Das GANZE Werk - Presseschau (Dokumentation)

Kurze Zitate aus dem Leitartikel von epd medien Nr. 6

epd medien Nr. 6, 25. Januar 2006

Kritische Streiflichter aus dem 15. KEF-Bericht

Sparkommissare, freundlich

Dürfte man bei ARD und ZDF interessante Zielgruppen
nicht mehr legal erreichen, nähme der Druck der heimlichen Werber aufs Programm eher noch zu

Von Volker Lilienthal

Das nennt man wohl Pressepolitik. Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) legt ihren 15. Bericht vor, eine Art Zwischenbericht zur Wirtschaftlichkeit der Sender. ARD und ZDF reagieren darauf routiniert mit vorbereiteten Pressemitteilungen, in denen sie ihren eigenen Sparkurs bestätigt sehen.

Thema Werbeverzicht: erkennbar unterkühlt

Auch die KEF ist das Thema erkennbar unterkühlt angegangen. Schon ihr rechnerisches Kernergebnis, dass die Rundfunkgebühr um 1,42 Euro angehoben werden müsste, wenn man ein werbefreies Fernsehen will, signalisiert schon das wahrscheinliche Ergebnis der politischen Diskussion im Länderkreis. Denn der Aufschlag ist relativ hoch und den Gebührenpflichtigen kaum zuzumuten.

... das im vergangenen Jahr in die Debatte geworfene Argument, mit einem generellen Werbeverbot könnte man der Schleichwerbung zu Leibe rücken, stimmt nicht. Dürfte man bei ARD und ZDF interessante Zielgruppen nicht mehr legal erreichen, nähme der Druck der heimlichen Werber aufs öffentlich-rechtliche Programm eher noch zu.

Die Tabellen

Akribie spricht - wieder mal - aus jeder der diesmal 404 Seiten (in zwei Bänden). Dutzende von Tabellen scheinen für zusätzliche Transparenz zu sorgen. Doch wirklich kritische Nachprüfungen sind nicht immer erkennbar.

Benutzen Sie den dann folgenden Text von Volker Lilienthal in gewisser Weise als Anregung zum Studium des 15. Berichts.

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Der 15. Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten - Ohne ARD- und ZDF-Werbung 1,42 Euro mehr Gebühren?
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Kurze Zitate aus dem Leitartikel von Volker Lilienthal in epd medien Nr. 6
Dürfte man bei ARD und ZDF interessante Zielgruppen nicht mehr legal erreichen, nähme der Druck der heimlichen Werber aufs Programm eher noch zu

Intendant Peter Voß: „Werbeverzicht langfristig erwägenswert“
Südwestrundfunk (SWR), 24. Januar 2006
Beck (SPD): ARD und ZDF sollen mittelfristig auf Werbung verzichten
Frankfurter Rundschau, 24. Januar 2006
KEF: Rundfunkgebühr entspricht Finanzbedarf der Rundfunkanstalten
Werbeverzicht der Öffentlich-Rechtlichen wird in Erwägung gezogen
KEF, Presseerklärung, 24. Januar 2006
Die KEF erwartet, dass ARD, ZDF und Deutschlandradio zum Ende der Gebührenperiode 2005-2008 ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen werden
KEF, Pressemitteilung, 24. Januar 2006
15. KEF-Bericht, Band 1 (Pdf-Datei - 1,16 MB)
15. KEF-Bericht, Band 2 (Pdf-Datei - 1,06 MB)