
- Ein (obligatorischer) Leserbrief von NDR-Hörfunkdirektor Romann: Es lebt!
Stuttgarter Zeitung, 17. April 2004 (und 29. April 2004)
Zwischen Bewahren und Erneuern
Micaela Lämmle, SWR2-Programmchefin, bezieht Position
Das Club-Magazin von SWR 2 - SWR-Doppelpfeil 2/2005
Liebe Hörerinnen, liebe Hörer
SWR2 am Morgen Redaktion, Erklärung nach 10 Tagen "Reform", 9. März 2005
SWR2 Gästebuch
Mit täglich neuen kritischen Eintragungen, eine interessante Lektüre seit dem 28. Februar 2005

DIE WELT, 30. März 2005

Transparenz, Klarheit, Kontrolle
Was Brüssel von den Rundfunkanstalten fordert
Interview mit dem Leipziger Staatsrechtler Christoph Degenhart

SWR, 3. Dezember 2004, und Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. März 2005

• Von Gerhart Baum
Auftrag, nicht Wohltat - Öffentlicher Rundfunk und Neue Musik
Grundsätzliches zum Kulturauftrag der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
Das Bundesverfassungsgericht ist der Meinung, dass die „besondere Eigenart“ des öffentlichen Rundfunks erst durch die Erbringung solcher Programmteile „ihre Rechtfertigung“ findet, die unter kommerziellen Bedingungen notwendig defizitär bleiben.
Zur Auseinandersetzung mit dem Sparkonzept von SWR-Intendant Peter Voß
• Voß: Der Sender müsse sein kulturelles und mäzenatisches Engagement an den heutigen und zukünftigen Gegebenheiten ausrichten.
• Voß: Eigene Rundfunkorchester und Konzertveranstaltungen sind vor allem eine freiwillige Leistung für die Kulturlandschaft.

342. Sitzung des NDR-Rundfunkrates am 18. März 2005

Auf der NDR-Homepage steht folgende Stellungnahme des Rundfunkrates:
NDR Kultur
Der NDR Rundfunkrat nahm mit großer Empörung den am 24.02.2005 in der "Zeit" erschienenen Artikel mit dem Titel "Rettet das Radio" zur Kenntnis. Die Vorsitzende des NDR Rundfunkrates bezeichnete den Artikel als "Paradebeispiel für eine journalistische Entgleisung".

Nach dem Vorbild des Leserbriefes von Intendant Plog hat der NDR schon wieder eine Chance vertan, sich inhaltlich mit Kritik auseinanderzusetzen.
Übrigens war auf der NDR-Homepage vorübergehend der Beschluss des Programmausschusses - "Die vorgenommenen Veränderungen bei NDR Kultur sind richtig." - mitgeteilt worden. Der NDR hat aber bisher nichts dazu veröffentlicht, ob der Beschluss des Programmausschusses vom Rundfunkrat übernommen worden ist.

Das GANZE Werk, 17. März 2005: Media-Zahlen und NDR-Soziologie

Schreibers "erneut steigende Hörerzahlen" auf dem Prüfstand
NDR-Soziologie - so geheimnisvoll wie Nessie, das Ungeheuer von Loch Ness
Am 9. März haben wir die NDR-Zahlen entzaubert. Hier ein weiteres Beispiel für die wundersame Wandlungsfähigkeit der Materie. Nehmen wir die Hörer gestern von Montag bis Sonntag.
Die gewünschten Zahlen gibt es nur bei der Hamburgischen Anstalt für neue Medien (HAM). Sie veröffentlicht wenigstens Zahlen für Hamburg (Hörer gestern dort auf Seite 2).
Wir kommen zu folgendem erstaunlichen Ergebnis:

Nachdem im Jahr 2004 von Montag bis Sonntag in Hamburg schon 2,2 % NDR Kultur hören, erlebt der Sender im Jahr 2005 "erneut steigende Hörerzahlen" (Michael Schreiber) und erreicht einen neuen Höchstwert: 2,2 %. Herzlichen Glückwunsch, Gräfin Kerssenbrock, Herr Professor Plog, Herr Romann, Frau Mirow und Herr Schreiber!
Vor vier Jahren waren es 3,2 % (siehe dort auf Seite 3 unter NDR/ORB Radio 3).

Frankfurter Rundschau, 17. März 2005

Die Gebühren steigen definitv, doch die ARD-Intendanten geben sich damit nicht zufrieden
Die Rundfunkgebühr ist keine staatliche Beihilfe
Niemand gibt mehr für Bildungs- und Kulturprogramme aus als wir

Interview mit dem Intendanten des Südwestrundfunks (SWR), Peter Voß

DIE ZEIT, Gedruckte Ausgabe, 17. März 2005

Anlässlich der Anhörung der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Kultur in Deutschland" am 18. April
Orchester statt Autos!
In Sachen Musik ist Deutschland Exportnation Nummer eins - auch dank der Klangkörper des Rundfunks. Jetzt werden sie totgespart.
Von Ernst Elitz, Intendant des Deutschlandradios

DIE ZEIT, Gedruckte Ausgabe, 17. März 2005

Argument
Wer nicht handelt, wird behandelt
Die EU-Kommission bedroht die Kulturhoheit der Bundesländer. Sie will über den Rundfunk mitbestimmen

Briefe zum Leserbrief von NDR-Intendant Plog in der ZEIT, 10. - 16. März 2005

- Der Ton macht die Musik
Im Norden aber wird anscheinend mehr dogmatisiert und abgewehrt, womöglich gar stigmatisiert..., von Ludolf Baucke, Hermannsburg
- Dogmatisch müssen für Sie die vielen Komponisten sein,
die sich den für den NDR inakzeptablen Missgriff geleistet haben, mehrsätzige Musiken zu verfassen, von Dr. Carl-Heinz Mann, Pinneberg
- Als Herr Romann die "alten" Hörer Ajatollahs genannt hat,
wo blieb da Ihr empörter Aufschrei?, von Liane + Fritz Purfürst, Hamburg (11. März 2005)
Sehen Sie dazu auch:
- Leserbrief von NDR-Intendant Prof. Jobst Plog
Für von Ungeist geprägte Sätze dieser Art darf in der ZEIT kein Platz sein
- Abschnitt zu NDR Kultur, zu Romann und zum GANZEN Werk
Gernot Romann ist so eine Art Egon Krenz des NDR - ein munterer Reformer, der nicht versteht, warum der Gegenwind immer stärker wird

Tagesspiegel, 14. März 2005

Deutschlandradio Kultur sendet seit einer Woche
Berauschend bunt
Das Prinzip Wundertüte: „Wer vieles bringt, wird manchem etwas bringen.“

Briefwechsel einer Hörerin mit dem NDR-Kultur-Musikchef, 19.1. und 14.3.2005

Schreiber: "Qualitätvolle Programmvielfalt" nein, "Mehrheitenprogramm" ja!
Margrit Siebert gelingt es immer wieder, NDR-Verantwortlichen Offenbarungen zu entlocken. Ihr neuester Fall: NDR-Kultur-Musikchef Michael Schreiber. Ihm schreibt sie am 19. Januar 2005, etwas verkürzt:
Bei Konzertbesuchern habe ich nur Ablehnung der Häppchenmusik und der ständigen Eigenreklame gefunden.
Sieberts Experimente sind für ihn nur zufällige Privat-Soziologie. Unter Gleichgesinnten - ohne jeden Wert. Seine Zahlen sind MA-Zahlen: reelle Zahlen. Gebühren finanzierte, als "Geschäftsgeheimnis" im Safe vor Enthüllungen gesicherte, geheimnisvolle. Nichts für Privat-Menschen! NDR-Soziologie.
Seine Antwort am 14. März 2005 also, etwas verkürzt:

Wir müssen die Mehrheit der an Kultur und klassischer Musik Interessierten im Blick haben, sonst würden wir unserem Auftrag nicht gerecht werden.
Erneut steigende Hörerzahlen zeigen, dass der eingeschlagene Weg richtig ist!
Das wird das Dogma von NDR Kultur werden.

Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 13. März 2005

Anzeige von NDR Kultur mit dem Spruch von Thomas Quasthoff:
Ich höre NDR Kultur

Frankfurter Rundschau, 11. März 2005

Interview mit Alfred Möhrle, dem neuen Vorsitzenden des HR-Rundfunkrates:
Die Quote ist nicht alles - Den Kulturauftrag im Blick
Der Plan, HR-Klassik bei HR 2 zu integrieren, wird keinen Qualitätsverlust nach sich ziehen...

Frankfurter Rundschau, 11. März 2005

Jürgen Doetz vom Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) zur Gebührenerhöhung:
Im Kern muß sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk auf Bildung, Information, Kultur konzentrieren

DIE ZEIT, 10. März 2005

15 Leserbriefe
Dieses Dossier war längst überfällig!
DIE ZEIT - 10. März 2005
Gedruckte Ausgabe


Zum Dossier »Rettet das Radio!«
In: DIE ZEIT, 24. Februar 2005 (Nr. 9)

Hamburger Morgenpost (MoPo), 10. März 2005

Gelungener Einstand der »Tagesthemen«-Lady
Anne Will auf NDR Kultur
Schade nur, dass die Klassik-Häppchen zwischendurch...

Media-Analyse 2005 I, 9. März 2005

Media-Analyse Hörfunk: Wer die Macht hat, hat die Zahlen?
"Großer Erfolg für NDR Kultur: Das Klassik- und Kulturprogramm des NDR gewinnt nach der Reform weiter und erreicht jetzt 2,0 Prozent Hörer gestern im Sendegebiet (Montag bis Freitag). NDR Kultur legt damit seit zwei Jahren ununterbrochen an Reichweite zu. Das kommerzielle Angebot Klassikradio bleibt mit 1,0 Prozent im Norden klar hinter NDR Kultur, das täglich 274.000 Menschen einschalten – ein Plus von 32.000." (NDR-Presseerklärung)
Wie schön, wenn man mit zwei Zahlen hausieren geht und für Unkundige ungestört Äpfel mit Birnen vegleichen kann...
Mehr...
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Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ), 9. März 2005

Hoffnung für NDR-Kultur-geschädigte Hörer?
Die bessere Nachricht
Deutschlandradio Berlin heißt jetzt Deutschlandradio Kultur - und macht Programm mit Format
Beim NDR-Kulturfunk hat die Vermozartung und Werkamputierung und Wortvernichtung derart zugeschlagen, dass nur noch ein Werbeslogan fehlt, der die besten Hits des 16., 17. und 18. Jahrhunderts verspricht

In eigener Sache (Initiative Das GANZE Werk und Homepage), 8. März 2005

Die Initiative Das GANZE Werk arbeitet jetzt eigenständig.
Auf der Veranstaltung "Kritik an NDR Kultur" am 15. Juni 2004 wurde der Initiativkreis Das GANZE Werk als Arbeitskreis der Hamburger Telemann-Gesellschaft e.V. gegründet.
Nach der Entscheidung des NDR-Programmausschusses für die "vorgenommenen Programmreformen bei NDR Kultur" beschloss der Sprecherrat der Initiative am 6. Februar 2005: "Die Initiative setzt ihre Arbeit fort." (siehe Meldung weiter unten: In eigener Sache, 7. Februar 2005)
Der Sprecherrat beschloss am 6. Februar 2005 außerdem: "Die Initiative erklärt sich ab sofort unabhängig von der Hamburger Telemann-Gesellschaft." Damit erklärte sich die Hamburger Telemann-Gesellschaft heute, am 8. Marz 2005, einverstanden. Ihr Vorstand löste den Arbeitskreis auf, "da die Initiative selbstständig arbeiten will und wird". Gleichzeitig übergab der Vorstand der Initiative diese Homepage www.dasganzewerk.de (siehe Impressum).

Brief von C.R. aus Kiel an den NDR Kultur, 7. März 2003

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat eine pädagogische Aufgabe
Die Halbierung der einzigartigen Komposition "Peter und der Wolf" am 5. März 2003 war geradezu barbarisch für die armen Kinder, die auf das Ende der Geschichte gespannt waren!

WELT am SONNTAG, 6. März 2005

Rundfunkgebühren sind wie Kulturförderung
In der Nische liegt die Quote
Statt zu meckern, müßten Pleitgen und seine Kollegen den EU-Brief für eine radikale Reform nutzen

Vier Rundfunk- und TV-Initiativen in Deutschland, 5. März 2005

Erste gemeinsame Erklärung von vier Rundfunk- und TV-Initiativen in Deutschland:
Schützt den Kultur- und Bildungsauftrag!
Die Öffentlich-Rechtlichen sind auf dem Weg, sich selbst überflüssig zu machen

Der Tagesspiegel, 5. März 2005

Wie wär's mit einer "Stiftung Medientest"?
Studie: Medienkritik leistet zu wenig
„Der Zuschauer wird als potenzieller Medienkritiker nicht ernst genug genommen“

Hamburger Abendblatt, 5. März 2005

Warum von Beust bei NDR 90,3 nicht Tocotronic hören durfte
"Pure Vernunft darf niemals siegen", erklärt Tocotronic auf ihrem neuen Album. Purer Geschmack offensichtlich auch nicht...

DIE WELT, 4. März 2005

Kommentar: Gebühren
Eine Diskussion könnte dazu führen, daß es bei den Öffentlichen zu einer Rückbesinnung auf Qualität kommt, statt auf die Quote zu schielen

EU-Kommission, SPIEGEL ONLINE und Netzeitung.de, 2./3. März 2005

Brisant: Originaltext (Pdf-Format, 105 kb)
Die "Schlussfolgerungen" der "Generaldirektion Wettbewerb", EU-Kommission
Sie ist "zur vorläufigen Auffassung gelangt, dass es sich bei der Finanzierung durch Rundfunkgebühren um eine Staatliche Beihilfe handelt."
Verzerrter Wettbewerb, SPIEGEL ONLINE
EU fordert Aufpasser für ARD und ZDF
Die Sender fürchten um ihre Pfründe und zeigen sich kompromissbereit.
EU will weniger Webangebot von ZDF und ARD, Netzeitung.de
Ein ARD-Rundfunkrechtler: «Wenn die EU-Kommission uns von diesem Markt verdrängen will, müssen die Bundesländer in Brüssel kämpfen»

In eigener Sache (Initiative Das GANZE Werk und Homepage), 1. März 2005

Am 8. Februar 2005 hat der Sprecherrat einen Brief an die Mitglieder der Initiative Das GANZE Werk geschrieben und über folgendes informiert:
a. den Beschluss des NDR-Programmausschusses vom 7. Dezember 2004,
b. den Brief der Vorsitzenden des NDR-Rundfunkrates und
c. den Beschluss des Sprecherrates vom 6. Februar 2005, die Arbeit der Initiative fortzusetzen.
Den Mitgliedern wurde freigestellt, wegen des negativen Beschlusses des NDR-Programmausschusses ihre Mitgliedschaft zu beenden. Das haben 6 Personen gemacht, deutlich weniger als vorher von einigen prognostiziert.
Seit dem Rundbrief steigt gleichzeitig die Zahl der Mitglieder wieder, Ende Februar über die Marke von 1.700. Viele neue Mitglieder "beglückwünschen" die Initiative ausdrücklich zu ihrer Existenz.

neue musikzeitung, Nr. 03/05

Karl Kraus: "Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst die Zwerge lange Schatten"
NDR Kultur – Neues von der Norddeutschen Tiefstebene
Über die öffentlich-rechtliche Ignoranz gegenüber Kritik

DIE WELT, 28. Februar 2005

Start von Deutschlandradio Kultur am 7. März - ein neues Konzept
Service-Revolution im Stunden-Takt
Deutschlandradio wird ein nationaler Kultursender

dpa/Märkische Oderzeitung, 28. Februar 2005

Der 77-jährige Dirigent Herbert Blomstedt in Tokio
Gewandhauskapellmeister fordert mehr Klassik im Rundfunk
Klassik werde häufig ins Nachtprogramm abgeschoben. "Da müssen wir uns hier zu Lande, aber auch in vielen benachbarten EU-Ländern, schämen."

WELT am SONNTAG, 27. Februar 2005

Ich wünsche mir, daß Menschen in der Schule musikalisch erzogen werden, um zu erkennen, wie limitiert das Radio-Gedudel ist.
"Klassik ist eine elitäre Musik"
Der größte Komponist der Gegenwart wird 80: Pierre Boulez über Klassik, Pop und die Zukunft der Musik

26. Februar 2005: In eigener Sache (Homepage)

Im Sinne der Beschlüsse des Sprecherrates vom 6. Februar 2005 geht die Mitgliederwerbung unverändert weiter. Die Postkartenaktion wird als allgemeine, zeitlich nicht gebundene Abstimmungsaktion Das GANZE Werk : NDR Kultur jetzt fortgesetzt.

DIE WELT, Hamburger Abendblatt und MoPo, 25. und 26. Februar 2005

Schleswig-Holstein Musik Festival 2005: Japan - Inseln der Klänge
Mehr Konzerte als je zuvor - NDR reduziert Engagement
Jetzt müssen wir ja panisch daran arbeiten, Japanisch zu lernen, DIE WELT, 26. Februar 2005
20. SHMF: Mehr Konzerte als je zuvor, Hamburger Abendblatt, 25. Februar 2005
NDR reduziert Engagement beim Schleswig-Holstein Musik Festival, Hamburger Morgenpost, 25. Februar 2005

Hamburger Abendblatt, NDR und Berliner Zeitung, Februar 2005

Anne Will bekommt eigene Talk-Reihe bei NDR Kultur
„Zwischentöne“ der „Tagesthemen“-Moderatorin
Ich habe Gäste, mit denen ich über ihre Stimme rede

3 Hörerbriefe an die NDR-Rundfunkratsvorsitzende, 19. - 25. 2.2005

Hörer fordern den offenen Dialog mit dem Rundfunkrat. Lesen Sie dazu drei Briefe:
- NDR Kultur = Berieselungsanstalt mit endlosen Wiederholungen, wie in einem Paternoster (Hörer S. aus Hamburg, 25. Februar 2005)
- Es ist bedauerlich, dass Sie das Gespräch über Programminhalte verweigern (Rudolf Kelber aus Hamburg, Produzent der Satire-CD, 25. Februar 2005)
- Ich möchte in Anspruch nehmen, daß Sie auf meine und anderer Kritik eingehen (Hörers L. aus Hamburg, 2. Brief an die NDR-Rundfunkratsvorsitzende, 19. Februar 2005)

Hintergrund
Gräfin Kerssenbrock schreibt am 24. Januar 2005 an viele Beschwerdeführer:
"Die vorgenommenen Veränderungen bei NDR Kultur sind richtig.
Programmausschuß und Rundfunkrat sollen dies nach außen vermitteln."
Aber:
Von "Vermittlung nach außen" keine Spur!
Zum Beispiel: Keine öffentliche Begründung des Beschlusses.
Keine Antwort auf irgendeinen neuen Brief (soweit uns bekannt).
Einzig die spitze öffentliche Bemerkung: "Paradebeispiel für eine journalistische Entgleisung" zum ZEIT-Dossier "Rettet das Radio!", ...weiter

DIE ZEIT, 24. Februar 2005

DOSSIER Rettet das Radio!

Tagesspiegel, 24. Februar 2005

Der Name ist Programm
Deutschlandradio Berlin wird am 7. März D-Kultur
Anders als RBB und NDR Kultur: Die Musik soll nicht nur als Grundierung auf der Raufaser eines Kulturprogramms dienen, sondern nach den Kriterien Aktualität und Relevanz den Charakter eines Beitrags bekommen, der vom zuständigen Musikredakteur auch so anmoderiert wird.
Kommentar: Warten wir erst einmal ab, was wirklich kommt...

Frankfurter Rundschau, 18. Februar 2005

Vertreter der Länder wollten in Brüssel wissen, was die EU-Kommission von ARD und ZDF verlangt
Warten auf den Blauen Brief
• Kommissarin Kroes (laut Stadelmaier): Die Definition, was Programmauftrag sei, sei Aufgabe der Mitgliedsstaaten
• Die eigentliche Herausforderung: Das weit verzweigte privatrechtliche Firmennetz von ARD und ZDF

Ministerpräsident Wulff in der Kritik, 18. Februar 2005

NDR braucht Staatsferne
Brief des Deutschen Journalistenverbandes an Wulff
Schröder wirft Wulff „machtpolitische Spielchen“ vor
Mit Originaltext aus dem Interview NDR - Bundeskanzler Schröder

Hamburg, 8. bis 15. Februar 2005

Dr. Lutz Mohaupt, bisher Mitglied des Rundfunkrates,
jetzt Sprecher der Staatliche Pressestelle Hamburg

Änderungen bei NDR-Aufsichtsgremien:
• Synodenpräsident Strenge neu im NDR-Rundfunkrat
• Antje Blumenthal Vorsitzende im NDR-Landesrundfunkrat Hamburg

14. Februar 2005: Im Kabelnetz gefischt

Kultur live: ein Grammy ändert das Programm...
Montag, 14. Februar 2005 - Grammy für Anne-Sophie Mutter
Kommunikationspanne - trotz aller Planungstechnik
Die Moderatorin bittet um Verzeihung:
"Ich war in der Zeit kurz mal draußen und habe leider nicht die Takte gehört."

Wortprotokoll einer Stunde mit NDR Kultur (11. 2. 2005, 9 - 10 Uhr)

Eine wahre Zumutung für Musikliebhaber, im Detail analysiert.
Lesen Sie, warum NDR Kultur aus Berlin die Geschichte mit dem Regensburger Frosch und von der "Eroica" von Beethoven nur den 3. Satz sendet.
"Modernes" Radiomanagement unterwirft die Musik einer Rasterplanung - das kann nicht gut gehen.
1. Dramaturgie einer x-beliebigen Sendestunde von NDR Kultur
Das ist dann wohl die Freiheit der Kunst. Jetzt können die Regensburger sich noch mit dem Spruch trösten: Auch negative Werbung ist immerhin Werbung.
2. Wortprotokoll einer x-beliebigen Sendestunde von NDR Kultur
Aufgezeichnet, ausgewertet und kommentiert von Theodor Clostermann
3. Wissenswertes aus der Welt der Musik?
Die drei informativen Passagen zur Musik bieten nur Magerkost
4. Überraschung: Von Beethovens "Eroica" sendet NDR Kultur nur den 3. Satz
Zum 16. Mal seit Mitte Mai 2004 - meistens mit Günter Wand
5. Der Minutenplan für eine Sendestunde von NDR Kultur
Präzise Rasterplanung für alle Ereignisse
6. 46 Minuten Musik - doch der Text gibt den Ton an
Die Verteilung von Text und Musik in einer Sendestunde
7. NDR Kultur - der Sender ist das Kulturereignis
Das Marketing-Soll ist geschafft
8. Musikgenuss und Rasterplanung sind unvereinbar
Eine Stunde NDR Kultur bietet 10 handfeste und 8 naheliegende Ausschaltimpulse
9. Hintergrundinformationen zu Focus Kultur
Regensburg will 2010 Kulturhauptstadt Europas werden
10. Dokumentation: Die 10 Gebote für Moderatoren
Ein paar wichtige Tips für Moderatoren und alle, die es werden wollen
11. Dokumentation: Computergestützte Musikauswahl
EBH - Repertoire von EBHRadio Software GmbH, Bremen

Im Internet gefunden: Das Formatradio - Hörerbefragung (10. 2. 2005)

Unser Hörfunkdirektor braucht eine Hörerbefragung!?
Kein Problem mit EBH-Snapshop, solange genug Geld im Topf ist...

EBH-Snapshop: Sie entscheiden, was Sie wissen wollen!
Und in der Tat: Unser Hörfunkdirektor ist überzeugt!
Gratis dazu: Ein kleines Beispiel für die Vielfalt erzielter Ergebnisse
 
PS: Solange NDR-Hörfunkdirektor Gernot Romann seine Zahlen nicht veröffentlicht und solange er die gestellten Fragen und die Kriterien der Stichproben nicht offenlegt, sehen wir uns veranlasst, die Geheimnisse des NDR durch solche Collagen zu rekonstruieren.

wir im NDR, Februar - Ausgabe 64 | 2005

Zu NDR Kultur: "Kulinarisch, populär, angenehm, unandächtig"
Was will uns Romann noch alles zumuten?
"Mit Qualität im Wettbewerb behaupten"
Interview mit Hörfunk-Programmdirektor Gernot Romann
Frage: "Ist die Reform zu weit gegangen?"
Antwort: "Möglicherweise nicht weit genug... Wir haben es ja zunächst mit behutsamen Veränderungen versucht."
Die Radiowelt hat sich radikal verändert, das Medium selbst, aber auch der Geschmack und die Gewohnheiten seiner Nutzer."

Frankfurter Rundschau, 7. und 8. Februar 2005

HR-Klassik fällt Kürzung zum Opfer
HESSISCHER RUNDFUNK · HR-Klassik und Magazine fallen Kürzung zum Opfer
Frankfurter Rundschau, 7. Februar 2005
Kürzen, wo es weh tut - Der HR spart an der Kultur
Es soll wegfallen, was in der Öffentlichkeit besonders auffällt.
Frankfurter Rundschau, 8. Februar 2005

In eigener Sache, 7. Februar 2005

Der Sprecherrat der Initiative Das GANZE Werk hat am 6. Februar 2005 in Hamburg getagt und über die Perspektiven nach dem Beschluss des NDR-Programmausschusses beraten.
Das Signal: Das GANZE Werk macht weiter!

Eine Hörerin: Nach Beschwerde jetzt Antwort auf Kerssenbrocks Schreiben, 7. Februar 2005

Beschwerde von Frau H. aus L. (10. Januar 2005)
"Im NDR habe ich Mozarts 21. Klavierkonzert gehört, kann ich die Aufnahme einmal hören?" - "Nein, das ist es aber nicht"
Nachdem ich den 2. Satz anspiele: "Ja, das ist jetzt das richtige!"
Als Antwort erhielt Frau H. das Schreiben der Vorsitzenden des NDR-Rundfunkrates, Dagmar Gräfin Kerssenbrock, vom 24. Januar 2005.
Brief von Frau H. aus L. (7. Februar 2005)
"Da ich in der Musikbranche tätig bin und täglich Kontakt zu Musikhörern habe, stehe ich mit meiner Meinung nicht alleine da, die Klagen häufen sich rasant!"

Kritische Masse, 5. Februar 2005

In der Presseschau: Die Gräfin!
Dürfen Sie sich jetzt schon aussuchen, von wem Sie Kritik annehmen?
Von Huflaikhan

Das GANZE Werk, 3. Februar 2005: Im Internet gefunden

 
Von Hamburg über Nürnberg/Schwaig nach Los Angeles und zurück
Der Weg der Jingle-Produktion für NDR Kultur
Für die Musikproduktionen hat der NDR die Firma BCI Group GmbH & Co. KG in 90571 Schwaig bei Nürnberg beauftragt, die die Jingles in dem Partner-Studio Groove Addicts in Los Angeles herstellen lässt.
Man höre und staune: Sechs Komponisten waren beteiligt, um für "das anspruchsvolle Programm von NDR Kultur" ein "eigenständiges, musikalisch großartiges Werk" zu schaffen.

Philharmoniker INTERN, Frühling 2005

In der Newsletter der Stiftung "Förderkreis des Philharmonischen Staatsorchesters":
Z W I S C H E N R U F
Das ganze Werk
Bei der Verleihung des Paul-Hindemith-Preises 2004 in Reinbek verband Christoph Becher die Laudatio, "Jörn Arneckes Entscheidung, sich als Komponist zu verstehen, erhebt Einspruch gegen die Durchhörbarkeit" mit einem Lamento "über das Grab, das sich die Kultursender selbst schaufeln". mehr...

EU-Kommission und der öffentlich-rechtliche Rundfunk, 1. Februar 2005

„Das dicke Ende naht“ (jonet.org)
Ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Gefahr?
EU wittert Beihilfen für ARD und ZDF (Handelsblatt, 24. Januar 2005)
Verdacht versteckter Subventionen – Länder kämpfen um Rundfunkhoheit
Drei Fragen warten auf Klärung (Berliner Zeitung, 28. Januar 2005)
Die EU-Kommission prüft derzeit, ob die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland mit den EU-Richtlinien vereinbar ist.
Länder wehren sich gegen EU-Entscheidung (Netzeitung, 27. Januar 2005)
Die Bundesländer wollen nicht hinnehmen, dass die EU-Kommission die Rundfunkgebühren als staatliche Beihilfe einstufen will. Eine Delegation soll in Brüssel vorstellig werden.
Gedanken über das duale System unseres Rundfunks (nmz 2004/12-2005/01)
Öffentlich-rechtlich oder öffentlich bestechlich - Von Klaus Bernbacher

Korrespondenz Sprecherrat Das GANZE Werk - NDR-Rundfunkrat, 31. Januar 2005

Programmausschuss und Gräfin Kerssenbrock liegen kompromisslos auf der Linie von Plog, Romann und Mirow
Repräsentieren der Rundfunkrat und sein Programmausschuss die Interessen der gesellschaftlichen Gruppen gegenüber dem Sender?
Welches demokratische Verständnis wird hier praktiziert?
Der NDR-Rundfunkrat teilt den Beschluss des Programmausschusses mit
Brief von Gräfin Kerssenbrock (24. Januar 2005)
Die vorgenommenen Veränderungen bei NDR Kultur sind richtig
Der Sprecherrat der Initiative Das GANZE Werk schreibt an den NDR-Rundfunkrat
Antwort an Gräfin Kerssenbrock (31. Januar 2005)
Mit aufrichtigem Bedauern nehmen wir den Beschluss des Programmausschusses des Rundfunkrates zur Kenntnis
Kritik an Satire sollte kein Grund dafür sein, ein Gespräch zu verweigern, in dem es um Vorschläge und berechtigte Ansprüche engagierter und besorgter Hörer geht

Hamburger Abendblatt, 28. Januar 2005

Ringen um Einfluß auf den NDR
Rundfunk: Jobst Plog, Christian Wulff und die Zukunft der Anstalt
Wenn es in Schleswig-Holstein bei der Landtagswahl keinen Machtwechsel gibt, ist für Niedersachsen ein nachhaltigerer konservativer Einfluß auf den Verwaltungsrat am besten möglich, wenn künftig sechs der zwölf Mitglieder von den Landesregierungen direkt bestimmt werden. Dabei geht es nicht nur um die mittelfristig spannende Frage der Nachfolge des SPD-Mitglieds Plog in vier Jahren, für die der Verwaltungsrat das Vorschlagsrecht hat. ... mehr

Das GANZE Werk, 24. und 28. Januar 2005

Das große Schweigen beim NDR
Hat der Rundfunkrat des NDR etwas zum Programm von NDR Kultur beschlossen? Wir wissen es noch nicht.
Fest steht, dass der Rundfunkrat am 21. Januar getagt hat und dass Dagmar Gräfin Kerssenbrock als Vorsitzende eine Presseerklärung zum Thema NDR-Staatsvertrag hat veröffentlichen lassen.
Und das Thema NDR Kultur? Entgegen einer öffentlichen Ankündigung hatte der Programmausschuss nicht im Januar 2005, sondern schon in seiner Sitzung am 7. Dezember das Thema NDR Kultur beraten und seine Stellungnahme beschlossen - vorzeitig als Geheimniskrämerei und Überraschungscoup. Wegen eingegangener Briefe gab es am 11. Januar eine weitere Diskussion und Beschlussfassung.
Allerdings: Im Staatsvertrag heißt es zum Verhältnis von Rundfunkrat und Programmausschuss: "Der Programmausschuss bereitet die Beschlüsse des Rundfunkrats in Programmangelegenheiten vor." Das Thema NDR Kultur stand nicht auf der Tagesordnung der Sitzung des Rundfunkrates am 21. Januar 2005, er hat - so scheint es - das Thema nicht mehr angefasst.
In einem Telefonat am 15. November 2004 nachmittags hatte Dagmar Gräfin Kerssenbrock dem Sprecher der Inititative Das GANZE Werk zugesagt, dass nach einem Beschluss über NDR Kultur eine "öffentliche Erklärung" gegeben werde, damit "Klarheit" herrsche. Bisher hat die Öffentlichkeit noch keine Erklärung des Rundfunkrates zu NDR Kultur lesen können.

Das GANZE Werk, 24. Januar 2005

Mitgliederzahl: Sprung von 1.425 auf 1.647
Heute traf die Mitteilung ein, dass 222 Personen - unter ihnen Kirchenmusikdirektor Wolfgang Zilcher - von allen Musikgruppen an der Rellinger Kirche (Rellinger Kantorei, Gospeltrain Rellingen, Bläserkreis Rellingen, Rellinger Jugendorchester, All for You, Rellinger Kinderchor und Music&Move) Mitglied der Initiative Das GANZE Werk werden.

Main-Post Würzburg, 21. Januar 2005

NDR-Intendant will weniger Einfluss der Politik - Niedersachsen mehr
Ausführliche Zusammenstellung der verschiedenen Positionen

• Plog (NDR)
"klare Trennung zwischen Politik und Medien", "Rückzug derjenigen aus den Gremien, die politische Verantwortung tragen."
• Wulff + Staatskanzlei (Niedersachsen)
mehr Berichterstattung aus Niedersachsen, Verkleinerung des Rundfunkrates von 58 auf 38 Mitglieder, Berufung von 6 der 12 Mitglieder des Verwaltungsrates durch die Landesregierungen (bisher Wahl der 12 Mitglieder durch den Rundfunkrat)
• Ringstorff (Mecklenburg-Vorpommern)
Im "Fall der Fälle" könnte sich der Blick auf die südlichen Nachbarn Berlin und Brandenburg richten

Braunschweiger Zeitung, 21. Januar 2005

Ein weiterer Leserbrief: Titel werden nicht genannt
Der Ansager stellt sich mit Namen vor, das dann folgende Musikstück hat keinen!

DIE ZEIT, 20. Januar 2005

NDR-Intendant Plog: Raubzug gegen den Rundfunk
klare Trennung zwischen Politik und Medien
Rückzug derjenigen aus den Gremien, die politische Verantwortung tragen

Das GANZE Werk: Presseerklärung vom 20. Januar 2005

20. Januar 2005, vor der Sitzung des Rundfunkrates:
Gegen Häppchen-Kultur und Kuschel-Klassik
Die Initiative Das GANZE Werk erwartet, dass der Rundfunkrat des NDR am 21. Januar 2005 die Stellungnahme des Programmausschusses zum Programm von NDR Kultur behandelt.

Diese Stellungnahme hat der Programmausschuss nach einer ausführlichen Diskussion schon am 7. Dezember 2004 - einen Monat früher als vorher öffentlich angekündigt - beschlossen. Der Programmausschuss ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Reform dieses Programms begrüßt wird, der Ausschuss hat - nach den Worten von Programmdirektor Romann - "die Forderungen der Initiative 'Das ganze Werk' zurückgewiesen und die Reform von NDR-Kultur ausdrücklich begrüßt" (Leserbriefartikel in der Braunschweiger Zeitung, 11. Januar 2005).
In einem Schreiben an die Vorsitzende des Rundfunkrats zieht der Sprecher der Initiative allgemein Bilanz. ...im Detail

20. Januar 2005: E-Mail an die Vorsitzende des NDR-Rundfunkrates

Sehr geehrte Gräfin Kerssenbrock, ich bitte Sie, diesen Text allen Mitgliedern des Rundfunkrats zugänglich zu machen.
Die Initiative Das GANZE Werk wurde am 15. Juni 2004 gegründet. Am 19. Januar 2005 hat sie 1.412 Mitglieder, darunter viele namhafte Persönlichkeiten und viele Mitglieder von Chören und Orchestern. Zu der von der Initiative seit Anfang Oktober 2004 durchgeführten Abstimmungsaktion "NDR Kultur soll so bleiben wie es ist" oder "von 6 bis 19 Uhr mindestens vier Stunden lang GANZE Werke" gingen bis zum 19. Januar 2005 bei der Initiative 1.603 Abstimmungen auf Postkarten, später auch auf inhaltsgleichen Listen ein. Uns ist unbekannt, wie viele Karten bei der NDR-Programmdirektion Hörfunk eingegangen sind. 1.584 stimmten für den Vorschlag der Initiative, 11 Personen für das jetzige NDR-Kultur-Programm und 8 Personen enthielten sich der Stimme. Ungültige Karten sind nicht mitgezählt. mehr...

Dokumente:
Beschwerde beim Rundfunkrat
7 Fragen zu NDR Kultur
Presseschau zum Wirken der Initiative Das GANZE Werk

Brief an die NDR-Hörfunk-Chefs und an den Rundfunkrat, 14. Januar 2005

Vorschläge für mehr Kultur im Hörfunk - zur Diskussion gestellt (1)
Lesen Sie von H. Feldheim:
...erstmals wieder als Menschen geachtet und respektiert, nicht mehr als Sonderlinge abqualifiziert und aus dem Hörfunk vertrieben
VORSCHLAG
A  Ein Sender bringt ausschließlich Musikwerke aus allen Epochen...
B  Ein oder zwei Kultursender vertiefen ein Kulturinteresse bewusst...
C  Alle anderen Sender (auch die privaten) werden verpflichtet...
Der Artikel gibt die persönliche Meinung des Autors wieder.

Initiative Das GANZE Werk, 14. Januar

In eigener Sache
von den Seiten dieser Homepage, die der CD-Produktion "Neues von der Norddeutschen Tiefstebene" zur Verfügung gestellt worden sind, ist die Seite Nummer 5 gelöscht worden, weil sich Menschen dadurch verletzt fühlten.
Es war nicht unsere Absicht, mit der Veröffentlichung dieser Seite Menschen zu verletzen. Wir bitten ausdrücklich um Entschuldigung.
Die Seiten der CD-Produktion dokumentieren einen Teil der Bewegung, die sich für ein besseres Musikprogramm einsetzt und in der Initiative Das GANZE Werk organisiert ist. Die Breite der Initiative wie auch die Breite der Diskussion um NDR Kultur sollen angemessen auf der Homepage vertreten sein.
Es ist nicht gerechtfertigt, diesen Fall als Grund dafür zu nehmen, keine sachliche Diskussion zum Musikprogramm von NDR Kultur zu führen. Die Wortwahl "Kultur-Ayatollahs" oder "grobe Klötze" durch Hörfunkdirektor Romann ist ja auch kein Argument für die Gestaltung des Musikprogramms in dieser oder jener Form.

Braunschweiger Zeitung, 13. Januar 2005

Noch ein Leserbrief: Eine Leserbriefschreiberin unterstützt NDR Kultur
Ich hoffe, NDR-Kultur freut sich, dass es auch zufriedene Hörer gibt.

Braunschweiger Zeitung, 11. Januar 2005

Programmreform bei NDR-Kultur
Romannbrief und vier Leserbriefe zu: Norddeutsche Häppchen-Diät
Herr Romann: Autor übernimmt Bewertung der Kritiker
Vier Leserbriefschreiber: Hörer haben Anspruch auf Kultur
Kritiker haben Recht - Substanzverlust ist spürbar    ...mehr

Initiative Das GANZE Werk, 10. Januar 2005

BESCHWERDE GEGEN DAS MUSIKPROGRAMM VON NDR KULTUR
Beschwerdebrief des Sprechers der Initiative Das GANZE Werk, Theodor Clostermann
Sehr geehrte Frau Gräfin Kerssenbrock,
hiermit reiche ich beim Programmausschuss des NDR eine förmliche Beschwerde der Initiative Das GANZE Werk gegen das Musikprogramm von NDR Kultur in der Zeit von 6 bis 19 Uhr ein...

Inhalt:
1. Musikauswahl und Präsentation
2. Es gibt mindestens zwei wichtige Hörergruppen
3. Verletzung des Kulturauftrags
4. Fazit    ...mehr
Anmerkung: Wegen der umfangreichen Thematik und der grundlegenden Bedeutung ist der Brief umfangreicher.

Initiative Das GANZE Werk, 9. Januar 2005: 7 Fragen an den NDR

Wissenswertes zur Umstellung von Radio 3 auf NDR Kultur
Im Zusammenhang mit der Beschwerde gegen das Musikprogramm von NDR Kultur hat die Initiative Das GANZE Werk folgende Fragen aufgestellt:
1. Wie viele Einzelstücke umfasst der aktuelle Musikpool von NDR Kultur?
2. Wie viele Briefe, E-Mails und Telefonanrufe zu dem Programm hat der NDR von Kritikern des Programms seit Beginn der Umstrukturierung von Radio 3/NDR Kultur Anfang 2003 erhalten?
3. Wie viele dieser E-Mails und Briefe hat der NDR seitdem beantwortet?

...mehr

Hamburger Abendblatt, 8. Januar 2005

Rudi Mozarts kleine Festplattenmusik
Spottgesänge: Kirchenmusiker Rudolf Kelber kritisiert NDR Kultur mit einer parodistischen CD. Auf der CD "Neues aus der deutschen Tiefstebene" präsentiert Rudi jetzt sein launiges, auf NDR Kultur gemünztes Programm, für das Kelber zahlreiche Musiker sowie Special Guests gewinnen konnte.

Braunschweiger Zeitung, 6. Januar 2005

Norddeutsche Häppchen-Diät
Ein Jahr nach der Programmreform ist die Kritik an NDR-Kultur nicht verstummt
Die Gruppe der Programm-Kritiker ist kein kleines Häuflein Resignierender: 1375 Mitglieder hat die von dem rastlosen Hamburger Theodor Clostermann angeführte Initiative "Das ganze Werk". "Ja, wir sind hartnäckig", sagt Clostermann unserer Zeitung. Und hofft, dass der Programmausschuss des Rundfunkrates am 21. Januar einen Beschluss fassen möge, der die "Durchformatierung" des Programms zumindest teilweise zurückzieht.
Kurzinterviews mit 3 Braunschweiger Mitgliedern der Initiative Das GANZE Werk
mehr...

5. Januar 2005: FAZ-Kommentar im Internet gefunden

Wenn die Musik stirbt
Kommentar von Wolfgang Sandner auf Seite 1 der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 4. Dezember 2004 zu den Schwerpunkten:
Einsparungen bei der Kultur in der Krise - Orchesterauflösungen - Hörerwunsch nach populärer Musik - sogenanntes Mäzenatentum der Öffentlich-Rechtlichen
Zur Diskussion in Rundfunkanstalten:
Wenn tausend Hörer Pop wollten und ein Hörer klassische Musik, dann bedeute das nicht, der Rundfunk müsse tausendmal soviel Pop wie Klassik ausstrahlen. Eine Stunde Klassik und eine Stunde Pop wären in diesem Falle...   mehr... (Kurzfassung)

neue musikzeitung, 3. Januar 2005

Meldung des Kulturinformationszentrums des Deutschen Kulturrates und der ConBrio Verlagsgesellschaft (kiz):
Kaputt-machen: NDR-Rundfunkrat berät Programm-Zukunft
Sein - oder Nicht Sein: Nebenbei um Kultur geht es bei der Sitzung des NDR-Rundfunkrates am 21. Januar.
Auf die Meldung folgt ein Offener Brief des Herausgebers, Theo Geißler
An den Hörfunkdirektor des NDR, Gernot Romann
Romann setzt das Wort "Kultur-Ajahtollah" ein, als wäre dies ein abqualifizierendes Schimpfwort. Er ist doch auch noch ausländer- und/oder fremden-feindlich. Denn nach meinem Empfinden diffamiert er mit dem Begriff "Kultur-Ajahtollah" - in seiner Auslegung und argumentativen Konsequenz - Würdenträger einer ihm offensichtlich fremden oder nur begrenzt bekannten Weltreligion. mehr...

3. Januar 2005: Im Internet gefunden

Erfahrungen mit dem Parallelsender RBB-Kulturradio.
Der Tagesspiegel, 7. 12. 2004: Ich will keine Schokolade!
„Durchhörradio“ - Sämig und seicht fließen die Stunden vorbei, es wird nett geplaudert und kalorienarme Musik gespielt. Hier kann man jene Stücke hören, die früher beim „Klassik-Radio“ gedudelt wurden, bevor der Kommerzsender im Zuge des erweiterten Kulturbegriffs sein Programm fast vollständig auf Film- und Fahrstuhlmusik umstellte.
Nur: Wer will schon immer nur Pralinen essen? Früher oder später überkommt einen der Hunger nach Substanziellem. Plat de résistance nennen die Franzosen das Hauptgericht in ihren Menüs – ja, etwas, das ein wenig Widerstand leistet, zum Mitdenken herausfordert, das nicht schon filetiert serviert wird, braucht jeder, der geistig noch nicht ganz erschlafft ist. mehr...

3. Januar 2005: Im Internet gefunden

Kulturradio - Impressionen aus der Welt der Kulturradios
NDR Kultur und der Protest der Hörer
Man zimmerte für den demographisch ermittelten Hörer ein Nebenbei-Hör-Programm aus kurzen Klassikhits, kurzen Wortbeiträgen und sich jagenden Sendererkennungsjingles – und traf plötzlich auf reale Hörer, genauer: auf engagierte Klassikliebhaber, Musikfreunde, die mit dem neuen Profil nichts mehr anfangen konnten. mehr...

2. Januar 2005: Hörer-Protestbrief an den NDR-Rundfunkrat

Ein Brief von Sven Herfurth aus Bargteheide an den Intendanten blieb unbeantwortet, jetzt hat er ihn an den Rundfunkrat geschickt.
Die Zerstückelung von Werken lässt musikalischen Sachverstand, Achtung vor den Komponisten und Liebe zur Musik vermissen.
Ich protestiere dagegen, dass ein vormals der klassischen Musik verpflichteter Sender einem "Zeitgeist" folgend glaubt, auf niedrigstem Niveau mit "Klassik-Radio" konkurrieren zu müssen. mehr...

31. Dezember 2004/1. Januar 2005: Jahreswechsel

Wir schließen das Jahr 2004 mit einer erfreulichen Bilanz ab:
Die Initiative, die am 15. Juni 2004 gegründet wurde, hat zum Jahreswechsel 1.361 Mitglieder.
Die Homepage hat auch große Zuwachsraten.
Wird es im Jahr 2005 eine Verbesserung des Musikprogramms von NDR Kultur geben?
Wir wünschen allen Lesern ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.

31. Dezember 2004: Grundsätzliches

Ein Streifzug durch die Hörerforschung der ARD
Seit 2002 will Herr Romann zwei Hörergruppen "angleichen"
Das soll ihm nicht gelingen!

Über Versuche, die sogenannten "Klassisch Kulturorientieren" in der Theorie loszuwerden, und über reale Interessen
Wir haben augenblicklich eine Situation, die in der heutigen Medienlandschaft des Kampfes um Zuschauer, Zuhörer und Quoten einmalig ist: Da gibt es eine große Hörergruppe von Musikliebhabern, die NDR Kultur nicht bedienen will und die auch sonst kein regionaler Sender bedient. Wo gibt es so etwas?
Es ist hoffentlich nur von kurzer Dauer!
Es soll ja ein Programm geben, das "niemanden ausgrenzt"
(Dr. Kutz, NDR-Rundfunkrat, Vorstandsmitglied).

31. Dezember 2004: Brief an Mitglieder der Landesmusikräte

Angesichts der kommenden Entscheidung des Programmausschusses am 21. Januar 2005 über NDR Kultur hat der Sprecher der Initiative einen Brief an mehr als 60 Mitgliedsverbände der Landesmusikräte im norddeutschen Raum geschrieben.
In diesem Brief wird die Geschichte der Protestbewegung seit Anfang 2003 dargestellt, sind die Kritikpunkte der Initiative an NDR Kultur systematisch aufgelistet und wird um Unterstützung für ein besseres Musikprogramm geworben.

Hörer-Brief an Rundfunkrat und Programmausschuss, 27. Dezember 2004

Ausgehend von dem Minimal- und Kompromissvorschlag der Initiative Das GANZE Werk, dass es von 6 bis 19 Uhr vier Stunden lang Musiksendungen mit GANZEN Werken gibt, erreichen uns unterschiedliche Konzepte für eine längerfristige Umgestaltung des Hörfunks.
Vorschläge für mehr Kultur im Hörfunk - zur Diskussion gestellt (2)
Lesen Sie von Prof. W. Stabenow:
Sollte sich nicht auch im NDR die Diskussion besser auf die Qualitätsverbesserung des Angebotes konzentrieren, statt den PISA-Effekt durch Verflachung zu unterstützen?
VORSCHLÄGE
• Zum Thema Quote
• Zum Thema Kosten
• Zum Thema Verbesserungen des Programms
• Zum Thema "Junge Hörer" und "Nachwuchsfindung"
Der Artikel gibt die persönliche Meinung des Autors wieder.

Hamburger Abendblatt zu: Plog + Gebühren (vgl. Meldung von Bild Hamburg)

Kay E. Sattelmair fragte am 23. 12. 2004 in Bild Hamburg:
Wer aber stellte an Plog das Ansinnen, die Fernsehzwangsgebühr (...) als Baugroschen für die Elbphilharmonie auszugeben?
Die Antwort findet sich schnell, einziger Beleg: Das Hamburger Abendblatt - auch aus dem Hause Springer - am 13. 11. 2004, in einem Artikel zum Ende der Gebührendebatte, gedachte Gebührenverschwendung. Plog ging auf die Frage ein.
Der entsprechende Artikel zum Beginn der Gebührendebatte am 20. 2. 2004 bringt ein neckisches Bespiel für tatsächliche Gebührenverschwendung:
Und dass der NDR den 60. Geburtstag seines Intendanten vor knapp drei Jahren mit Bigband, zahlreichen Reden und 600 Gästen nicht ganz so bescheiden in der Hamburger Musikhalle feierte, kam auch nicht bei allen (Gebührenzahlern) gut an. Auch dieser Beleg ist einmalig.

Bild Hamburg, 23. Dezember 2004

Ein gedachter Fall von Verschwendung öffentlich-rechtlicher Gebührengelder?
Warum soll der NDR die Philharmonie bezahlen?
Daß Fernsehgebühren aber auch heimlich fremd ausgegeben werden können, brachte eine Äußerung des NDR Intendanten Jobst Plog ans Licht der Öffentlichkeit, wonach der NDR nach wie vor keine Möglichkeit sieht, sich an den Baukosten der Elbphilharmonie zu beteiligen.
Aus der Reihe: Wie ich es sehe - Von Kay E. Sattelmair - Jeden Donnerstag in BILD

Hamburger Abendblatt, 23. Dezember 2004

Darum brauchen wir ein Kulturradio!
Die Geschmacksguerilla
Ernst Elitz, Intendant von DeutschlandRadio (Berlin, Köln):
Die Privaten machen, was ankommt,
die Öffentlich-Rechtlichen, worauf es ankommt.
Die Rundfunkgebühr dient der Qualitätssicherung,
wer Gebühren erhält, muß Maßstäbe setzen.

PS: Herr Romann kritisiert die "Geschmackspolizisten"...

21. Dezember 2004: NDR Kultur in der Satire

CD: NEUES AUS DER NORDDEUTSCHEN TIEFSTEBENE
Die ultimative CD für Programmmacher, Redakteure und Hörer, die wirklich wissen wollen, was gespielt wird hinter den Kulissen der öffentlich-rechtlichen Kultursender.
Doch sein Sender klingt nach Klassik Radio
- Doch sein Sender ist nicht Klassik Radio
Wunderliche Welle, die so penetriert,
Bist Du gar am End' gebührenfinanziert?

Felix Speer, Nach: Der Leiermann, Aus: Die Winterreise, Musik: Franz Schubert

19. 12. 2004: Der etwas andere Kommentar zu dem Interview mit Prof. Plog

Aktuelle Kultur-Hofberichterstattung, von Carsten Molnar
Dankenswerterweise hat das GANZE Werk das ganze Gespräch aufgezeichent, ausgewertet und die Passagen zum Hörfunk der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sonst wäre eine interessante Inszenierung einfach so im Äther verrauscht.
Lohr: Nun haben wir einen Medienwechsel erkannt: dass das Radio ein Begleitmedium ist, eher beiläufig gehört wird und nur noch kleine spezielle Minderheiten zu speziellen Sendungen anspricht.
Begleitmedium und beiläufig und kleine spezielle Minderheiten und spezielle Sendungen - peinlich, peinlich. Marginalisierung pur als tägliche Radiopraxis? Da will der Intendant nun doch nicht mitziehen:
Plog: Wir haben Angebote, die etwa im Informationsbereich nicht schlagbar sind. ...mehr

NDR Kultur, 18. Dezember 2004: Das Gespräch


Prof. Jobst Plog im Gespräch mit Stephan Lohr
18. Dezember 2004, 18.03 bis 18.30 Uhr
Ankündigung des Interviews von NDR Kultur
Ausschnitte des Gesprächs zum Thema Hörfunk

Der Intendant spart nicht mit schönen Worten:
Auch Angebote für einen Kreis, der kleiner ist + Erhalten + Integrationsauftrag
Aber wichtig: Jüngere Hörer am Radio - Und nicht wirklich wichtig: Musik im Radio
Oder? - Der Intendant deutet keine Korrektur an
Aktuelle Kultur-Hofberichterstattung, der etwas andere Kommentar von Carsten Molnar

Frau Mirow schreibt für Herrn Romann, 17. Dezember 2004: "Längere Werke bei NDR 3..."

Zum Lesen und Sehen empfohlen! Schon in der Vorbereitung war die Seite ein Hit.
Märchenstunde mit der Wellenchefin?
Längere klassische Werke haben wir im Tagesprogramm von NDR Kultur, respektive Radio 3, respektive NDR 3 immer nur in Ausnahmefällen gespielt
Programm-Vorschauen von 1996 bis 1999 zeigen ein anderes Ergebnis
Mit einem Kommentar von Theodor Clostermann:
- "Längere Werke" - "ungekürzte Werke im Abendprogramm"
- Warum dieses Märchen?
- Zum Schluss: Die Forelle

Das GANZE Werk, 15. Dezember 2004: Pressemitteilung

Ein NDR-Interview von 2002 belegt: Fehleinschätzung Romanns zu NDR Kultur
NDR Kultur: Die bisherigen Stammhörer und die Musikliebhaber wollen sich nicht mit der Häppchen-Kultur in einem gebührenfinanzierten Sender anfreunden, der den Bildungs- und Kulturauftrag nicht ernst nimmt
Nach 6 Monaten hat die Initiative Das GANZE Werk 1.270 Mitglieder

Ein bisschen Historie und ein wichtiges NDR-Dokument

WIE KAM ES ZU NDR KULTUR? - Eine Fehleinschätzung Romanns
8. August 2001:
Bei den neuesten Hörerzahlen für Hamburg kommt NDR/ORB Radio 3 auf 2,9 % der "Hörer gestern"
30. November 2001: Der NDR bekommt ein neues Logo (3 Buchstaben + Stab), das Walross Antje hat als Logo ausgedient
6. März 2002: NDR/ORB Radio 3 hat in Hamburg 1,1 % weniger "Hörer gestern", nur noch 1,8 %
7. August 2002: NDR/ORB Radio 3 hat in Hamburg 1,1 % weniger "Hörer gestern", nur noch 0,7 %
19. August 2002: Das Hamburger Abendblatt berichtet
So viel steht fest: Zum 1. Januar 2003 wird Radio 3 umgebaut.
September 2002: In einem hausinternen Interview für "Wir im NDR" begründet Hörfunkdirektor Romann das neue Konzept mit einer gewagten Einschätzung der Hörerschaft und gibt erstaunlich viele Details des neuen Konzepts an.
Fest steht inzwischen auch der Name des neuen 3. Programms: "NDR Kultur". Das passt zu unserem Corporate Design. Das ist ein Signal für die Hörer. Besser, finde ich, kann man das zweite Premiumprodukt neben NDR Info nicht beschreiben.

Frankfurter Rundschau, 15. Dezember 2004: Leserbrief zum FR-Artikel

Oase in der Wüste
Zu: Kultur-Ayatollahs und Manipulateure (FR Medien vom 10. Dezember)
Wie wird man Programmgestalter? Mir drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass dazu folgende Kriterien nötig sind: Hass auf Musik... mehr...
NDR-Klassik war für mich (bis zur Programm-Neugestaltung) so etwas wie eine Oase in der Wüste. Ich hoffe auf Zeichen und Wunder, denn ich würde sehr gerne wieder - wie in alten Zeiten - mehr NDR hören.
Heinz Brummer, Dortmund

14. Dezember 2004: Förmliche Beschwerde zum Programm

Ein Hörer aus Hemmingen bei Hannover hat eine
förmliche Beschwerde beim Rundfunkrat des NDR
über das Programm von NDR Kultur
eingereicht.
Ich habe mir die neue Programmgestaltung von NDR Kultur lange angehört, um nicht vorschnell zu urteilen; inzwischen bin ich allerdings zu dem Ergebnis gekommen, dass der permanent eingestreute Werbeslogan falsch ist und eigentlich „Kultur hat keinen Namen“ lauten müsste. Für Interessierte der klassischen Musik ist die Sendung eine Zumutung.
Ich beschwere mich förmlich über die Programmgestaltung und begehre eine Befassung der zuständigen Gremien.

Frau Mirow schreibt für Herrn Romann an Frau Siebert, 13. Dezember 2004

1. Das Schöne findet ab 20 Uhr statt, Frau Siebert kritisiert aber die Zeit von 6 bis 19 Uhr.
2. Frau Mirow: Das Ergebnis der Programmreform von NDR Kultur trägt ausdrücklich dem Wunsch der Kultur- und Musikliebhaber Norddeutschlands in ihrer Gesamtheit Rechnung!
Cool. Super gedacht, ohne Wenn und Aber. Wer glaubt ihr das?
Vgl. Deutschlandfunk, DeutschlandradioBerlin, Klassik Radio, Das GANZE Werk usw....


Ausweichmanöver + Monopolträume, Kritik und Antwort gegenübergestellt
Brief von Frau Siebert an G. Romann, 16. September 2004
Antwort von Frau Mirow für Herrn Romann, 13. Dezember 2004

Kritische Masse, 13. Dezember 2004: Reaktion auf den FR-Artikel

Da hilft letzten Endes, da er sich auch permanent der Diskussion mit seinen Kritikern verweigert, nur noch der Schritt der Einschaltung des Rundfunkrates des NDR
Logik für Anfänger: Herr Romann vom NDR
Der Gegner ist Klassik-Radio, das wahre Klassik-Radio. Na toll, mit meinen Gebühren unterstütze ich eine öffentlich-rechtliche Anstalt, damit sie der Privatwirtschaft Konkurrenz macht. Das nennen Sie allen Ernstes dann „Programmautonomie“?

Huflaikhan zu dem Artikel der Frankfurter Rundschau am 10. Dezember 2004

Frankfurter Rundschau, 10. und 13. Dezember 2004

Kultur-Ayatollahs und Manipulateure
Zwischen Hörern und Machern von NDR Kultur ist ein Streit um die Programmreform ausgebrochen
Ein Artikel mit Varianten, Romann-bedingt
Mit einer anschließenden persönlichen Erklärung des in dem Artikel als "Kultur-Ayatollah" bezeichneten Sprechers der Initiative Das GANZE Werk, Theodor Clostermann
Frankfurter Rundschau, 10. Dezember 2004
Berichtigung zu dem Artikel vom 10. Dezember 2004:
In dem Text haben sich zwei missverständliche Formulierungen eingeschlichen. Zum einen wurde nahe gelegt, dass NDR-Hörfunkdirektor Gernot Romann vom prominentesten Kritiker des Programms NDR Kultur, Theodor Clostermann, "abends und nachts Drohanrufe bekomme". Romann hatte dagegen die Anrufe nicht Clostermann, sondern "anonymen Gegnern" der Programmreform zugeschrieben. Weiter hieß es, Romann halte es für gerechtfertigt, Clostermann als "Kultur-Ayatollah" zu bezeichnen. Romann hatte demgegenüber lediglich gesagt, es sei gerechtfertigt, "in diesem Zusammenhang von Kultur-Ayatollahs zu sprechen". Wir bitten um Entschuldigung. FR
Frankfurter Rundschau, 13. Dezember 2004

Herr S. aus P. in einer E-Mail, 8. 12. 2004: Alternativen sind gut möglich

Notstand beim Kulturfunk im Bereich des NDR
Sehr geehrter Herr Clostermann, meine Frau und ich unterstützen Ihre Initiative aus vollem Herzen. Bei einem Aufenthalt in Italien (Florenz) vor einiger Zeit wurde uns wieder ganz deutlich, dass wir im Bereich des NDR tatsächlich einen Notstand hinsichtlich eines Kulturfunks haben. In Florenz konnten wir ganztägig klassische Musik hören, und zwar ohne Ausnahme jeweils das ganze Werk mit vollständiger, sachlicher Aussage vorweg und danach nicht an Zeitblöcke gebunden und ohne Zeitansage ohne aktuelle Blöcke oder Nachrichten ohne Werbung. Es geht also!

8. Dezember 2004: E-Mail eines jungen Hörers aus Lübeck

Auf dem Weg von der Homepage bis zum GANZEN Werk - eine Kurzkritik
Ich bin viel per Auto unterwegs. Dabei höre ich in keinem entsprechendem Programm wie z.B. dem WDR, dem SDR, dem HR oder dem BR einen ähnlichen Unsinn wie bei uns im Norden. Dabei ärgern mich nicht nur die in Fragmente zerlegten Kompositionen, sondern auch die während der betroffenen Sendungen ständig wiederholten albernen Jingles.

7. Dezember 2004: ZAHLEN

Zwei Monate nach Beginn der Postkartenaktion:
Die Zahl der Unterstützer hat heute die Marke 2.000 überschritten, 2.004 Menschen sind jetzt Mitglieder oder haben die Resolution bzw. ihre Kurzfassung unterschrieben (ohne Postkartenaktion).
Die Zahl der beim GANZEN Werk eingegangen Postkarten hat heute die Marke 1.000 überschritten, 1.009 Postkarten sind bisher eingegangen. Mit ihren Postkarten teilen dabei 996 Menschen die Erwartung des GANZEN Werks an den Sender NDR Kultur.
Die Zahl der Briefe des NDR seit Anfang August zu der von Intendant Plog angekündigten Diskussionsrunde im Programm von NDR Kultur mit einem Vertreter der Hamburger Telemann-Gesellschaft beträgt weiterhin 0. Nach Frau Mirow sieht sich nun auch Herr Romann nicht in der Lage, auf einen weiteren Brief zu antworten. Man hat den Eindruck, dass der NDR sich still und leise von seiner eigenen Schöpfung verabschiedet hat.

6. Dezember 2004: Nikolaustag

Die Nikolaus-Überraschung
CD: NEUES AUS DER NORDDEUTSCHEN TIEFSTEBENE
Die ultimative CD für Programmmacher, Redakteure und Hörer,
die wirklich wissen wollen, was gespielt wird hinter den Kulissen der öffentlich-rechtlichen Kultursender.
Vorstellung der CD am 1. Januar 2005 von Michael Petermann beim FSK (Freies Sender Kombinat, 93,0 MHz Antenne, 101,4 MHz Kabel) in der Reihe Redaktion für bürgerliche Kunstmusik
Lesen Sie auch:
79. Bachfest in Hamburg
Musikalischer Spaß in St. Jacobi
Bissig-aktuelle Pointe Kelbers mit dem NDR-Kultur-Jingle

Ist das auch Kultur? Baufassade am Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg


Sehen Sie dazu:
Unser Arrangement der entsprechenden Zeitungsanzeige

Frankfurter Rundschau, 6. Dezember 2004

Heimatlos im NDR
Wulff will mehr Niedersachsen
Machtpolitik wittern SPD, Grüne und Gewerkschaften hinter Wulffs Vorstoß

Frankfurter Rundschau, 4. Dezember 2004

Unter ausschaltimpulsvermeidungsstrategischen Gesichtspunkten: "Musik spielt bei uns die zweite Geige."
Mit Haken und Ködern
Bei den Frankfurter Hörfunkgesprächen diskutierte die Branche über Musik im Radio
Kommentar: Von der panischen Angst vor „Ausschaltimpulsen“ für die „Neuen Kulturinteressierten“ getrieben... Man hat den Eindruck, in mancher Hinsicht kopiert NDR Kultur die Praktiken der 08-15-Schlagersender. Ausnahme: die Zahl der Einzelsätze im „Repertoire“ ist vielleich 10 x so hoch (schätzungsweise 3.000).

Hamburger Abendblatt, 4. Dezember 2004

Das kommt uns irgendwie bekannt vor...
Alt-Ministerpräsident Ernst Albrecht lässt grüßen.
Niedersachsen droht mit Ausstieg aus dem NDR
Christian Wulff: Der Sender ist dem Regierungschef zu bürokratisch und bringt zuwenig über sein Bundesland.

DIE WELT, Feuilleton Hamburg, 4. Dezember 2004

Das Treffen der Nord-Regenten:
Niedersachsen kündigte an, daß es über eine Kündigung des NDR-Staatsvertrags nachdenkt
Der Kommentar von Uwe Bahnsen: NDR muß reagieren

Bild-Online, 4. Dezember 2004

Ein Fall von Verschwendung öffentlich-rechtlicher Gebührengelder?
Ärger um Harald Schmidts Millionen-Vertrag
Er ist noch nicht auf den Bildschirm zurückgekehrt, doch um seinen Millionenvertrag gibt es schon heftigen Ärger. Nach einem Jahr Pause feiert Harald Schmidt (47) am 23. Dezember in der ARD sein TV-Comeback. Mittwochs und donnerstags wird er nach den "Tagesthemen" 30 Minuten seine Gags machen. Rund acht Millionen Euro soll er mit seiner Produktionsfirma pro Jahr kassieren.
Politiker werfen ARD Verschleierungstaktik vor

SWR, 3. Dezember 2004

Sparkonzept von SWR-Intendant Peter Voß
• Voß: Der Sender müsse sein kulturelles und mäzenatisches Engagement an den heutigen und zukünftigen Gegebenheiten ausrichten.
• Voß: Eigene Rundfunkorchester und Konzertveranstaltungen sind vor allem eine freiwillige Leistung für die Kulturlandschaft.

Frankfurter Rundschau, 1. Dezember 2004

Prof. Jobst Plog kann sich wieder mehr dem NDR widmen
IN KÜRZE: Thomas Gruber
, Intendant des Bayerischen Rundfunks, soll zum Jahreswechsel neuer ARD-Vorsitzender werden. Die turnusmäßige Wahl Grubers stand am Dienstag auf der Tagesordnung der ARD-Hauptversammlung in Hannover. Er löst den Intendanten des Norddeutschen Rundfunks, Jobst Plog, ab, der in den vergangenen zwei Jahren den Vorsitz im Senderverbund geführt hatte. mehr...

neue musikzeitung 12/04, Dezember 2004

Zwischen Praxisgebühr, Hartz IV und Ich-AG
Die musikalisch-kulturpolitische Bilanz eines Jahres
Von Martin Hufner

29. November 2004: Übersicht einer Korrespondenz zu MA-Zahlen Romanns

Zahlenspiegeleien 1 bis 5
Erst gibt Herr Romann mit Zahlen an,
dann ist er sogar auf ein paar weitere stolz,
schließlich lässt er die Zahlen-Recherche abrupt stoppen
Eine Hörerin dringt bis an die Grenzen des Imperiums vor
Ihre Reichweitenrechnungen entbehren jeglicher wissenschaftlichen Grundlage
Merkwürdig - was stimmt da nicht?

DIE WELT, 24. November 2004

Grundversorgung? Verschwendung? Denkmal?
Geheimsache Harald
Fast neun Millionen Euro im Jahr soll die ARD dem Entertainer Harald Schmidt für zwei Sendungen pro Woche zahlen. Wie kommerziell will das öffentlich rechtliche Fernsehen noch werden?

Neues von Huflaikhan, 20. und 21. November 2004

Nachlässigkeit Das GANZE Werk bringt eine hübsche Replik von Carsten Molnar zu einem Kommentar von NDR-Kultur-Wellenchefin Barbara Mirow. Die sagte:„Die Bereitschaft, sich längeren, in sich geschlossenen Werken zu widmen, hat leider deutlich nachgelassen...“
Salome oder das Opfer von NDR Kultur Salome, Stieftochter des Herodes, verzehrt sich im Verlangen nach dem Propheten Jochanaan, der im Kerker des Schlosses gefangen gehalten wird...
Aus irgendeinem mir schleierhaften Grund würde ich sagen, NDR Kultur verhält sich wie Salome...
Bald 1000 Mitglieder darf die Initiative „Das GANZE Werk“ aufweisen. Momentan geht es da mit riesigen Schritten vorwärts. ...
Herr Romann bewegt sich, wenn meine Informationen stimmen sollten, vorwiegend auf administrativer Anweisungsebene und lässt so manches Mitglied „überprüfen“ und setzt „seine“ technischen Mittel in Bewegung. Aber wer überprüft Herrn Romann, den großen Schweiger. Fehlt nur noch ein gescheiter Maulkorberlass...

20. November 2004: Konzert bei Feldtmann kulturell

Die Mitgliederzahl erhöht sich von 992 auf 1062.
Ein Kammermusikabend im Fasskeller von Feldtmann kulturell. Das Duo Laura und Florian Wiek spielt Werke von Beethoven, Arnecke und Schostakowitsch, das Duo Clemens Trautmann und Cornelius Meister Werke von Schumann, Arnecke und Reger. Jörn Arnecke erklärt selbst seine Kompositionen. Der Saal ist bis auf dem letzten Platz besetzt. Stürmischer Applaus für die Künstler.
Ein Abend ohne mediale Rücksichtnahme auf NDR Kultur. Keine Diskussion: Es gehört sich, die Resolution der Initiative zu unterschreiben. „Ich hab noch nicht, ich hab noch nicht...“ sagen etliche und eilen zum Informationstisch. 65 Konzertbesucher und die 5 Künstler des Abends werden Mitglieder der Initiative Das GANZE Werk. Davor waren schon 82 eingeladene Konzertgäste oder deren Freunde Mitglieder geworden.

Carsten Molnar: Barbara Mirow zu Einzelsätzen (16. November 2004)

Innere Geschlossenheit einzelner Sätze - Live erlebt im Klassik-Mix
Am Tag, als die Wellenchefin ihren Brief für Herrn Schrader schreibt

Frau Mirow antwortet für Herrn Romann (16. November 2004)

Die Wellenchefin behandelt die Themen nicht so richtig
Die Argumente noch weniger

Kritik- und Antwortbrief direkt gegenübergestellt
Lesen Sie Kritik- und Antwortbrief getrennt:
Warum wird mir als Zwangsgebührenzahler der Zugang zu einem niveauvoll und fachlich fundiert moderierten Musikprogramm verwehrt?
Brief von E. Schrader an G. Romann
Die Bereitschaft, sich längeren, in sich geschlossenen Werken zu widmen, hat leider deutlich nachgelassen.
Brief der Wellenchefin an E. Schrader

DER SPIEGEL, 15. November 2004

Die Programmmacher von NDR Kultur behandeln den Sender wie einen Popsender: Computerprogramm, zugeschnittenes Senderprofil, immer gleiches Hit-Repertoire, keine Haken, Unterdrückung von Ausschaltimpulsen, Durchhörbarkeit, Nebenbei-Medium, Jingle, Info-Schnipsel...
RUNDFUNK: Nur noch nebenbei
Aber auch: Es wird von einem neuen Nachdenken bei den ARD-Hörfunkanstalten berichtet.

Beschwerdebrief über Jingle und Musik-Bruchstücke (14. November 2004)

Professor Jürges beschwert sich in einem Brief an Programmdirektor Romann über die „grausame Tortur“, die NDR Kultur mit dem Jingle 27 bis 44 mal täglich den Ohren zufügt und über den „abscheulichen musikalischen Flickenteppich“.
Sein Fazit:
Wollen Sie (eine) qualifizierte Hörerschar wirklich weggraulen, wenn Sie durch o.a. „populäre Maßnahmen“ nebulöse neue Hörerschichten gewinnen wollen?

Literarischer Kommentar einer Hörerin (13. November 2004)

Es ist mit größter Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß Oscar Wilde, wenn er noch lebte, ein großer Befürworter der Initiative „Das GANZE Werk“ gewesen wäre, denn er äußerte sich u.a. wie folgt:

In diesem Sinne schickt Ihnen viele freundliche Grüße
N.N.

Brief Romanns an die Hörerin Vera Ritter-Volkmann (10. November 2004)

Das Musikprogramm am Tage ist für Kenner und Liebhaber gedacht,
die wir mit einer attraktiven Mischung aus populären und
weniger bekannten, aber hörenswerten Titeln
anregen und unterhalten wollen.

Ein neues Thesenpapier von Herrn Romann
Bei der Auswahl unserer Moderatorinnen und Moderatoren
stel