Das GANZE Werk - Presseschau (Dokumentation)
Ausschnitt aus dem Artikel von Volker Lilienthal
Das Fiasko - Kündigungswelle und kein Ende der Enthüllungen
epd medien Nr. 55/2005, 16. Juli 2005
Die Welle der Schleichwerbe-Enthüllungen erreicht
die Musiksparte der ARD
ARD-Beispiel BrainStorm: Auftritt im „Marienhof“, danach Werbespot
„Merchandising-Einnahmen“ aus der Lizenzierung zugunsten
ARD-Tochter Degeto
Im Anschluss: Werbespots für Musikalien
Kurz davor (d.h. vor November/Dezember 2003) war eine ausländische Band auf dem deutschen Bildschirm gewesen: BrainStorm aus Lettland. „Nun will die fünfköpfige Band auch in Deutschland Erfolge feiern“, so die Bavaria Film vorab in einer Pressemitteilung vom 4. August 2003, und weiter: „Ihr drittes Album ‚A Day Before Tomorrow‘ erscheint am 6. Oktober. Die Single-Auskopplung ‚Colder‘ ist ab dem 15. September im Handel zu erhalten.“ Warum diese sehr konkreten Verkaufshinweise?
Im September und Oktober 2003 lief dann mehrfach direkt im Anschluss an „Marienhof“, zwischen Abspann und regulärem Werbeblock, noch mal Werbung für Brainstorm. Die eingeblendete Single „Colder“ war dabei mit einem ARD-„Eins“-Logo versehen: So war das käufliche Musikprodukt flugs zu einem Sendungsbegleitprodukt mutiert. Unter Maßgabe der ARD-Richtlinien für Merchandising schien das formal erlaubt zu sein. (weiteres Beispiel)
ARD-Programmdirektor Günter Struve erklärte dazu: „Die ‚Werbespots‘ sind maximal siebensekündige Hinweise zu programmbegleitenden Produkten.“ Die Merchandising-Einnahmen, die sich aus der Lizenzierung der ARD-„Eins“ und des Titels „Marienhof“ ergäben, kämen der ARD-Rechtetochter Degeto zugute.
Lesen Sie
• ARD-Beispiel Peter Maffay: Plakatwerbung im „Marienhof“, passend zur Tournee
„Sollte die ARD selbst von programmintegrierter Absatzwerbung für die Musikindustrie profitieren?“
• ARD-Beispiel BrainStorm: Auftritt im „Marienhof“, danach Werbespot
„Merchandising-Einnahmen“ aus der Lizenzierung zugunsten ARD-Tochter Degeto
• Alternative: Markenwechsel bewirkt Neutralisierung
• die Ausschnitte zur Musik
„Größter Schaden für die ARD“ droht: Teil Musik-Placements
Die Welle der Schleichwerbe-Enthüllungen erreicht die Musiksparte der ARD
• den ganzen Artikel von Volker Lilienthal
Das Fiasko - Kündigungswelle und kein Ende der Enthüllungen

• Der kleine Erfolg: